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Das ethische Menschenbild und dessen Auswirkungen auf die Soziale Arbeit

Aus Sicht der Kritischen Theorie und der Systemtheorie

Titre: Das ethische Menschenbild und dessen Auswirkungen auf die Soziale Arbeit

Dossier / Travail , 2020 , 11 Pages , Note: 5.5

Autor:in: Anonym (Auteur)

Ethique
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Die Fragenstellungen, die in dieser Arbeit behandelt werden, lauten wie folgt: Wie sieht das ethische Menschenbild aus Sicht der Kritischen Theorie und der Systemtheorie aus? Welche Auswirkungen haben die Menschenbilder der Kritischen und der Systemtheorie auf die Soziale Arbeit?

Nach dem Berufskodex von Avenir Social lautet ein Ziel der Sozialen Arbeit, ihre fachlichen Erklärungen, ihre Methoden und ihre Position im interdisziplinären Kontext zu gründen. Eine professionelle Soziale Arbeit verlangt zwingend die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, wie beispielsweise der Politik, der Medizin oder der Soziologie. Das vorliegende Essay befasst sich mit zwei soziologischen Gesellschaftstheorien. Zunächst wird erklärt wie das Menschenbild, die Gesellschaft und die Funktionen der Sozialen Arbeit anhand der beiden Theorien aussehen. Nach den beiden einzelnen Erörterungen über die Theorien folgt ihr Ethikverständnis. Anschließend werden die beiden Theorien einander gegenübergestellt und verglichen. Zum Schluss ziehe ich ein Fazit und positioniere mich persönlich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Fragestellung

Begriffserläuterung Ethik und Moral

Kritische Theorie

Ethik und Moral aus Sicht der Kritischen Theorie

Auswirkungen des kritischen Menschenbildes auf die Soziale Arbeit

Systemtheorie

Ethik aus Sicht der Systemtheorie

Auswirkungen des systemischen Menschenbildes auf die Soziale Arbeit

Theorievergleich

Eigene Positionierung und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, ein ethisches Verständnis sowie die Auswirkungen auf die Soziale Arbeit aus der Perspektive zweier bedeutender soziologischer Strömungen – der Kritischen Theorie und der Systemtheorie – zu erörtern und kritisch miteinander zu vergleichen, um daraus Handlungsanleitungen für die professionelle Praxis abzuleiten.

  • Gegenüberstellung des Menschenbildes in der Kritischen Theorie und Systemtheorie
  • Analyse der ethischen und moralischen Konzepte beider Theorien
  • Untersuchung der Auswirkungen dieser Menschenbilder auf das Handeln in der Sozialen Arbeit
  • Kritische Reflexion der Paternalismus-Vorwürfe gegenüber der Kritischen Theorie
  • Diskussion der Grenzen von Handlungsanweisungen innerhalb der systemtheoretischen Perspektive

Auszug aus dem Buch

Auswirkungen des kritischen Menschenbildes auf die Soziale Arbeit

Die Kritische Soziale Arbeit ist aufgefordert, die Begrenzungen und subtilen Mechanismen, die dazu beitragen sollen, gesellschaftliche Ungleichverhältnisse zu reproduzieren und Herrschaftsverhältnisse zu verinnerlichen, zu erkennen, zu kritisieren und gegebenenfalls zu zerstören, Professionelle der Sozialen Arbeit sind nur selbstbestimmt und handlungsfähig, wenn sie sich die Strukturen gesellschaftlich erschliessen können. Sie müssen begreifen können, auf welchen Prinzipien und Mechanismen die Wirklichkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse aufbaut und auf welche Weise unsere Entwicklung und unser Handeln in diese soziale Wirklichkeit grundlegend verstrickt sind. Die Kritische Soziale Arbeit hat gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Diskurse zu hinterfragen und gegebenenfalls zu problematisieren.

Professionelle der Sozialen Arbeit haben sich für die gesellschaftlichen Bedingungen, hegemonialen Wissensbestände, die menschliche Existenz und menschliches Leiden zu interessieren und diese zum Gegenstand der Analyse, Kritik und Veränderung zu machen. Sie sind verpflichtet, kontinuierlich den Geltungsanspruch der Gesellschaftsgruppen in Frage zu stellen und ihre Ideologien und Strukturprinzipien zu überprüfen. Professionelle der Sozialen Arbeit haben stets ein kritisches, emanzipatorisches Erkenntnisinteresse mit einem konstruktiven Veränderungsinteresse und ihr professionsbezogenen Tätigkeit mit dem politischen Interesse zu verbinden, das die Idee einer künftigen Gesellschaft als Gemeinschaft freier Menschen verwirklicht. Gefordert und realisierbar ist eine selbstbestimmtere, politische, reflexive, kritische Soziale Arbeit, die bemüht und in der Lage ist, die Funktions- und Aufgabenzuschreibungen durch Staat, Recht, Politik und Kapital zu reflektieren und sich zu emanzipieren. Die zudem kontinuierlich die Bedürfnisse und Perspektiven der Adressaten und Adressatinnen zur Begründung sozialarbeiterischer und sozialpädagogischer Praxis in Frage stellt. (Bettinger, 2013, S. 87)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Fragestellung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Zusammenarbeit der Sozialen Arbeit mit soziologischen Disziplinen ein und formuliert die zentralen Fragestellungen zum Menschenbild und dessen Auswirkungen auf die professionelle Praxis.

