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Finanzsystementwicklung und volkswirtschaftliche Wechselwirkungen

Titel: Finanzsystementwicklung und volkswirtschaftliche Wechselwirkungen

Diplomarbeit , 2006 , 112 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Johannes Thens (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hat die Finanzsystementwicklung große Bedeutung und seit Jahren werden Projekte in diesem Bereich durchgeführt. Zweck dieser Arbeit ist eine Annäherung an Wirkzusammenhänge und Handlungsfelder dieser Aktivitäten, wobei ein theoretischer und wirtschaftshistorischer Ansatz gewählt wurde. Es wird die Finanzsystementwicklung in einem Wirtschaftsraum und deren Wechselwirkungen auf die Realwirtschaft untersucht. Dies erfolgt zunächst in einer theoretischen Darstellung und wird dann anhand des historischen Ablaufs in Deutschland nachgezeichnet, mit dem Ziel allgemeingültige Zusammenhänge herauszuarbeiten.

Zunächst wird der Finanzsektor als solcher untersucht. Dafür werden die Theorien von Alexander GERSCHENKRON und Daniel VERDIER zur Herausbildung von Bank-Based und Market-Based Financial Systems herangezogen. Am Beispiel Deutschland werden dann beide Ansätze hinsichtlich ihres Beitrags zur Erklärung der Universalbanken-Entstehung im deutschen Bank-Based Financial System geprüft.

Anschließend wird der weitere, umfassendere Rahmen analysiert. Hier stehen die Wechselwirkungen des Finanzsystems von und auf die Gesamtwirtschaft im Mittelpunkt, mit dem Schwerpunkt auf dem volkswirtschaftlichen Wachstum. Dabei werden zunächst die volkswirtschaftlichen Funktionen des Finanzsystems dargelegt und die Wachstumswirkungen in ihren Mechanismen modellhaft erklärt. Hierbei wirkt sich das Finanzsystem sowohl auf die Kapitalakkumulation, als auch auf den technischen Fortschritt aus. Danach werden die Rahmenbedingungen für eine effiziente Funktionsfähigkeit des Systems diskutiert. Am Ende steht erneut der Vergleich mit den Gegebenheiten in Deutschlands historischer Entwicklung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. DAS FINANZSYSTEM IN DER VOLKSWIRTSCHAFT: EINE ABGRENZUNG DER FRAGESTELLUNG

2. DIE HERKUNFT NATIONAL UNTERSCHIEDLICHER FINANZSYSTEME: EINE DARSTELLUNG VON ERKLÄRUNGSANSÄTZEN

A. RÜCKSTÄNDIGKEIT ALS VORTEIL: DER KLASSISCHE ANSATZ VON GERSCHENKRON

B. STAATSEINGRIFFE VERHINDERN SPEZIALISIERUNG: DER POLITÖKONOMISCHE ANSATZ VON VERDIER

C. DIE VIELSCHICHTIGKEIT DER REALITÄT: DAS HISTORISCHE BEISPIEL DEUTSCHLAND

D. EIN UMFASSENDERER BETRACHTUNGSRAHMEN IST NOTWENDIG: ZWISCHENFAZIT UND WEITERES VORGEHEN

3. WECHSELWIRKUNGEN MIT DER REALWIRTSCHAFT: SYSTEMATISIERUNG DER BETRACHTUNG

A. DIE VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN FUNKTIONEN DES FINANZSYSTEMS: WACHSTUMSWIRKUNGEN DER FINANZINTERMEDIÄRE

B. EFFIZIENZBEDINGUNGEN FÜR DAS FINANZSYSTEM: VORRAUSSETZUNGEN FÜR EINE BESSERE FUNKTIONSERFÜLLUNG

C. DIE BESONDERHEITEN DER INDIVIDUELLEN ENTWICKLUNG: DAS HISTORISCHE BEISPIEL DEUTSCHLAND

4. DIE BEDEUTUNG DES FINANZSYSTEMS: SCHLUSSFOLGERUNGEN UND WEITERE HANDLUNGSFELDER

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Wirkzusammenhänge zwischen der Finanzsystementwicklung und der Realwirtschaft, wobei ein theoretischer sowie wirtschaftshistorischer Ansatz gewählt wird, um allgemeingültige Erkenntnisse abzuleiten.

  • Analyse national unterschiedlicher Finanzsysteme basierend auf den Theorien von Gerschenkron und Verdier.
  • Untersuchung der makroökonomischen Funktionen von Finanzsystemen und deren Wachstumswirkungen.
  • Historische Fallstudie zum Finanzsystem Deutschlands bis 1913.
  • Diskussion der Bedeutung von Rahmenbedingungen wie Rechtssystem, Kultur und politischen Faktoren für die Finanzsystemeffizienz.

