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Verkörperung der Gesellschaft in Tanzfilmen. Jede zweite Chance beginnt mit dem ersten Schritt.

Título: Verkörperung der Gesellschaft in Tanzfilmen. Jede zweite Chance beginnt mit dem ersten Schritt.

Trabajo Escrito , 2016 , 31 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Janina Reising (Autor)

Sociología - Medios, arte, música
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Im Folgenden wird der Spielfilm sowohl als Massenmedium als auch als künstlerisches Trägermedium herangezogen, um über die darin dargestellten Körperbilder einen Rückschluss auf medial konstruierte gesellschaftliche Werte und Normen zu ziehen und zu bewerten. Somit werden Körpersoziologie und Filmsoziologie wechselseitig betrachtet und in einer Analyse vereint. Für die vorliegende Fallanalyse wird der Film "Step Up" herangezogen. Es wird zunächst eine theoretische Grundlage der Körpersoziologie und des im Film behandelnden Leitthemas „Tanz“ dargelegt sowie die für die Filmanalyse verwendete Methode skizziert, um aufbauend darauf die zentralen Körperbilder im Film zu analysieren.

"Der Körper kann ohne den Geist nicht bestehen, aber der Geist bedarf nicht des Körpers" ist ein Zitat von Erasmus von Rotterdam und bezieht sich auf den Geist als eigenständige Instanz des menschlichen Daseins und dessen körperlicher Gestalt. Bezugnehmend auf die Differenzierung von Körper-Sein und Körper-Haben nach Plessner (1975) existiert der Körper demnach in zweierlei Hinsicht. Mit der zunehmenden Ausdifferenzierung der Kunstformen (z. B. Medienkunst) entstehen zugleich neue Forschungsfelder, wodurch aufgrund der Fokussierung auf die Medialität der Künste, soziologische Fragen und sozialwissenschaftliche Forschungsverfahren relevant werden. Durch den steigenden Stellenwert der Kunst in den vergangenen Jahrzehnten und den Umstand, dass Kunst im Zusammenhang mit zum Beispiel Theater, Tanz und Musik ein „körperliches Feld“ darstellt (Klein 2017b:128), gewinnen Gesellschaftsanalysen vor dem Hintergrund der Körpersoziologie wieder an Bedeutung. Neben einer „orientierenden Funktion“ der Medien, bei der sich Menschen über Werte und Normen der Gesellschaft in den Medien informieren, sind auch leibliche Erfahrungen im Umgang mit Medien relevant, da Medieninhalte sinnlich wahrgenommen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Körpersoziologie

2.2 Körpersoziologie und Tanz

3. Methodisches Vorgehen

4. Körperbilder im Film „Step Up“

4.1 Zusammenfassung des Films „Step Up“

4.2 Der tanzende Körper

4.3 Der amerikanische Unterschichtkörper

4.4 Der freundschaftliche Körper

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Spielfilm „Step Up“ unter körpersoziologischen Gesichtspunkten, um durch eine filmsoziologische Analyse Rückschlüsse auf die darin konstruierten gesellschaftlichen Werte, Normen und sozialen Klassendifferenzen zu ziehen. Das primäre Ziel ist es, anhand des Leitthemas „Tanz“ und der Analyse spezifischer Körperbilder zu verstehen, wie soziale Identitäten und Schichtzugehörigkeiten medial repräsentiert und bewertet werden.

  • Körpersoziologische Grundlagen und die Bedeutung des Tanzes als Ausdrucksmedium.
  • Methodik der sozialwissenschaftlich-hermeneutischen Filmanalyse.
  • Analyse des „tanzenden Körpers“ als Spiegel von sozialen Bipolaritäten (reich vs. arm).
  • Untersuchung des „amerikanischen Unterschichtkörpers“ und dessen klischeebehafteter Darstellung.
  • Die Funktion des „freundschaftlichen Körpers“ für die soziale Einbettung der Charaktere.

Auszug aus dem Buch

4.2 Der tanzende Körper

Step Up ist ein Sportfilm mit dem zentralen Thema „Tanz“, um das herum alle weiteren Handlungsstränge (z. B. Liebesbeziehung, Freundschaft, Familie) gebaut werden (vgl. Gugutzer 2008:236f). Repräsentiert wird der tanzende Körper sowohl von einer Frau (Nora), als auch von einem Mann (Tyler), die zunächst gegensätzlich zueinander stehen, aber im Laufe des Films eine Entwicklung durchleben. Beide sind weißhäutig, kommen jedoch aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Nora stammt aus einem wohlhabenden Elternhaus, deren Vater jedoch verstorben ist. Tyler dagegen lebt bei einer Pflegefamilie mit weiteren Pflegeschwistern in einer Sozialgegend in Baltimore (Maryland). Primär lässt sich deshalb das Körperbild anhand der beiden relevanten Bipolaritäten männlich/weiblich und arm/reich beschreiben. Auch bedient sich der Film an Klischees und Stereotypen hinsichtlich der Tanzstile Ballett und Hip-Hop.

