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Kampfsport als gewaltpräventive Maßnahme im Kindes- und Jugendalter

Titre: Kampfsport als gewaltpräventive Maßnahme im Kindes- und Jugendalter

Dossier / Travail , 2020 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alwin Reinik (Auteur)

Didactique - Sport, Pédagogie du sport
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Ziel dieser Arbeit ist es, eine Aussage darüber zu treffen, inwiefern Kampfsport sich als gewaltpräventive Maßnahme für Kinder und Jugendliche im Bereich der Pädagogik und Sozialarbeit eignet sowie im Besonderen kenntlich zu machen, welche Attribute für ein solches Arrangement eine Rolle spielen.

Die Schwelle zur Ausübung von Gewalt, zur Androhung, Darstellung, Rechtfertigung und Akzeptanz von Gewalt ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Gewalt wird erschreckend oft in Filmen verherrlicht dargestellt, die Problemlösung durch Gewalt wird in vielen Medien geradezu idealisiert.

Neben den unterschiedlichen Formen der körperlichen Gewalt haben sich auch andere Formen zunehmend tiefer in unserem Werte- und Gesellschaftssystem verwurzelt. Die ganze alltägliche psychische Gewaltausübung, zum Beispiel in Form von Mobbing, wird von erschreckend vielen Menschen ganz selbstverständlich als ein legitimes Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen angesehen und eingesetzt.

Vor allem sind Kinder und Jugendliche nicht allein aufgrund ihres modernen Lebensstiles, welcher eine hohe Affinität zur Medien und Internet-Kultur aufweist, äußerst anfällig für die Idealisierung von Gewalt, sondern auch aufgrund der möglichen Beeinträchtigung der sozialen Entwicklung durch die Dominanz von Autoritätspersonen wie Eltern, Erziehern und Lehrern. Es lässt sich ebenfalls veranschaulichen das Kampfsportarten wie zum Beispiel Boxen und Karate in den vergangenen Jahren selbst bei Jungen im Grundschulalter vergleichsweise an großer Beliebtheit gewonnen haben.

Die Langzeitstudie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zeigt, dass Kampfsport aktuell nach Fußball und Schwimmen zu den häufigsten Sportarten aktiver Jungen im Alter bis 17 Jahren zählt. Trotz der ansteigenden Beliebtheit ist Kampfsport in der Pädagogik und Jugendarbeit nach wie vor ein umstrittenes Thema, gerade wenn es um den Bereich der Gewaltprävention geht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Gewaltprävention (Definition)

2.2 Differenzierung von Kampfsport und Kampfkunst

2.3 Kampfsport als Gewaltprävention im Bereich Pädagogik

2.3.1 Kampfsport und Gewaltprävention – ein Paradoxon?

2.3.2 Studien zum Thema Gewaltbereitschaft und Kampfsport bei Jugendlichen

3 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Kampfsport als gewaltpräventive Maßnahme im Kindes- und Jugendalter eingesetzt werden kann. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob Kampfsport das Aggressionsverhalten fördert oder im Gegenteil zur Gewaltprävention und Persönlichkeitsentwicklung beitragen kann, wobei insbesondere die Rahmenbedingungen des Trainingsangebots analysiert werden.

  • Grundlagen der Gewaltprävention und Definitionen
  • Abgrenzung zwischen Kampfsport und Kampfkunst
  • Analyse der gewaltpräventiven Wirkung von Kampfsportangeboten
  • Untersuchung von Studien zu Kampfsport und Jugendgewalt
  • Bedeutung der Trainerrolle und der Art des Trainingsarrangements

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Kampfsport und Gewaltprävention – ein Paradoxon?

