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Der Schüler Sven, geb.08.1989 - Eine Fallanalyse aus Sicht therapeutisch orientierter Religionspädagogik nach Oskar Randak

Título: Der Schüler Sven, geb.08.1989 - Eine Fallanalyse aus Sicht therapeutisch orientierter Religionspädagogik nach Oskar Randak

Trabajo de Seminario , 2004 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Veronika Bernau (Autor)

Teología - Otras
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Im Lehrplan für das Fach Katholische Religionslehre in der Schule für Lernbehinderte steht folgendes: „Katholischer Religionsunterricht will dazu beitragen, daß der lernbehinderte Schüler durch den Glauben Geborgenheit erfährt, Hoffnung gewinnt und die Aufgabe annimmt, sein Leben in unserer Gesellschaft sinnvoll zu führen. Auf den Anspruch. der christlichen Botschaft bezogen, bedeutet dies: (...) Der Schüler soll erfahren, daß er in der Begegnung mit Jesus, dem Christus, Ermutigung gewinnen kann, weil Jesus Benachteiligungen und Geringschätzung von Menschen nicht gelten ließ, sondern sich zum Bruder aller machte und deren Kreuz als seines angenommen hat.“
In der heutigen pluralen Gesellschaft ist es für ein Kind sehr schwer allen Ansprüchen, die an es gestellt werden, gerecht zu werden. Heutzutage ist es keine Seltenheit, dass SchülerInnen schon im Grundschulalter evtl. auch schon im Kindergarten in ihrem Sozialverhalten auffällig sind oder in der Grundschule Probleme im Lesen und Schreiben haben. Da stellt sich natürlich immer die Frage des „Warum“? Glaubt man PISA I und II so hängt das hauptsächlich mit dem schlechten deutschen Bildungssystem zusammen. Aber es muss auch einmal gesagt werden, dass die Kinder gerade in den ersten Entwicklungsphasen ihrer Umwelt und der Erziehung ihrer Eltern hilflos ausgeliefert sind. Und um das zu verstehen soll die Tiefenpsychologie nach Oskar Randak eine Hilfe sein, um eine therapeutisch orientierte Religionspädagogik zu verstehen.
Vorweg möchte ich noch hinzufügen, dass ich mich bei meiner Fallanalyse hauptsächlich auf die Erkenntnisse des Tiefenpsychologen Oskar Randak stütze, dessen Ziel es ist die Verhaltensweisen der Menschen zu erforschen, um diese dann mit einer entsprechenden christlich-religiösen Perspektive zu konfrontieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Alter des Schülers, Einordnung zu einer Grunderfahrung und Formulierung des dazugehörigen Ziels

2. Thesenbildung aufgrund der Verhaltensbeschreibungen aus dem Schülerbogen bzgl. der Probleme des Schülers, mit Hilfe des Symptomkataloges (Fremdbeobachtungen)

3. Formulierung von Erziehungszielen für den Schüler mit Hilfe der Testergebnisse (PFK und AFS) sowie dem Handbuch zum Diagnose-und Therapieraster; Unterscheidung bzgl. dem pädagogischen und therapeutischen Handlungsbedarf

4. Unterschiede (falls es sie gibt) zwischen Fremdbeobachtungen und Eigenwahrnehmung des Schülers

5. Bildung einer These über das Leistungsvermögen und Leistungsverhalten

6. Beschreibung notwendiger Fördermaßnahmen für die Persönlichkeitsentwicklung und für die Förderung der Leistungsfähigkeit

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf einer tiefenpsychologischen Fallanalyse nach Oskar Randak, ein individuelles pädagogisch-therapeutisches Förderkonzept für den 13-jährigen Schüler „Sven“ zu entwickeln, um dessen Lernschwierigkeiten sowie emotionale Unsicherheiten im schulischen Kontext zu adressieren.

