Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Derecho - Medios, Derecho Multimedia, Derechos de Autor

Das Zitatrecht. Analyse und europarechtliche Hintergründe des § 51 UrhG

Título: Das Zitatrecht. Analyse und europarechtliche Hintergründe des § 51 UrhG

Trabajo Universitario , 2015 , 42 Páginas , Calificación: 13

Autor:in: Michael Schulte (Autor)

Derecho - Medios, Derecho Multimedia, Derechos de Autor
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Arbeit beleuchtet, teilweise rechtsvergleichend, die europarechtlichen Hintergründe zum Zitatrecht und analysiert die damalige Rechtsprechung in Bezug auf §51 UrhG als verfassungsmäßige Konkretisierung der Zitierfreiheit.

Das Zitat der Gedanken und Schöpfungen anderer ist nicht nur ein Gebot wissenschaftlicher Redlichkeit, sondern zugleich Voraussetzung für die Weiterentwicklung literarischer, wissenschaftlicher, musikalischer und künstlerischer Leistungen. Die geistige Auseinandersetzung mit urheberrechtlich geschützten Werken anderer Schöpfer, und die Fortentwicklung dieser Leistungen ist nur möglich, wenn sie als Bestandteil in einem neuen Werk zitiert werden dürfen. Das Urheberrecht befindet sich in einem natürlichen Spannungsverhältnis zwischen dem gebotenen Schutz der ausschließlichen Verwertungsrechte des Urhebers eines Werkes und dem Interesse der Allgemeinheit an meinungsfreier, geistiger Auseinandersetzung mit dem Werk des Urhebers.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Erster Teil: Urheberrechtliche Relevanz des Zitatrechts

I. Historie, Novellierung & Bedeutung des Zitatrechts gem. § 51 UrhG

a) Historie

b) Novellierung des § 51 UrhG auf Grundlage. des Art. 5 Abs. 3 lt. d der InfoSoc-Richtlinie [RL 2001/29/EG]

c) Bedeutung

II. Begründung, Inhalt und rechtstheoretische Grundlagen der Zitierfreiheit

III. Tatbestandliche Voraussetzungen der Zitierfreiheit

1. Der Begriff des Zitats

2. Schutzfähigkeit des zitierten Teiles des Werkes – „Werkqualität“

3. Zitatzweck

4. Zitatumfang

5. Veröffentlichung des zitierten Teiles des Werkes

6. Selbstständigkeit des zitierenden Werkes vom zitierten Werk

7. Ungeschriebene Tatbestandsmerkmale

a) Erkennbarkeit

b) Keine Substitutionskonkurrenz

8. Das Änderungsverbot gem. § 62 UrhG

9. Die Pflicht zur Quellenangabe gem. § 63 UrhG

10. Rechtsfolge eines unzulässigen Zitats

B. Zweiter Teil: Aktuelle Problemstellungen des Zitatrechts in der Rechtsprechung

I. Blühende Landschaften – BGH GRUR 2012, 819, 822

II. Painer / Standard – EuGH GRUR 2012, 158, 167

III. Vorschaubilder II – BGH GRUR 2010, 628, 633

1. Gegenstand der Auseinandersetzung:

2. Urteil

a) Kritik des Schrifttums, Schwächen der Einwilligungslehre des BGH

b) Dogmatische und Rechtspolitische Beurteilung

C. Dritter Teil: Reformbedarf des Zitatrechts

I. Reichweite des Zitatrechts de lege lata

II. Lösungsansätze des Zitatrechts de lege ferenda

1. Einführung einer Generalklausel i.S.e. einer „fair-use“-Klausel als „großer Lösungsvorschlag“ ?

2. Verfassungskonforme Aufweichung der jetzigen Schranke im Informationsinteresse der Allgemeinheit als Lösungsansatz?

3. Einführung einer Schrankengeneralklausel als Auffangtatbestand auf EU-Ebene

III. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dem Schutz geistigen Eigentums und dem Bedürfnis der Allgemeinheit nach wissenschaftlicher und kultureller Auseinandersetzung. Ziel ist es, die Auslegung von § 51 UrhG im Lichte aktueller digitaler Entwicklungen zu analysieren und Reformbedarf für moderne digitale Nutzungsszenarien zu eruieren.

