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Die Verfallenheit im alltäglichen Man - Eine Analyse von Verfallenheit und dem alltäglichen Man in Martin Heideggers "Sein und Zeit"

Title: Die Verfallenheit im alltäglichen Man - Eine Analyse von Verfallenheit und dem alltäglichen Man in Martin Heideggers "Sein und Zeit"

Seminar Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Was ist Dasein, was ist das Man und wie zeigt es sich dem Dasein? Wie können wir der Verfallenheit des alltäglichen Man entkommen, vor allem aber was zeigt uns, das das Dasein diesem verfallen ist?
Diese Fragen können noch stehen, auch wenn man Sein und Zeit gelesen hat. Es sind abstrakte Fragen an eine abstrakte Darstellung die Martin Heidegger seinem Leser auf den Weg gibt. Diese Arbeit soll den Versuch darstellen diesen Fragen eine Struktur zu geben, sie zu ordnen und an einigen Stellen auch zu beantworten. Dabei komme ich nicht umher ein gewisses begriffliches Vorwissen zu Sein und Zeit vorauszusetzen, da der Umfang von Heideggers Fundamentalontologie den Rahmen jeder Arbeit sprengen würde. Ich werde aber dennoch versuchen wichtige Termini zu erläutern, um darzustellen, wie ich mir bestimmte Begriffe aus Sein und Zeit herleite. Denn trotz der umfangreichen Beschreibungen in Sein und Zeit werden manche Termini nur erwähnt und als verständlich vorausgesetzt, tauchen sogar erst in späteren Kapiteln wieder auf um eine Klärung zu finden.
Ich werde in dieser Arbeit, die sich primär um die Fragen zum Man dreht, mit dem Dasein beginnen müssen, da es sich um eine zentrale Säule in Heideggers Ontologie handelt, nämlich dem Sein. Darüber hinaus wird das Man im Mittelpunkt stehen, welches sich uns vielleicht später über das Gewissen erschließen lässt.
Es ist der Versuch die Verfallenheit die von dem Man auszugehen scheint, darzustellen sie mit Heideggers Angaben aus Sein und Zeit zu beschreiben und greifbarer zu machen, dem Man ein Gesicht zu geben sowie dem Dasein einen Ausweg aus seiner Uneigentlichkeit zu zeigen. Eine direkte Antwort auf diese Fragestellung, was Man ist, kann es nicht geben, vielmehr wird zu Beginn der Versuch im Mittelpunkt stehen müssen, das Dasein, als solches wie es Heidegger einführt, darzustellen. Dies wird auch der erste Punkt sein, da es gilt herauszufinden, was das Dasein überhaupt ist und wie es sich in der Welt zeigt, so man überhaupt von Welt sprechen kann, wenn man Sein und Zeit liest. Nach Heidegger besitzen wir nur ein sehr vages Seinsverständnis, da wir uns immer auf eine Form von „ist“ berufen, was aber das falsche Seinsverständnis ist, da wir es nicht begrifflich fixieren können. (vgl. S.5) Es wird nun also erstes erklärtes Ziel sein diesen Begriff zu ordnen und ihn benutzbar zu machen, dafür schlägt Heidegger vor erst die Fragestellung zu Untersuchen und eine neue Einteilung vorzunehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Man?

2.1 Das Dasein

2.2 Das Dasein mit Anderen

2.3 Das Dasein im Man

3. Das Verfallen

4. Das Gewissen

5. Zusammenfassung

6. Quellen

6.1 Primärliteratur

6.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das komplexe Verhältnis zwischen dem Dasein und dem alltäglichen „Man“ in Martin Heideggers Werk „Sein und Zeit“ strukturiert darzulegen und die Mechanismen der Verfallenheit sowie die Rolle des Gewissens als Ausweg zur Eigentlichkeit zu erläutern.

  • Die fundamentale Struktur des Daseins und sein Seinsverständnis.
  • Die Analyse des alltäglichen „Man“ als anonyme, durchschnittliche Seinsweise.
  • Die Bedeutung von Gerede, Neugier und Zweideutigkeit als Ausdruck der Verfallenheit.
  • Die Funktion des Gewissens als Anruf zur Übernahme der eigenen Seinsmöglichkeiten.

