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Das Menschenbild in der klassischen Ökonomik

Title: Das Menschenbild in der klassischen Ökonomik

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kiryo Abraham (Author)

Business economics - Economic and Social History
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„Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn“. Diese biblische Würdigung, die den Menschen als Abbild Gottes darstellt, weist auf eine Besonderheit des Menschenbildes hin. Das Menschenbild dient nicht nur der Identifikation, sondern auch der Darstellung einer Person, da es sowohl sein Abbild, als auch sein Sinnbild widerspiegelt. Je nachdem wie das Menschenbild in der Gesellschaft charakterisiert wird, besteht eine enge Beziehung zwischen dem Menschen und der vorhandenen Gesellschaft.

In den modernen Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre wird das menschliche Verhalten meist auf das Handeln nach dem Ökonomischen Prinzip reduziert:
- Erziele mit gegebenen Ressourcen einen möglichst hohen Ertrag (Maximumprinzip)
- Erreiche ein gegebenes Ziel mit möglichst geringen Ressourcen (Minimumprinzip)
Allerdings kann diesem Prinzip nicht uneingeschränkt zugestimmt werden. Wer macht schon beispielsweise bei der Wahl von Freundschaften einen Kosten-Nutzen-Vergleich?

Dem volkswirtschaftlichen, nutzenmaximierenden Menschen wird hauptsächlich unterstellt, dass er nur an Eigeninteresse und weniger an den Bedürfnissen der Mitmenschen interessiert ist. Das Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften wird generell mit dem Begriff des homo oeconomicus bezeichnet, das die Ansicht besitzt, dass der Mensch erst durch Arbeit ein Mensch wird. Das Ergebnis der Arbeit ist die Ökonomie, was zur Folge hat, dass sich sowohl ein Arbeits- als auch ein Ökonomiebegriff definieren lässt. Voraussetzung beider Begriffe ist die Ausarbeitung des menschlichen Wesens. Die vorliegende Seminararbeit macht sich zum Ziel, die Vorstellungen des wirtschaftenden Menschen in der klassischen Ökonomik aus den Anschauungen von Adam Smith zu erläutern. Weiterhin wird in dieser Seminararbeit hinterfragt, ob die Ausführungen von Adam Smith zu Eigeninteresse und Moral für unsere heutige Sicht volkswirtschaftlicher Probleme noch von Bedeutung sind. Die klassische Ökonomie besteht aus einzelnen zusammenhängenden Ansichten, die durch geschichtliche Kontinuität entwickelt wurden. Es ist eine theoretische Tradition, hinter der ein bestimmtes Erkenntnisprogramm steht. Dieses Erkenntnisprogramm hat sich hauptsächlich in der schottischen Moralphilosophie des 18. Jahrhundert entfaltet und lässt sich mit Hilfe folgender Punkte charakterisieren:

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen und Grundlagen

2.1. Begriff der klassischen Ökonomie

2.2. Anthropologie – Die Lehre des Menschen

2.3. Adam Smith

3. Das Menschenbild aus Sicht von Adam Smith

3.1. Mensch versus Tier

3.2. Ziele des Menschen

3.3. Der Mensch als Gefühlswesen

3.4. Der wirtschaftlich handelnde Mensch

3.4.1. Die Unsichtbare Hand

3.4.2. Eigeninteresse und Moral in der Wirtschaft – passt das zusammen?

3.4.2.1. Eigeninteresse in der klassischen Ökonomik

3.4.2.2. Moral in der klassischen Ökonomik

3.5. Zusammenfassung des Menschenbilds nach Adam Smith

4. Das Menschbild nach dem Theoriemodell von Friedrich List

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das wirtschaftende Menschenbild der klassischen Ökonomik anhand der zentralen Anschauungen von Adam Smith zu erläutern und zu hinterfragen, inwiefern seine Thesen zu Eigeninteresse und Moral für heutige volkswirtschaftliche Problemstellungen noch Relevanz besitzen.

  • Analyse des klassischen Menschenbildes bei Adam Smith
  • Die Rolle von Eigeninteresse und Moral im Wirtschaftsprozess
  • Gegenüberstellung des Smith'schen Modells mit dem von Friedrich List
  • Kritische Reflexion der Bedeutung klassischer Ökonomik in der modernen Wirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.1. Mensch versus Tier

In der Philosophie wird der Mensch als Naturwesen dargestellt. Allerdings kann sich der Mensch in Frage stellen im Gegensatz zu Pflanzen und Tieren.9

