Im Hinblick auf die große Bandbreite an motivationspsychologischer Literatur gibt es keine eindeutige und allgemeingültige Definition für Motivation. Die für den Motivationsbereich wichtigste Unterscheidung ist die der intrinsischen und extrinsischen Motivation. Man spricht von intrinsischer Motivation, wenn ein bestimmtes Handlungsergebnis um seiner selbst willen angestrebt wird, d. h. das zum gewünschten Ergebnis führende Verhalten wird gezeigt, ohne daß damit etwas anderes bezweckt wird. Die Belohnung und Befriedigung liegt bei der intrinsischen Motivation in der Arbeit selbst. Extrinsische Motivation dagegen bedeutet, daß ein bestimmtes Verhalten um der Konsequenzen wegen gezeigt wird, d.h. äußere Belohnungen, wie zum Beispiel Geld, Macht oder Sicherheit gelten als motivierende Anreize. Mit Hilfe von Motivationsmodellen soll die Verbindung und das Zusammenwirken von Bedürfnissen, Motivation, und Arbeitszufriedenheit erklärt werden, um daraus ein in der betrieblichen Praxis umsetzbares Motivationskonzept zu entwickeln. Aufgrund der teilweise widersprüchlichen Interessen und Zielsetzungen lassen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Motivationsmodellen erkennen.
Inhaltsverzeichnis
- Motivation
- Begriff
- Wichtige Motivationsmodelle
- Modell des Scientific Management
- Human-Relations-Konzept
- Maslows Bedürfnispyramide
- Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie
- Bedeutung der Motivation in der heutigen Zeit
- Gesellschaftlicher Wertewandel
- Wettbewerbssituation
- Instrumente der Mitarbeitermotivation
- Führungsstil
- Kontinuum der Führungsstile
- Motivationale Führung
- Arbeitsbedingungen
- Arbeitsplatzgestaltung
- Arbeitsstrukturierung
- Unternehmenskultur
- Kommunikation und Information
- Betriebsklima und Konfliktmanagement
- Materielle Anreize
- Führungsstil
- Unternehmensbeispiel AUDI - Motivation am Fließband
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema der Mitarbeitermotivation und untersucht, wie diese zum Unternehmenserfolg beitragen kann. Sie beleuchtet verschiedene Motivationsmodelle und analysiert deren Relevanz für die heutige Zeit. Die Arbeit betrachtet außerdem die wichtigsten Instrumente der Mitarbeitermotivation, wie Führungsstil, Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur und materielle Anreize.
- Definition und Bedeutung der Motivation
- Analyse verschiedener Motivationsmodelle
- Wichtige Instrumente der Mitarbeitermotivation
- Der Einfluss der Motivation auf den Unternehmenserfolg
- Ein praktisches Unternehmensbeispiel
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel definiert den Begriff der Motivation und stellt verschiedene Modelle vor, die das Zusammenspiel von Bedürfnissen, Motivation und Arbeitszufriedenheit erklären. Hierbei werden sowohl klassische Modelle wie das Scientific Management und das Human-Relations-Konzept als auch neuere Ansätze wie die Bedürfnispyramide von Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg betrachtet. Das Kapitel diskutiert auch die Bedeutung der Motivation in der heutigen Zeit, insbesondere im Kontext des gesellschaftlichen Wertewandels und der zunehmenden Wettbewerbssituation.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Instrumenten der Mitarbeitermotivation. Es analysiert verschiedene Führungsstile und deren Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter. Außerdem werden die Bedeutung von Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur, Kommunikation und Information sowie Betriebsklima und Konfliktmanagement für die Mitarbeitermotivation erörtert.
Das dritte Kapitel beleuchtet das Unternehmen AUDI als Beispiel für die Anwendung von Motivationsstrategien in der Praxis. Es untersucht die Motivation der Mitarbeiter am Fließband und analysiert die Faktoren, die zur Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter beitragen.
Schlüsselwörter
Mitarbeitermotivation, Motivationsmodelle, Scientific Management, Human-Relations-Konzept, Bedürfnispyramide, Zwei-Faktoren-Theorie, Führungsstil, Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur, Kommunikation, Betriebsklima, materielle Anreize, Unternehmenserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation?
Intrinsische Motivation kommt aus der Arbeit selbst (Freude am Tun), während extrinsische Motivation durch äußere Anreize wie Geld, Macht oder Sicherheit entsteht.
Was besagt Maslows Bedürfnispyramide?
Sie hierarchisiert menschliche Bedürfnisse von physiologischen Grundbedürfnissen über Sicherheit und soziale Kontakte bis hin zur Selbstverwirklichung.
Wie funktioniert Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie?
Herzberg unterscheidet zwischen Hygienefaktoren (verhindern Unzufriedenheit, z.B. Gehalt) und Motivatoren (erzeugen echte Zufriedenheit, z.B. Anerkennung, Verantwortung).
Welchen Einfluss hat der Führungsstil auf die Motivation?
Ein kooperativer oder motivationaler Führungsstil fördert die Eigenverantwortung und Arbeitszufriedenheit stärker als ein autoritärer Stil.
Was zeigt das Beispiel AUDI zum Thema Motivation?
Das Beispiel analysiert, wie selbst bei repetitiver Arbeit am Fließband durch gezielte Anreize und Arbeitsbedingungen die Leistungsbereitschaft erhalten werden kann.
Warum ist Motivation heute wichtiger als früher?
Aufgrund des gesellschaftlichen Wertewandels und des harten Wettbewerbs ist die Motivation der Mitarbeiter ein entscheidender Faktor für die Innovationskraft und den Unternehmenserfolg.
- Quote paper
- Katrin Jung (Author), 2000, Mitarbeitermotivation. Der Schlüssel zum Unternehmenserfolg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9006