Das Primärziel dieser Hausarbeit ist die Beantwortung der Forschungsfrage: "Inwieweit eignen sich die Konzepte der Unternehmenskultur von Schein, Hatch, Hall sowie Peters und Waterman für die Anwendung in der Praxis?" Ein Teilziel ist es, die Thematik der Unternehmenskultur aus definitorischen Gesichtspunkten zu erläutert. Die Darstellung der verschiedenen Konzepte stellt ein weiteres Teilziel dar. Darauf basierend ist das letzte Unterziel, die Anwendbarkeit in der Praxis kritisch zu hinterfragen.
Bei der Erarbeitung handelt es sich um eine literaturbasierte Analyse. Das Assignment ist in drei Teile untergliedert, welche aufeinander aufbauen. Zu Beginn wird der Begriff der Unternehmenskultur genauer erläutert. In diesem Zusammenhang werden sowohl verschiedene Definitionen, als auch Charakteristika dargelegt.
Den zweiten Teil bilden die verschiedenen Konzepte der Unternehmenskultur. Im Rahmen dessen werden das 3-Ebenen Modell von Edgar Schein, das dynamische Modell von Mary Jo Hatch, das Eisbergmodell von Edward T. Hall sowie das 7-S-Modell von Tom Peters und Robert Waterman vorgestellt. Dabei wird auf die jeweiligen Merkmale sowie die Zusammenhänge eingegangen.
Darauf aufbauend beschäftigt sich der dritte Teil mit der kritischen Betrachtung der Anwendbarkeit der vorher erörterten Konzepte. Die hier genannten Aspekte setzen sich einerseits aus literaturbasierten Informationen und andererseits aus den Ergebnissen von Experteninterviews zusammen. Den Abschluss der Arbeit stellt das Fazit dar, in dem die Forschungsfrage zusammenfassend beantwortet und die erzielten Ergebnisse resümiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff „Unternehmenskultur“
2.1 Definitorische Betrachtung
2.2 Charakteristische Merkmale, Funktionen und Wirkung
3. Konzepte für Unternehmenskultur
3.1 Unternehmenskultur nach Edgar Schein
3.2 Das dynamische Modell von Hatch
3.3 Das Eisbergmodell von Hall
3.4 Das 7-S-Modell von Peters und Waterman
4. Kritische Betrachtung hinsichtlich der Anwendbarkeit in der Praxis
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Primärziel dieser Arbeit ist es, die Konzepte zur Unternehmenskultur von Schein, Hatch, Hall sowie Peters und Waterman kritisch auf ihre praktische Anwendbarkeit in Unternehmen hin zu untersuchen.
- Theoretische Grundlagen und definitorische Einordnung von Unternehmenskultur.
- Detaillierte Analyse führender Managementmodelle zur Unternehmenskultur.
- Empirische Einblicke durch Experteninterviews aus der Unternehmenspraxis.
- Kritische Reflexion über die Praxistauglichkeit und die Grenzen theoretischer Modelle.
Auszug aus dem Buch
3.1 Unternehmenskultur nach Edgar Schein
Das 3-Ebenen Modell von Edgar Schein ist eines der verbreitetsten Ansätze in der Wissenschaft. Es stellt die Basis für eine Vielzahl an Weiterentwicklungen dar. Schein geht davon aus, dass jede Organisation im Laufe der Zeit eine eigene Kultur entwickelt, die sich in einer Vielzahl an Verhaltensweisen deutlich macht. Er vertritt dabei die Auffassung, dass sich die Unternehmenskultur in drei voneinander abhängige und sich gegenseitig beeinflussende Ebenen untergliedert (vgl. Wiener, 2018, S.94). Diese sind in Abbildung eins dargestellt.
