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Taufe aus systematisch-theologischer Sicht

Título: Taufe aus systematisch-theologischer Sicht

Trabajo de Seminario , 2005 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Veronika Bernau (Autor)

Teología - Teología sistemática
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Die Taufe ist ein Sakrament, das zu den drei Initiationssakramenten zählt. Die beiden anderen sind neben jener die Eucharistie und die Firmung. Das bedeutet, dass alle am Anfang eines Prozesses bzw. des menschlichen Weges stehen, der das ganze Leben lang wirksam ist. Bei dem Sakrament der Taufe wird die Entscheidung getroffen, selbst und sichtbar ein Fest auf Gott hin zu richten. Jene steht am Beginn eines Glaubensweges. Die Taufe hat im Neuen Testament verschiedene Bedeutungen. „Sie ist christliche Praxis (Apg 2,38 u. ö.) von Anfang an, sie bedeutet die große Lebenswende durch die Übereignung an Jesus Christus (Mt 28,18 f; Röm10, 9), sie spricht von einer wirksamen Verbindung mit Christus und seinem Schicksal (Röm 6, 2-6), sie ist auf den Glauben angewiesen (Röm 10,9) und wirkt zudem kirchenübergreifend (Apg 2, 41f; Eph 5,25f.).“ Somit steht der Mensch also schon immer in der Relation zu Gott, zu seinem Sohn Jesus Christus und zur Glaubensgemeinschaft, die ihren Ursprung im Volk Israel hat. Im Sakrament der Taufe wird jene Beziehung zu einem wirklichen Geschehen von gegenwärtiger Bedeutung. Sie passiert hier zeichenhaft und es geschieht das, was das Neue Testament „Wiedergeburt“ nennt. Es wird die Begründung christlicher Einheit zwischen den vielen Glaubenden sichtbar, es passiert die Übereignung an Jesus Christus, die Errettung von Sünde, die Illumination durch den Heiligen Geist. Der Christ soll eine Reise antreten, welche die Sehnsucht nach Vollendung und nach dem Heil des Menschen bzw. nach der Gnade Gottes zum Ziel hat. Die Taufe betrifft eine Beziehung, was theologisch dadurch hervorgehoben wird, dass sie die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott begründet. „Das trinitarische Gottesbild ist ein zutiefst von Relationalität und spannungsvollen Beziehungen geprägtes Gottesbild.“ Der Täufling kommt bereits mit Gott, mit Jesus und mit der Gemeinschaft der Glaubenden in Verbindung. Es geschieht Gnade. „Die Nähe Gottes und des anderen Menschen ist uns schon gegeben, bevor wir uns dies bewusst machen. Diese Nähe wird nicht durch uns hergestellt oder vermittelt, sondern geht unserer Existenz voraus.“ Das Entscheidende der urchristlichen Taufe im Gegensatz zur Taufe des Johannes des Täufers, ihrem Vorreiter, ist, dass erstere „auf den Namen Jesu Christi” vollzogen wird. Dazu werden bei Kurt Koch mehrere Bibelstellen des Neuen Testaments angegeben. In Apostelgeschichte 2,38 heißt es:

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG: DAS BEZIEHUNGSGESCHEHEN DER TAUFE ALS BEGINN EINES WEGES UND EINER BEANSPRUCHUNG

2. DIE TAUFE ALS ÜBEREIGNUNG AN CHRISTUS

2.1 Christuszugehörigkeit aufgrund der Taufe

2.2 Taufe als Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu Christi

2.3 Taufe als Aufnahme in den Leib Christi

3. TAUFE UND HEILIGER GEIST

3.1 Die Taufe als Geistsakrament

3.2 Das Wasserzeichen und der Geist

4. ENTWICKLUNG DER FIRMUNG ZU EINEM SELBSTSTÄNDIGEN SAKRAMENT

4.1 Historische Loslösung von Taufe und Firmung

4.2 Firmung als Besiegelung der Taufe

4.3 Die Firmung als Sakrament der Sendung

5. SCHLUSS: ZUSAMMENHANG VON TAUFE UND FIRMUNG

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Sakrament der Taufe aus systematisch-theologischer Perspektive und beleuchtet dabei deren Bedeutung als Beginn eines lebenslangen Glaubensweges sowie ihre enge Verbindung zur Firmung.

  • Die Taufe als Übereignung des Menschen an Jesus Christus
  • Die symbolische und reale Teilhabe am Heilsgeschehen von Tod und Auferstehung
  • Die Taufe als Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche (Leib Christi)
  • Das Verhältnis von Wasserzeichen und Wirken des Heiligen Geistes
  • Die historische und theologische Entwicklung der Firmung als eigenständiges Sakrament

Auszug aus dem Buch

2.2 Taufe als Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu Christi

Wenn wir Christen „auf den Namen Jesu Christi“ getauft sind, bedeutet das nicht nur die Übereignung des Getauften an Christus, sondern es besagt auch, dass wir in das Heilsgeschehen Jesu Christi aufgenommen werden. Sein Name steht hier für das gesamte Heilsereignis, das mit diesem Namen assoziiert wird. Vor allem der Apostel Paulus sieht die Taufe als eine Teilhabe am Heilsgeschehen von Jesu Christi Tod und Auferstehung, auch wenn die Auferstehung für die Getauften noch ein zukünftiges Ereignis bleibt.17

