Xenophobie und Migration in Post-Apartheid-Südafrika

Inwiefern ist das xenophobische Verhalten gegenüber afrikanischen Migranten aus dem Apartheidsystem gewachsen?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

23 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung

II Historischer Kontext
11.1 Das Apartheidsystem: soziale, politische und wirtschaftliche Auswirkungen
11.2 Das Migrationssystem vor 1994

III Südafrika nach 1994
111.1 Auswirkung der Apartheid auf das neue Südafrika
111.2 Auswirkung der Apartheid auf das Migrationssystem in post-Apartheid Südaf-rika
111.3 Ursache der Xenophobie in post-Apartheid Südafrika?
111.3.1 Theorien der Fremdenfeindlichkeit
111.3.2 Xenophobie, ein Resultat der Apartheid?

IV. Schluss

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einführung

Seit dem Ende des Apartheidsystems Südafrikas nehmen in der erst 1994 übernommenen De-mokratie xenophobische Einstellungen gegenüber Migranten afrikanischen Ursprungs bedenk-liche Ausmaße an, und nicht selten kommt es zu gewalttätigen Übergriffen auf diese Minder-heit (s. 2. Transkript). Die jüngsten Aufstände im September 2019 zeigten wie grausam die Ablehnung von Migranten seitens der Einheimischen ist. Der Begriff Xenophobie umfasst ne­gative soziale Vorurteile und Praktiken, die Einwanderer, Geflüchtete und Migranten diskri-minieren (Rydgren 2004). Die xenophobische Einstellung in Südafrika hat sich im Verlauf der Jahre nicht verändert; bereits in den Jahren 2005 und 2008 wurden Migranten angriffen. Einige dieser Vorfälle gelangen in die Aufmerksamkeit der Medien und Behörden, aber die meisten bleiben unsichtbar und unbemerkt.

William Gumede (2015, In: The Guardian) behauptet, die Ursachen der Gewaltkultur lägen in der Gewalt des Kolonialismus und der Apartheid - und die Gegengewalt der unterdrückten Völker sei die Antwort darauf. In dieser Hinsicht soll in dieser Arbeit zunächst untersucht wer-den, wie das Apartheidsystem strukturiert wurde (Kap. II.1), um das Migrationssystem wäh-rend der Apartheid zu beleuchten (Kap. II.2). Es soll herausgearbeitet werden, wie unter ande-rem die von Gumede erwähnte Gewalt im Migrationssystem unter der Apartheid manifestierten (Kap. II.2). Des Weiteren soll die Gegengewalt im heutigen Migrationssystem Südafrikas un-tersucht werden (Kap. III). Aus den herausgearbeiteten Erkenntnissen werden Zusammen-hänge aus den Folgen des Apartheidsystems zu xenophobischen Aufständen nach der Apart­heid hergestellt (Kap. III.3). Entsprechend widmet sich diese Arbeit der Frage: Inwiefern ist das xenophobische Verhalten gegenüber afrikanischen Migranten aus dem Apartheidsystem gewachsen?

Einige Sozialwissenschaftler, wie Jonathan Crush und Vincent Williams (2007), haben sich bereits der Frage des Systemwechsels nach der Apartheid in Bezug auf das Migrationssystem in Südafrika gewidmet. Darüber hinaus sollen südafrikanische Online Artikel, die sich ausgie-big mit den xenophobischen Ausbrüchen befasst haben als mögliche Analysenmaterial ver-wendet werden. Zwei Interviews wurden mit einem Migranten äthiopischen Ursprungs und mit einem südafrikanischen Einheimischen geführt. Die Analysen beider Interviews sollen einige aufgestellten Annahmen untersucht werden, sowie auch Statistiken.

