Übergewicht bei Kindern. Erstellung eines Bewegungsprogramms für Kindergartenkinder


Akademische Arbeit, 2017

26 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Zielsetzung dieser Arbeit
1.2 Vorstellung der Kapitelstruktur

2. Bewegungsmangel
2.1 Definition und Ursachen des Bewegungsmangels
2.2 Die Bedeutung des Bewegungsmangels für die kindliche Entwicklung
2.3 Gesundheitsförderung

3. Methode

4. Ergebnisse
4.1 Erstellung eines selbstentwickelten Bewegungsprogramms für Kindergartenkinder
4.2 Kritische Würdigung des selbstentwickelten Bewegungsprogramms

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abstract

Die Hausarbeit erklärt die Problematik und die damit verbundenen Folgen von Überge-wicht bei Kindern in Deutschland. Dabei wird auf den Zusammenhang zwischen Bewe-gungsmangel, schlechte Ernährung und Adipositas durch die Bundesweiten Kinder- und Jugendsurveys (KiGGS) hingewiesen. Durch die erwähnte Studie gibt es bereits einige Prä-ventivprogramme der unterschiedlichen Bundesländer, die beispielhaft erwähnt werden. Auf diese Weise wird verdeutlicht, dass durch die Politik Maßnahmen ergriffen werden, um die Situation zu verbessern. Des Weiteren wird ein eigenentwickeltes Bewegungsprogramm „Mach´s mit Conny“ zur Vorbeugung von Übergewicht bei Kindern vorgestellt, welches den Kindern die Vorteile einer gesunden Ernährung präsentiert und Spaß an Bewegung vermitteln soll. In Hinblick auf die Umsetzung dieser existieren Probleme, die jedoch durch etwaige Gegenmaßnahmen behoben werden können.

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: „Mach’s mit Cony“-Konzept

Tab. 2: Bewegungsprogramm/Spiel

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Das Modell gesundheitlicher Überzeugungen mit aggregierten Korrelationen aus der Metaanalyse

Abkürzungsverzeichnis

BMAS Bundesministerium für Arbeit und Soziales

BzGa Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung

HBM Health-Belief-Model

KiGGS Kinder- und Jugendgesundheitssurveys

WHO World Health Organization

1. Einführung

1.1 Zielsetzung dieser Arbeit

Die Problematik des Übergewichts von Kindern hat in den letzten Jahren stark zugenom-men. Dabei handelt es sich um einen immer wichtigeren Trend, was die bundesweiten Kin­der- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) belegen. In Deutschland ist gegenwärtig zu beobachten, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder stagniert.1 2 3 4 Je nach Bundesland liegt diese bei 8,2% bis 12%, wobei 2,8% bis 5,3% davon adipös sind. Dieser Trend wird auch von der aktuellen, noch laufenden Studie des „KiGGS“ unterstützt. Demzufolge stufen 94 aller Eltern den Gesundheitszustand ihrer Kind als „gut ein. Zugleich ändert das nichts an der Tatsache, dass jedes 10. Kind in Deutschland übergewichtig ist und unter psychi-schen Auffälligkeiten leidet. In diesem Zusammenhang wurde zwischen 1990 und 2014 ein rasanter Anstieg von adipösen Einschulungskindern verzeichnet, wobei auffällt, dass die meisten Kinder aus sozialschwachen Familien kommen.5 Es offenbart sich somit, dass die Problematik schon vor der Grundschule beginnt, sprich im Kindergarten. Daher wurden Präventivprogramme ins Leben gerufen, die gegen die Problematik von übergewichtigen Kindern vorgehen sollen (hierzu mehr in Kapitel 2.3).

Seit 2016 ist eine Stagnation bzw. ein leichter Rückgang von adipösen Einschulungskin­dern festzustellen. Die vor 10 Jahren ins Leben gerufenen Maßnahmen haben sich somit ausgezahlt. Heute treiben drei Viertel der Kinder regelmäßig Sport und 90% nutzen die U-Untersuchungen(Früherkennungsuntersuchung). Dennoch gibt es in Deutschland derzeit nur die Möglichkeit die Gesundheitsförderung unter anderem bei Schuleingangsuntersu-chungen festzustellen, welche lediglich das Altersspektrum der Kinder und Jugendlichen von 6-12 Jahren umfassen. Die aktuellen Geschehnisse lassen es notwendig erscheinen zu verstehen, welche präventiven Maßnahmen zum weiteren Rückgang von Übergewicht nütz- lich sind, um die eingangs beschriebene Problematik der Fettleibigkeit noch stärker zu be-kämpfen. Auch deshalb sind nationale sowie internationale Organisationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation, darum bemüht Projekte ins Leben zu rufen, wodurch dieser Zustand bekämpft werden soll.

