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Wie gelingt Leseförderung im Unterricht? Ein Ansatz mittels Kurzgeschichten

Title: Wie gelingt Leseförderung im Unterricht? Ein Ansatz mittels Kurzgeschichten

Academic Paper , 2020 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Chris K. (Author)

Education - Reading Instruction
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Lesen im Unterricht Lesen mit Geschichten
Diese Ausarbeitung durchleuchtet die Leseförderung mit Kurzgeschichten in der Schule. Dabei werden zwei Kurzgeschichten als Beispiele herangezogen. Der Leseprozess gliedert sich in drei Prozessebenen, die jeweils gefördert werden können.

Die Kurzgeschichte ist bei Lehrern, aber auch bei Schülerinnen und Schülern beliebt. Dies liegt daran, dass sie nur einen geringen Textumfang besitzt, einen überschaubaren dramatischen und alltäglichen Handlungsausschnitt darstellt, sowie einen einfachen Sprachstil besitzt. Kurzgeschichten eignen sich gut für Sprachuntersuchungen, die Vermittlung von Epochenwissen und literarischem Wissen. Da die Lesesozialisation durch die Eltern nicht mehr so häufig geschieht, kann diese so im Unterricht nachgeholt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Die Kurzgeschichte

Themenbereiche in Kurzgeschichten

Kurzgeschichten sind im Unterricht beliebt

Beliebte Kurzgeschichten für den Unterricht

Didaktische Überlegungen zu zwei Kurzgeschichten

Heinrich Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral 1963

Herbert Malecha: Die Probe

Leseförderung mit Hilfe der Kurzgeschichten

Literarisches Lesen unterstützen

Das Lautleseverfahren

Die Anwendung auf die Kurzgeschichte

Lesestrategieprogramm SQ3R

Das Lesen trainieren: Die dominierenden lesedidaktischen Konzepte

Das Lesetraining

Literarisches Lernen mit Kurzgeschichten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung und didaktische Umsetzung von Kurzgeschichten zur systematischen Leseförderung im Deutschunterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch ausgewählte literarische Texte basale Lesefertigkeiten, Lesestrategien und literarisches Lernen gezielt gefördert werden können.

  • Charakteristika der Gattung Kurzgeschichte
  • Didaktische Analyse von Beispieltexten (Böll, Malecha)
  • Einsatz von Lautleseverfahren zur Steigerung der Leseflüssigkeit
  • Methoden der Lesestrategieentwicklung (SQ3R)
  • Konzepte der Leseförderung und des literarischen Lernens

Auszug aus dem Buch

Heinrich Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral 1963

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind, und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt, aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab.

Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht. „Sie werden heute einen guten Fang machen.“ Kopfschütteln des Fischers. „Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist.“ Kopfnicken des Fischers. „Sie werden also nicht ausfahren?“ Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit. „Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?“ Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über. „Ich fühle mich großartig“, sagt er. „Ich habe mich nie besser gefühlt.“ Er steht auf, reckt sich, als wollte er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. „Ich fühle mich phantastisch.“ Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Kurzgeschichte: Definiert die Gattung Kurzgeschichte durch ihren Umfang, die dramatische Alltagssituation und erzählerische Merkmale wie den offenen Anfang und das offene Ende.

Themenbereiche in Kurzgeschichten: Listet die thematische Vielfalt auf, von politischen Situationen über menschliche Krisen bis hin zu gesellschaftlichen Problemen.

Kurzgeschichten sind im Unterricht beliebt: Erläutert die didaktische Attraktivität der Kurzgeschichte aufgrund ihres überschaubaren Formats und ihres einfachen Stils.

Beliebte Kurzgeschichten für den Unterricht: Nennt häufig verwendete Texte in Lehrwerken, wobei ein Schwerpunkt auf Krieg, Erwachsenwerden und Isolation liegt.

Didaktische Überlegungen zu zwei Kurzgeschichten: Analysiert Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ und Malechas „Die Probe“ hinsichtlich ihrer unterrichtlichen Einsatzmöglichkeiten.

Leseförderung mit Hilfe der Kurzgeschichten: Beschreibt die drei Ebenen des Leseprozesses: Prozess-, Subjekt- und soziale Ebene.

