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Die Ukraine. Vom vielfältigen Grenzland zum homogenen Kernland?

Die Entstehung einer nationalen Identität

Título: Die Ukraine. Vom vielfältigen Grenzland zum homogenen Kernland?

Trabajo Escrito , 2019 , 8 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Ciencias Culturales - Europa del Este
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Eine kulturwissenschaftliche Betrachtung der ukrainischen Geschichte und ihre Auswirkungen auf die nationale Identität bis heute. Im Zentrum stehen die regional unterschiedlichen Ansichten, ob man sich eher Westeuropa oder Russland annähern sollte.

Die heutige Ukraine machte Ende 2013 mit langanhaltenden Protesten auf dem Euromaidan in Kiew auf sich aufmerksam. Die zunächst friedlichen Proteste von Studenten als Reaktion auf die Nichtunterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union weiteten sich schon Tage später zu Massenprotesten aus, da die Studenten von einer Spezialtruppe der ukrainischen Polizei angegriffen wurden. Nun forderte man neben der Unterzeichnung des Abkommens und einem proeuropäischen Kurs auch die Absetzung des Präsidenten Janukowitsch und vorgezogene Neuwahlen. Die von der Regierung daraufhin angeordneten Einschränkungen des Versammlungsrechts und der Meinungsfreiheit im Januar 2014 bringt nur noch mehr Menschen aus Protest auf die Straßen Kiews (Mijnssen/Weisflog, 2019).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Genese der ukrainischen nationalen Identität vor dem Hintergrund der Proteste auf dem Euromaidan. Dabei wird analysiert, wie sich trotz staatlicher Kategorisierungen und politischer Umbrüche ein eigenständiges kulturelles Selbstverständnis formen konnte, das sich von der jeweiligen Regierung abgrenzt.

  • Historische Entwicklung der Ukraine als Grenzland (kresy)
  • Konstruktivistische Perspektive auf Identitätsfindung
  • Die Rolle staatlicher Kategorisierung und Ideologien
  • Kollektives Gedächtnis und nationale Symbole
  • Abgrenzung zwischen kultureller Identität und staatlicher Macht

Auszug aus dem Buch

Die historische, geo- und demografische Entwicklung der Ukraine ist ein Schlüsselelement für das Verständnis dieser Irritation über die Ablehnung des Staates aber dem Nutzen seiner Symbole.

Das Gebiet des heutigen Ukraine gehörte seit dem 14. Jahrhundert wechselweise zu verschiedenen Staaten bzw. Herrschaftsgebieten. So waren Teile ehemals von Litauen, Polen, Russland, Österreich und sogar von der Türkei besetzt. Dies machte das Grenzland, die kresy (Brown, 2003), zu einem Mosaik aus verschiedenen Religionen, Sprachen und Herkunftsländern. Doch im Verlauf des letzten Jahrhunderts gab es einen Wandel: „Today the once multiethnic borderland is a largely Ukrainian heartland“ (Brown, 2003).

Brown (2003) zeichnet die Entwicklung wie folgt nach: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren in der kresy etwa sechs Prozent der Bevölkerung polnischer Abstammung. Trotz des vergleichsweise geringen Anteils an der Gesamtbevölkerung besaßen diese sechs Prozent einen Großteil der landwirtschaftlichen Flächen und Fabriken und hatten wichtige Stellen an Gerichten und Verwaltungen inne. Zudem nahmen sie auch andere wichtige Positionen in den Versorgungseinrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser inne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Euromaidan-Proteste und wirft die zentrale Frage auf, wie sich ein ukrainisches Nationalgefühl formen konnte, das sich einerseits auf nationale Symbole stützt, sich aber andererseits explizit gegen die eigene Regierung richtet.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die historische Wandlung des ukrainischen Grenzlandes (kresy) und zeigt auf, wie staatliche Kategorisierungen und Ideologien im 20. Jahrhundert versuchten, Identitäten zu konstruieren, während sich parallel dazu ein kulturelles kollektives Gedächtnis entwickelte.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass nationale Identität primär eine kulturelle und nicht zwingend eine staatliche Konstruktion ist, weshalb Symbole wie Hymnen und Flaggen als Ausdruck einer Gemeinschaft und nicht der Regierung fungieren können.

Schlüsselwörter

Ukraine, Nationale Identität, Euromaidan, Kollektives Gedächtnis, kresy, Staatskonstruktion, Nationalismus, Historischer Kontext, Symbole, Kultur, Identitätsfindung, Konstruktivismus, Grenzland, Souveränität, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Identität der ukrainischen Nation und der Legitimität der jeweiligen Regierung, insbesondere im Kontext der Ereignisse auf dem Euromaidan.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Ukraine, die Prozesse der Nationenbildung, die Rolle des kollektiven Gedächtnisses und die Bedeutung nationaler Symbole.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu erklären, warum sich Protestierende zwar einerseits auf nationale Symbole beziehen, sich aber gleichzeitig scharf von der Regierung des Staates abgrenzen können, ohne dass dies als Widerspruch wahrgenommen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine konstruktivistische Perspektive, um die Entstehung nationaler Identität als Prozess historischer und politischer Zuschreibungen sowie kollektiver Erinnerung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die demografische und politische Geschichte des ukrainischen Grenzlandes (kresy) seit dem 14. Jahrhundert bis in die Zeit des Nationalsozialismus und der Sowjetunion beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Nationale Identität, kollektives Gedächtnis, kresy, Konstruktivismus und staatliche Kategorisierung.

Wie unterscheidet sich die ukrainische Identität laut Autor von einer rein staatlichen Konstruktion?

Die Autorin argumentiert, dass die ukrainische Identität auf einem kollektiven kulturellen Erinnern basiert, das losgelöst von staatlichen Strukturen und Regierungen existiert.

Warum fungieren Symbole wie die Flagge für Demonstranten anders als für die Regierung?

Symbole werden von den Demonstranten als Ausdruck der Zusammengehörigkeit des Volkes begriffen, während die Regierung sie als Teil staatlicher Macht beansprucht, was bei Misstrauen zu einem Konflikt führt.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Ukraine. Vom vielfältigen Grenzland zum homogenen Kernland?
Subtítulo
Die Entstehung einer nationalen Identität
Universidad
University of Bremen
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
8
No. de catálogo
V899360
ISBN (Ebook)
9783346191458
ISBN (Libro)
9783346191465
Idioma
Alemán
Etiqueta
Osteuropa Ukraine Identität Grenzland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Die Ukraine. Vom vielfältigen Grenzland zum homogenen Kernland?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899360
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