1.2 Vorstellung der Kapitelstruktur

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem speziellen Themenfeld Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindergartenkindern. Vor diesem Hintergrund soll ein Modell sowie Konzept definiert werden, um dieses anschließend zu einem gesundheitsförderlichen Be-wegungsprogramm zu entwickeln. Bei den Ausführungen wird lediglich Stellung genom-men zu den Kindergartenkindern in Deutschland. Insofern soll die folgende Fragestellung beantwortet werden: „Wie und durch welches Bewegungsprogramm kann gegen Überge-wicht bei Kindern vorgegangen werden?“.

In Hinblick auf die Beantwortung dieser Frage wird zunächst in Kapitel Zwei eine kurze Definition zum Bewegungsmangel gegeben, welche zugleich die Ursachen dafür aufzeigt. Anschließend wird die Bedeutung des Bewegungsmangels bei Kindergartenkindern genau-er beleuchtet. Es soll auf diese Weise ein Verständnis geschaffen werden für die Problema-tik der in Kapitel 2.3 erläuterten Gesundheitsförderung. Anschließend wird in Kapitel Drei das Modell der gesundheitlichen Überzeugung vorgestellt. Dabei wird die Bedeutung des Modells und die damit verbundene Theorie für Kinder in Deutschland durch die in Bezug-nahme von Einflussfaktoren erläutert, sodass aufbauend darauf in Kapitel Vier das selbst-entwickelte Bewegungsprogramm für Kindergartenkinder betrachtet wird. Dieses wird im letzten Unterpunkt des vierten Kapitels kritisch gewürdigt, woraufhin die Arbeit abschließt mit einem Fazit, welches die obige Fragestellung beantwortet und einen genauen Ausblick in die Zukunft bringt.

2. Bewegungsmangel

Bewegungsmangel kann auch als ein geringes Maß an körperlicher Betätigung verstanden werden, der dazu beiträgt, dass sich Übergewicht, aber auch motorische Defizite bilden, welche die unmittelbare und damit verknüpfende Folge dessen bilden. Aufgrund der Tatsa-che, dass Kinder heutzutage mehr Zeit zu Hause vorm Computer oder anderen elektroni-schen Instrumenten verbringen und eine Betätigung außerhalb des Hauses nicht Spaß macht oder gar unmöglich ist, kommt es dazu, dass der Körper sich nicht betätigt und sich natürli-che Fettzellen am Körper bilden. Dies kann sich schwer auf die Psyche des Kindes auswir-ken, das Studien zu Folge meistens in einem vergleichsweise armen Umfeld aufwächst, welches wiederrum keinerlei Beitrag zu einer gesundheitsbewussten Ernährung des Kindes leistet.6

