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Soziale Ungleichheit beim Vermögen- und Immobilienbesitz in Deutschland

Título: Soziale Ungleichheit beim Vermögen- und Immobilienbesitz in Deutschland

Trabajo , 2020 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Otros
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Diese Arbeit befasst sich mit der sozialen Ungleichheit beim Vermögen- und Immobilienbesitz in Deutschland. Im Hintergrund steht die Fragestellung, inwieweit Einkommens- und Vermögensungleichheit ein Problem darstellt und wer zu den Gewinnern
bzw. Verlieren des sogenannten Immobilienbooms zählt.

Um sich dem Thema annähern zu können, ist es zunächst notwendig, eine begriffliche Einbettung vorzunehmen. Unter Vermögen lässt sich Folgendes verstehen: „Das Nettovermögen ergibt sich aus dem Geldvermögen, dem Immobilienvermögen, dem Gebrauchsvermögen sowie dem Produktivvermögen als Wert der Anteile am Unternehmenssektor nach Abzug aller Verbindlichkeiten.“ (Becker 2001). Aufgrund fehlender Daten beschränken sich die meisten empirischen Analysen allerdings meist auf Vermögen in Form von Geld und Immobilien. Auch der Fokus in dieser Arbeit liegt auf dem Wohneigentum als wichtigster Bestandteil des Privatvermögens.

In der bestehenden Ungleichheitsforschung liegt der Untersuchungsschwerpunkt häufig auf sozialer Ungleichheit von Bildungschancen, Berufsstatus oder Einkommensverteilungen. Befunde zeigten aber, dass Einkommen nicht zwangsläufig mit dem privaten Vermögen korreliert und dass eine Betrachtung von arbeitsmarktbezogenen Prozessen nicht genügt, um das mehrdimensionale Phänomen umfassend darzustellen. Die vorliegende Arbeit soll daher einen Beitrag zur Darstellung und Beschreibung der sozialen Vermögensungleichheit in Deutschland leisten.

Da die meisten Immobilien durch Bankkredite finanziert werden, wird zu Beginn dieser Arbeit zunächst dargestellt, was der Prozess der Geldschöpfung damit zu tun hat und wie damit einhergehend Vermögen aufgebaut werden kann. Kapitel drei beschäftigt sich mit der personellen Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland. Nach einer kurzen Bestandsaufnahme der Vermögenssituation wird sukzessiv erörtert, inwieweit Vermögensungleichheit als problematisch angesehen werden kann und welche Entwicklungen es in der Vergangenheit gab. Nach der Thematisierung des sogenannten Immobilienbooms und der Frage, wer zu den Gewinnern bzw. zu den Verlierern dessen zählt, werden abschließend Mietpreisentwicklungen sowie politische Maßnahmen, wie die Mietpreisbremse, dargestellt. Im letzten Teilkapitel wird es darum gehen, welche Rolle die Vermögensungleichheit im Alter spielt. Die Arbeit schließt mit einem Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Keystroke-Kapitalismus: wie funktioniert die Geldschöpfung?

3. Personelle Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland

3.1 Soziale Ungleichheiten im Immobilienvermögen

3.2 Der „Immobilienboom“ und wer davon profitiert

3.3 Mietpreisentwicklung und Mietpreisbremse

3.4 Vermögensungleichheit im Alter

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die soziale Ungleichheit in Deutschland mit einem spezifischen Fokus auf Immobilienbesitz und privates Vermögen. Ziel ist es, die Mechanismen der Geldschöpfung durch Banken und deren Einfluss auf den Immobilienmarkt zu beleuchten sowie die Gewinner und Verlierer des sogenannten Immobilienbooms zu identifizieren.

  • Prozess der Geldschöpfung durch Kreditvergabe
  • Personelle Einkommens- und Vermögensungleichheit
  • Sozioökonomische Folgen des Immobilienbooms
  • Mietpreisentwicklungen und die Mietpreisbremse
  • Vermögensungleichheit und Altersarmut

Auszug aus dem Buch

2. Keystroke-Kapitalismus: wie funktioniert die Geldschöpfung?

Bevor das Thema der Vermögensungleichheit thematisiert werden kann, ist es von großer Relevanz, sich mit der Fragestellung auseinander zu setzen, wie Geld überhaupt entsteht.

Doch zunächst einige Grundlagen des Finanzsystems: weltweit gab es im Jahr 2017 etwa 256 Billionen US-Dollar Privatvermögen. Dieser großen Vermögenssumme steht zeitgleich ein Schulden-Höchststand von 152 Billionen Dollar gegenüber (vgl. Sahr 2017, S. 7). Die Entwicklung von der Anhäufung privater Vermögen und der gleichzeitige Anstieg von Schulden ist jedoch kein Zufall: „Natürlich sind die Schulden des einen die Vermögen des anderen.“ (Sahr 2017, S. 8). Auch die Sichtguthaben von Kundinnen und Kunden auf ihren Bankkonten sind rechtlich betrachtet die Schulden der Bank (vgl. Sahr 2017, S. 73). Denn sobald Privatpersonen ihr Bankguthaben in Form von Bargeld erhalten wollen, ist die Bank verpflichtet, dieses zur Verfügung zu stellen. Kurz gesagt: Jeder Forderung (in diesem Fall der Forderung des Kontoinhabers) steht eine Verbindlichkeit gegenüber (hier: die Bereitstellung des geforderten Bargeldes durch die Bank) (vgl. Sahr 2017, S. 73).

