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Kartontheater im Religionsunterricht

Kreative Zugänge zu biblischen Texten: Der barmherzige Samariter (Lk 10,25-37)

Titel: Kartontheater im Religionsunterricht

Seminararbeit , 2006 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Corinna Neeb (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit der Methodik und Einsetzungsmöglichkeit des Kartontheaters im Religionsunterricht. Mein Interesse an dieser Thematik entstand im Seminar „Kreative Zugänge zu biblischen Texten“, dass ich im Wintersemester 2005/06 besuchte. Angeregt durch die eigenständige Umsetzung in Form einer thematischen Erarbeitung und Herstellung eines Kartontheaters im Seminar, erforschte ich diese Methodik intensiver. Jedoch musste ich bei der Suche nach Material zu diesem Thema sehr bald feststellen, dass die kreative Umsetzung von Inhalten mit Hilfe eines Kartontheaters allgemein nicht sehr bekannt scheint und somit im Grundschulunterricht nicht häufig eingesetzt wird. Diese Beobachtung ließ mich aufmerken, so dass ich entschied im ersten Teil der Arbeit eine Definition dieser Arbeitsform in ihrem Kontext zu geben und ihre Einsatzmöglichkeiten im Unterricht aufzuzeigen. An einem konkreten Beispiel werde ich den Prozess von der Themenfindung über die Herstellung bis hin zur Vorführung einer biblischen Geschichte mit Einsatz des Kartontheaters darstellen. Es handelt sich dabei um die im Seminar in Gruppenarbeit entstandene Umsetzung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter. An dieser Stelle weise ich auf die im Anhang zu findenden Materialien hin, die zur Dokumentation und Veranschaulichung des Beispieles beitragen sollen. Der Begriff „Szenisches Spiel“ steht als Oberbegriff für das breite Spektrum von szenischen Spielformen mit Darstellungscharakter in Abgrenzung zu anderen Spielformen und zum professionellen Theater. Szenisches Spiel wird eingesetzt in Kinder- und Jugendarbeit, in Seminararbeit, in Fortbildungen sowie auch in Schule. Die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Variante ist das Rollenspiel, oder auch Kurztheater genannt. In diesem Zusammenhang steht der Begriff „Theaterspielen“. Dieser Begriff beinhaltet das Wort „Spielen“, was ein Hinweis darauf ist, dass Theater mit Kindern und Jugendlichen sehr viel mit Spielen und dem natürlichen Spieltrieb von Kindern zu tun hat. Demnach ist Theater mit Kindern kein leistungsorientiertes Fachgebiet, sondern ein handlungsorientiertes, bei dem die SchülerInnen für sich selbst, für ihre Lebensgestaltung lernen und im kooperativen Arbeiten mit ihren Mitschülern eine wesentliche Bereicherung ihres Alltags erleben. Das Spiel ist eine Sprache der Kinder. Wenn Kinder spielen, dann sind sie sich der Tatsache des Spielens gar nicht bewusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Haupteil

2.1 „Kartontheater“ als eine Form von szenischem Spiel

2.2 Aspekte des Spiels

2.3 Kartontheater im Religionsunterricht – ein Beispiel: Der Barmherzige Samariter (Lukas 10,25-37)

2.3.2 Ziele des Kartontheaters

2.3.3 Vorüberlegungen und zu treffende Vorkehrungen

2.3.4 Darstellung des Prozesses von der Herstellung eines Kartontheaters bis zur Aufführung

2.3.5 Resultat und Reflexion

3. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die methodische Eignung und die Umsetzungsmöglichkeiten des Kartontheaters im Religionsunterricht der Grundschule. Das primäre Ziel ist es, den Prozess von der theoretischen Fundierung über die praktische Herstellung bis hin zur schülerzentrierten Aufführung eines biblischen Gleichnisses am Beispiel des „Barmherzigen Samariters“ aufzuzeigen und zu reflektieren.

  • Grundlagen des szenischen Spiels und seine Bedeutung für ganzheitliche Lernprozesse.
  • Didaktische Einordnung und pädagogische Zielsetzungen des Kartontheaters.
  • Praktische Planung, Materialbeschaffung und organisationale Anforderungen im Unterricht.
  • Reflektion über die Wirkung medienpädagogischer Ansätze auf das Textverständnis biblischer Geschichten.

Auszug aus dem Buch

2.3.4 Darstellung des Prozesses von der Herstellung eines Kartontheaters bis zur Aufführung

Das im Seminar entstandene Kartontheater wurde in einem Zeitaufwand von ca. sechs Zeitstunden erstellt. Bei Kindern muss man in jedem Fall noch mehr Zeit einrechnen. Das Vorhaben der Projektgruppe begann mit dem Entschluss, ein Kartontheater zu basteln, mit dem man die Geschichte nacherzählen und nachspielen kann. Dafür benötigten wir einen passenden Karton, Pappreste, Stäbe, zwei Kochlöffel, Papier sowie Sand und Steinchen. Bevor wir mit der Bastelarbeit anfingen, widmeten wir uns dem Bibeltext. Unsere ersten Überlegungen galten dem Text. Wir fragten uns: Was wird erzählt? Was ist das Thema der Geschichte? Gibt es eine Rahmenhandlung? Wer erzählt? Welche Personen kommen vor? Wo und wann spielt die Geschichte? Was passiert genau? Wie läuft die Geschichte ab?