Bereits die erste Szene verdeutlicht, dass es sich bei Step Up um einen Tanzfilm handelt, bei dem die beiden Tanzstile aufeinander treffen. Der Film beginnt mit zwei parallel verlaufenden Ortsszenen, die immer abwechselnd eingeblendet werden (bis ca. 00:02:35): Eine Szene spielt in einem großen Ballettsaal, in den Sonnenlicht fällt und die andere Szene spielt in einer dunklen Industriehalle (Abbildung 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den theoretischen Bezug zwischen Körper, Geist und Gesellschaft her und führt in das Forschungsfeld der körpersoziologischen Filmanalyse am Beispiel des Films „Step Up“ ein.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Körpersoziologie nach Plessner und verknüpft diese mit dem soziologischen Phänomen des Tanzes als Ausdrucksform sozialer Verhältnisse.

3. Methodisches Vorgehen: Hier wird die sozialwissenschaftlich-hermeneutische Filmanalyse als methodische Grundlage dargelegt, wobei Aspekte wie Kontext, Struktur, Handlung, Ästhetik und Botschaft zur Untersuchung herangezogen werden.

4. Körperbilder im Film „Step Up“: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Körperbilder im Film, insbesondere den tanzenden Körper, den amerikanischen Unterschichtkörper und den freundschaftlichen Körper.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Filmanalyse zusammen und diskutiert die dramaturgische Aufarbeitung sozialer Differenzen sowie die Grenzen der Darstellung.

Schlüsselwörter

Körpersoziologie, Tanzfilm, Step Up, Filmsoziologie, Sozialschichten, Klassendifferenzen, Körperbilder, Identität, Sozialisation, Ballett, Hip-Hop, Medienanalyse, American Dream, Gender, Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Tanzfilm „Step Up“ aus einer körpersoziologischen Perspektive, um zu analysieren, wie soziale Schichten und gesellschaftliche Werte durch die Darstellung von Körpern im Film vermittelt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Tanzstilen (Ballett vs. Hip-Hop), der Repräsentation sozialer Klassen und der Untersuchung von Identitätsbildungsprozessen der Hauptfiguren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie soziale Identitäten und Normen durch die spezifische Inszenierung von Körpern in einem Spielfilm konstruiert, dargestellt und bewertet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine sozialwissenschaftlich-hermeneutische Filmanalyse, die den Film als textuelles Werk begreift und latente Bedeutungsebenen anhand von fünf Sinnaspekten untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Körperbilder – namentlich der tanzende Körper, der amerikanische Unterschichtkörper und der freundschaftliche Körper – anhand von Filmszenen detailliert analysiert und mit soziologischen Theorien verknüpft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Körpersoziologie, soziale Ungleichheit, Körperbilder, Tanzästhetik und mediale Repräsentation charakterisiert.

Wie trägt der Abschlusstanz zur Gesamtaussage des Films bei?

Der Abschlusstanz symbolisiert die erfolgreiche Vereinigung der gegensätzlichen Pole (Ballett/Hip-Hop, arm/reich) und steht somit für die Verwirklichung des „American Dream“ durch Liebe und persönlichen Erfolg.

Welche Bedeutung hat die Figur des Skinny für die Handlung?

Skinnys Tod dient als dramatischer Wendepunkt, der Tylers und Macs Reflexion über ihr eigenes Leben anstößt und sie dazu bewegt, ihr kriminelles Umfeld zugunsten einer positiven Lebensveränderung zu verlassen.

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Detalles

Título
Verkörperung der Gesellschaft in Tanzfilmen. Jede zweite Chance beginnt mit dem ersten Schritt.
Universidad
University of Siegen
Calificación
1,3
Autor
Janina Reising (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
31
No. de catálogo
V899728
ISBN (Ebook)
9783346220622
ISBN (Libro)
9783346220639
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verkörperungen Gesellschaftstheorien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janina Reising (Autor), 2016, Verkörperung der Gesellschaft in Tanzfilmen. Jede zweite Chance beginnt mit dem ersten Schritt., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899728
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