  • Fallanalyse eines Schülers mit Lernschwierigkeiten
  • Anwendung tiefenpsychologischer Diagnose- und Therapieraster
  • Differenzierung zwischen pädagogischem und therapeutischem Handlungsbedarf
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung im Religionsunterricht
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

Bildung einer These über das Leistungsvermögen und Leistungsverhalten

Die Leistungsfaktoren von Sven zeigen vier Schwachstellen, die sich gegenseitig bedingen und alle im gelben Bereich liegen, also noch nicht therapiebedürftig sind, jedoch beachtet und verbessert werden müssen. Die ersten drei Merkmale betreffen Svens Arbeitsverhalten, genauer gesagt das Rechnerische Denken (RD) und das Zahlennachsprechen (ZN). Einerseits kann er sich nur schwer über einen längeren Zeitraum konzentrieren. Ihm fehlt die nötige Ausdauer und Aufmerksamkeitsfähigkeit, die wahrscheinlich auch seine Prüfungsangst bedingen, da Konzentrationsvermögen von Nöten wäre, das Sven nicht hat. Zudem kommt noch, dass Sven Störungen von außen leicht ablenken und er im Unterricht oft nicht ganz bei der Sache ist. Auch bzgl. der Lernfähigkeit zeigt er Defizite auf, die dann wiederum seine Schulleistung beeinflussen. Sven hat ein schwaches Auffassungsvermögen und Probleme bei der Strukturerfassung.

Das Rechnerische Denken ist allerdings auch abhängig von dem Sprachverständnis und von der Belastbarkeit (konzentriertes Denken unter Druck), wo Sven ebenfalls Schwierigkeiten hat. Am Ende der Grundschulzeit fehlt es ihm immer noch an grammatikalischen und vor allem rechtschriftlichen Kenntnissen, die nur durch häuslichen Fleiß verbessert werden konnten. Im Bereich des Zahlennachsprechens ist seine Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle gering. Oft führt er Hausaufgaben nur oberflächlich aus und zeigt nicht genügend Bereitschaft, behandelte Sachverhalte zu lernen. Zu erklären sind Svens Probleme bzgl. des RD und des ZN aufgrund der negativen Beeinflussung durch Ängstlichkeit (vgl. Prüfungsangst und Versagensangst) und mangelnde Belastbarkeit in Prüfungssituationen (vgl. Kurzgutachten).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Arbeit vor dem Hintergrund christlich-religiöser Bildungsansprüche und führt in die tiefenpsychologische Perspektive nach Oskar Randak ein.

1. Alter des Schülers, Einordnung zu einer Grunderfahrung und Formulierung des dazugehörigen Ziels: Hier werden die biografischen Daten des Schülers, seine bisherige Schullaufbahn und die Einordnung in den entwicklungspsychologischen Strukturenkreis der „Geborgenheit“ dargelegt.

2. Thesenbildung aufgrund der Verhaltensbeschreibungen aus dem Schülerbogen bzgl. der Probleme des Schülers, mit Hilfe des Symptomkataloges (Fremdbeobachtungen): Das Kapitel analysiert das Arbeits- und Sozialverhalten des Schülers anhand vorliegender Beurteilungen und identifiziert kognitive sowie sozial-emotionale Problemlagen.

3. Formulierung von Erziehungszielen für den Schüler mit Hilfe der Testergebnisse (PFK und AFS) sowie dem Handbuch zum Diagnose-und Therapieraster; Unterscheidung bzgl. dem pädagogischen und therapeutischen Handlungsbedarf: Basierend auf Testergebnissen werden spezifische Ziele formuliert, wobei zwischen rein pädagogischen Maßnahmen und notwendigen therapeutischen Interventionen bei schwerwiegenderen Persönlichkeitsfaktoren unterschieden wird.

4. Unterschiede (falls es sie gibt) zwischen Fremdbeobachtungen und Eigenwahrnehmung des Schülers: Dieses Kapitel vergleicht die objektive Fremdeinschätzung aus dem Umfeld mit der subjektiven Wahrnehmung des Schülers, um ein vollständiges Symptombild zu zeichnen.

5. Bildung einer These über das Leistungsvermögen und Leistungsverhalten: Eine detaillierte Untersuchung der vier wesentlichen Leistungsfaktoren, die Svens schulische Defizite und deren Ursachen im Bereich des Arbeitsverhaltens und der Konzentration aufzeigen.