Diese Fragen an den Text zu stellen, waren von höchster Bedeutung, weil sie den weiteren Verlauf unserer Arbeit und unsere Vorgehensweise in höchstem Maße beeinflussten. Der Lehrer muss seinen SchülerInnen also vor allem vermitteln, erst mit dem Text zu arbeiten, bevor es zur Umsetzung kommt. Die Beschäftigung mit dem Bibeltext brachte uns dazu, dass wir uns entschieden den Vorspann oder auch die Rahmenhandlung, in die das Gleichnis gesetzt ist (der Dialog zwischen Jesus und dem Gesetzeslehrer, Lk 10, 25-30+36-37) nur vorzulesen, aber nicht im Spiel umzusetzen. Für uns stand die direkte Aussage des Gleichnisses im Vordergrund.

Der nächste Schritt galt den Überlegungen, in welche Szenen wir die Geschichte unterteilten. Wir entschieden uns für die folgende Auswahl: ein Mann wird von Räubern überfallen, der Mann liegt am Boden, ein anderer kommt vorbei, ein weiterer kommt vorbei, ein letzter kommt vorbei, der letzte hebt ihn auf seinen Esel und bringt ihn zu einem Gasthaus, der letzte spricht mit dem Wirt, der letzte geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an der kreativen Methodik des Kartontheaters und skizziert das Vorhaben, diese anhand des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter exemplarisch darzustellen.

2. Haupteil: Dieser Abschnitt definiert das Kartontheater als Form des szenischen Spiels, erläutert dessen pädagogische Chancen und beschreibt detailliert den praktischen Entstehungsprozess, die Zielsetzung sowie die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen.

3. Schluss: Die Autorin bilanziert die Methode als wertvolles, fächerübergreifendes Projekt und betont die Bedeutung einer sorgfältigen didaktischen Vorbereitung durch die Lehrkraft.

Schlüsselwörter

Kartontheater, Religionsunterricht, Szenisches Spiel, Barmherziger Samariter, Grundschule, Bibel, Mediales Spiel, Ganzheitliches Lernen, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Didaktik, Figurentheater, Projektunterricht, Bibelarbeit, Gleichnisse Jesu.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz des Kartontheaters als kreative und handlungsorientierte Methode im Religionsunterricht der Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Theorie des szenischen Spiels, die didaktische Planung von Unterrichtsreihen sowie die praktische Umsetzung biblischer Texte durch Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die methodische Durchleuchtung des Kartontheaters und die praktische Demonstration anhand der Aufbereitung der Geschichte vom Barmherzigen Samariter.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine praxisorientierte didaktische Reflexion, die durch die Dokumentation eines im Seminar durchgeführten Projekts gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen des szenischen Spiels, Zielvorstellungen des Kartontheaters, organisatorische Vorbereitungen und ein konkreter Erfahrungsbericht der Projektgruppe dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kartontheater, Religionsunterricht, Szenisches Spiel, Barmherziger Samariter, Methodenkompetenz und ganzheitliches Lernen.

Warum ist das Kartontheater gerade in der Grundschule besonders wertvoll?

Laut der Autorin fördert es die Klassengemeinschaft, den Spaß am Lernen und erlaubt eine handlungsorientierte Auseinandersetzung mit biblischen Inhalten, die über eine reine Erzählung hinausgeht.

Welche Rolle spielt die Nachbesprechung bei dieser Methode?

Da das Kartontheater eine geschlossene Form des Spiels ist, ist eine anschließende Reflexion unerlässlich, um Unverstandenes zu klären und die Inhalte inhaltlich zu vertiefen.

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Details

Titel
Kartontheater im Religionsunterricht
Untertitel
Kreative Zugänge zu biblischen Texten: Der barmherzige Samariter (Lk 10,25-37)
Hochschule
Universität Siegen  (Evangelische Theologie)
Veranstaltung
Kreative Zugänge zu biblischen Texten
Note
1,7
Autor
Corinna Neeb (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V89819
ISBN (eBook)
9783638040631
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kartontheater Religionsunterricht Grundschule Barmherziger Samariter Methode Theater Figuren Puppentheater Figurentheater kreative Zugänge biblische Geschichte biblische Texte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Corinna Neeb (Autor:in), 2006, Kartontheater im Religionsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89819
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Leseprobe aus  16  Seiten
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