In dieser Arbeit sollen die Vermittlungsperspektiven von Märchen in der Grundschule untersucht werden. Als Beispielmärchen für die Ausarbeitung ist das Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“ gewählt worden.
Das Konzept gliedert sich in fünf Teile. Der erste besteht aus der Einleitung und einen kurzen Einblick in den Forschungsstand, welcher für die weiteren Ausführungen relevant erscheint. Im zweiten Teil wird auf der Basis dieser Forschungsliteratur der theoretische Hintergrund beleuchtet. Dabei soll die Literaturgattung der Märchen umrissen, sowie wichtige Strukturen und Kennzeichen deutlich gemacht werden. Anschließend wird in diesem Teil noch ein Blick auf die Gebrüder Grimm und das Beispielmärchen geworfen. Der sich anschließende dritte Teil des Vermittlungskonzepts beschäftigt sich mit der Planung des Unterrichtskonzepts und erläutert hierbei die Lernvorrausetzungen, die Einbindung der Konzeption in den Lehrplan, sowie Differenzierungsmöglichkeiten. Im vierten Teil wird dann anhand der „Bremer Stadtmusikanten“ eine konkrete Unterrichtsreihe mit einer ausgearbeiteten Stunde dargestellt. Im abschließenden Fazit, dem fünften Teil, wird resümiert, wie Märchen, im Besonderen das Beispielmärchen, in der Grundschule vermittelt werden können und welche genauen Kompetenzen die SchülerInnen hierbei erlangen können.
Insgesamt soll in diesem Vermittlungskonzept verdeutlicht werden, welche Lernchancen Märchen in der Grundschule bieten und wie diese den SchülerInnen nahegebracht werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Märchen – eine Gattungsdefinition
2.2 Merkmale von Volksmärchen
2.3 Die Gebrüder Grimm
2.4 Die Bremer Stadtmusikanten
3. Planung des Unterrichtskonzepts
3.1 Lernvoraussetzungen und Rahmenbedingungen
3.2 Begründung des Lerngegenstandes
3.3 Einbindung der Unterrichtskonzeption in den Lehrplan
3.4 Differenzierungsmöglichkeiten
4. Vermittlung anhand einer konkreten Unterrichtsskizze
4.1 Thema und Ziel der Unterrichtsreihe
4.2 Aufbau der Reihe
4.3 Didaktischer Schwerpunkt der geplanten Stunde
4.4 Lernziele der Unterrichtsstunde
4.5 Verlaufsplan der Unterrichtsstunde
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Vermittlungsperspektiven von Märchen im Grundschulunterricht, wobei das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ als zentrales Beispiel dient, um Lesekompetenz und kreative Schreibprozesse bei Kindern zu fördern und Lernchancen durch handlungs- und produktionsorientierte Verfahren aufzuzeigen.
- Grundlagen der Gattung Märchen und deren Merkmale
- Planung eines inklusiven Unterrichtskonzepts
- Methodische Umsetzung einer Unterrichtsreihe in der Grundschule
- Förderung der Lesefähigkeit und Texterschließung
- Differenzierungsmöglichkeiten im Unterricht
Auszug aus dem Buch
2.2 Merkmale von Volksmärchen
Neuhaus fasst eine Reihe von Merkmalen zusammen, welche dem Volksmärchen innewohnen. Er nennt hier, dass sie ort- und zeitlos sind. Ebenfalls bedienen sie sich einer einfachen Sprache und einer einsträngigen Handlung. Meist sind sowohl Handlung als auch Schauplätze stereotyp. Charaktere bleiben eindimensional und werden nicht psychologisiert. In den Märchen findet sich eine „Schwarz-Weiße“ Welt, in der Figuren in gut oder böse eingeteilt werden. Ebenfalls typisch ist das Happy End, welches, wie der Anfang, mit einer Formel abgeschlossen wird. Hier sind bekannte Formeln „es war einmal“ und „sie lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage“. Die Volksmärchen repräsentieren ein einfaches Weltbild (vgl. Neuhaus 2017, S.12). In den Märchen findet sich stets Magie, welche in verschiedenen Formen auftritt. Sie wohnt Tieren, Pflanzen und Gegenständen inne oder wird von Figuren angewendet. Es wird eine magische Weltsicht veranschaulicht (vgl. Petzoldt 1989, S. 5-11). Die europäischen Volksmärchen folgen einem allgemeinen Schemata.
Hierbei liegt zum Anfang eine Notlage, ein Problem vor, welche bewältigt werden müssen. Dann gibt es oft einen Rückschlag meist durch den Bruch eines Tabus, bevor sich das Happy End einstellt (vgl. Lüthi 1962, S.25 f.). Des Weiteren kommen in der Regel magische Requisiten und Zahlen- beziehungsweise Natursymbolik vor. Tiere können, ähnlich der Fabel, sprechen (vgl. Neuhaus 2017, S.12). Als Erzählform wird in den Märchen der auktoriale Erzähler gewählt (vgl. Pöge-Adler 2011, S.165).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema Märchen in der Grundschule und stellt den Aufbau der Arbeit sowie den Forschungsstand kurz vor.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Gattung Märchen, erläutert Merkmale des Volksmärchens, stellt die Sammlung der Gebrüder Grimm vor und betrachtet das Beispielmärchen.
3. Planung des Unterrichtskonzepts: Der Abschnitt erläutert Lernvoraussetzungen, begründet den Lerngegenstand, zeigt die Lehrplaneinbindung auf und präsentiert Differenzierungsmöglichkeiten für den Unterricht.
4. Vermittlung anhand einer konkreten Unterrichtsskizze: Hier wird die praktische Umsetzung der Unterrichtsreihe inklusive Lernzielen und Verlaufsplan detailliert dargestellt.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Eignung von Märchen für den Grundschulunterricht und hebt deren Bedeutung für die Kompetenzförderung sowie das soziale Lernen hervor.
Schlüsselwörter
Märchen, Volksmärchen, Grundschule, Bremer Stadtmusikanten, Unterrichtskonzept, Lesekompetenz, Sprachförderung, Inklusion, Differenzierung, Gebrüder Grimm, Erzählformen, Deutschunterricht, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Vermittlung von Märchen im Deutschunterricht der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Gattung des Volksmärchens, die theoretischen Hintergründe, die Unterrichtsplanung sowie die praktische Umsetzung einer Unterrichtsreihe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Märchen als Unterrichtsgegenstand genutzt werden können, um Lesekompetenzen und schulisches Lernen zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der didaktischen Planung eines konkreten Unterrichtskonzepts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Märchens, die Rahmenbedingungen der Unterrichtsplanung und die konkrete Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Märchen, Grundschule, Lesekompetenz, Unterrichtskonzept und Binnendifferenzierung.
Wie werden Differenzierungsmöglichkeiten konkret umgesetzt?
Durch Texte in drei Schwierigkeitsstufen, zusätzliche Unterstützungsangebote wie Tipp- und Wörterkarten sowie angepasste Arbeitsmaterialien.
Warum wird das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ als Beispiel verwendet?
Es dient als bekanntes Kulturgut, welches die Bedeutung der Gemeinschaft thematisiert und sich somit hervorragend für die Arbeit mit Kindern eignet.
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- Anonym (Author), 2018, Märchen in der Grundschule. Vermittlungsperspektiven am Beispiel der "Bremer Stadtmusikanten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901592