6. Beschreibung notwendiger Fördermaßnahmen für die Persönlichkeitsentwicklung und für die Förderung der Leistungsfähigkeit: Dieser Teil leitet aus der Analyse konkrete beschäftigungstherapeutische sowie pädagogische Förderstrategien ab, um sowohl die Persönlichkeit als auch die schulische Leistung zu stärken.

7. Schluss: Der Abschluss reflektiert den gesamten Analyseprozess, die eigenen Grenzen der Diagnostik und empfiehlt den Übergang an eine spezialisierte Fördereinrichtung.

Schlüsselwörter

Fallanalyse, Religionspädagogik, Tiefenpsychologie, Oskar Randak, Förderschule, Lernschwierigkeiten, Sonderreligionspädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Prüfungsangst, Leistungsverhalten, Diagnose- und Therapieraster, Konzentrationsfähigkeit, Sozialverhalten, Selbstwertgefühl, Fördermaßnahmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit erstellt eine detaillierte Fallanalyse des Schülers „Sven“ aus der Perspektive einer therapeutisch orientierten Religionspädagogik, um dessen schulische und emotionale Defizite zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Auswertung von Testergebnissen, der Interpretation des Arbeits- und Sozialverhaltens sowie der Erstellung eines darauf aufbauenden Förderplans.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, unter Anwendung der Methoden von Oskar Randak, pädagogisch sinnvolle Maßnahmen zu definieren, die den Schüler in seiner Entwicklung stützen und seine schulische Leistungsfähigkeit fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine fallanalytische Methode, die Testergebnisse (PFK, AFS), Schülerbögen, Zeugnisse und ein tiefenpsychologisches Diagnose- und Therapieraster kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Thesenbildung zur Problematik, der Unterscheidung zwischen pädagogischem und therapeutischem Handlungsbedarf sowie konkreten Fördermaßnahmen für die Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind tiefenpsychologische Fallanalyse, sonderreligionspädagogische Förderung, Leistungsfaktoren, Persönlichkeitsfaktoren und die individuelle Lernförderung.

Warum wird die „Grunderfahrung der Geborgenheit“ als zentraler Begriff genannt?

Dieser Begriff stammt aus dem entwicklungspsychologischen Konzept von Oskar Randak und dient der Einordnung des Schülers in seinen altersgerechten oder entwicklungsverzögerten Strukturenkreis.

Welche Rolle spielt das Elternhaus laut der Analyse für den Schüler?

Die Arbeit identifiziert das Fehlen eines stabilen familiären Umfelds und männlicher Bezugspersonen als wesentlichen Faktor für die Entstehung der emotionalen Unsicherheit und des Leidensdrucks bei Sven.

Welche Empfehlung spricht die Autorin am Ende für den weiteren Bildungsweg aus?

Aufgrund der diagnostizierten Unterforderung und der demotivierenden Misserfolge in der Regelschule empfiehlt die Autorin den Wechsel an eine Schule zur individuellen Lernförderung.

Wie lässt sich laut der Arbeit Svens mangelnde Leistung erklären?

Die Arbeit führt die mangelnde Leistung auf ein Zusammenspiel von Konzentrationsstörungen, Prüfungsängsten, kognitiven Defiziten und einer geringen Eigenmotivation („Kausalattribuierung“) zurück.

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Detalles

Título
Der Schüler Sven, geb.08.1989 - Eine Fallanalyse aus Sicht therapeutisch orientierter Religionspädagogik nach Oskar Randak
Universidad
LMU Munich  (Katholische Theologie)
Curso
Beiträge der Tiefenpsychologie für eine adäquate Sonderreligionspädagogik
Calificación
2,0
Autor
Veronika Bernau (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
16
No. de catálogo
V90002
ISBN (Ebook)
9783638041485
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schüler Sven Eine Fallanalyse Sicht Religionspädagogik Oskar Randak Beiträge Tiefenpsychologie Sonderreligionspädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Veronika Bernau (Autor), 2004, Der Schüler Sven, geb.08.1989 - Eine Fallanalyse aus Sicht therapeutisch orientierter Religionspädagogik nach Oskar Randak, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90002
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