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Die Außenpolitik Anwar Sadats zwischen 1970 und 1973 und ihre Implikationen für den Oktoberkrieg

Titre: Die Außenpolitik Anwar Sadats zwischen 1970 und 1973 und ihre Implikationen für den Oktoberkrieg

Dossier / Travail , 2016 , 32 Pages

Autor:in: Jan Niklas Weinhagen (Auteur)

Histoire - Afrique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der erste Teil der Seminararbeit exponiert die politische Ausgangslage Sadats zu Beginn seines Regierungsantritts 1970. Dabei wird in einem kleinen Exkurs die geopolitisch-strategische Bedeutung Ägyptens für das bipolare System der beiden Supermächte vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gegeben, um die Handlungsdeterminanten auf politischer Ebene zwischen den drei Nationen besser nachvollziehen zu können.

Den Schluss des ersten Teils bildet eine Zusammenfassung der Motive und außenpolitischen Ziele Sadats mit besonderem Fokus auf denjenigen, denen eine Rolle für den Ausbruch des Oktoberkrieges zuteilwird. Den Übergang zum Hauptteil bildet eine Analyse der Friedensverhandlungen und deren Entwicklung in der Zeit von Amtsantritt Sadats bis zum Vortag des Oktoberkrieges. Dabei soll besonders der Rogers Plan von amerikanischer Seite und anschließend die Initiative von Sadat 1971 behandelt und eruiert werden, an welchen Streitpunkten zwischen Israel und Ägypten und in den außenpolitischen Ambitionen der Vereinigten Staaten diese gescheitert sind.

Parallel zu den Verhandlungen wird die offene Hinwendung Ägyptens zu den USA, die bereits unter Nasser stattfand, durchleuchtet, um aufzuzeigen, welche wirtschaftspolitischen Motive sich hinter diesem außenpolitischen Kurswechsel verborgen hatten, wie er von Seiten der USA wahrgenommen wurde und warum Ägypten trotz dieses offenen Kurses am Ende doch Israel, dem Patron der USA, angegriffen hatte.

Das darauf aufbauende Kapitel fasst die Einstellung der Israelis zusammen und geht der Frage nach, durch welche Seite am ehesten eine friedliche Beilegung des Konfliktes verhindert wurde bzw. hätte verhindert werden können. Das nächste Kapitel hat die Beziehung Ägyptens mit seiner jahrzehntelangen Patronatsmacht, der Sowjetunion, und die Folgen des außenpolitischen Kurswechsels Sadats zum Thema.

In einem ersten Schritt wird in einem kurzen Exkurs ein Überblick über die Entwicklung des Patron-Klient-Verhältnisses zwischen der Sowjetunion und Ägypten offeriert. Der Kern des Kapitels arbeitet die einzelnen Schritte der Abkehr von der Sowjetunion und deren Gründe heraus, um am Ende der Frage nachzugehen, warum Sadat den Bruch mit der Sowjetunion de facto nicht vollzog, sondern gleichzeitig die Verbindung nach außen hin bereits 1971 mit dem Sowjetisch-Ägyptischen Freundschaftsvertrages festigte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Hinführung und Themafrage

1.2. Quellenlage

1.3. Forschungsstand

2. Die politische und soziökonomische Ausgangslage für Anwar al-Sadat

2.1. Die Bedeutung Ägyptens in einer bipolaren Welt

2.2. Die Weichenstellung für Sadats Außenpolitik

3. Die Friedensinitiativen nach dem Junikrieg 1967

3.1. Der Rogers-Plan

3.2. Die Friedensinitiative Sadats im ‚Jahr der Entscheidungen‘ 1971

3.3. Die amerikanische Perzeption der Politik Sadats

4. Die Haltung Israels – Status quo und das Sicherheitsbedürfnis

5. Die Beziehungen zur Sowjetunion

5.1. Auf Konfrontationskurs mit der Sowjetunion

6. Die Beziehungen zu den arabischen Staaten

7. Zusammenfassung und Ausblick

7.1. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die ägyptische Außenpolitik unter Anwar Sadat im Zeitraum von 1970 bis 1973 und untersucht, inwiefern diese unmittelbar mit dem Ausbruch des Oktoberkrieges verknüpft war und welche Rolle dabei vergebliche Bemühungen um alternative, diplomatische Konfliktlösungen spielten.

