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Personenzentrierte Therapieform mit Jugendlichen zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz

Title: Personenzentrierte Therapieform mit Jugendlichen zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz

Diploma Thesis , 2007 , 135 Pages , Grade: 2,6

Autor:in: Doris Lehmitz (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Das Jugendalter stellt sich in modernen Gesellschaften als wichtige und zunehmend komplexe Entwicklungsphase des Menschen dar. Es bildet den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Vielfältige Entwicklungsprozesse sind dabei von Jugendlichen zu bewältigen und an die Entfaltung ihrer Persönlichkeit geknüpft.

Eine konstruktive Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst und impliziert psychische Gesundheit und Wohlbefinden. Die meisten Jugendlichen durchlaufen die Adoleszenz ohne schwerwiegende Probleme. Einige sind jedoch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt und leiden an psychischen Störungen.

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob das psychotherapeutische Verfahren des personenzentrierten Therapieansatzes den Entwicklungsprozessen Jugendlicher und ihrer Bedürfnisse gerecht werden kann. Die Frage richtet sich damit auf die Möglichkeit der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz durch das Angebot der personenzentrierten Therapieform.

Zur Erschließung dieser Fragestellung wird die Arbeit in drei Kapitel gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem personenzentrierten Therapieansatz und soll einen grundlegenden Überblick zur Therapieform geben. Im zweiten Kapitel wird die Entwicklung im Jugendalter thematisiert und soll ein umfassendes Verständnis von den zahlreichen Veränderungen der Adoleszenz widerspiegeln. Zentral sind hier die, sich aus den Entwicklungsprozessen abzuleitenden, Bedürfnisse Jugendlicher.

Ausgehend von den erfolgten Betrachtungen zum Therapieangebot und Jugendalter, werden im dritten Kapitel die Darstellungen miteinander verknüpft. Bedeutsame Aspekte sind die konkrete Arbeitsweise mit Jugendlichen im personenzentrierten Therapieansatz sowie die Betrachtung adoleszenter Bedürfnisse im Bezugsrahmen dieses Therapieangebots.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Der personenzentrierte Therapieansatz

1.1 Historische Entwicklung

1.1.1 Entwicklung des personenzentrierten Therapieansatzes durch Carl R. Rogers

1.1.2 Verbreitung in Deutschland

1.1.3 Aktuelle Entwicklung

1.2 Personenzentrierter Therapieansatz im Bezugsrahmen der Humanistischer Psychologie

1.2.1 Das Menschenbild der Humanistischen Psychologie

1.2.2 Die humanistische Sicht des Menschen im personenzentrierten Therapieansatz

1.3 Die Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers

1.3.1 Grundbegriffe

Organismus

Aktualisierungstendenz

Erfahrung

Symbolisierung

Selbst, Selbstkonzept, Selbststruktur

Selbstaktualisierungstendenz

1.3.2 Die Entwicklungstheorie von Carl R. Rogers

Entwicklungsrelevante Bedürfnisse des Individuums

Entwicklung des Selbstkonzepts

Exkurs: Bindungstheoretische Aspekte im personenzentrierten Therapieansatz

Theorie der Fully Function Person

1.4 Das Konzept der Störung im personenzentrierten Therapieansatz

1.4.1 Theorie der Inkongruenz

Einfluss frühen Inkongruenzerlebens

Folgen des Inkongruenzerlebens

1.4.2 Funktion des Störungskonzepts

1.5 Therapietheoretische Aspekte des personenzentrierten Ansatzes

1.5.1 Therapieprozess

Prozesskontinuum

1.5.2 Therapeutisches Beziehungsangebot – Therapeutenvariablen

Empathie – Einfühlendes Verstehen

Akzeptanz – Bedingungsfreie positive Beachtung

Kongruenz – Echtheit

1.5.3 Klient

Selbstexploration

Selbstverantwortlichkeit des Klienten

1.5.4 Therapieziele

2 Entwicklung im Jugendalter

2.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

2.2 Pubertäre Entwicklung und ihre Folgen

2.2.1 Körperwachstum

2.2.2 Sexuelle Reifung

2.2.3 Folgen pubertärer Entwicklung

Körperselbstbild

Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle, sexuelle Orientierung und Sexualverhalten

