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Hat Integration kulturelle Grenzen? - Am Beispiel der türkischen Migranten in Deutschland

Titre: Hat Integration kulturelle Grenzen? - Am Beispiel der türkischen Migranten in Deutschland

Dossier / Travail , 2008 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Spriestersbach (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Erdogan warnt vor Assimilation“ (Vitzthum, Thomas, 2008, S. 1) mit dieser Überschrift titelt die Tageszeitung „Die Welt“, nachdem der Ministerpräsident der Türkei, Erdogan, in der Köln Arena vor 16.000 türkischen Landsleuten gesprochen hat (vgl. ebd.). Gleichzeitig fordert er die in Deutschland lebenden Menschen mit türkischem Migrationshintergrund dazu auf sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Kann es möglich sein, Assimilation zu umgehen und sich lediglich zu integrieren? Warum warnt der Präsident von Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland nicht die, aus eigenen Ländern stammenden Migrantengruppen, davor, sich in Deutschland zu assimilieren? Der Fokus dieser Arbeit soll einige Unterschiede beleuchten die sich zwischen den türkischen Migranten und der Aufnahmegesellschaft ergeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Die Migrationstheorie nach Shmuel N. Eisenstadt

1.2. Herleitung der Fragestellung und Hypothese

1.3. Bruchlinienkonflikte und Kernstaatenkonflikte

1.4. Definitionen, Merkmale und Merkmalsausprägung

1.5. Chronologie der Forschung zur Beschreibung von türkischen Migranten mit besonderem Fokus auf den Sachverhalt des Kulturkreises

2. Der Kulturkreis Islam im Vergleich zum Kulturkreis Westen

2.1. Vergleich der Religiosität

3. Integration des islamischen Kulturkreises in Deutschland (Fazit)

3.1 Ausblick und Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kulturellen Herausforderungen der Integration türkischer Migranten in Deutschland unter Rückgriff auf die Migrationstheorie von Shmuel N. Eisenstadt und Huntington’sche Konzepte. Zentral ist die Frage, ob Unterschiede in den Kulturkreisen die Wahrscheinlichkeit einer Verweigerung gegenüber kultureller Integration erhöhen.

  • Migrationstheorie und Integrationsprozesse nach Eisenstadt
  • Kulturelle Identität und deren Bedeutung für türkische Migranten
  • Vergleich von Religiosität und Religionsverständnis zwischen Islam und westlichem Kulturkreis
  • Politisierung des Islam und dessen Einfluss auf die Integrationsbereitschaft
  • Herausforderungen der Demokratiedistanz und der Wunsch nach einem Gottesstaat

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Migrationstheorie nach Shmuel N. Eisenstadt

Eisenstadt betrachtet Migration als einen Wechsel des Wohnortes (physical transition) aus einer vertrauten in eine fremde, soziokulturelle Lebensumwelt, wobei der Autor den Migrationsvorgang in ein Drei-Phasen-Modell einteilt (vgl. Han, Petrus 2000, S. 46).

Die erste Phase wird durch die Motivation des Migranten zur Immigration bestimmt. Dabei findet ein individueller Prozess statt, indem das Individuum Vor- und Nachteile eines Wohnortwechsels abwägt. Eisenstadt benennt diese Phase auch als sich allmählich verdichtenden psychischen Dispositionsprozess, in welchem materielle als auch soziokulturelle und ökonomische Verbesserungen der Lebens-bedingungen im Zielort gedanklich vorgestellt werden (vgl. ebd.).

