„Inklusion“ ist ein immer häufiger diskutiertes Thema in unserer Gesellschaft. Besonders das Schulsystem steht vor der Aufgabe, sich weiterzuentwickeln. Demnach müssen Lehrkräfte „umdenken“ und sich mit inklusivem Unterricht arrangieren. Inklusion findet in vielen Fächern Einzug - wie zum Beispiel im Sportunterricht. Was bedeutet Inklusion eigentlich, welche Herausforderungen und Probleme verbergen sich hinter diesem Begriff und inwieweit ist Inklusion in der Schule, insbesondere im Sportunterricht umsetzbar?
Diese und weitere Fragen sollen in der vorliegenden Hausarbeit behandelt werden. Des Weiteren liegt das Hauptaugenmerk der Arbeit im Thema „Inklusion im Schulsport“ auf der aus Voraussetzungen und Zielen resultierenden Gestaltung von inklusivem
Sportunterricht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Inklusion?
2.1. Begriffliche Annäherung
2.2. Inklusion in der Schule
3. Zielsetzung von inklusiven Sportunterricht auf Basis der Rahmenbedingungen
3.1. Voraussetzungen für inklusiven Schulsport
3.2. Ziele
4. Inklusive Lehr-und Lernatmosphäre im Schulsport
4.1. Mögliche Unterrichtsgestaltungen
4.2. Leistungsbewertung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Inklusion im Kontext des Schulsports. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen, die trotz der Heterogenität der Schülerschaft ein gemeinsames, erfolgreiches Lernen ermöglichen und dabei notwendige Rahmenbedingungen sowie pädagogische Herausforderungen kritisch beleuchten.
- Grundlagen des Inklusionsbegriffs und dessen Bedeutung für das Schulsystem
- Notwendige Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für inklusiven Sportunterricht
- Pädagogische Zielsetzungen und individuelle Förderung im Schulsport
- Methoden der Unterrichtsgestaltung zur Schaffung einer inklusiven Lernatmosphäre
- Kritische Reflexion der Leistungsbewertung und alternativer Beurteilungsformen
Auszug aus dem Buch
4.1. Mögliche Unterrichtsgestaltungen
Um Sportunterricht inklusiv gestalten zu können, sollten Lehrkräfte über gewisse Kompetenzen verfügen. Zum einen setzt ein vorurteilfreier Unterricht eine bestimmte Mentalität gegenüber Minderheiten voraus. Aus diesem Grund sollte jede Lehrkraft, bevor sie inklusiv unterrichtet, Klischeevorstellungen revidieren und ihre Grundeinstellung reflektieren (Ruin et.al. 2016: 45). Eine weitere Grundkompetenz stellt die Standhaftigkeit und Konsequenz dar, da es sich um einen längeren Prozess handelt, das Konzept der Inklusion durchzusetzen (Giese/ Weigelt 2015: 173). Zum Anderen sollten Sportlehrer, die inklusiv vorgehen, ein hohes Maß an Kreativität besitzen, da sie fortlaufend der Aufgabe unterliegen, Auswahlmöglichkeiten zu finden, um Kindern angemessene und angepasste Lernangebote zu bieten. Darüber hinaus müssen sie für anpassungsfähige Vorgehen sorgen und organisatorisch flexibel sein (Lütgeharm 2013: 23).
Vertrauenswürdigkeit ist für Kinder ebenso wichtig, da eine vertrauensvolle und optimistische Beziehung grundlegend für die Zusammenarbeit zwischen Schüler und Lehrperson ist (Dechow et.al. 2013: 30). Lehrer können das Vertrauen zu Kindern beispielsweise fördern, indem sie mehr Aufmerksamkeit auf Stärken als auf Schwächen legen (ebd. 30). Als Lehrkraft sollte man zudem als Vorbild fungieren und am Sportunterricht teilnehmen, indem man beispielsweise Übungen demonstriert (Lütgeharm 2013: 9).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Inklusion ein, definiert die Forschungsabsicht im Schulsport und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Was ist Inklusion?: In diesem Kapitel wird der Begriff Inklusion theoretisch hergeleitet und seine spezifische Bedeutung für das moderne Schulsystem und die Förderung von Heterogenität dargelegt.
3. Zielsetzung von inklusiven Sportunterricht auf Basis der Rahmenbedingungen: Der Fokus liegt hier auf den strukturellen Voraussetzungen und den pädagogischen Zielen, die für ein Gelingen des inklusiven Sportunterrichts essenziell sind.
4. Inklusive Lehr-und Lernatmosphäre im Schulsport: Dieses Kapitel behandelt konkrete didaktische Strategien zur Unterrichtsgestaltung sowie Ansätze für eine faire, prozessorientierte Leistungsbewertung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, hinterfragt kritisch die Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit inklusiver Konzepte und reflektiert die notwendige Ausbildung von Lehrkräften.
Schlüsselwörter
Inklusion, Schulsport, Heterogenität, Didaktik, Leistungsbewertung, Individualisierung, Lehrkompetenz, Diversität, Unterrichtsgestaltung, Behinderung, Schulentwicklung, Partizipation, Gym-Management, Chancengleichheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Herausforderungen der Inklusion im Schulsport.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Inklusion, die notwendigen strukturellen Voraussetzungen im Sportunterricht, die methodische Gestaltung von Unterrichtsphasen sowie alternative Wege der Leistungsbewertung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie inklusiver Sportunterricht gestaltet werden kann, um Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe unabhängig von individuellen Stärken und Schwächen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, basierend auf einer Analyse bestehender Fachliteratur und pädagogischer Konzepte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen, didaktische Modelle wie das Gym-Management sowie Kompetenzanforderungen an Lehrkräfte für einen inklusiven Sportunterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Schulsport, Heterogenität, Individualisierung und Leistungsbewertung.
Wie sollte laut der Autorin die Leistungsbewertung in einem inklusiven System gestaltet sein?
Die Autorin plädiert dafür, den Fokus vom Rangvergleich wegzubewegen und stattdessen individuelle Fortschritte sowie den persönlichen Prozess durch verbale Beurteilungen statt durch Zensuren zu würdigen.
Was ist das Drei-Phasen-Modell im Kontext der Inklusion?
Das Drei-Phasen-Modell nach Scheid und Friedrich dient als Strukturierungshilfe für die Unterrichtsplanung, aufgeteilt in Zielebene, Konstruktebene und Unterrichtsebene.
Welche Bedenken äußert die Autorin hinsichtlich der praktischen Umsetzung?
Die Autorin hinterfragt kritisch die Finanzierung der notwendigen Ressourcen sowie die Qualität der Lehrerausbildung, die ihrer Ansicht nach derzeit nicht ausreichend auf die Komplexität inklusiver Szenarien vorbereitet.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2016, Herausforderungen und Probleme von Inklusion im Schulsport, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899750