2.1 Definition und Ursachen des Bewegungsmangels

„Unter Bewegungsmangel versteht man ein chronisches Defizit an körperlicher Betätigung bzw. körperlichem Training. Es kann die Vitalität des Körpers reduzieren und pathophysio-logische Prozesse auslösen“7. Daher ist nach Hurrelmann Bewegungsmangel als prägend für motorische Defizite, Übergewicht, Verhaltensauffälligkeiten und gilt als eine der Hauptursachen für körperliche, psychische und soziale Entwicklungsstörung.8 Eine der Hauptgründe von Bewegungsmangel scheint die Bewegungsarmut zu sein. Diese kommt zustande durch die Technisierung der Umwelt.9 Die Bewegungslosigkeit des Menschen macht sich z.B. durch die Nutzung von Aufzügen statt Treppen bemerkbar, wodurch der Mensch nicht so viel Energie verwendet und sich weniger bewegt.10 Bei genauerem Be-trachten von Kindern macht sich ein Mangel an Bewegung vor allem im Freizeitleben be-merkbar. Genauer gesprochen legen die unter 18-jährigen nicht sehr viel Wert darauf Zeit draußen zu verbringen. Stattdessen widmen sie sich Computern, IPads, Smartphones oder nutzen Spielekonsolen.11 Der Grund dafür, dass Kinder selten draußen Zeit verbringen, ist auch das häufige Umziehen von Familien in die Innenstadt. Dadurch ist es für Kinder schwierig auf der Straße bzw. draußen zu spielen.12 Gleichzeitig ist der Freundeskreis be-grenzt als im Vergleich zu Kindern, die auf dem Land wohnen.13 Dass zwischen dem durch Fernsehkonsum verursachten Bewegungsmangel und Übergewicht ein Zusammenhang besteht, beweisen Studien, wie die des Deutschen Sportbunds. Demnach haben überge-wichtige Kinder einen höheren Fernsehkonsum als normalgewichtige Kinder.14 Um einen Beitrag zum Gesundheitsbewusstsein zu leisten sind Hersteller von Spielkonsolen dazu übergegangen Spiele zu entwickeln, wodurch die Bewegung der Kinder unterstützt wird.15 Eine weitere Ursache von Bewegungsmangel ist die soziale Umgebung, in der das Kind aufwächst. Diese ist geprägt von Ausbildung, Qualifikationen und dem Einkommen, was wiederrum die Erziehung und Entwicklung des Kindes beeinflusst.16 Eine Studie der Bun-desregierung aus dem Jahr 2001 zeigt deutlich den positiven Zusammenhang zwischen dem Gesundheitszustand des Kindes und der sozialen Lage der Eltern. 17 Die eingehende Prob-lematik der sozialen Lage verdeutlicht, dass Kinder die in minderen Bildungsschichten aufwachsen nicht die finanziellen Mittel haben, um sich beispielsweise in einem Sportver-ein anzumelden. Ebenso fehlt es in den Familien der sozial Schwächeren häufig an Aufklä-rungsarbeit, welche die Wichtigkeit von Bewegung und einer gesunden ausgewogenen Er-nährung aufzeigt.18 Daher versucht die Weltgesundheitsorganisation durch Förderpro-gramme die sozialen Ungleichheiten zu minimieren, um eine gesundheitliche Gleichheit herzustellen.19

2.2 Die Bedeutung des Bewegungsmangels f ür die kindliche Entwick-lung

Bewegungsmangel kann nicht nur chronische Krankheiten wie Übergewicht hervorrufen, sondern unter anderem auch Probleme in der motorischen Entwicklung, den Haltungs-schwächen, psychosomatische Störungen, psychologische Auffälligkeiten oder eine Schwächung des Immunsystems verursachen. Durch Bewegung können diese auftretenden gesundheitlichen Einschränkungen behoben werden. Schließlich stärkt Bewegung das Im-munsystem und reguliert den Kalorienverbrauch, was wiederrum vor Diabetes schützt. Ebenso spielt die motorische Bedeutung eine wichtige Rolle. Mittels Bewegung erarbeitet sich das Kind eine gesunde Körperhaltung und wird allgemein fitter. Zudem wird durch Bewegung bzw. Sport das Glückshormon Endorphin freigesetzt. Dies führt zu einem all-gemeinen psychischen Wohlbefinden bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen. Die kogni-tive Bedeutung des Bewegungsmangels liegt in den ersten Entwicklungsjahren des Kindes, da Kleinkinder ihre Fähigkeiten über unmittelbare Handlungen aneignen. Mit den durchge-führten Handlungen des Kindes werden Ausgangssituationen für das Kind vorsehbar und die Intelligenz des Kindes immer größer.20 In der frühkindlichen Entwicklung hat Bewe-gung durch Gestik, Mimik etc. eine soziale Bedeutung. Mithilfe der Körperhaltung des Kindes kommuniziert es mit seiner Umwelt ohne zu sprechen. Dies hat zur Folge, dass eine Interaktion mit den Eltern stattfinden kann und diese dann auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen können.21 Es lässt sich feststellen, dass die Bewegung die Grundlage zur späteren Entwicklung von Sprache ist.22 Ein weiterer Ansatzpunkt liegt in der Psyche des Kindes. Kinder lernen durch Bewegung ihre Umwelt und sich kennen. Sie erarbeiten sich Fähigkei-ten sowie ein gesundes Selbstbewusstsein, welches mit der Entwicklung der eigenen Identi-tät einhergeht. Aufgrund dieses Prozesses werden Kinder im späteren Verlauf handlungsfä-hig im zwischenmenschlichen Verhalten und optimistischer bei neuen Anforderungen.23