In der zweiten Phase wird der Migrationsvorgang an sich beschrieben, indem der Migrant sein Herkunftsland verlässt und in einem ihm völlig fremden Aufnahmeland ankommt. Hierbei liegt der Schwerpunkt nicht auf dem geographischen Wechsel, sondern auf dem Prozess, mit welchem erhebliche soziale Veränderungen in den Bereichen der Interaktionen und Partizipationen mit der Umwelt auftreten. Bisher gelernte und angewendete, soziale Rollen verlieren weitgehend an soziokultureller und gesellschaftlicher Brauchbarkeit. In diesem beginnenden Prozess der Desozialisation (desocialization) durchlebt ein Migrant oft eine Orientierungslosigkeit durch den plötzlichen Wegfall der gewohnten Lebensumwelt. Daraus resultieren generelle Zukunftsängste, die sich erst durch einen Lernprozess der Neuorientierung und Resozialisierung in der neuen Umgebung des Aufnahmelandes abbauen lassen (vgl. Han, Petrus 2000, S. 47).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der türkischen Migration in Deutschland ein, erläutert die Migrationstheorie nach Eisenstadt und leitet die zentrale Hypothese der Arbeit ab.

2. Der Kulturkreis Islam im Vergleich zum Kulturkreis Westen: Es erfolgt ein tiefergehender Vergleich der Religiosität und des Religionsverständnisses, wobei insbesondere die Rolle des Staates und demokratische Einstellungen kontrastiert werden.

3. Integration des islamischen Kulturkreises in Deutschland (Fazit): Im Fazit wird reflektiert, dass die starke Identitätsbildung durch den Islam die kulturelle Integration erschweren kann, woraufhin ein abschließender Ausblick die Ergebnisse kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Integration, Migration, Islam, türkische Migranten, Kulturkreis, Eisenstadt, Assimilation, Religiosität, Identität, Demokratiedistanz, Säkularisierung, Umma, Parallelgesellschaft, Migrationstheorie, Wertekonflikte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit kulturelle Grenzen zwischen dem islamischen Kulturkreis und der westlichen Aufnahmegesellschaft den Integrationsprozess türkischer Migranten in Deutschland beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Migrationstheorien, die Bedeutung von Religiosität für die Identitätsbildung, das Spannungsfeld zwischen Islam und Demokratie sowie die soziokulturelle Integration.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Hypothese nach, dass die Wahrscheinlichkeit der Verweigerung gegenüber einer kulturellen Integration mit zunehmenden Unterschieden zwischen dem Kulturkreis der Mehrheitsgesellschaft und dem der Minderheit steigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretisch geleitete Analyse, basierend auf dem Drei-Phasen-Modell der Migration von Shmuel N. Eisenstadt und Huntingtons Thesen zum Konflikt der Kulturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Integrationsprozesses, vergleicht islamische und westliche Kulturkreise hinsichtlich ihrer Religionsverständnisse und untersucht empirische Studien zum Integrationsstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Migration, Integration, kulturelle Identität, Islam, Säkularisierung, Demokratiedistanz und das Eisenstadt’sche Drei-Phasen-Modell.

Warum wird der Islam im Kontext der Integration besonders hervorgehoben?

Der Autor argumentiert, dass der Islam für türkische Migranten nicht nur eine Religion, sondern ein ordnungspolitisches Grundprinzip (umma) darstellt, das maßgeblich zur Identitätsbildung und Abgrenzung beiträgt.

Was ist das Ergebnis der Reflexion im Ausblick?

Der Ausblick stellt fest, dass durch die wachsende Zahl türkischer Migranten die Notwendigkeit einer traditionellen kulturellen Integration teilweise durch die Bildung von Parallelgesellschaften in Frage gestellt wird.

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Résumé des informations

Titre
Hat Integration kulturelle Grenzen? - Am Beispiel der türkischen Migranten in Deutschland
Université
University of Kassel
Cours
Migrationspolitik im Vergleich
Note
1,3
Auteur
Stefan Spriestersbach (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
18
N° de catalogue
V89833
ISBN (ebook)
9783638040655
ISBN (Livre)
9783638936729
Langue
allemand
mots-clé
Integration Grenzen Beispiel Migranten Deutschland Migrationspolitik Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Spriestersbach (Auteur), 2008, Hat Integration kulturelle Grenzen? - Am Beispiel der türkischen Migranten in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89833
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Extrait de  18  pages
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