2.3 Kognitive Entwicklung und ihre Folgen

Moralische Entwicklung

2.4 Lebenssituation Jugendlicher im sozialen Kontext

2.4.1 Sozialisationsinstanz Familie

2.4.2 Beziehung zu Gleichaltrigen

2.4.3 Schul- und Ausbildungsinstitutionen

Sozialisationsinstanz Schule

Ausbildungszeit – Berufliche Qualifizierung

2.5 Entwicklung der Identität und des Selbstkonzepts im Jugendalter

Identitätsentwicklung

Veränderung des Selbstkonzepts

2.6 Bedürfnisse Jugendlicher

2.7 Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz

2.8 Bewältigungsstrategien im Jugendalter

2.9 Psychopathologische Erscheinungsbilder im Jugendalter

3 Personenzentrierte Therapie mit Jugendlichen

3.1 Abgrenzung zur Kinder- und Erwachsenentherapie

3.2 Kennzeichen personenzentrierter Jugendlichenpsychotherapie

3.3 Probleme in der Therapie mit Jugendlichen

3.4 Personenzentrierte Arbeitsweise in der Therapie mit Jugendlichen

3.5 Ziele personenzentrierter Therapie mit Jugendlichen

3.6 Indikationskriterien personenzentrierter Therapie mit Jugendlichen

3.7 Verlauf personenzentrierter Therapie mit Jugendlichen

3.8 Bedürfnisse Jugendlicher im Bezugsrahmen des personenzentrierten Therapieansatzes

3.9 Exemplarische Betrachtung: Depression im Jugendalter und Behandlungsmöglichkeiten nach dem personenzentrierten Therapieansatz

3.9.1 Depression im Jugendalter

3.9.2 Beziehungsgefüge, Inkongruenzkonstellation und Selbstkonzept Jugendlicher mit depressiver Störung

3.9.3 Behandlungsmöglichkeiten für Jugendliche mit depressiver Störung nach dem personenzentrierten Therapieansatz

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der personenzentrierte Therapieansatz nach Carl R. Rogers geeignet ist, die spezifischen Entwicklungsprozesse und Bedürfnisse Jugendlicher in der Adoleszenz zu unterstützen und zu fördern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen in kritischen Entwicklungsphasen sowie der exemplarischen Anwendung bei depressiven Störungen.

  • Personenzentrierter Ansatz nach Carl R. Rogers
  • Entwicklungsprozesse und -aufgaben im Jugendalter
  • Bedürfnisse und Identitätsentwicklung in der Adoleszenz
  • Therapeutische Arbeit mit Jugendlichen und spezifische Herausforderungen
  • Depression im Jugendalter und personenzentrierte Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

Die Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers

Der Persönlichkeitstheorie von Rogers liegen die oben genannten Annahmen zum Verständnis des Menschen zugrunde. Ursachen dafür sind, dass die Erkenntnisse und Postulate zur Persönlichkeitstheorie aus der therapeutischen Erfahrung von Rogers und Mitarbeitern abgeleitet wurden. Demnach fließen die zentralen Haltungen des Menschenbildes, die sich im Zuge der Entwicklung des Therapieansatzes differenzierten, mit in die Konzeption der Persönlichkeitstheorie von Rogers ein.