II. Historischer Kontext

II.1 Das Apartheidsystem: soziale, politische und wirtschaftliche Auswirkung

Bereits vor 1948 war Südafrika von europäischen Kolonialmächten besetzt. Als die Nationa-listische Partei (NP), eine Weiße Partei, 1948 mithilfe der Weißen Minderheit an die Macht gewählt wurde, stand in ihrer Agenda, ein System zu etablieren, welches die Weiße Bevölke-rung in jeder Hinsicht bevorzugen würde. Dieses System war die Apartheid. Apartheid per Definition ist die Trennung aufgrund von Hautfarbe. Dieser Definition zufolge war die Schwarze Bevölkerung, die zuvor bereits von den Kolonialherren unterdrückt wurden - wenn auch nicht unbedingt strukturell offensichtlich - niedergestellt. Das noch nicht Offensichtliche wurde dann ab 1948 zu einem offensichtlichen System. Ausgehend von dieser Struktur waren das soziale, politische und auch wirtschaftliche System aufgebaut. In jedem dieser Systeme dominierte die „Weiße Macht“; welche auch als „white Afrikaner nationalism“ bezeichnet wird. (vgl. South African History: 2011)

Auf der sozialen Ebene war die Apartheid in folgender Hinsicht sichtbar: Das Apartheid Sys­tem sorgte zunächst dafür, dass die verschiedenen Gruppen der Gesellschaft in unterschiedli-chen Orten aufwuchsen und sich entwickelten. Es stand zwar niedergeschrieben, dass das Sys­tem gleiche Entwicklung und die Freiheit zum kulturellen Ausdruck ermöglichen würde, je-doch zielte ihre Ausführung auf etwas Anderes hin. Es wurde zwischen vier Kategorien von Gruppen unterschieden: White, Natives (die einheimischen Südafrikaner), Indians und Colou­red People. Jeder Gruppe wurde ein eigenes Gebiet zugeteilt. Die Schwarzen Südafrikaner wurden in sogenannte Homelands, überwiegend rurale Gebiete, zu geteilt. Die gleichberech-tigte Entwicklung und Freiheit zum kulturellen Ausdruck, worauf das Apartheidsystem eigent-lich abzielen sollte, war offensichtlich nur für die Weiße Gruppe gedacht. Denn nur die Weiße Bevölkerung erlang Zugang zu bestimmten Bereichen wie zum Beispiel: zum Gesundheitssys-tem oder zur Bildung. Die nicht-Weiße Bevölkerung hatte demnach nicht die Möglichkeit, sich zu entfalten. In der Diskriminierung gab es sogar auch eine Diskriminierung; also die Diskri-minierung der Diskriminierung. Aus dieser Logik geht hervor, dass Schwarze, also die eigent-lichen Natives, auch unter den Benachteiligten (Indians und „Coulored“) diskriminiert wurden. Den Indian und Coulored erlaubte man noch den Zugang zu Weißen Schulen, den Schwarzen nicht. So wurde beispielsweise der Bantu Education Act von 1953 für Schwarzen legalisiert. Aus ihm ging hervor, welche Art von Bildung die Schwarze Bevölkerung erhalten durfte. Sie sollte für das Leben der Arbeiterklasse vorbereitet werden. Bis 1959 sah man für sie keine universitäre Karriere vor. Wenn nach 1959 einige Universitäten für sie gebaut wurden, waren diese oft nicht so gut ausgestattet wie die Universitäten der Weißen Gesellschaftsgruppe. Zu-dem konnte sich nicht jeder die Kosten der Universität leisten. Folglich entstand eine erweiterte Diskriminierung auch innerhalb der Schwarzen Gesellschaftsgruppe; also die Diskriminierung der Diskriminierung der Diskriminierung. (vgl. South African History: 2015)

Das System griff außerdem sehr stark in die Privatsphäre der Menschen ein. Freundschaften und sogar auch Ehen zwischen Weißen und nicht-Weißen Menschen wurden streng untersagt und überdies war ein solches Begehen strafbar. Das heißt, Liebe wurde von der Apartheidre-gierung systematisch kontrolliert. In dem Sozialkonzept der Apartheidregierung blieb folglich die nicht-Weiße Gruppe unberücksichtigt, vor allem die Schwarze Bevölkerung. Denn sie gal-ten als Menschen niedrigen Grades. Dabei machte die nicht-Weiße Bevölkerung die Mehrheit der Gesellschaft aus. (vgl. South African History: 2016)