Die eigentliche Geldschöpfung geschieht allerdings durch die Vergabe von Krediten. Auch hier gilt wieder das Prinzip: „die Schulden des einen“ sind „die Vermögen des anderen“ (Sahr 2017, S. 8). Die Kreditnehmerin bzw. der Kreditnehmer nimmt Schulden bei der Bank auf, um davon beispielsweise eine Wohnimmobilie zu finanzieren. Die Höhe der Kreditsumme ist nun die jeweilige Verbindlichkeit der Kreditnehmerin bzw. des Kreditnehmers und gleichzeitig die Forderungen der Bank, das geliehene Geld plus Zinsen als eine Art Leih-Gebühr zurückzuzahlen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass im Zuge der Kreditvergabe auch der Bank Verbindlichkeiten entstehen, indem diese der Kreditnehmerin bzw. dem Kreditnehmer die Höhe der Einlage schuldet, die durch den Kredit geschaffen wurde. Diesen Prozess der Kreditvergabe bezeichnet man als Geldschöpfung, da das Geld zuvor gewissermaßen nicht existiert hat. Banken haben durch das bestehende Finanzsystem also das Privileg, Geld buchstäblich aus dem Nichts zu schaffen (vgl. Sahr 2017, S. 17). Da dieser Vorgang durch das simple Eintippen einer Zahl und eines Tastendrucks („keystroke“) auf Computern geschieht, ist die Rede von einem „Keystroke-Kapitalismus“ (vgl. Sahr 2017, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der sozialen Ungleichheit beim Immobilienbesitz in Deutschland und definiert zentrale Begriffe wie Nettovermögen und soziale Ungleichheit.

2. Keystroke-Kapitalismus: wie funktioniert die Geldschöpfung?: Das Kapitel erläutert den Prozess der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken mittels Kreditvergabe und verdeutlicht das Privileg der Banken, Geld buchstäblich aus dem Nichts zu schaffen.

3. Personelle Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland: Hier wird der Anstieg der Ungleichheit in Deutschland diskutiert und aufgezeigt, dass Vermögen oft erblich bedingt oder von der Herkunft abhängig ist.

3.1 Soziale Ungleichheiten im Immobilienvermögen: Dieser Abschnitt beschreibt, wie staatliche Förderungen vor allem einkommensstarke Schichten begünstigt haben und warum der Vermögensaufbau für einkommensschwache Haushalte kaum möglich ist.

3.2 Der „Immobilienboom“ und wer davon profitiert: Die Analyse zeigt, dass Immobilienbesitzer und Banken die Hauptgewinner der Wertsteigerungen der letzten Jahre sind, während Mieter die Verlierer bleiben.

3.3 Mietpreisentwicklung und Mietpreisbremse: Es wird die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt sowie die Auswirkung steigender Nettokaltmieten auf einkommensschwache Haushalte dargelegt.

3.4 Vermögensungleichheit im Alter: Dieses Kapitel thematisiert die Gefahr der Altersarmut und die Bedeutung von Immobilien als Form der privaten Altersvorsorge.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Immobilienvermögen, Geldschöpfung, Keystroke-Kapitalismus, Vermögensverteilung, Altersarmut, Mietpreisbremse, Wohneigentum, Finanzsystem, Immobilienboom, Einkommensungleichheit, Rentenversicherung, Banken, Wohnraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziale Ungleichheit in Deutschland mit Fokus auf Vermögens- und Immobilienbesitz unter Berücksichtigung der Mechanismen unseres Finanzsystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Prozess der Geldschöpfung durch Kredite, die ungleiche Verteilung von Immobilienvermögen sowie die Auswirkungen auf Mieter und Rentner.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Frage zu klären, inwieweit Einkommens- und Vermögensungleichheit problematisch sind und wer als Gewinner oder Verlierer des Immobilienbooms in Deutschland hervorgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes (u.a. EVS) und relevanter sozioökonomischer Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erklärung des Geldschöpfungsprozesses, eine Bestandsaufnahme der Vermögenssituation, die Analyse des Immobilienbooms sowie die Betrachtung der Altersarmut.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind soziale Ungleichheit, Immobilienvermögen, Geldschöpfung, Keystroke-Kapitalismus, Altersarmut und Mietpreisbremse.

Warum spielt die Geldschöpfung laut Autor eine so große Rolle für Immobilienbesitz?

Weil Immobilien in der Regel durch Bankkredite finanziert werden und die Fähigkeit der Banken, durch "Keystroke-Kapitalismus" Geld aus dem Nichts zu erzeugen, maßgeblich zur Preisentwicklung beigetragen hat.

Welches Dilemma beschreibt die Arbeit für einkommensarme Immobilienbesitzer im Alter?

Einkommensarme Haushalte, die Wohneigentum besitzen, gelten statistisch als vermögensreich, verfügen aber oft nicht über die notwendigen liquiden Mittel, um ihren Lebensunterhalt im Alter zu bestreiten.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Ungleichheit beim Vermögen- und Immobilienbesitz in Deutschland
Universidad
University of Kassel
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
18
No. de catálogo
V899448
ISBN (Ebook)
9783346191892
ISBN (Libro)
9783346191908
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Ungleichheit Deutschland Immobilien Vermögen Immobilienboom Immobilienvermögen Vermögensungleichheit Gewinner Verlierer Immobilienbesitz Einkommen Einkommensungleichheit Soziologie Ungleichheitsforschung Geldschöpfung Keystroke-Kapitalismus Keystroke Kapitalismus personelle Einkommens- und Vermögensungleichheit Wer profitiert vom Immobilienboom? Mietpreise Mieten Mietpreisentwicklung Mietpreisbremse Vermögensungleichheit im Alter vermögenslos Altersvorsorge arm reich vermögend
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Soziale Ungleichheit beim Vermögen- und Immobilienbesitz in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899448
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