Begriffserläuterung Ethik und Moral: Hier werden die Begriffe Ethik und Moral definiert, um eine einheitliche Grundlage für die nachfolgende theoriegestützte Untersuchung zu schaffen.

Kritische Theorie: Dieses Kapitel erläutert das Grundverständnis der Kritischen Theorie als Lebensform, die den kapitalistischen Zustand einer kritischen Analyse unterzieht.

Ethik und Moral aus Sicht der Kritischen Theorie: Der Abschnitt diskutiert, wie die Kritische Theorie normative Zielorientierungen setzt und warum sie in Gefahr gerät, durch den Fokus auf ein ideales Ziel paternalistische Züge anzunehmen.

Auswirkungen des kritischen Menschenbildes auf die Soziale Arbeit: Die Ausführungen betonen die Notwendigkeit einer reflexiven, emanzipatorischen Sozialen Arbeit, die gesellschaftliche Unterdrückungsmechanismen erkennt und aktiv bekämpft.

Systemtheorie: Dieses Kapitel definiert die Grundannahmen der Systemtheorie, insbesondere die operative Geschlossenheit und Autopoiese von Systemen sowie die Konstruktion der sozialen Realität.

Ethik aus Sicht der Systemtheorie: Es wird dargelegt, dass die Systemtheorie keine ethischen Handlungsanweisungen gibt, sondern die Kommunikation über Moral als deskriptiven Gegenstand beobachtet.

Auswirkungen des systemischen Menschenbildes auf die Soziale Arbeit: Der Text analysiert die Soziale Arbeit als Primärsystem und beleuchtet die Risiken, die durch die klientenzentrierte Reduktion des Menschen in diesem System entstehen.

Theorievergleich: Die Gegenüberstellung verdeutlicht, dass beide Theorien aufgrund ihrer fundamental unterschiedlichen Menschenbilder und Gesellschaftsverständnisse nur bedingt in ethischen Fragen vergleichbar sind.

Eigene Positionierung und Fazit: Die Autorin zieht eine Bilanz der theoretischen Erörterung und beschreibt, wie die Auseinandersetzung das professionelle Verständnis in der täglichen Praxis erweitert.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Kritische Theorie, Systemtheorie, Ethik, Moral, Menschenbild, Kapitalismus, Emanzipation, Autopoiese, Soziale Ordnung, Reflexion, Machtstrukturen, Gesellschaftstheorie, Handlungsanweisungen, Interdisziplinarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem Theorievergleich zwischen der Kritischen Theorie und der Systemtheorie hinsichtlich ihrer Sicht auf Ethik, Moral und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ethischen Menschenbilder beider Theorien, ihre Haltung zu gesellschaftlichen Normen sowie die konkreten Auswirkungen dieser Ansätze auf die professionelle Praxis von Sozialarbeitenden.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das ethische Menschenbild aus Sicht beider Theorien aussieht und welche Auswirkungen diese unterschiedlichen Sichtweisen auf die Soziale Arbeit haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Erörterung und einen Theorievergleich auf Basis existierender soziologischer Fachliteratur, um unterschiedliche Perspektiven auf ethische Fragestellungen in der Sozialen Arbeit aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Theorien, die Analyse ihrer spezifischen Ethikverständnisse sowie eine abschließende Gegenüberstellung beider Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kritische Theorie, Systemtheorie, Ethik, Soziale Arbeit, Menschenbild und Emanzipation charakterisiert.

Warum wird der Kritischen Theorie Paternalismus vorgeworfen?

Der Vorwurf entsteht, weil die Kritische Theorie durch ihr Streben nach einem idealen gesellschaftlichen Zustand bisweilen individuelle Bedürfnisse und die Selbstbestimmung der Adressaten hinter ein objektives "Wohltun" zurückstellt.

Warum kann die Systemtheorie keine konkreten ethischen Handlungsanweisungen geben?

Da die Systemtheorie sich primär als beobachtende Disziplin versteht, die gesellschaftliche Kommunikation analysiert, bleibt sie bei einer deskriptiven Perspektive und vermeidet normative Bewertungen, die als Handlungsanweisung dienen könnten.

Inwiefern beeinflusst das systemische Menschenbild die Rolle des Klienten?

Nach systemtheoretischer Sicht wird der Mensch zu einem Klienten im System reduziert, wodurch er oft nur in Teilaspekten wahrgenommen wird, anstatt als ganzheitliches Individuum in seinen verschiedenen Lebensbezügen.

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Titre
Das ethische Menschenbild und dessen Auswirkungen auf die Soziale Arbeit
Sous-titre
Aus Sicht der Kritischen Theorie und der Systemtheorie
Université
University of Applied Sciences St. Gallen
Note
5.5
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
11
N° de catalogue
V901889
ISBN (ebook)
9783346231642
ISBN (Livre)
9783346231659
Langue
allemand
mots-clé
Professionsethik kritische Theorie Systemtheorie ethisches Menschenbild
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Das ethische Menschenbild und dessen Auswirkungen auf die Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901889
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Extrait de  11  pages
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