Ist das soziale System auf Trennung basiert, so ist sie eine Machenschaft des politischen Sys­tems. Demnach war das politische System das größte Instrument des Apartheidsystems. Be-gründet wurde es mit der Auffassung einer Weißen Überlegenheit, wobei diese Überlegenheit heute als Angst analysiert wird. Das politische Apartheidsystem ist nämlich erst dann entstan-den, als man glaubte, die Weiße Vormachtstellung geriete in seinen Abgrund. Es war nämlich nach dem zweiten Weltkrieg. Robin DiAngelo (2018) würde diese Angst vor dem Verlust der Weißen Überlegenheit als „White Fragility“, was so viel wie „Weiße Zerbrechlichkeit“ bedeu-tet, bezeichnen. Entsprechend war das politische Apartheidsystem aus der Zerbrechlichkeit der Weißen Zerbrechlichkeit entstanden. Denn vor der Apartheid war die westliche Macht in Süd-afrika bereits präsent durch den Kolonialismus, jedoch gewann der Kolonialherr noch nicht die vollkommene Macht über das Verwaltungssystem. Dies konnte, wie in der Einführung er-wähnt, nur durch die Wahl der Nationalist Party, die von der Weißen Bevölkerung gewählt wurde, erfolgen. Das politische System sollte die Weiße Sprache (Afrikaans), Kultur und Chan-cen politisch koordinieren und vor dem Aussterben bewahren. Hierfür wurden zahlreiche Ge-setze verabschiedet. Eines davon zielte, wie bereits erwähnt, auf Ehe ab. Dieses Gesetz hieß: Prohibition of Mixed Marriages. Es wurde 1949 etabliert. Außerdem versuchte die Apartheid-regierung, die Weiße Überlegenheit auch durch das Gesetz des Separate Representation of Voters Act wie folgt zu stabilisieren:

Mit diesem Gesetz sollten in der Kapprovinz farbige, männliche Südafrikaner auf einer eigenen (separaten) Wählerliste eingetragen werden, wobei sie im Falle einer Wahl nur für weiße Vertreter votierten konnten, die dann als Vermittler zwischen ihrer Bevölkerungs-gruppe und den Regierungsstellen handeln sollten. (Wikipedia)

Das Politische System sorgte grundsätzlich für die Stabilisierung des Apartheidsystems, die nicht ohne Folgen auch für das wirtschaftliche Leben der unterschiedlichen Gesellschaftsgrup-pen blieb. Während das politische Apartheidsystem den sozialen Raum definierte, war die Aus-wirkung des rassistisch geprägten Systems auch wirtschaftlich sichtbar. Aufgrund der schlech-ten Bildung oder gar des eigeschränkten Zugangs zur Bildung war die nicht-Weiße Bevölke-rung deutlich ärmer gestellt als die Weiße Bevölkerung. Hinzu kamen die strengen Regelun-gen, die den Zugang zum Arbeitsmarkt für Schwarze Südafrikaner erschwerte.

Die Goldmine war ein starker wirtschaftlicher Sektor, der nach ihrer Entdeckung im 19. Jahr-hundert, bis heute noch, eine große gewinnbringende Quelle für Südafrika ist. Ihre Entdeckung ist jedoch ein zusätzliches Indiz darauf, dass die rassistische Trennung sich bereits vor 1948 kristallisierte und dass sie außerdem von der Angst der Weißen Unterlegung motiviert war. Schwarze Südafrikaner wurden systematisch benachteiligt aus Angst, dass die Weißen nicht mehr eingestellt werden in der Minenarbeit, weil sie weniger erfolgreich waren als die Schwar-zen. Diese Angst vor dem Verlust ihrer Arbeitsstellen und folglich der wirtschlichen Souverä-nität führte außerdem dazu, dass neue Regelungen, die die Schwarzen benachteiligen würden, eingeführt wurden. Unter der britischen Kolonialherrschaft wurde das Gesetz des Passes ver-abschiedet. Aus ihm ging hervor, dass nicht-Weiße Menschen kein Recht über einer perma-nenten Bleibe in der Nähe des Arbeitsplatzes verfügen dürfen. Neben dieser Regelung durften sie außerdem nicht ohne den sogenannten Government Passport reisen. Zudem wurden ihnen untersagt, mit ihren Familien zum Arbeitsort zu ziehen. Infolgedessen mussten die schwarzen Minenarbeiter über mehreren Monaten hinweg von ihren Familien getrennt leben. (vgl. Hazlett: 1988)