Literarisches Lesen unterstützen: Erörtert, wie literarische Texte zur Identitätsfindung und zum Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge beitragen.

Das Lautleseverfahren: Stellt das Lautlesen als Methode zur Förderung der Leseflüssigkeit und Automatisierung von Dekodierprozessen vor.

Die Anwendung auf die Kurzgeschichte: Zeigt die praktische Umsetzung des Lautlesens im Unterricht anhand von Bölls Kurzgeschichte.

Lesestrategieprogramm SQ3R: Erläutert die fünf Schritte der Lesetechnik (Survey, Question, Read, Recite, Review) zur kognitiven Texterschließung.

Das Lesen trainieren: Die dominierenden lesedidaktischen Konzepte: Unterscheidet zwischen literarischer Bildung, Lesetraining und Leseförderung.

Das Lesetraining: Fokus auf die Kompetenzfelder Lesefertigkeit, Lesegeläufigkeit und Lesestrategie am Beispiel von Malechas „Die Probe“.

Literarisches Lernen mit Kurzgeschichten: Zusammenfassung der Bedeutung des literarischen Lernens für die Persönlichkeitsbildung und den diskursiven Austausch.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Kurzgeschichte, Deutschunterricht, Lesegeläufigkeit, Lesestrategien, SQ3R, Lautleseverfahren, Literaturdidaktik, Heinrich Böll, Herbert Malecha, Lesekompetenz, Textanalyse, Sekundarstufe I, Lesetraining, literarisches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Leseförderung im Deutschunterricht der Sekundarstufe I unter besonderer Berücksichtigung der Gattung Kurzgeschichte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Charakterisierung der Kurzgeschichte, Methoden zur Verbesserung der Leseflüssigkeit (Lautlesen), Strategien zur Texterschließung (SQ3R) sowie Konzepte des literarischen Lernens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kurzgeschichten effektiv eingesetzt werden können, um sowohl basale Lesefertigkeiten als auch das literarische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu schulen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und lesedidaktische Analyse, die auf theoretischen Modellen der Leseförderung basiert und diese exemplarisch auf ausgewählte Kurzgeschichten anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben Gattungsmerkmalen die didaktische Analyse von Böll und Malecha, das Lautleseverfahren, das SQ3R-Programm sowie die verschiedenen lesedidaktischen Konzepte detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Leseförderung, Kurzgeschichte, Lesegeläufigkeit, Lesestrategien, Deutschunterricht und Literaturdidaktik.

Warum eignet sich Heinrich Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ besonders gut für den Unterricht?

Der Text bietet laut Autor eine augenzwinkernde und provozierende Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftswunder und konträren Lebenskonzepten, was Schüler zur Reflexion über ihre eigene Rolle in der Gesellschaft anregt.

Welchen Zweck erfüllt das Lesetraining anhand von Herbert Malechas „Die Probe“?

Anhand dieses Textes können gezielt Übungen zur Wahrnehmung von Buchstaben-, Wort- und Satzebene sowie die Entschlüsselung syntaktischer Strukturen durchgeführt werden, um die Lesefertigkeiten zu festigen.

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Details

Title
Wie gelingt Leseförderung im Unterricht? Ein Ansatz mittels Kurzgeschichten
College
University of Würzburg
Grade
2,0
Author
Chris K. (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V899841
ISBN (eBook)
9783346220400
ISBN (Book)
9783346220417
Language
German
Tags
Unterricht Deutsch Kurzgeschichte Geschichte Literatur Lesen Leseförderung Lesedidaktik literarisches lernen Deutschdidaktik Schule Didaktik Böll Rosebrock gut Sprache Artikulation Lehrer Referendariat Leseförderung im Unterricht Kurzgeschichten im Unterricht Lesen mit Kurzgeschichten Kurzgeschichten in der Schule Leseförderung als Ansatz Leseförderung in der Schule Lesen im Unterricht Lesen mit Geschichten
Product Safety
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Quote paper
Chris K. (Author), 2020, Wie gelingt Leseförderung im Unterricht? Ein Ansatz mittels Kurzgeschichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899841
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