Die unterste Ebene stellt die grundlegenden Annahmen dar. Diese werden von allen Mitgliedern geteilt. Sie sind unbewusst und werden als selbstverständlich hingenommen und nicht hinterfragt. Da sie die Wurzeln der UK bilden, haben sie einen besonders starken Einfluss auf das Verhalten der Unternehmensmitglieder. Die Grundannahmen basieren meist auf den Unternehmensgründern und den von ihnen verfolgten Ideen und Ansichten. Die Grundprämissen differenzieren sich in sechs verschiedene Arten. Es existieren Prämissen über Zeit, Raum, Wirklichkeit und Wahrheit, die Natur des Menschen, menschliche Handlungen und menschliche Beziehungen (vgl. Franken, 2019, S.197-198).
Die zweite Ebene bilden die Überzeugungen, die auch Normen genannt werden, und Werte. Sie symbolisieren die Leitlinien und gelebten Prinzipien sowohl für die Mitglieder als auch für Partner und Kunden des Unternehmens. Häufig werden sie in Form der Philosophie, der Strategie oder der Ziele des Unternehmens verankert. Somit unterstützen sie die Mitglieder bei der Entscheidungsfindung in Problemfällen, bieten Orientierung und vermitteln, was richtig und falsch ist. Zudem ermöglichen sie das Verstehen der obersten Ebene, welche als Artefakte bezeichnet wird (vgl. Wiener, 2018, S.95-96). Die Artefakte sind leicht zu erkennen und zu beobachten. Die Kultur wird hier sehr deutlich sichtbar. Die oberste Ebene kann in die Themenfelder Sprache, Symbolik, Rituale, Zeremonien, Geschichte sowie Architektur untergliedert werden (vgl. Homma/Bauschke, 2014, S.6-7).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Forschungsfrage zu klären, inwieweit etablierte Kulturmodelle in der Praxis anwendbar sind.
2. Der Begriff „Unternehmenskultur“: Dieses Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Definitionen und charakteristische Merkmale, Funktionen sowie die Wirkung von Unternehmenskultur.
3. Konzepte für Unternehmenskultur: Hier werden die vier Kernmodelle von Schein, Hatch, Hall sowie Peters und Waterman theoretisch vorgestellt und ihre Zusammenhänge dargelegt.
4. Kritische Betrachtung hinsichtlich der Anwendbarkeit in der Praxis: Basierend auf Experteninterviews wird analysiert, wie nützlich und verbreitet die vorgestellten Modelle in realen Unternehmensumfeldern tatsächlich sind.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der Praxistauglichkeit der untersuchten Konzepte.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Organisationskultur, Edgar Schein, 7-S-Modell, Eisbergmodell, Praxisanwendbarkeit, Managementmodelle, Führung, Unternehmenserfolg, Organisationsmitglieder, Experteninterview, Unternehmenskulturkonzepte, Change Management, Strategie, Unternehmenskulturmodelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung von Konzepten der Unternehmenskultur und deren praktischer Anwendbarkeit in Organisationen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Unternehmenskultur, die theoretische Darstellung von vier spezifischen Managementmodellen und deren Evaluierung durch Experten aus der Praxis.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Primärziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die Konzepte von Schein, Hatch, Hall sowie Peters und Waterman tatsächlich in der Unternehmenspraxis anwendbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse, die durch qualitative Ergebnisse aus Experteninterviews ergänzt wurde.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der vier Kulturmodelle und eine anschließende kritische Diskussion ihrer Anwendbarkeit basierend auf praktischen Erfahrungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Unternehmenskultur, Organisationsentwicklung, Managementmodelle, Praxistransfer und Führungskultur beschreiben.
Warum wird das Eisbergmodell von Hall in der Praxis so positiv bewertet?
Experten schätzen das Eisbergmodell besonders, da es sehr einfach verständlich ist und hilft, sowohl sichtbare als auch unter der Oberfläche liegende kulturelle Faktoren greifbar zu machen.
Wie stehen die Experten zum dynamischen Modell von Hatch?
Das Modell von Hatch ist bei den befragten Experten weitgehend unbekannt und wird aufgrund seiner komplexen Prozessorientierung in der Anwendung eher kritisch gesehen.
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- Tricy Unger (Author), 2020, Konzepte für die Unternehmenskultur. Anwendbarkeit in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901581