Auszug aus dem Buch

A. RÜCKSTÄNDIGKEIT ALS VORTEIL: DER KLASSISCHE ANSATZ VON GERSCHENKRON

Finanzsysteme variieren zwischen zwei Ausprägungen, dem Bank-Based und dem Market-Based Financial System. In der Realität existiert immer eine Mischung aus beiden, jedoch in unterschiedlichen Abstufungen. In ihrer historischen Entwicklung werden England für ein Market-Based und Deutschland für ein Bank-Based Financial System als Vorreiter und Prototypen gewertet. Sie entstanden im 19. Jahrhundert und wurden entsprechend juristisch fixiert. Im Folgenden geht es um die Fragestellung, warum sich diese beiden Varianten ausgeprägt haben. Dazu wird zunächst die ältere und oft vertretene Theorie von GERSCHENKRON dargestellt und danach eine neuere, politökonomische Gegenthese von VERDIER erklärt.

Die ältere Theorie von GERSCHENKRON bezieht sich auf die Industrialisierung der europäischen Länder im 18. und 19. Jahrhundert. Sie besagt, dass Nachzügler in der Entwicklung zur Kompensation von strukturellen Defiziten im Vergleich zum Vorreiter England andere Entwicklungsinstrumente wählen mussten, unter anderem Universalbanken.

Der Grundgedanke der Theorie von GERSCHENKRON ist der Vorteil der Rückständigkeit. Das bedeutet, dass ein Land in einem Entwicklungsprozess von den entwickelteren Ländern lernen und profitieren kann und sich deswegen deutlich schneller entwickelt als diese. Die weiter entwickelten Länder sind für die relativ rückständigen Länder ein Vorbild, zum Beispiel hinsichtlich der Technik, welche die Nachzügler nachahmen. Ebenso sagt er aber auch, dass dies andere Produktionsprozesse und Organisationsstrukturen hervorbringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DAS FINANZSYSTEM IN DER VOLKSWIRTSCHAFT: EINE ABGRENZUNG DER FRAGESTELLUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Finanzsystementwicklung und deren Wechselwirkungen zur Realwirtschaft theoretisch und historisch anhand Deutschlands zu untersuchen.

2. DIE HERKUNFT NATIONAL UNTERSCHIEDLICHER FINANZSYSTEME: EINE DARSTELLUNG VON ERKLÄRUNGSANSÄTZEN: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Erklärungsansätze von Gerschenkron und Verdier zur Entwicklung national unterschiedlicher Finanzsysteme dar.

3. WECHSELWIRKUNGEN MIT DER REALWIRTSCHAFT: SYSTEMATISIERUNG DER BETRACHTUNG: Hier werden die volkswirtschaftlichen Funktionen des Finanzsystems systematisiert, die Effizienzbedingungen analysiert und die historische Entwicklung Deutschlands in diesem Kontext betrachtet.

4. DIE BEDEUTUNG DES FINANZSYSTEMS: SCHLUSSFOLGERUNGEN UND WEITERE HANDLUNGSFELDER: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die empirische Datenlage und diskutiert entwicklungspolitische Implikationen.

Schlüsselwörter

Finanzsystem, Universalbanken, Realwirtschaft, Wirtschaftswachstum, Gerschenkron, Verdier, Kapitalallokation, Bank-Based, Market-Based, Mikrofinanz, Industrialisierung, Finanzintermediäre, Kapitalmarkt, Institutioneller Wandel, Finanzsystementwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wirkzusammenhänge zwischen Finanzsystemen und der Realwirtschaft sowie die historische Entwicklung von Finanzsystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung von Bank-Based und Market-Based Financial Systems, die volkswirtschaftlichen Funktionen von Finanzintermediären und die Bedeutung institutioneller Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, allgemeingültige Zusammenhänge der Finanzsystementwicklung herauszuarbeiten, indem theoretische Ansätze mit dem historischen Verlauf in Deutschland verglichen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer und wirtschaftshistorischer Ansatz verfolgt, der durch eine literaturbasierte Analyse und die Auswertung historischer Daten gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Theorien zur Finanzsystementwicklung, systematisiert die Funktionen des Finanzsektors und analysiert deren Effizienz sowie die historischen Gegebenheiten in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Finanzsystementwicklung, Universalbanken, Kapitalallokation, Wirtschaftswachstum und institutioneller Wandel.

Welche Rolle spielen Mikrofinanzinstitutionen in der Argumentation?

Laut Verdier sind sie ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Bank-Based Financial Systems, besonders in dezentral organisierten Staaten, da sie eine regionale Finanzversorgung sicherstellen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zum "Bank-Based" vs. "Market-Based" System?

Der Autor schlussfolgert, dass die Erfüllung der Finanzsystemfunktionen wichtiger ist als die spezifische Ausgestaltung des Systems und beide Formen für die Entwicklung relevant sind.

Ende der Leseprobe aus 112 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Finanzsystementwicklung und volkswirtschaftliche Wechselwirkungen
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Johannes Thens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
112
Katalognummer
V90005
ISBN (eBook)
9783638038713
ISBN (Buch)
9783638935678
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzsystementwicklung Wechselwirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Thens (Autor:in), 2006, Finanzsystementwicklung und volkswirtschaftliche Wechselwirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90005
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