Hazlett (1988) merkt beispielsweise in seinem Essay an, dass erst mit den ersten Arbeitslosig-keitsfällen die Nationalist Party aufgestiegen ist und dies hatte letztendendes zur Wahl der Nationalist Party geführt. Sie sollte mit ihrer Politik ein System der getrennten Entwicklung etablieren; das Apartheidsystem. Bildung wurde deshalb zum Hauptinstrument des Apartheid-systems. Denn, wie bereits aufgeführt, hatten die Schwarzen Südafrikaner keinen guten Zugang zur Bildung. Dies hatte schlussendlich unbestreitbare Auswirkung auf den wirtschaftlichen Aufstieg der Schwarzen Bevölkerung, da sie als weniger akademisch gebildet waren. Und noch heute nach der Apartheid hat dies, wie noch vorgestellt wird, erhebliche Folgen auf die südaf-rikanische Gesellschaft.

II.2 Das Migrationssystem vor 1994

Das Apartheidsystem blieb nicht ohne Wirkung auf das Migrationssystem in Südafrika. Doch auch in diesem System war das Muster der Apartheid wiederauffindbar. Die Entdeckung der Goldmine 1901 war ein wichtiger Pull-Faktor, der nicht nur Migranten aus den Nachbarstaaten, wie Simbabwe, Mozambik oder Lesotho anzog, sondern auch aus Europa und Asien (z.B. China und Indien) migrierten Arbeiter, um in der Goldmine zu arbeiten. Die Migration verlief unter einem Rekrutierungssystem. Während Migranten aus den Nachbarstaaten bereits 1901 von der Witwatersrand Native Labor Association (WNLA)1 rekrutiert wurden, begann die ko-loniale Regierung erst 1912, Schwarze Südafrikaner für die Minenarbeit einzustellen. Diese wurden von der Native Recruiting Corporation (NRC2 ) rekrutiert; eine gesonderte Rekrutie-rungsagentur als bei den anderen afrikanischen Ländern. Es bedeutete natürlich auch, dass die Arbeitsplätze dadurch geringer wurden, aufgrund der hohen Migrationsrate. Um dies noch stär-ker zu regulieren, trat unter anderem die bereits erwähnte Passregelung 1913 in Wirkung. Da-bei sollten im Vorherein nur die Schwarzen Arbeiter reguliert werden. Obwohl Hazlett (1988) diese Regelung mit der Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg der Weißen Bevölkerung be-gründet, lässt sich diese aber auch als weicher Abschreckmechanismus bzw. Restriktionsme-chanismus gegen Migration deuten. Denn mit dieser Passregelung versuchte man, die Migra-tionsbewegung sowohl von den Schwarzen Südafrikanern als auch von den anderen Schwarzen Afrikanern einzuschränken. Außerdem wurde dafür gesorgt, dass sie sehr geringfügig entlohnt wurden, dies sollte letztlich zur Demotivation der schwarzen Arbeiter führen. (Schauwindhold: 2015)

Mit hinzu kam 1970 der wirtschaftliche Abstieg der Mine. Dieser Abstieg führte zu einer hohen Arbeitslosenquote. Verschont wurden einzelne Weißen Beschäftigten, so dass die auch in der Apartheid weitergeführte Restriktionspolitik noch mehr verstärkt wurde. Es wurden nun nicht mehr Arbeiter aus den anderen afrikanischen Ländern rekrutiert, sondern nur die Schwarzen Südafrikaner in den Homelands wurden rekrutiert und ausgebeutet. Aber aus der noch strikte-ren Restriktionspolitik ging hervor, dass mehr als 2,7 Mio. Schwarzen zurück in die Homelands gezwungen wurden. Das heißt, nicht nur Schwarze Südafrikaner kamen nun in den Homelands unter, sondern auch aus anderen afrikanischen Ländern stammende Menschen. Diese Home­lands wurden dann als „quasi-unabhängige“ Staaten erklärt. Man könnte meinen, dass die Rekrutierungsagentur für Arbeitsmigranten Einheimische Rekrutierungsgesellschaft konstruierten „quasi-unabhängigen“ Staaten zur Freiheit der Schwarzen Südafrikaner führen würde. Das Gegenteil war der Fall. Die Schwarze Bevölkerung verlor ihren Wohnsitz und bür-gerliche Rechte. Das resultierte letztlich zur Entfremdung des Seins und der Enteignung des Gehabens im eignen Land. Sie konnten also nicht mehr aus den ihnen zugeteilten Homelands, die unfruchtbar waren, migrieren. Es erforderte eine Einreiseerlaubnis. Denn sie wohnten an-geblich in ihrem eigenen „Land“ und benötigten eine Genehmigung zur Einreise in das „Land“ der Weißen Südafrikaner, welches sich im selben Land befand (vgl. Schauwindhold: 2015).

