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Die Relevanz der Rechtschreibkompetenz. Rechtschreibdidaktik als Randthematik des Deutschunterrichts

Titel: Die Relevanz der Rechtschreibkompetenz. Rechtschreibdidaktik als Randthematik des Deutschunterrichts

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kim Eileen Beckmannn (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um zu überprüfen, wie die Relevanz von Rechtschreibdidaktik als ein Schwerpunkt des Deutschunterrichtes einzuschätzen ist und ob es sich eventuell nur noch um eine Randthematik handelt, wird zunächst dargelegt, durch welche Prinzipien und Leitziele sich der Rechtschreibunterricht auszeichnet, also was er leisten muss. Im Anschluss werden die Kernlehrpläne, auch in Bezug auf deren historische Entwicklung betrachtet, um herauszustellen, welche Relevanz die Schulpolitik dem Themenschwerpunkt "Richtig schreiben" beimisst und wie sich dies in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Anschließend werden konkrete Beobachtungen aus der eigenen Praxis als Nachhilfelehrerin angeführt und darauffolgend mit Hilfe empirischer Ergebnisse eingeordnet und bewertet. Im letzten Schritt folgt eine kritische Auseinandersetzung mit traditionellen und oft genutzten Methoden in der Rechtschreibdidaktik und kritische Überlegungen darüber, ob diese Methoden ihre Berechtigung haben, beziehungsweise, wie man sie konstruktiv nutzen könnte.

Anders als die Fähigkeit, Gedichte oder Dramen zu analysieren, scheint es sich bei dem Erlernen der Orthographieregeln um eine unbedingt notwendige Voraussetzung für die Teilhabe am außerschulischen Leben zu handeln. Dementsprechend müsste der Entwicklung dieser Fertigkeit im Unterricht ein größerer Stellenwert zugemessen werden. Die Rechtschreibkompetenz wird maßgeblich im Deutschunterricht ausgebildet und dabei steht das Hauptziel im Fokus, die Schülerinnen und Schüler zu einem "orthographisch sicheren Umgang mit der Schriftsprache zu befähigen und ihnen somit die Teilhabe an der Schriftkultur zu ermöglichen". Dass Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, sich orthographisch korrekt auszudrücken, hat deshalb einen weitreichenden Einfluss auf ihre Lebenswelt und, ausgehend von diesem Zitat, wäre die Frage nach der Relevanz von Rechtschreibdidaktik eindeutig mit "hoch" zu beantworten. Oft wird dem Erlernen, aber vor allem auch dem Wiederholen der Orthographieregeln nur wenig Raum im Deutschunterricht geschaffen und es handelt sich um ein relativ unbeliebtes Thema.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prinzipien des Rechtschreibunterrichts

3. Historische Entwicklung des Stellenwertes von „Schriftlichkeit“

4. Eigene Beobachtungen zur Rechtschreibkompetenz

5. Empirische Ergebnisse zur Rechtschreibkompetenz

5.1 Kompetenz der SchülerInnen

5.2 Kompetenz der LehrerInnen

6. Methoden der Rechtschreibdidaktik

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz der Rechtschreibdidaktik im Deutschunterricht und analysiert, warum das Erlernen orthographischer Kompetenzen trotz seiner zentralen Bedeutung für den schulischen und beruflichen Erfolg oft als randständiges oder unbeliebtes Thema wahrgenommen wird. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Spannungsfeld zwischen theoretisch geforderten Systemkenntnissen und der praktischen Umsetzung im Unterricht.

  • Prinzipien und Ziele eines effektiven Rechtschreibunterrichts
  • Historische Entwicklung der Gewichtung von „Schriftlichkeit“ in Lehrplänen
  • Analyse der Rechtschreibkompetenz basierend auf der NEPS-Studie
  • Zusammenhang zwischen der Fachkompetenz der Lehrkräfte und dem Lernerfolg
  • Kritische Betrachtung traditioneller Methoden wie Diktat und Aufsatz

Auszug aus dem Buch

3. Historische Entwicklung des Stellenwertes von „Schriftlichkeit“

Um beurteilen zu können, welche Relevanz Rechtschreibunterricht einnehmen sollte, ist es interessant, sich zunächst mit der historischen Entwicklung des Deutschunterrichts und der Gewichtung seiner einzelnen Teilbereiche zu befassen. Das Erkenntnisinteresse besteht in diesem Fall darin, abzuleiten welche Verschiebungen es hinsichtlich der Relevanzzuschreibungen gegeben hat, wie diese zu begründen sind und wie sie schlussendlich unsere heutige Betrachtungsweise beeinflusst haben.

