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Patrimoniale Politik und soziale Ungleichheit in den ehemaligen Sowjetstaaten

Titre: Patrimoniale Politik und soziale Ungleichheit in den ehemaligen Sowjetstaaten

Dossier / Travail , 2017 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tom Reinke (Auteur)

Politique - Région: Russie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Vor dem Hintergrund, dass Wirtschaftseliten möglicherweise effektivere Möglichkeiten haben, Einfluss auf die politische Klasse auszuüben, soll in dieser Hausarbeit das Ausmaß jener patrimonial hierarchisierten Politik auf gesellschaftliche Spaltung, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Ungleichheit, untersucht werden. Hierzu wird ein statistischer Vergleich zwischen post-sowjetischen Nationen auf der einen Seite und von patrimonialer Politik nicht gekennzeichneten Staaten auf der anderen Seite durchgeführt.

In Hinblick auf die soziale Ungleichheit sollen hierbei Gini-Koeffizienten untersucht und verglichen werden. Näheres zur Methodologie dieser Arbeit findet sich im vierten Kapitel. Die Kategorisierung für patrimonial geprägte ehemalige Ostblockstaaten ist gänzlich jener Petra Stykows nachempfunden und orientiert sich an ihrem entsprechenden Werk.

Als Kontrollgruppe, also der nicht von patrimonialer Politik geprägten Staaten, werden die Mitgliedsstaaten der ehemaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft herangezogen, näheres zur Fallauswahl findet sich ebenfalls im Kapitel 4.1. Des Weiteren soll im nachfolgenden zweiten Kapitel eine Reflexion der bereits vollbrachten Forschung in diesem Gebiet stattfinden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Die theoretische Grundlage

3.1 Patrimoniale Politik

3.2 Beispiel für eine patrimoniale Policy – Die TNK-BP-Übernahme

3.3 Hypothese - Patrimoniale Politik trägt zur sozialen Spaltung der eurasischen Gesellschaften bei

4. Methodologie

4.1 Fallauswahl

4.2 Der Gini-Koeffizient als zu untersuchendes Ungleichheitsmaß

5. Analyse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß, in dem patrimonial geprägte politische Systeme in ehemaligen Sowjetrepubliken zur sozialen Spaltung und wirtschaftlichen Ungleichheit beitragen, indem sie diese mittels Gini-Koeffizienten mit einer Kontrollgruppe von EU-Staaten vergleicht.

  • Analyse patrimonialer Herrschaftsstrukturen in post-sowjetischen Staaten
  • Untersuchung von Abhängigkeitsverhältnissen zwischen politischen Eliten und Wirtschaftsakteuren
  • Vergleich der Einkommensverteilung mittels Gini-Koeffizienten
  • Evaluation des Einflusses von politischen Systemen auf soziale Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

3.1 Patrimoniale Politik

Wie oben beschrieben, sind politische Systeme von Nationen, deren Gesellschaften durch patrimoniale Austauschbeziehungen geprägt sind, stark von den personalen Beziehungen zwischen den staatlichen Akteuren sowie den beispielsweise gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Akteuren beeinflusst. Diese können zum Beispiel Verbände, Kirchen, Wirtschaftsvertreter oder Gewerkschaftler sein. Die politischen Institutionen dienen dabei als Instrument zur Implementierung der Austauschergebnisse in den politischen Prozess, das heißt zum Beispiel dem Erlassen eines neuen Gesetzes, und zur Verfestigung der Macht des Patrons. Der institutionelle Rahmen des politischen Systems kann dabei in unterschiedlicher Präzision auf die Herrschaft des Patrons zugeschnitten sein. So liegt beispielsweise in der Republik Moldau ein semipräsidentielles System vor, in dem der Präsident dem Parlament unter anderem rechenschaftspflichtig ist und dessen Macht, welche die Macht des Patrons darstellt, somit eingeschränkt ist. Dem Gegenüber stellt das Parlament im aserbaidschanischen System nicht viel mehr dar als ein Instrument zur Legitimierung des präsidentiellen Willens, während der Präsident beispielsweise weitreichende Möglichkeiten zur Repression des Selben besitzt.