Anhand der im vorherigen Kapitel beschriebenen Merkmale bekannter Kampfsportarten lässt sich zunächst schwierig nachvollziehen, in welcher Hinsicht und Konstellation bestimmte Kampfsportarten eine gewaltpräventive Funktion für Kinder und Jugendliche haben könnten. Denn viele der zuvor genannten Aspekte werden auch von zahlreichen Autoren als Gegenspruch für die präventive Wirkung dieser Sportarten verwendet (Junk & Manzel, 1999). Junk und Manzel (1999) betonen in ihrer Arbeit die Gefahrenpotentiale, die von einigen Kampfsportarten in Verbindung mit bestimmten Charaktertypen ausgehen. Die Autoren nehmen also an, dass es in hohem Maße von den Motiven des Kampfsporttreibenden abhängig ist, ob der Sport für ihn eine gewaltpräventive oder eine gewaltfördernde Wirkung hat. Als negatives Beispiel werden Personen genannt, die Kampfsport betreiben, um möglichst effektiv Gewalt ausüben zu können (Junk & Manzel, 1999). Pilz (2004) verfolgt eine ähnliche Theorie und unterstreicht die Gefahr fehlgeleiteter Motivationsstränge, die dazu führen können, dass Kampfkunstangebote in eine Kultur des Siegens und der Gewalt münden und gewaltpräventive Bemühungen ins Gegenteil verkehren.

Mittels der folgenden Eigenschaften, die die Wirkung von Gewalt in Bezug auf Kinder und Jugendliche näher beschreiben, lässt sich eine dementsprechende Entwicklung nachvollziehen:

• Gewalt ist spannend und wirkt der Langeweile entgegen

• Gewalt ist ein Mittel zur Ausübung von Macht und Kontrolle

• Gewaltinhalte sind ein Tabu, daher für Kinder interessant (Protestkonsum)

• Gewalt gilt als Mutprobe besonders unter Gleichaltrigen (Saldern, 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Gewaltakzeptanz in der modernen Gesellschaft ein und stellt die theoretischen Kontroversen dar, ob Kampfsport Gewalt fördert oder präventiv wirken kann.

2 Hauptteil: Der Hauptteil definiert Gewaltprävention, differenziert zwischen Kampfsport und Kampfkunst und wertet Studien sowie pädagogische Ansätze zur gewaltpräventiven Wirkung von Kampfsport kritisch aus.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nicht das Kämpfen an sich, sondern die Art der Inszenierung und die Qualität der Anleitung durch den Trainer entscheidend für einen gewaltpräventiven Erfolg sind.

Schlüsselwörter

Kampfsport, Kampfkunst, Gewaltprävention, Jugenddelinquenz, Aggressionskontrolle, Pädagogik, Sozialarbeit, Persönlichkeitsentwicklung, Trainerrolle, Wettkampforientierung, Trainingscamp, Gewaltbereitschaft, Budo, Resozialisierung, Sportpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Eignung von Kampfsportarten als präventive Maßnahme gegen Gewalt bei Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Gewaltprävention, die Abgrenzung von Kampfsport zu Kampfkunst sowie die Analyse der Faktoren, die eine gewaltmindernde oder gewaltfördernde Wirkung beeinflussen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern sich Kampfsport als gewaltpräventives Instrument in der Pädagogik und Sozialarbeit eignet und welche Attribute für diesen Erfolg entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine umfangreiche Literaturanalyse, die verschiedene Theorien sowie empirische Studienergebnisse gegenüberstellt und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, die Differenzierung verschiedener Kampfstile und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der pädagogischen Wirksamkeit von Kampfsport im Kontext von Gewaltprävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewaltprävention, Kampfsportpädagogik, Sozialverhalten und die Rolle des Trainers geprägt.

Welche Rolle spielt der Trainer laut den Ergebnissen?

Der Trainer wird als entscheidende Instanz identifiziert, die darüber bestimmt, ob ein Kampfsporttraining sozialpädagogisch wertvoll ist oder lediglich Gewaltmuster reproduziert.

Was zeigen die Ergebnisse des Trainingscamps von Kannenberg?

Die Ergebnisse deuten auf einen deutlichen Rückgang bei der Begehung schwerer Gewaltdelikte bei Jugendlichen hin, die das Programm vollständig absolviert haben.

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Résumé des informations

Titre
Kampfsport als gewaltpräventive Maßnahme im Kindes- und Jugendalter
Université
Sport Academy Cologne
Note
1,0
Auteur
Alwin Reinik (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
15
N° de catalogue
V899579
ISBN (ebook)
9783346212757
ISBN (Livre)
9783346212764
Langue
allemand
mots-clé
Kampfsport Gewalt Gewaltprävention Kinder Jugendliche Sport
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alwin Reinik (Auteur), 2020, Kampfsport als gewaltpräventive Maßnahme im Kindes- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899579
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Extrait de  15  pages
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