1991 wurde erneut eine neue Regelung zur Verwaltung des Migrationsflusses eingeführt. Sie ging aus der sogenannten Aliens Control Act von 1991 hervor. Damit wurde die „two-gates-policy“ verstärkt, die eben klar zwischen Schwarz und Weiß diskriminierte. Dabei wurden Weiße Migranten nach wie vor bevorzugt, vor allem nach dem Zusammenbruch des Kolonial-systems in den anderen afrikanischen Ländern in den 60er und 70er Jahren. Schwarze Migran-ten, deren Länder aufgrund des Zusammenbruchs des Kolonialsystems in Bürgerkrieg ausge-brochen waren, wurden wiederum ungern aufgenommen. Falls sie aufgenommen wurden, ver-legte man sie in die Homelands, wo keine Aufstiegschancen vorhanden waren. So wurde ver-sucht, auch im Migrationssystem die Struktur der Apartheid weiterhin zu stabilisieren. (Peis-ker: 2015)

III. Südafrika nach 1994

III.1 Auswirkung der Apartheid auf das neue Südafrika

1994 brach das Apartheidsystem schließlich zusammen. Nach der Abschaffung dieses Un-rechtssystems hätte man glauben können, dass sich die sozialen, politischen und wirtschaftli-chen Strukturen in Südafrika verändern würden. Dies war jedoch nicht der Fall. Die beschrie-bene Diskriminierung und sozialen Unterschiede zwischen den Schwarzen und Weißen Bevöl-kerungsgruppen bestehen weiter fort. Sie manifestieren sich heute zwar nicht unbedingt poli-tisch, aber sehr stark noch wirtschaftlich. So hat die Weiße Bevölkerung nach wie vor die weit-aus besser bezahlten Jobs und ist kaum in der Arbeitslosenquote repräsentiert, während die Schwarze Bevölkerung vor allem im Niedrigsektor arbeiten muss und sehr stark von Arbeits-losigkeit betroffen ist. Grund für dieses Phänomen wird im Zusammenhang mit M1 und dem Interview mit einem Schwarzen Südafrikanern (s. Anhang) erklärt. Im Jahr 2019 lag die Ar-beitslosenquote bei Schwarzen Südafrikanern bei rund 46,6 Prozent. Für das Jahr 2024 wird sogar einen Anstieg der Arbeitslosenquote in Südafrika auf rund 29,1 Prozent prognostiziert, entsprechend wird dies auch auf die Schwarze Bevölkerung auswirken. Dabei muss erwähnt werden, dass die aufgeführten Arbeitslosenquoten nur den Anteil der registrierten Arbeitslosen an allen potenziellen Arbeitnehmern, die für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, angeben. Die echte Arbeitslosenquote könnte also noch einmal um Einiges höher sein. (Webster: 2015, In: Businesstech)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

M1. Zusammensetzung der Beschäftigung nach Qualifikationswerten (Quelle: Webster, In: Businesstech, 2015)

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Details

Titel
Xenophobie und Migration in Post-Apartheid-Südafrika
Untertitel
Inwiefern ist das xenophobische Verhalten gegenüber afrikanischen Migranten aus dem Apartheidsystem gewachsen?
Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,0
Jahr
2020
Seiten
23
Katalognummer
V901364
ISBN (eBook)
9783346194800
ISBN (Buch)
9783346194817
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration, Südafrika, Apartheid, Zenophobie, Fremdenfeindlichkeit
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Xenophobie und Migration in Post-Apartheid-Südafrika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901364

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