Aufgrund der andauernden Weiterentwicklung des Internets, dem Zuwachs an methodischen Möglichkeiten der Online-Marktforschung und dem stetigen Ansteigen
der Internetnutzer wird dem Bereich der Online Marktforschung ein immer höherer
Stellenwert beigemessen.1 Die nachfolgende Arbeit setzt den Schwerpunkt deshalb
auf die Onlinemarktforschung, im Speziellen auf die der Online Communities. Unternehmen nutzen das Internet im Zuge der Marktforschung vor allem, um die
Bedürfnisse des Kunden zu erforschen und um Wissen mit den Interessensgruppen
auszutauschen. Ziel ist es, einen interaktiven Dialog zu gestalten. Dabei helfen
Online Communities.2
Eine der bedeutendsten Online Communities ist SECOND LIFE. Diese Onlineplattform
ist seit 2003 im Netz und verzeichnet bereits 4 Millionen Nutzer.3 Im Laufe
dieser Arbeit hat sich die Benutzer-Anzahl fast verdoppelt. Die Plattform verzeichnet
nun 7,2 Millionen virtuelle Einwohner, wobei 1,6 Millionen die letzten 60
Tage in der Online Welt aktiv waren.4 Das besondere an diesem Spiel ist, dass es
kein Ziel verfolgt, sondern dass der Schwerpunkt auf die soziale Interaktion gelegt
wird. SECOND LIFE hat wirtschaftlichen Charakter, wobei das Hauptaugenmerk
der Unternehmen im Marketing liegt. Firmen wollen eine junge Zielgruppe ansprechen,
die Modernität des Unternehmens unterstreichen und kostengünstig Marktforschung
betreiben.5 SECOND LIFE ist speziell bei der jungen Käuferschicht Gesprächsthema
Nummer 1. Die Ansprache dieser Zielgruppe möchten viele Firmen
nutzen. So sind zum Beispiel namhafte Automobilhersteller in dieser Community
vertreten.6 Auch die Firma ADIDAS hat sich in diesem System bereits bestens etabliert und
konnte bislang 23.000 virtuelle Schuhe verkaufen. ADIDAS kann mit Hilfe von
SECOND LIFE den Kunden ganz gezielt ansprechen und zugleich die virtuelle
Welt mit der realen Welt durch Verlinkungen verbinden.7
Die bereits beschriebenen Punkte Ausgangssituation und Problemstellung stellen
die Basis für die vorliegende Arbeit dar.
Der erste theoretische Hauptteil umfasst anschließend eine detaillierte Beschreibung
und Bewertung der in der Literatur beschriebenen möglichen Online Marktforschungsmethoden.
Danach folgt ein spezifischer Teil, der sich mit den Aspekten
von Online Communities beschäftigt. Den Abschluss des Theorieteils stellt die
Onlinemarktforschung in Online Communities dar.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Online Marktforschungsmethoden
2.1 Online Panels
2.2 Online Befragung
2.3 Online Beobachtung
2.4 Online Experiment
2.5 Online Gruppendiskussionen
2.6 Chats und Diskussionsforen
2.7 Explorative Studien
2.8 Online Delphi
2.9 Online Conjoint Analyse
3 Allgemeine Punkte zu Online Marktforschung
3.1 Allgemeine Vor- und Nachteile
3.2 Web 2.0
3.3 Rechtliches Umfeld
3.4 Kosten einer Online Marktforschung
3.5 Zukunftsentwicklung
4 Online Communities
4.1 Arten von Communities
4.2 Vor- und Nachteile im Einsatz von Online Communities
5 Die Online Marktforschung für Online Communities
5.1 Marktforschungsmethoden für Online Communities
5.1.1 (Teilnehmende) Bebachtung
5.1.2 Qualitatives (Tiefen-)Interview
5.1.3 Fragebogen
5.2 Marktforschungsdesign für Online Communities
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Online Communities als Plattform für die moderne Marktforschung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Unternehmen interaktive Dialoge mit ihren Kunden gestalten und durch gezielte, technologische Marktforschungsmethoden in virtuellen Welten kosteneffizient wertvolle Erkenntnisse gewinnen können.
- Methodische Analyse internetbasierter Instrumente für die Primärmarktforschung.
- Untersuchung von Online Communities (z.B. Second Life) als Raum für Kundeninteraktion und Marktforschung.
- Erarbeitung eines Marktforschungsdesigns, das speziell auf die Anforderungen von Online Communities zugeschnitten ist.
- Evaluierung von Vor- und Nachteilen, rechtlichen Rahmenbedingungen und Kostenstrukturen.
- Gegenüberstellung von qualitativen und quantitativen Ansätzen innerhalb virtueller Gemeinschaften.