„Diese Spannung von „schon“ und „noch nicht“, die bereits für die Botschaft Jesu vom Kommen des Gottesreiches charakteristisch ist, wird von Paulus dabei deutlich artikuliert: ‚Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich mit ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein’ (Röm 6,4-5).“18

Analog zu Jesus Christus, der selbst in das Bad des Todes untergetaucht ist und am Ostermorgen als der vollendet neue Mensch Gottes erschienen ist, taucht der Täufling in der Taufe in das Grab Jesu Christi hinunter, damit er gemeinsam mit dem Heiland aus diesem Grab des Todes als neuer Mensch auferstehen kann.19 Wenn ein Säugling oder ein Erwachsener getauft werden, heißt das, dass er als alter Mensch zusammen mit Christus stirbt, um dann mit ihm durch das Bad der Taufe als neuer Mensch auferweckt zu werden. Das, was am Pascha-Fest am Grab des Heilands geschehen ist, passiert im Bad der Taufe durch Christus bei jedem einzelnen Menschen, nämlich der endgültige Vorübergang vom Tod ins Leben. In der Taufe geschieht also das ganz persönliche Osterfest für jeden einzelnen Menschen.20

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: DAS BEZIEHUNGSGESCHEHEN DER TAUFE ALS BEGINN EINES WEGES UND EINER BEANSPRUCHUNG: Das Kapitel führt in das Sakrament der Taufe als Initiationsritus ein, der die dauerhafte Beziehung zwischen Gott und dem Menschen begründet.

2. DIE TAUFE ALS ÜBEREIGNUNG AN CHRISTUS: Hier wird die Taufe als Akt der Zugehörigkeit zu Jesus Christus und als Teilhabe an seinem Tod und seiner Auferstehung theologisch begründet.

3. TAUFE UND HEILIGER GEIST: Dieses Kapitel erläutert die Taufe als Geistsakrament und die untrennbare Verbindung zwischen dem äußeren Wasserzeichen und dem Wirken des Heiligen Geistes.

4. ENTWICKLUNG DER FIRMUNG ZU EINEM SELBSTSTÄNDIGEN SAKRAMENT: Es werden die historischen Gründe für die Trennung von Taufe und Firmung in der lateinischen Kirche sowie die spezifische Bedeutung der Firmung dargelegt.

5. SCHLUSS: ZUSAMMENHANG VON TAUFE UND FIRMUNG: Der abschließende Teil fasst die wesentlichen Erkenntnisse über das Taufgeschehen zusammen und definiert die Firmung als Besiegelung der Taufe.

Schlüsselwörter

Taufe, Firmung, Initiationssakramente, Christus, Heiliger Geist, Heilsgeschehen, Auferstehung, Kirche, Leib Christi, Geistsakrament, Wasserzeichen, Sakrament, Glaube, Initiation, christliches Leben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der systematisch-theologischen Bedeutung des Sakraments der Taufe und deren inhaltlichem sowie historischem Zusammenhang mit dem Firmungssakrament.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Christuszugehörigkeit, der Teilhabe am heilsgeschichtlichen Geschehen, dem Wirken des Heiligen Geistes und der Entwicklung der Firmung als eigenständigem Sakrament.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das theologische Verständnis der Taufe als Beginn des Glaubensweges und als Grundlage für ein verantwortetes christliches Leben aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Untersuchung angewandt?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische Analyse, die sich auf biblische Belege sowie die Auswertung relevanter theologischer Fachliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Taufe als Übereignung an Christus, die Rolle des Geistsakraments und die historische Differenzierung zwischen Taufe und Firmung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Taufe, Firmung, Initiationssakramente, Leib Christi und die heilsgeschichtliche Teilhabe an Tod und Auferstehung.

Warum wurde die Firmung historisch von der Taufe losgelöst?

Die Trennung erfolgte primär durch die Einführung der Kindertaufe, die Lehre von der Erbsünde, die Praxis der Aufnahme von Häretikern sowie die verwaltungstechnische Aufteilung in Filialgemeinden.

Wie definiert die Autorin den Zusammenhang von Taufe und Firmung?

Die Firmung wird als Besiegelung der Taufe verstanden, die den Beginn eines verantworteten christlichen Lebens markiert und die bereits in der Taufe erhaltene Sendung aktiviert.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Taufe aus systematisch-theologischer Sicht
Universidad
LMU Munich  (Katholische Theologie)
Curso
Das Grundsakrament der Taufe
Calificación
1,0
Autor
Veronika Bernau (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
14
No. de catálogo
V90003
ISBN (Ebook)
9783638036900
ISBN (Libro)
9783638938075
Idioma
Alemán
Etiqueta
Taufe Sicht Grundsakrament Taufe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Veronika Bernau (Autor), 2005, Taufe aus systematisch-theologischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90003
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