Der Mensch ist in der Lage sein Hab und Gut mit seinen Mitmenschen zu teilen, denn der Austausch ist nach Adam Smith eine natürliche Anlage des Menschen. Das erfolgt durch den gegenseitigen Handel mit nicht benötigten Gütern und Dienstleistungen. Diese Art Austausch kennen Tiere nicht, da sie ihre Beute sichern und nicht aufteilen. Es hat beispielsweise noch nie jemand erlebt, „dass ein Hund mit einem anderen einen Knochen redlich und mit Bedacht gegen einen anderen Knochen ausgetauscht hätte“10. Tiere, wie auch gelegentlich Menschen, versuchen die Dienste dessen zu gewinnen, von dem sie etwas möchten. Da der Mensch fortwährend und in erheblichem Maße auf seine Mitmenschen angewiesen ist, muss er sich diese über ihr Eigeninteresse zu Nutze machen. Er muss seinen Artgenossen beweisen, dass es in ihrem eigenen Interesse liegt ihm zu helfen und dass sie daraus einen Vorteil erzielen. Die Existenz des Menschen ist nur gewährleistet, wenn es auch andere Menschen gibt. Dagegen sind ausgewachsene Tiere völlig selbständig. Ebenso variieren die Fähigkeiten der Tierarten gleicher Gattung viel stärker, als beim Menschen, der noch nicht von seiner Gewohnheit und seiner Erziehung beeinflusst wurde.11

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und religiöse Dimension des Menschenbildes und führt in das Spannungsfeld zwischen dem modernen Nutzenmaximierer und den klassischen Ansichten von Adam Smith ein.

2. Definitionen und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der klassischen Ökonomie als theoretische Tradition und gibt einen Überblick über die anthropologischen Wurzeln sowie das Wirken von Adam Smith.

3. Das Menschenbild aus Sicht von Adam Smith: Der Hauptteil analysiert Smiths Menschenbild durch den Vergleich mit Tieren, die menschlichen Zielsetzungen, das Gefühlswesen und das Konzept des wirtschaftlich Handelnden unter Berücksichtigung von Moral und Eigeninteresse.

4. Das Menschbild nach dem Theoriemodell von Friedrich List: Dieses Kapitel kontrastiert Smiths klassischen Ansatz mit den produktiven Kräften und der nationalstaatlich geprägten Perspektive von Friedrich List.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Bedeutung der klassischen Aufklärung und hinterfragt, inwieweit das Smith'sche Modell in der heutigen, hochkomplexen Gesellschaft noch Bestand hat.

Schlüsselwörter

Adam Smith, klassische Ökonomik, Menschenbild, Homo oeconomicus, Eigeninteresse, Moral, Arbeitsteilung, Unsichtbare Hand, Sympathie, Wirtschaftsethik, Friedrich List, Volkswirtschaftslehre, Gerechtigkeit, Marktordnung, Wohlstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Menschenbild, das der klassischen Ökonomik zugrunde liegt, mit einem besonderen Fokus auf die Theorien von Adam Smith.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die Definitionen klassischer ökonomischer Grundbegriffe, die Rolle des Individuums im Wirtschaftsprozess und die Bedeutung von ethischen Motiven wie Sympathie und Gerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der Vorstellungen des wirtschaftenden Menschen nach Adam Smith sowie die kritische Reflexion darüber, ob diese klassischen Thesen für heutige ökonomische Probleme noch relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Gegenüberstellung der Lehrmeinungen von Adam Smith und Friedrich List.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird das Menschenbild anhand von Punkten wie „Mensch versus Tier“, „Ziele des Menschen“, der „Unsichtbaren Hand“ sowie dem Verhältnis von Eigeninteresse und Moral detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Menschenbild, Homo oeconomicus, Eigeninteresse, Moral, Arbeitsteilung und Sympathie sind für das Verständnis der Arbeit essentiell.

Wie unterscheidet sich laut Text die Sichtweise von Friedrich List von der von Adam Smith?

Während Smith den Menschen stark über die Arbeitsteilung und die globale ökonomische Interaktion definiert, betont List die kulturelle, historische und nationale Gebundenheit sowie die Rolle geistiger Fähigkeiten.

Welche Rolle spielt die „Unsichtbare Hand“ in der Argumentation des Autors?

Die Unsichtbare Hand dient als Erklärungsmodell dafür, wie individuelles Eigeninteresse unter liberalen Wettbewerbsbedingungen zum Wohlstand der gesamten Gemeinschaft beitragen kann.

Warum ist laut Smith Moral auch in der Wirtschaft wichtig?

Smith argumentiert, dass Gerechtigkeit der Hauptpfeiler der Gesellschaft ist und jedes wirtschaftliche Handeln unter diesem Aspekt stehen muss, da ökonomische Aktivität ohne die Achtung vor dem Unrecht nicht möglich wäre.

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Details

Title
Das Menschenbild in der klassischen Ökonomik
College
Pforzheim University
Grade
1,7
Author
Kiryo Abraham (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V89918
ISBN (eBook)
9783638042123
ISBN (Book)
9783640430215
Language
German
Tags
Menschenbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kiryo Abraham (Author), 2004, Das Menschenbild in der klassischen Ökonomik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89918
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