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
Unternehmen nutzen das Internet im Zuge der Marktforschung vor allem, um die Bedürfnisse des Kunden zu erforschen und um Wissen mit den Interessensgruppen auszutauschen. Ziel ist es, einen interaktiven Dialog zu gestalten. Dabei helfen Online Communities.2
Eine der bedeutendsten Online Communities ist SECOND LIFE. Diese Onlineplattform ist seit 2003 im Netz und verzeichnet bereits 4 Millionen Nutzer.3 Im Laufe dieser Arbeit hat sich die Benutzer-Anzahl fast verdoppelt. Die Plattform verzeichnet nun 7,2 Millionen virtuelle Einwohner, wobei 1,6 Millionen die letzten 60 Tage in der Online Welt aktiv waren.4 Das besondere an diesem Spiel ist, dass es kein Ziel verfolgt, sondern dass der Schwerpunkt auf die soziale Interaktion gelegt wird. SECOND LIFE hat wirtschaftlichen Charakter, wobei das Hauptaugenmerk der Unternehmen im Marketing liegt. Firmen wollen eine junge Zielgruppe ansprechen, die Modernität des Unternehmens unterstreichen und kostengünstig Marktforschung betreiben.5 SECOND LIFE ist speziell bei der jungen Käuferschicht Gesprächsthema Nummer 1. Die Ansprache dieser Zielgruppe möchten viele Firmen nutzen. So sind zum Beispiel namhafte Automobilhersteller in dieser Community vertreten.6
Auch die Firma ADIDAS hat sich in diesem System bereits bestens etabliert und konnte bislang 23.000 virtuelle Schuhe verkaufen. ADIDAS kann mit Hilfe von SECOND LIFE den Kunden ganz gezielt ansprechen und zugleich die virtuelle Welt mit der realen Welt durch Verlinkungen verbinden.7
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Online-Marktforschung im Kontext zunehmender Internetnutzung dar und führt die Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit ein.
2 Online Marktforschungsmethoden: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Beschreibung und Bewertung verschiedener instrumenteller Möglichkeiten der internetbasierten Primärmarktforschung, wie Panels, Befragungen oder Experimente.
3 Allgemeine Punkte zu Online Marktforschung: Hier werden übergreifende Rahmenbedingungen wie Vor- und Nachteile, rechtliche Aspekte, Kostenfaktoren und die Rolle des Web 2.0 für die Online-Marktforschung erläutert.
4 Online Communities: Dieses Kapitel definiert Online Communities, kategorisiert verschiedene Arten und beleuchtet deren strategische Vor- und Nachteile im Marketingeinsatz.
5 Die Online Marktforschung für Online Communities: Das Hauptkapitel kombiniert die zuvor erläuterten Methoden mit dem Umfeld von Online Communities und erarbeitet ein spezifisches Forschungsdesign für diesen Bereich.
Schlüsselwörter
Online Marktforschung, Online Communities, Primärmarktforschung, Second Life, Online Befragung, Online Panels, Online Beobachtung, Online Experiment, Online Gruppendiskussion, Web 2.0, Datenerhebung, Marktforschungsdesign, Kundenbindung, Zielgruppenanalyse, Virtuelle Welten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Online Communities als Plattform für die moderne Marktforschung und analysiert, wie diese für Unternehmen als Instrument zur Kundeninteraktion dienen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen Online-Marktforschungsmethoden, die rechtlichen Rahmenbedingungen im Internet, den Einfluss von Web 2.0 sowie die spezifische Anwendung von Forschungsmethoden in virtuellen Communities.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Marktforschung in Online Communities durchgeführt werden kann, um Kundenbedürfnisse präziser zu erfassen und einen interaktiven Dialog zwischen Unternehmen und Zielgruppen zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Herleitung eines geeigneten Marktforschungsdesigns für Online Communities durch den Vergleich gängiger Online-Forschungsmethoden.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert verschiedene Methoden wie Online-Panels, Befragungen, Beobachtungen und Gruppendiskussionen und überträgt diese auf die Besonderheiten virtueller Gemeinschaften.
Welche Keywords charakterisieren die Publikation am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Online Marktforschung, Online Communities, Kundenbindung, Marktforschungsdesign und Web 2.0 geprägt.
Wie unterscheidet sich die Online-Beobachtung von der klassischen Befragung?
Während die Befragung auf explizite Antworten setzt, ermöglicht die Online-Beobachtung die Analyse von Nutzerverhalten, Logfiles und Cookies, was neue, teils automatisierte Erkenntnisse ohne direkte Interaktion liefert.
Warum wird im Rahmen der Arbeit explizit "Second Life" als Beispiel angeführt?
Second Life dient als prägnantes Fallbeispiel für eine Online-Community mit hohem wirtschaftlichem Potenzial, in der Unternehmen bereits aktiv ihre Zielgruppen ansprechen und Marktforschung betreiben.
- Quote paper
- Alexandra Gößlbauer (Author), 2007, Online-Marktforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89873