Ein Charakteristikum des Deutschunterrichts scheint schon lange die Unterteilung in unterschiedliche Gegenstandsbereiche zu sein, die abgesondert voneinander behandelt werden. 1952 waren diese Bereiche „Syntax“, „Morphologie“, „Sprachgeschichte“, „Wortbedeutungslehre“, „Orthographie“, „Literatur“, „Mündlicher Ausdruck“ und „Schriftlicher Ausdruck“. Auffallend ist diesbezüglich die Trennung von Morphologie, Wortbedeutungslehre und Orthographie in eigenständige Inhalte, obwohl sich diese gegenseitig bedingen und sich der Sinn auch nur dann erschließen kann, wenn die Zusammenhänge dargelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die hohe Bedeutung der Rechtschreibkompetenz für den Lebensweg dar und formuliert das Ziel der Arbeit, die Diskrepanz zwischen dieser Bedeutung und der unterrichtlichen Praxis zu untersuchen.

2. Prinzipien des Rechtschreibunterrichts: Das Kapitel definiert das morphologische Bewusstsein als Leitziel und betont, dass Rechtschreiben ein systematischer Lerngegenstand sein muss, statt eine Sammlung isolierter Ausnahmefälle.

3. Historische Entwicklung des Stellenwertes von „Schriftlichkeit“: Es wird analysiert, wie die historische Zerteilung des Deutschunterrichts in isolierte Teilbereiche zu einer problematischen Trennung von zusammenhängenden sprachlichen Kompetenzen führte.

4. Eigene Beobachtungen zur Rechtschreibkompetenz: Basierend auf praktischen Erfahrungen in der Nachhilfe wird dargelegt, wie Rechtschreibschwierigkeiten bei Schülern entstehen und welche methodischen Ansätze hierbei hilfreich oder hinderlich sein können.

5. Empirische Ergebnisse zur Rechtschreibkompetenz: Dieses Kapitel wertet Studien wie die NEPS-Studie aus, um Kompetenzunterschiede bei Schülern aufzuzeigen und den direkten Einfluss der Lehrkompetenz auf den Lernerfolg zu belegen.

6. Methoden der Rechtschreibdidaktik: Die kritische Reflexion traditioneller Methoden wie Diktate zeigt, dass Methodenvielfalt und schüleraktive Lernprozesse notwendig sind, um dem „Methodenarmut“-Vorwurf zu begegnen.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Verständnis der Systematik der deutschen Orthographie sowohl bei Lehrkräften als auch bei Schülern stärker gefördert werden muss.

Schlüsselwörter

Rechtschreibdidaktik, Schriftspracherwerb, Deutschunterricht, Orthographie, morphologisches Bewusstsein, Rechtschreibstrategien, NEPS-Studie, Lehrerkompetenz, Methodenvielfalt, Diktat, Sprachbewusstsein, Fehleranalyse, Schriftsprache, Rechtschreibkompetenz, Lehrplananalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz und Didaktik des Rechtschreibunterrichts und untersucht die Gründe für die oft mangelnde Rechtschreibkompetenz von Schülern in der Sekundarstufe 1.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Prinzipien der Rechtschreibdidaktik, die historische Entwicklung der Lehrpläne, die Analyse empirischer Daten zur Schreibkompetenz sowie die kritische Prüfung didaktischer Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, warum Rechtschreibunterricht oft als unbeliebt gilt, und aufzuzeigen, wie durch ein besseres Verständnis linguistischer Systematiken sowohl bei Lehrern als auch Schülern bessere Ergebnisse erzielt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die durch eine Literaturanalyse, die Einbindung von Ergebnissen aus der NEPS-Studie sowie durch eigene Fallbeobachtungen aus der Nachhilfepraxis gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Grundlegung, der historischen Zerteilung des Deutschunterrichts, der Auswertung empirischer Studien zur Schüler- und Lehrerkompetenz sowie einer kritischen Reflexion gängiger Methoden wie dem Diktat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rechtschreibdidaktik, morphologisches Bewusstsein, Schriftspracherwerb, Methodenvielfalt, Lehrerkompetenz und Orthographieregeln.

Welche Bedeutung hat das „morphologische Bewusstsein“ für den Unterricht?

Es ist das zentrale Leitziel, da es Schülern ermöglicht, Rechtschreibung als regelhaftes System zu begreifen, anstatt Wörter nur stumpf auswendig zu lernen.

Warum wird die klassische Diktat-Methode kritisch gesehen?

Diktate werden häufig als zeitintensiv und frustrierend wahrgenommen; zudem führen sie oft dazu, dass Fehler nur markiert werden, anstatt ein echtes Verständnis für die orthographischen Systematiken zu entwickeln.

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Details

Titel
Die Relevanz der Rechtschreibkompetenz. Rechtschreibdidaktik als Randthematik des Deutschunterrichts
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
Kim Eileen Beckmannn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V901891
ISBN (eBook)
9783346241269
ISBN (Buch)
9783346241276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
relevanz rechtschreibkompetenz rechtschreibdidaktik randthematik deutschunterrichts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kim Eileen Beckmannn (Autor:in), 2019, Die Relevanz der Rechtschreibkompetenz. Rechtschreibdidaktik als Randthematik des Deutschunterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901891
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Leseprobe aus  19  Seiten
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