  • Die geopolitische Bedeutung Ägyptens im bipolaren Machtgefüge des Kalten Krieges.
  • Analyse des Scheiterns internationaler Friedensinitiativen wie des Rogers-Plans.
  • Die Dynamik des außenpolitischen Kurswechsels Sadats von der Sowjetunion hin zu den USA.
  • Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Misere, dem Wunsch nach Wiederherstellung des nationalen Selbstvertrauens und der Entscheidung zum Krieg.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Friedensinitiative Sadats im ‚Jahr der Entscheidungen‘ 1971

Mit Auslaufen des Rogers-Plan am 4. Februar 1971 wollte Sadat Nixon und der Welt beweisen, dass er zu Friedeninitiativen imstande sei, und verkündete in der Nationalversammlung - kurz bevor die Verlängerung des Waffenstillstandes am 4. März endete - seine Friedensinitiative. Im Wesentlichen sah sie einen Abzug der israelischen Streitkräfte innerhalb von sechs Monaten vom Sinai und dem Ostufer des Kanals sowie dessen Öffnung vor. Unter aktiver Einbindung der USA wurde einen Friedensvertrag mit Israel in Aussicht gestellt. Damit hoffte Sadat den ‚toten Punkt‘ zu überwinden. Die Vereinbarung blieb davon abhängig, dass ein Zeitplan für den kompletten Abzug der Israelis aus dem Sinai im Sinne des Rogers-Plan aufgestellt werden sollte. Somit blieb auch dieses Vorhaben erfolglos.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der ägyptischen Außenpolitik und die Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der Ausgangslage nach 1967.

2. Die politische und soziökonomische Ausgangslage für Anwar al-Sadat: Analyse der geostrategischen Bedeutung Ägyptens und der wirtschaftlichen Krisensituation zu Beginn von Sadats Amtszeit.

3. Die Friedensinitiativen nach dem Junikrieg 1967: Untersuchung der gescheiterten diplomatischen Bemühungen, insbesondere des Rogers-Plans, und deren Wahrnehmung durch die involvierten Akteure.

4. Die Haltung Israels – Status quo und das Sicherheitsbedürfnis: Beleuchtung der israelischen Sicherheitsstrategie, die zu einem Verharren im Status quo und damit zum Scheitern von Verhandlungen beitrug.

5. Die Beziehungen zur Sowjetunion: Darstellung der schrittweisen Distanzierung Sadats von der Sowjetunion aufgrund deren mangelnder Unterstützung für die ägyptischen Ziele.

6. Die Beziehungen zu den arabischen Staaten: Analyse der Bemühungen Sadats, eine einheitliche arabische Front für den bevorstehenden militärischen Konflikt aufzubauen.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenschau der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, inwieweit der Oktoberkrieg als notwendiges Mittel zur Erreichung politischer Ziele gesehen wurde.

Schlüsselwörter

Anwar Sadat, Oktoberkrieg, Ägypten, Israel, Nahostkonflikt, Außenpolitik, Rogers-Plan, Sowjetunion, USA, Kalter Krieg, Diplomatie, Junikrieg 1967, Suezkanal, Friedensinitiative, Machtvakuum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die außenpolitischen Strategien des ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat in den Jahren 1970 bis 1973 und deren maßgeblichen Einfluss auf den Ausbruch des Oktoberkrieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Rolle Ägyptens im Kalten Krieg, die Friedensbemühungen nach 1967, die veränderten Beziehungen zu den Supermächten sowie die innenpolitischen Zwänge, unter denen Sadat handelte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu ergründen, warum trotz diplomatischer Initiativen ein Krieg unvermeidbar schien und wie Sadat diesen als Instrument zur Wiedererlangung nationaler Stärke und zur wirtschaftlichen Stabilisierung nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Memoiren (u.a. von Sadat und Kissinger), Akteneditionen und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil vertieft behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Friedensinitiativen (Rogers-Plan), die israelische Haltung zum Status quo, den Bruch mit der Sowjetunion und die Bemühungen um eine Konsolidierung der arabischen Front.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nahostkonflikt, diplomatische Pattsituation, Machtpolitik, strategische Neuausrichtung und die Verbindung von Außenpolitik und nationaler Identität beschreiben.

Welche spezifische Rolle spielt der Rogers-Plan für die Argumentation des Autors?

Der Rogers-Plan dient als zentrales Fallbeispiel, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Maximalforderungen und ein Mangel an amerikanischer Durchschlagskraft gegenüber Israel eine friedliche Lösung des Konflikts verhinderten.

Warum war die Ausweisung der sowjetischen Militärberater für Sadats Politik entscheidend?

Dieser Schritt war ein taktisches Signal an die USA, um die Unabhängigkeit Ägyptens zu demonstrieren und die Voraussetzung für eine Vermittlerrolle Washingtons zu schaffen, wenngleich die erhoffte unmittelbare Reaktion der USA ausblieb.

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Résumé des informations

Titre
Die Außenpolitik Anwar Sadats zwischen 1970 und 1973 und ihre Implikationen für den Oktoberkrieg
Université
University of Münster
Auteur
Jan Niklas Weinhagen (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
32
N° de catalogue
V899399
ISBN (ebook)
9783346212467
ISBN (Livre)
9783346212474
Langue
allemand
mots-clé
anwar außenpolitik implikationen oktoberkrieg sadats
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan Niklas Weinhagen (Auteur), 2016, Die Außenpolitik Anwar Sadats zwischen 1970 und 1973 und ihre Implikationen für den Oktoberkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899399
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Extrait de  32  pages
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