Gleichzeitig ist die Persönlichkeitstheorie von Rogers für die Arbeits- und Verstehensweise des Therapeuten in der Beziehung zum Klienten bedeutend. Im Folgenden werden zentrale Begriffe, Konstrukte und Annahmen wie Organismus, Aktualisierungstendenz, Erfahrung, Symbolisierung, Selbst, Selbstaktualisierungs und Selbsterhaltungstendenz als Grundbegriffe der Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers definiert (vgl. Höger 2006b, S. 37f.). Dann sind Annahmen zur Entwicklung des Individuums zu betrachten, welche als Entwicklung des Selbst verstanden wird. Die Theorie des Selbstkonzeptes und die Selbstkonzeptentwicklung sind zentrale Punkte dieser Entwicklungslehre (vgl. Quitmann 1996, S. 143).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der personenzentrierte Therapieansatz: Vermittelt die theoretischen Grundlagen des Ansatzes, das humanistische Menschenbild und die Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers.

2 Entwicklung im Jugendalter: Analysiert die komplexen Entwicklungsprozesse, Entwicklungsaufgaben und Bedürfnisse Jugendlicher in der Adoleszenz.

3 Personenzentrierte Therapie mit Jugendlichen: Verknüpft die theoretischen Konzepte mit der praktischen Arbeit, den Indikationen und Herausforderungen in der Therapie mit Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Personenzentrierte Therapie, Carl R. Rogers, Jugendalter, Adoleszenz, Selbstkonzept, Persönlichkeitsentwicklung, Psychotherapie, Identitätsentwicklung, Bindungstheorie, Aktualisierungstendenz, Inkongruenz, Empathie, Akzeptanz, Kongruenz, Depression.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das psychotherapeutische Verfahren des personenzentrierten Therapieansatzes nach Carl R. Rogers den komplexen Entwicklungsprozessen von Jugendlichen und deren speziellen Bedürfnissen gerecht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung umfasst die Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes, die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, die Identitäts- und Selbstkonzeptentwicklung sowie die spezifische Anwendung des Ansatzes in der Jugendlichentherapie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwieweit eine personenzentrierte Therapieform die Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz positiv fördern und unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Diplomarbeit, die den personenzentrierten Therapieansatz in Bezug zu aktuellen entwicklungspsychologischen Erkenntnissen über das Jugendalter setzt und exemplarisch auf das Störungsbild der Depression anwendet.

Was wird im theoretischen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den personenzentrierten Konzepten (wie Aktualisierungstendenz und Störungstheorie) vor allem die Entwicklungsaufgaben, Pubertätsfolgen, kognitive Entwicklung sowie die soziale Lebenssituation von Jugendlichen analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Personenzentrierte Therapie, Adoleszenz, Selbstkonzept, Inkongruenz und Jugendliche.

Wie wird das Spannungsfeld zwischen Autonomie und Abhängigkeit in der Therapie mit Jugendlichen gelöst?

Durch die personenzentrierte Grundhaltung (Empathie, Akzeptanz, Kongruenz) wird dem Jugendlichen Eigenverantwortung zugeschrieben, während der Therapeut als verlässlicher Partner fungiert, ohne die Autonomie durch direktives Eingreifen zu untergraben.

Warum ist das Störungskonzept im personenzentrierten Ansatz auch für die Arbeit mit Jugendlichen wichtig?

Es hilft zu verstehen, wie Diskrepanzen zwischen Selbstkonzept und Erfahrung zu Symptomen wie Depression führen, und leitet den Therapeuten dazu an, die Selbstaktualisierungsprozesse des Jugendlichen gezielt zu fördern.

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Details

Title
Personenzentrierte Therapieform mit Jugendlichen zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Pädagogisches Institut)
Grade
2,6
Author
Doris Lehmitz (Author)
Publication Year
2007
Pages
135
Catalog Number
V89750
ISBN (eBook)
9783638036474
ISBN (Book)
9783638935272
Language
German
Tags
Personenzentrierte Therapieform Jugendlichen Förderung Persönlichkeitsentwicklung Adoleszenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doris Lehmitz (Author), 2007, Personenzentrierte Therapieform mit Jugendlichen zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89750
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