2.3 Gesundheitsf örderung

Die Problematik des Bewegungsmangels und die damit verbundene Folge von Überge-wicht, wie eingehend in 2.1 erklärt, wird nicht nur in Deutschland ernst genommen. Daher machen sich Organisationen wie die WHO zur Aufgabe Bewegung zu fördern. 24 Mit Pro-grammen wie der „Schaffung bzw. Erhaltung von bebauten und natürlichen Umgebungen zur Förderung von Bewegung, einschließlich Grün- und Wasserflächen für eine aktive Freizeitgestaltung (z. B. kostenlose Sporteinrichtungen im Freien, sichere fußgänger- und fahrradfreundliche Routen)“25 soll ein Beitrag zur Normalisierung des Körpergewichtes erreicht werden. Ebenso zeigen die Themen des Gesundheitstages in Deutschland, dass die Aufklärungsarbeit verbessert wird. Als Beispiel hierfür dient der Gesundheitstag aus dem Jahr 2005, wo das Thema lautete: „Mutter und Kind- Gesundheit von Anfang an“.26 Die Weltgesundheitsorganisation entwickelte zehn Ziele, um die Gesundheit von Kindern zu fördern:

1. „Ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen wird gefördert, Fehl-, Über- und Unterernährung sind reduziert, Setting Familie und Freizeit.
2. Motorische Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind gestärkt, Bewegungs-mangel ist reduziert, Setting Familie und Freizeit.
3. Fähigkeiten zur Stressbewältigung bei Kindern sind gestärkt, Stressoren reduziert, Schutzfaktoren gefördert, Setting Familie und Freizeit.
4. Ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern wird gefördert, Fehlernährung ist reduziert, Setting Kindertagesstätte.
5. Motorische Fähigkeiten bei Kindern sind gestärkt, Bewegungsmangel ist reduziert, Setting Kindertagesstätte.
6. Fähigkeiten zur Stressbewältigung bei Kindern sind gestärkt, Stressoren reduziert, Schutzfaktoren gefördert, Setting Kindertagesstätte.
7. Ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen wird gefördert, Fehlernährung ist reduziert, Setting Schule.
8. Motorische Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind gestärkt, Bewegungs-mangel ist reduziert, Setting Schule.
9. Fähigkeiten zur Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen sind gestärkt, Stressoren reduziert, Schutzfaktoren gefördert, Setting Schule.
10. Die Rahmenbedingungen für Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten, in der Schule sowie in Familie und Freizeit sind optimiert.“27

Anhand dieser Ziele erhofft sich die WHO eine Optimierung der Kindesgesundheit durch Präventivprogramme, darunter die der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklä-rung(BZgA). Diesen Präventivprogrammen schließen sich Träger sozialer Leistungen wie Krankenkassen durch Zuschüsse oder Sponsoren durch ehrenamtliche Tätigkeiten an.28 Beispiele für Bewegungsförderungsprojekte bei Kindern sind:

- Hüpfdötzchen – Kindergarten in Bewegung =>Senkung von Koordinationsstörun-gen und motorischen Auffälligkeiten
- Psychomotorische Kindertagesstätte => Förderung der Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegung
- Wie kommt Lisa nach Pisa => ganzheitliche Entwicklungsförderung durch Bewe-gung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ursachen des Bewegungsmangels zum einen mit der zunehmenden Technisierung der Welt aber auch mit den sozialen Ungleichheiten zusammenhängen. Das Kapitel offenbarte die Bedeutung von Bewegungsmangel, welcher auf motorischer, kognitiver, psychischer und sozialer Ebene Einflüsse auf die Kindesent-wicklung hat. Eine frühzeitige sportliche Förderung des Kindes liegt somit im Interesse vom Kind selbst, aber auch der Eltern. Diese Förderung passiert mithilfe von Organisatio- nen, politischen Maßnahmen und sozialen Trägern, die Projekte der Bewegungsförderung ins Leben rufen.