  • Historische Entwicklung und Novellierung des Zitatrechts
  • Tatbestandliche Voraussetzungen und ungeschriebene Schranken
  • Analyse aktueller BGH- und EuGH-Entscheidungen (Blühende Landschaften, Painer, Vorschaubilder)
  • Kritik an der richterlichen "Einwilligungslehre"
  • Diskussion von Reformansätzen wie "Fair-Use" und Schrankengeneralklauseln

Auszug aus dem Buch

III. Tatbestandliche Voraussetzungen der Zitierfreiheit

Eine ältere Definition von Krause-Ablaß definiert das Zitat als „[..] jede bezugnehmende Wiedergabe eines gedanklichen, kunstschöpferischen oder gestalterischen Gegenstands (des Zitatobjekts) in einer geistigen Produktion (dem Medium des Zitats) durch den Urheber dieser Produktion (das Subjekt des Zitats).“ Diese recht theoretische und herkömmliche Definition verdeutlicht aber nicht, dass in der Kunstwissenschaft oftmals nicht genau genug zwischen Zitaten in Form von urheberrechtlich relevanten Entlehnungen und urheberrechtlich irrelevanten Anlehnungen im Rechtssinne differenziert wird. Im Kern kann als Zitat die unveränderte Übernahme fremden Geistesgutes unter Quellenangabe in den Grenzen des § 51 UrhG bezeichnet werden. Das fremde Geistesgut muss dabei in dem neuen Werk als fremder Bestandteil erkennbar sein und geeigneter Form kenntlich gemacht werden. Entscheidend ist dabei, dass das Zitat dem eigenen Werk „in erkennbarer Weise“ als fremdes Werk oder Werkteil hinzugefügt wird; es sich also erkennbar von dem eigenen Werk abhebt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Erster Teil: Urheberrechtliche Relevanz des Zitatrechts: Einleitung in die Bedeutung des Zitatrechts als Konkretisierung der sozialen Bindung des Eigentums und Diskussion der gesetzlichen Grundlagen und Schranken.

B. Zweiter Teil: Aktuelle Problemstellungen des Zitatrechts in der Rechtsprechung: Analyse der Rechtsprechung zu spezifischen Fällen wie Vorschaubildern und der Kritik an der Konstruktion der konkludenten Einwilligung.

C. Dritter Teil: Reformbedarf des Zitatrechts: Evaluierung von Reformansätzen für das digitale Zeitalter, insbesondere unter Berücksichtigung von US-amerikanischen "Fair-Use"-Modellen und EU-rechtlichen Vorgaben.

Schlüsselwörter

Zitatrecht, § 51 UrhG, Urheberrecht, Schrankenbestimmung, Fair Use, Vorschaubilder, geistiges Eigentum, InfoSoc-Richtlinie, Kunstfreiheit, Informationsfreiheit, Zitatzweck, Rechtsprechung, digitale Medien, Werknutzung, Urheberrechtsreform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der urheberrechtlichen Zulässigkeit des Zitierens, insbesondere im digitalen Kontext, und analysiert die gesetzlichen sowie richterrechtlichen Grenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 51 UrhG, der europarechtliche Einfluss durch die InfoSoc-Richtlinie sowie die Vereinbarkeit von Suchmaschinen-Technologien (Thumbnails) mit dem geltenden Urheberrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Würdigung der aktuellen Rechtspraxis, insbesondere der "Einwilligungslehre", und die Untersuchung, ob ein Reformbedarf für eine flexiblere Schrankenregelung (de lege ferenda) besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt die rechtswissenschaftliche Methodenlehre, bestehend aus Gesetzesauslegung, historischer Analyse sowie einer rechtsvergleichenden Betrachtung der US-amerikanischen "Fair-Use"-Doktrin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der dogmatischen Grundlagen des Zitatrechts, die Analyse maßgeblicher BGH- und EuGH-Entscheidungen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Frage, wie das Urheberrecht auf technologische Innovationen reagieren sollte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Zitatrecht, § 51 UrhG, Fair Use, Urheberrechtsschranken und Vorschaubilder beschreiben.

Wie bewertet der Autor die BGH-Rechtsprechung zur "konkludenten Einwilligung"?

Die Arbeit steht der Konstruktion der "konkludenten Einwilligung" kritisch gegenüber, da sie dogmatisch zweifelhaft sei und als "Notventil" bzw. "Krücke" diene, um Lücken im starren Schrankenkatalog zu füllen.

Warum wird der US-amerikanische "Fair-Use"-Ansatz diskutiert?

Er wird als potenzielle Lösung für die mangelnde Flexibilität des europäischen Systems diskutiert, wobei jedoch auch die Risiken für die Rechtssicherheit durch zu offene Einzelfallentscheidungen abgewogen werden.

Welche Rolle spielt die InfoSoc-Richtlinie für den Reformbedarf?

Die Richtlinie setzt den Mitgliedstaaten enge Grenzen für die Ausgestaltung von Schranken, was eine einseitige deutsche Reform (z.B. Einführung einer Generalklausel) erschwert, da der europäische Gesetzgeber eine Harmonisierung anstrebt.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Zitatrecht. Analyse und europarechtliche Hintergründe des § 51 UrhG
Universidad
University of Göttingen
Curso
Privates und Öffentliches Medienrecht
Calificación
13
Autor
Michael Schulte (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
42
No. de catálogo
V899489
ISBN (Ebook)
9783346219541
ISBN (Libro)
9783346219558
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zitatrecht Urheberrecht Medienrecht IP Intellectual Property
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Schulte (Autor), 2015, Das Zitatrecht. Analyse und europarechtliche Hintergründe des § 51 UrhG, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899489
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  42  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint