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Die bildliche Darstellung der Afrikamission in den Karikaturen des "Kladderadatsch" und "Simplicissimus"

Titre: Die bildliche Darstellung der Afrikamission in den Karikaturen des "Kladderadatsch" und "Simplicissimus"

Dossier / Travail de Séminaire , 2019 , 27 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Lisa Krack (Auteur)

Histoire - Afrique
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Diese Arbeit befasst sich mit der Karikatur als historische Quelle und analysiert die bildgestaltenden und humoristischen Mittel, die von den Zeichnern eingesetzt werden, um beim Betrachter unterschiedliche Reaktionen auszulösen. Analysiert wird der historische Kontext, in dem die Karikaturen entstanden sind, sowie ihre Botschaft, die sie der zeitgenössischen Gesellschaft zu vermitteln versuchen. Die Karikatur setzte sich in Deutschland, angesichts der Zensurvorschriften des Vormärz bis 1848, erst im Verlaufe des 19. Jahrhunderts durch. Die Anfänge der Karikatur sind allerdings im Italien des 17. Jahrhunderts zu vermerken. Studien zu Karikaturen als historische Quelle lassen sich erst seit den 1980er Jahren auffinden, da das Interesse von Historikern und Forschern verwandter Fachdisziplinen in Deutschland erst seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert besteht. Besonders die Arbeiten des deutschen Historikers Ebert Demm zu Karikaturen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs gelten als wegweisend für die historische Nutzung von Karikaturen als Quellen.

In der bildorientierten Mediengesellschaft des 21. Jahrhunderts zeichnen sich Bilder vor allem durch ihre Allgegenwart aus. Auch das geschichtswissenschaftliche Interesse und die Beschäftigung mit Bildern als historische Quellen hat sich intensiviert und sich im Laufe der Jahrzehnte einem Wandel unterzogen. Bildern wurde lange Zeit nicht der gleiche Status der historischen Quelle zugeschrieben, wie es bei den meisten schriftlichen der Fall ist, da sie unter anderem für ihren mangelnden Quellenwert kritisiert wurden. Außerdem wurde dem Medium Bild vorgeworfen, dass es sich eher für die Illustration und weniger für die Rekonstruktion von Vergangenheit eigne. Mittlerweile haben sich Bilder in der Geschichtswissenschaft als anerkannte Quelle und Gegenstand historischer Erkenntnis etabliert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilder als Quelle

3. Die Karikatur

4. Die satirischen Zeitschriften im 19. Jahrhundert

4.1. Der „Kladderadatsch“ (1848-1944)

4.2. Der „Simplicissimus“ (1896-1944)

5. Mission und Kolonialismus im 19. Jahrhundert

6. Mission und Kolonialismus im „Kladderadatsch“ und „Simplicissimus“

7. Quellenanalyse

7.1. Karikatur 1 „Mission in Afrika“ („Kladderadatsch“)

7.2. Karikatur 2: „Moderne Apostel“ („Simplicissimus“)

7.3. Karikatur 3: „Die Entstehung der Kolonien“ („Simplicissimus“)

8. Fazit

9. Bibliografie

9.1. Quellenverzeichnis

9.2. Literaturverzeichnis

9.3. Internetseiten

10. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung der Afrikamission in bedeutenden satirischen Zeitschriften des 19. Jahrhunderts, namentlich dem „Kladderadatsch“ und dem „Simplicissimus“, um die Intention der Karikaturisten sowie die Vermittlung kolonialer und missionarischer Inhalte an die zeitgenössische Leserschaft zu analysieren.

  • Die Entwicklung und Bedeutung der Karikatur als historische Quelle.
  • Die Rolle der satirischen Presse als Ventil für sozialen Wandel und politisches Ausdrucksmittel.
  • Die enge Verflechtung von christlicher Mission und kolonialem Machtstreben.
  • Die Analyse spezifischer Karikaturen als Instrument der Kritik an kolonialen Praktiken.

Auszug aus dem Buch

7.1. Karikatur 1 „Mission in Afrika“ („Kladderadatsch“)

Bei der ersten ausgewählten Karikatur handelt es sich um eine dreiteilige Zeichnung, die den Titel „Mission in Afrika“ trägt. Beim Bildautor handelt es sich um den deutschen Karikaturisten, Illustrator und Zeichner Franz Jüttner (1865-1926), der Mitarbeiter des „Kladderadatsch“ und der „Lustigen Blätter“ war. Das exakte Entstehungsdatum der Karikatur ist nicht bekannt. Veröffentlicht wurde die vorliegende Karikatur allerdings am 17. Februar 1889 im Heft Nummer 7/8 des 42. Jahrgangs des „Kladderadatsch“. Beim Ort der Veröffentlichung handelt es sich um den Standort der Redaktion des politischen Witzblatts, die preußische Hauptstadt Berlin.

Die „Mission in Afrika“-Karikatur stellt eine Streitsituation zwischen zwei Personen dar, in deren Mittelpunkt sich ein dritter Protagonist befindet. Sie ist in drei, situativ zusammenhängende Bildabschnitte eingeteilt, die die jeweilige Entwicklung der Lage veranschaulichen. Das Betrachten der Karikatur muss, um die vom Karikaturisten beabsichtigte Chronologie zu berücksichtigen, von oben nach unten verlaufen. In der ersten Szene werden drei Persönlichkeiten dargestellt, deren Beziehung zueinander auf den ersten Blick schwer zu deuten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Karikatur als historische Quelle und Hinführung zur Fragestellung der Arbeit.

2. Bilder als Quelle: Darstellung der historiografischen Bedeutung von Bildern und der Entwicklung des Forschungsfeldes „Visual History“.

3. Die Karikatur: Definition der Karikatur als kritische Graphik und Erläuterung ihrer Funktion als Instrument politischer und gesellschaftlicher Einflussnahme.

4. Die satirischen Zeitschriften im 19. Jahrhundert: Analyse des Einflusses der Presse auf die öffentliche Meinung und Vorstellung der Zeitschriften „Kladderadatsch“ und „Simplicissimus“.

5. Mission und Kolonialismus im 19. Jahrhundert: Erläuterung der Verbindung zwischen kolonialer Landnahme und christlicher Missionsarbeit.

6. Mission und Kolonialismus im „Kladderadatsch“ und „Simplicissimus“: Einführung in die spezifische Art der satirischen Auseinandersetzung dieser Zeitschriften mit dem Thema Kolonialismus.

7. Quellenanalyse: Detaillierte Untersuchung und Interpretation der drei ausgewählten Karikaturen „Mission in Afrika“, „Moderne Apostel“ und „Die Entstehung der Kolonien“.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Ausblick auf weiterführende Forschungsmöglichkeiten.

9. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Quellen, Literatur und Internetseiten.

10. Anhang: Bereitstellung der Bildbelege der analysierten Karikaturen.

Schlüsselwörter

Karikatur, Kladderadatsch, Simplicissimus, Kolonialismus, Mission, Afrika, Visuelle Geschichte, Satire, Pressefreiheit, Deutschland, 19. Jahrhundert, Bildquelle, Kulturüberlegenheit, Branntweinhandel, Propaganda

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche satirische Zeitschriften im 19. und frühen 20. Jahrhundert mittels Karikaturen die Verflechtung von christlicher Mission und deutschem Kolonialismus in Afrika thematisierten und kritisierten.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Karikatur als historische Quelle, der Rolle der satirischen Presse im 19. Jahrhundert sowie der historischen Analyse von Machtverhältnissen im Kontext des Kolonialismus.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Intention der Karikaturisten nachzuvollziehen und zu verstehen, mit welchen bildgestaltenden und humoristischen Mitteln sie die zeitgenössische Leserschaft über die Missstände der Afrikamission und des Kolonialismus aufklärten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methodik der „Visual History“, um Karikaturen sowohl als historische Quellen als auch als eigenständige Gegenstände der Forschung zu interpretieren und in ihren historischen Kontext einzubetten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Vorstellung der satirischen Journale, der historischen Einordnung von Mission und Kolonialismus sowie der detaillierten quellenanalytischen Untersuchung von drei spezifischen Karikaturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Karikatur, Kolonialismus, Mission, Visuelle Geschichte, Satire, Kladderadatsch und Simplicissimus.

Inwiefern unterscheiden sich die Zeitschriften in ihrer Herangehensweise?

Während der „Kladderadatsch“ für seinen intellektuellen Berliner Stil bekannt war, zeichnete sich der „Simplicissimus“ durch eine direktere, oft provokantere und stärker an ein Massenpublikum gerichtete satirische Bildsprache aus.

Welche Rolle spielte der Branntweinhandel in den Karikaturen?

Der Branntweinhandel wurde als lukratives, aber verheerendes Geschäft des Kolonialstaats dargestellt, das die afrikanische Bevölkerung schädigte und als Vorwand für koloniale Gewaltmaßnahmen diente.

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Résumé des informations

Titre
Die bildliche Darstellung der Afrikamission in den Karikaturen des "Kladderadatsch" und "Simplicissimus"
Université
University of Trier
Cours
Mission und Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert
Note
1.7
Auteur
Lisa Krack (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
27
N° de catalogue
V900343
ISBN (ebook)
9783346185259
ISBN (Livre)
9783346185266
Langue
allemand
mots-clé
Mission Missionar Missionarsarbeit Karikatur Karikaturen Afrikamission Quellenanalyse pictorial turn visual turn visual history Kladderadatsch Simplicissimus Satire Kolonialimus Christianisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Krack (Auteur), 2019, Die bildliche Darstellung der Afrikamission in den Karikaturen des "Kladderadatsch" und "Simplicissimus", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900343
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Extrait de  27  pages
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