3. Methode

Im Folgenden wird ein Gesundheitsmodell definiert und erklärt, um so den Verlauf einer gesundheitlichen Verhaltensveränderung zu verdeutlichen. Dabei liegt der Fokus auf dem Modell der gesundheitlichen Überzeugungen (Health-Belief-Model). Das Modell soll die in Kapitel 2.2 dargestellten Bedeutungen von Bewegungsmangel miteinbeziehen. Dazu wer-den Maßnahmen erläutert, die zur Modellumsetzung beitragen.

Das Modell der gesundheitlichen Überzeugung (HBM) wurde im Jahr 1966 vom Sozial-psychologe Irwin M. Rostock entwickelt und später im Jahre 1974 vom Psychologen Mars­hall H. Becker angeglichen.29 Inhaltlich geht es bei diesem Modell, das zu den Fruchtap-pell-Theorien zählt30, darum herauszufinden, welche inneren Bedingungen zu einem ge-sundheitlichen Handeln führen. Dabei liegt der Schwerpunkt des Modells auf der subjekti-ven Gesundheitsüberzeugung.31 Das bedeutet, dass Personen erst dann eine Verhaltensän-derung vollziehen, wenn sie eine Krankheit oder eine wahrgenommene Gefährdung für sich selbst als bedrohlich empfinden.32 Wenn diese Gefahr wahrgenommen werden, erfolgt eine nicht sichtliche, subjektive Kosten-Nutzen-Analyse. Ist der Nutzen der vorbeugenden Maß-nahme höher als die Kosten der möglichen Krankheit, wird die Person ihr Verhalten ge-sundheitlicher gestalten.33 Somit lässt sich sagen, dass sich eine Verhaltensänderung durch zwei Einstellungen bestimmen lässt. Erstens ist es von Bedeutung, ob sich die Person ge-sundheitlich gefährdet fühlt und wie sie die Bedeutung der gesundheitlichen Bedrohung Definition: “Theorien, die annehmen, dass Menschen mit ihrem Risiko konfrontiert und wachgerüttelt wer-den müssen, damit sie ihr Verhalten ändern, werden als Furchtappelltheorien bezeichnet.“ Lippke, S., Renne-berg, B. (2006), S. 36.

[...]


1 Vgl. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2017).

2 ebd.

3 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (2017).

4 Vgl. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2017).

5 ebd.

6 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (2017).

7 Mehling, P. (2017).

8 vgl. Hurrelmann, K. (2003), S. 179.

9 vgl. Hurrelmann, K. (2003), S. 181.

10 ebd.

11 vgl. Meinel, K. (1998), S. 20f.

12 vgl. Zimmer, R. (2001b), S.

13 ebd.

14 vgl. Deutscher Sportbund (2003).

15 vgl. Kretschmer, J. (2004), S. 430.

16 vgl. Hurrelmann, K. (2003), S. 170.

17 vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2005).

18 vgl. Kretschmer, J., Giewald, C. (2001), S. 44 ff.

19 vgl. Weltgesundheitsorganisation Europa (1986).

20 vgl. Zimmer, R. (1999), S. 38.

21 vgl. Hurrelmann, K. (2003), S. 114.

22 vgl. Zimmer, R. (2001a), S. 76 ff.

23 vgl. Zimmer, R. (2001a), S. 24 ff.

24 vgl. Weltgesundheitsorganisation Europa (2015).

25 Weltgesundheitsorganisation Europa (2015).

26 Weltgesundheitstag (o.J.).

27 Altgeld, T. (2003), S. 123.

28 vgl. GVG - Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (2002), S. 66f.

29 vgl. Schwarzer, R. (2004), S. 40f.

30 vgl. Spektrum (2000).

31 Vgl. Schwarzer, R. (2004), S. 40f.

32 vgl. Spektrum (2000).

33 vgl. Spektrum (2000).

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Übergewicht bei Kindern. Erstellung eines Bewegungsprogramms für Kindergartenkinder
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Note
1.3
Autor
Jahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V899588
ISBN (eBook)
9783346217899
ISBN (Buch)
9783346217905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
übergewicht, bewegungsprogramms, erstellung, kindergartenkinder, kindern
Arbeit zitieren
Victoria-Katharina Schnadt (Autor), 2017, Übergewicht bei Kindern. Erstellung eines Bewegungsprogramms für Kindergartenkinder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899588

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Übergewicht bei Kindern. Erstellung eines Bewegungsprogramms für Kindergartenkinder



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden