In dieser Arbeit sollen die Handlungsansätze der Mobilen Jugendarbeit in Marl, bei der Arbeit mit Drogen konsumierenden Jugendlichen, aus Hüls-Süd und die Prämissen für eine Zusammenarbeit zwischen diesen Jugendlichen und der Mobilen Jugendarbeit behandelt werden.
Die Effizienz der Zusammenarbeit wird dabei nicht gemessen und ist für die Erhebung von keinem weiteren Belangen. Das Konzept der aufsuchenden Mobilen Jugendarbeit, entstanden in Stuttgart, hat sich in den letzten vierzig Jahren in Deutschland ausgebreitet. Seit ein paar Jahren verkehrt sie auch in der Kleinstadt Marl.
Der Begriff „Mobile“ verrät bereits, dass es sich um eine Form der „beweglichen“ Jugendarbeit handelt, um „Jugendarbeit auf Rädern“. Die Mobile Jugendarbeit in Marl nutzt hierfür einen umgebauten Linienbus, ein „Jugendzentrum auf Rädern“, wie die Mitarbeiter es selbst bezeichnen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Theoretische Einordnung und Einführung ins Themengebiet
1.1 Definition des Begriffs „Prävention“
1.2 Definition des Begriffs, im Kontext der Sozialen- und Mobilen Jugendarbeit
1.3 Cannabiskonsum bei Jugendlichen in Deutschland
1.4 Entstehung und Entwicklung der Mobilen Jugendarbeit in Deutschland
1.5 Rechtliche Verankerung
2. Bestimmung der Sachlage
2.1 Mobile Jugendarbeit in Marl
2.2 Stadtteil Hüls-Süd
2.3 Drogenprävention in der Mobilen Jugendarbeit Marl
2.5 Hypothesenformulierung
3. Methodik
3.1 Das problemzentrierte Interview
3.2 Gestaltung des Interviews
3.3 Auswahl des Interviewpartners
3.4 Auswertung
4. Ergebnisse der Untersuchung: Belegung der Hypothesen
I. Hypothese
II. Hypothese
III. Hypothese
IV. Hypothese
5. Einordnung und Betrachtung der Befunde/Diskussion
5.1 Zusammenfassung und kritische Betrachtung der Prämissen
5.2 Akzeptierende Jugendarbeit im Diskurs
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Mobilen Jugendarbeit und drogenkonsumierenden Jugendlichen im Stadtteil Marl Hüls-Süd. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, welche Rahmenbedingungen und Prämissen für diese Kooperation notwendig sind, um effektiv Präventionsarbeit leisten zu können und das Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen zu stärken.
- Grundlagen der Mobilen Jugendarbeit und ihre historische Entwicklung
- Analyse des Sozialraums Hüls-Süd und dessen Einfluss auf die Zielgruppe
- Methodik der qualitativen Forschung mittels problemzentrierter Interviews
- Reflexion der Präventionsarbeit im Kontext der Akzeptierenden Jugendarbeit
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition des Begriffs „Prävention“
Prävention ist ein weit verbreiteter Begriff, welcher in vielen Handlungsfeldern wieder zu finden ist, beispielsweise in den ursprünglichen Feldern: der Medizin und Kriminologie. Allerdings weichen die Kontexte und Definitionen zu dem Begriff in den unterschiedlichen Bereichen stark voneinander ab, was eine grundlegende Definition des Terminus schwierig macht (vgl. Wohlgemuth 2009: 14).
Ziegler bezeichnet Prävention analytisch als „[...] ein gegenwärtiges Bemühen, den Eintritt eines zukünftigen Zustandes zu verhindern oder zu steuern, d.h. Den Status quo des Nicht-, Nicht so- oder Nicht hier-Eingetretenseins eines Ereignisses zu erhalten.“ (Ziegler 2001b: 8).
Das Fremdwörter Lexikon beschreibt Prävention als „das Zuvorkommen, Vorbeugung“ (das moderne Fremdwörter Lexikon: 444).
Grundlegend lässt sich also sagen, dass Prävention die Bemühung um einen gegenwärtigen Zustand ist, welcher erhalten werden möchte und einhergeht mit Intervention durch strategische Maßnahmen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Situation der Mobilen Jugendarbeit ein und skizziert die Problematik des Cannabiskonsums bei Jugendlichen in Marl Hüls-Süd als Forschungsgegenstand.
1. Theoretische Einordnung und Einführung ins Themengebiet: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Prävention und erläutert die Entstehung sowie die rechtliche Verankerung der Mobilen Jugendarbeit in Deutschland.
2. Bestimmung der Sachlage: Der Fokus liegt hier auf der konkreten Situation in Marl, dem Sozialraum Hüls-Süd und der spezifischen Umsetzung von Drogenprävention durch die Mobile Jugendarbeit.
3. Methodik: Es wird das problemzentrierte Interview als qualitative Erhebungsmethode vorgestellt, die Gestaltung der Interviews erläutert und die Auswahl des Interviewpartners begründet.
4. Ergebnisse der Untersuchung: Belegung der Hypothesen: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten ausgewertet und die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich des Wohnumfelds, der Motivation und der Effizienz der Arbeit reflektiert.
5. Einordnung und Betrachtung der Befunde/Diskussion: Abschließend erfolgt eine kritische Zusammenfassung der Prämissen sowie eine Diskussion über das Konzept der Akzeptierenden Jugendarbeit im aktuellen fachlichen Diskurs.
Schlüsselwörter
Mobile Jugendarbeit, Drogenprävention, Cannabis, Hüls-Süd, Prävention, Streetwork, Qualitative Forschung, Problemzentriertes Interview, Sozialraum, Akzeptierende Jugendarbeit, Jugendhilfe, Vertrauensarbeit, Niedrigschwelligkeit, Sozialpädagogik, Lebenswelt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit und Jugendlichen, die Drogen konsumieren, im Stadtteil Marl Hüls-Süd.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Drogenprävention, der Konzeptentwicklung der Mobilen Jugendarbeit, der Analyse des städtischen Sozialraums sowie den theoretischen Grundlagen der Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die notwendigen Prämissen (wie Vertrauen, Akzeptanz und Niedrigschwelligkeit) zu identifizieren, die eine gelungene Kooperation und präventive Arbeit in diesem spezifischen sozialen Umfeld ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsstrategie, wobei problemzentrierte Interviews mit Fachkräften geführt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die Bestimmung der Sachlage in Marl, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise sowie die Auswertung der Ergebnisse anhand von vier Arbeitshypothesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobile Jugendarbeit, Drogenprävention, Cannabis, Hüls-Süd, Niedrigschwelligkeit und das problemzentrierte Interview.
Warum spielt das Wohnumfeld in Hüls-Süd eine so große Rolle für die Arbeit?
Das Wohnumfeld beeinflusst das Verhalten der Jugendlichen massiv; die räumliche Enge und die soziale Struktur führen zu einer "Gruppenhomophilie", die das Erreichen der Zielgruppe durch die Jugendarbeit erschweren oder erleichtern kann.
Wie definiert die Autorin die "Akzeptierende Jugendarbeit" in der Diskussion?
Sie diskutiert diese als ein Konzept, das eine Balance zwischen der Akzeptanz der Lebenswelten der Jugendlichen und der notwendigen pädagogischen Intervention bei Drogenkonsum sucht, um echte Verhaltensänderungen zu bewirken.
- Citation du texte
- Julia Marita Lünnemann (Auteur), 2014, Drogenprävention in der Mobilen Jugendarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899395