Auszug aus dem Buch

3. Das Verfallen

Es scheint als ob das Dasein in die Welt, beziehungsweise in das Da geworfen wird, dass es sich nun hier zu Recht finden muss, jedoch zuerst aus der Verfallenheit heraus. Was jedoch ist diese Verfallenheit? Es ist nun bekannt, dass das Dasein von einem Man aus seine Beruhigung findet, dass es das Gefühl hat es führe ein volles Leben (vgl. S. 177), da es mit seiner Abständigkeit, ja der Öffentlichkeit beschäftigt ist. Es kann sich keine Fragen zu seinem Sein stellen, da es selbst nicht ist was es sein kann, also seine Möglichkeiten, die es hat, nicht kennt und wahrnimmt. Das allein könnte schon ein Grund dafür sein das Man nicht als Neutrum zu beschreiben, zumindest für jenen nicht, der sich die Selbsterkenntnis als oberstes Ziel gesetzt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, indem sie die Relevanz der zentralen Begriffe „Dasein“ und „Man“ in Heideggers Fundamentalontologie hervorhebt und die methodische Vorgehensweise skizziert.

2. Was ist Man?: Dieses Kapitel untersucht die ontologischen Grundlagen des Daseins, das Mitsein mit anderen sowie das anonyme Wesen des „Man“, welches den Unterschied zwischen dem Dasein und den Anderen in der Alltäglichkeit einebnet.

3. Das Verfallen: Hier werden die existenzialen Kategorien „Gerede“, „Neugier“ und „Zweideutigkeit“ analysiert, die als Grundfaktoren für die Verfallenheit des Daseins in die Uneigentlichkeit identifiziert werden.

4. Das Gewissen: Das Kapitel erläutert, wie das Gewissen als Phänomen der Erschlossenheit das Dasein aus seiner Zerstreutheit aufrüttelt und zur Übernahme der Verantwortung für das eigene Seinkönnen aufruft.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, die betont, dass die Verfallenheit zwar eine Gefahr darstellt, durch die Anerkennung der existenzialen Schuld jedoch der Übergang zur eigentlichen Existenz ermöglicht wird.

6. Quellen: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Untersuchung von Heideggers „Sein und Zeit“.

Schlüsselwörter

Dasein, Man, Existenzial, Verfallenheit, Sein und Zeit, Eigentlichkeit, Uneigentlichkeit, Mitsein, Gewissen, Schuld, Gerede, Neugier, Zweideutigkeit, Heidegger, Ontologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung des menschlichen Daseins mit seiner alltäglichen Verfallenheit im „Man“, basierend auf Martin Heideggers Werk „Sein und Zeit“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Struktur des Daseins, das anonyme „Man“, die Mechanismen der Verfallenheit sowie die Bedeutung von Gewissen und Schuld auf dem Weg zur Eigentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die abstrakten Begriffe Heideggers zu ordnen und die Frage zu klären, wie das Dasein der Uneigentlichkeit entkommen und zu seinen eigenen Möglichkeiten finden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt dem phänomenologischen Ansatz Heideggers und nutzt dessen Begriffe, um die Strukturen der Existenz greifbarer zu machen.

Was wird im Hauptteil detailliert ausgeführt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Daseins, das „Mitsein“, die Analyse des „Man“, das Phänomen der Verfallenheit durch Gerede, Neugier und Zweideutigkeit sowie die Rolle des Gewissens als Anruf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Die zentralen Begriffe sind das Dasein, das Man, die Verfallenheit, die Eigentlichkeit und das Gewissen.

Wie unterscheidet sich das „Man“ von der Summe anderer Individuen?

Laut dem Text ist das „Man“ kein Zusammenschluss einzelner Subjekte, sondern eine durchschnittliche Seinsweise, die alles Einebnet und den individuellen Unterschied des Daseins in der Alltäglichkeit auflöst.

Welche Rolle spielt das „Schweigen“ für das Gewissen?

Das Gewissen redet im Modus des Schweigens; dieses Schweigen dient dazu, das Dasein aus der Ablenkung durch das Gerede herauszureißen und es zur Selbstbesinnung zu bewegen.

Ist die „Verfallenheit“ aus Heideggers Sicht rein negativ zu bewerten?

Nein, die Arbeit stellt dar, dass die Verfallenheit als Chance begriffen werden kann, da sie dem Dasein erst den Raum bietet, sich über seine Möglichkeiten bewusst zu werden und diese in der Eigentlichkeit zu wählen.

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Details

Title
Die Verfallenheit im alltäglichen Man - Eine Analyse von Verfallenheit und dem alltäglichen Man in Martin Heideggers "Sein und Zeit"
College
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Course
Einführung in die Existenzanalytik
Grade
2
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V89920
ISBN (eBook)
9783638040877
ISBN (Book)
9783638937184
Language
German
Tags
Verfallenheit Eine Analyse Verfallenheit Martin Heideggers Sein Zeit Einführung Existenzanalytik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Die Verfallenheit im alltäglichen Man - Eine Analyse von Verfallenheit und dem alltäglichen Man in Martin Heideggers "Sein und Zeit", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89920
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