Aus dem geschilderten Vorgang ergibt sich folglich meistens ein bestimmtes Abhängigkeitsverhältnis zwischen Patron und Begünstigtem. Der Begünstigte ist womöglich angewiesen auf Zuwendungen des Staates, um seine Interessen langfristig durchzusetzen, insbesondere falls er im Wettstreit um die Gunst des Patrons mit anderen Akteuren steht, deren Interessen seinen entgegengesetzt sind, was insbesondere in wirtschaftlichen Belangen von hoher Relevanz ist. Der Patron wiederum ist unter Umständen darauf angewiesen, dass der Begünstigte ihm gegenüber loyal ist, zum Beispiel falls es sich bei letzterem um einen Medienvertreter in der Zeit vor der Wahl handelt und der Patron auf eine positive Berichterstattung angewiesen ist. Derartige Abhängigkeiten können sich dabei soweit entwickeln, dass das staatliche Handeln in einzelnen Bereichen nicht mehr ohne die Zustimmung des Begünstigten möglich ist, da der Staat letztlich auf dessen Kompetenzen angewiesen ist, beispielsweise wenn bestimmte Wirtschaftsunternehmen grundlegende Aufgaben der jeweiligen Volkswirtschaft übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Phänomen patrimonialer Politik in post-sowjetischen Staaten und skizziert das Ziel, deren Einfluss auf die soziale Ungleichheit mittels eines Vergleichs zu untersuchen.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel reflektiert existierende politikwissenschaftliche Ansätze, insbesondere die Arbeiten von Max Weber, zur Funktionsweise patrimonialer Staaten und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

3. Die theoretische Grundlage: Hier werden die Mechanismen patrimonialer Austauschbeziehungen theoretisch hergeleitet, anhand des Falls TNK-BP illustriert und die zentrale Hypothese für die Untersuchung formuliert.

4. Methodologie: Dieses Kapitel begründet die Auswahl der eurasischen Fallbeispiele sowie der europäischen Kontrollgruppe und erläutert die Verwendung des Gini-Koeffizienten als Messinstrument für Ungleichheit.

5. Analyse: Auf Basis der Gini-Daten aus den Jahren 2000 bis 2012 wird ein statistischer Vergleich zwischen den beiden Ländergruppen durchgeführt, um die Hypothese zu überprüfen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein signifikanter Einfluss patrimonialer Politik auf die soziale Ungleichheit anhand der Datenlage nicht eindeutig nachgewiesen werden kann.

Schlüsselwörter

Patrimoniale Politik, soziale Ungleichheit, Gini-Koeffizient, Eurasien, post-sowjetische Staaten, Einkommensverteilung, Eliten, Patron-Klientel-Beziehung, Wirtschaftswachstum, soziale Spaltung, politische Systeme, Nepotismus, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Strukturreformen, Wohlstandsverteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie patrimoniale politische Systeme in ehemaligen Sowjetrepubliken die soziale Ungleichheit innerhalb ihrer Gesellschaften verstärken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen patrimonialer Politik, der Rolle von Wirtschafts- und Politikeliten sowie der statistischen Erfassung von Wohlstandsunterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Hypothese zu prüfen, ob patrimoniale Strukturen in Eurasien ursächlich für eine stärkere soziale Spaltung im Vergleich zu westlichen Demokratien sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein quantitativer Vergleich durchgeführt, bei dem Gini-Koeffizienten der betrachteten eurasischen Staaten mit denen einer Kontrollgruppe ehemaliger EWG-Mitgliedsstaaten korreliert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Patrimonialismus, die methodische Fallauswahl und eine deskriptive Analyse der Einkommensdaten der untersuchten Gruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Patrimoniale Politik, Gini-Koeffizient, soziale Ungleichheit, Eurasien und die Analyse von Einkommensdisparitäten.

Warum wurde die TNK-BP-Übernahme als Fallbeispiel gewählt?

Dieser Fall dient als konkrete Illustration dafür, wie persönliche Bindungen zwischen Regierungsakteuren und Wirtschaftsführern politische Entscheidungen patrimonial beeinflussen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die aufgestellte Hypothese anhand der untersuchten Daten nicht bestätigt werden konnte, da kein signifikanter Unterschied in der sozialen Ungleichheit zwischen den beiden Gruppen festgestellt wurde.

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Résumé des informations

Titre
Patrimoniale Politik und soziale Ungleichheit in den ehemaligen Sowjetstaaten
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel
Cours
Vergleichende Regierungslehre
Note
1,0
Auteur
Tom Reinke (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
13
N° de catalogue
V899779
ISBN (ebook)
9783346213327
ISBN (Livre)
9783346213334
Langue
allemand
mots-clé
Patrimoniale Politik Patronale Politik Vergleichende Regierungslehre Nepotismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tom Reinke (Auteur), 2017, Patrimoniale Politik und soziale Ungleichheit in den ehemaligen Sowjetstaaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899779
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Extrait de  13  pages
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