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Was ist Bildungsgerechtigkeit und welche Gerechtigkeitskonzepte können einer diskriminierungsfreien Teilhabe an qualitativ hochwertiger Bildung aller Schüler entsprechen?

Título: Was ist Bildungsgerechtigkeit und welche Gerechtigkeitskonzepte können einer diskriminierungsfreien Teilhabe an qualitativ hochwertiger Bildung aller Schüler entsprechen?

Trabajo Escrito , 2020 , 28 Páginas

Autor:in: Carmen Büchler (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Mehr Bildungsgerechtigkeit – was heißt das eigentlich? Genau dieser Frage nähert sich vorliegende Arbeit an. Sowohl Wissenschaftler als auch die Gesellschaft haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was Bildungsgerechtigkeit ist und was alles zu diesem komplexen Thema dazugehört. Da das Thema allgegenwärtig diskutiert wird lohnt sich eine nähere Beschäftigung damit.

Das Ziel dieser Arbeit kann lediglich eine Annäherung an das Thema darstellen, da die eine Definition ohnehin nicht möglich erscheint. Diese Tatsache muss aber kein Hindernis sein, sondern birgt ebenso Chancen. Zunächst wird versucht, eine Definition für den Begriff der sozialen Gerechtigkeit zu finden. Schon zu Beginn wird klar, wie komplex dieser Begriff ist, und von welchen Aspekten dieser abhängt. Diese Aspekte: Gerechtigkeitsprinzipien, -regeln und -konzeptionen werden näher betrachtet.

Als nächster Schritt wird der Begriff der Bildungsgerechtigkeit diskutiert und eine Definition festgelegt. Diese Definiton ist nötig, um bereits vorhandene Gerechtigkeitskonzeptionen auf ihren Nutzen für die Bildungsgerechtigkeit zu untersuchen. Der Begriff der Bildungsgerechtigkeit wird über die Begriffe: Bildung, Gleichheit, Chance, Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit erörtert. In einem letzten Schritt werden Gerechtigkeitskonzeptionen dahingehend untersucht, inwiefern sie bildungsgerecht sind. Hierbei wurden drei Konzeptionen ausgewählt und näher diskutiert. Im Fazit werden einige Gedanken weitergeführt, zusammengefasst und die Frage beantwortet, warum eine Beschäftigung mit dem komplexen Thema so wichtig ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: Soziale Gerechtigkeit

2.1 Gerechtigkeitsprinzipien

2.2 Gerechtigkeitsregeln

2.3 Gerechtigkeitskonzeptionen

3. Bildungsgerechtigkeit

3.1 Bildung

3.2 Gleichheit

3.3 Chance

3.4 Chancengleichheit

3.5 Chancengerechtigkeit

4. Welche Gerechtigkeitskonzeptionen entsprechen einer Bildungsgerechtigkeit?

4.1 Liberales Gerechtigkeitsparadigma nach John Locke

4.2 Egalitärer Liberalismus nach John Rawls

4.3 Stojanovs Anerkennungsgerechtigkeit als Bildungsgerechtigkeit

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Feld der Bildungsgerechtigkeit, um zu klären, wie der Begriff definiert werden kann und welche Gerechtigkeitskonzeptionen eine diskriminierungsfreie Teilhabe an hochwertiger Bildung ermöglichen.

  • Analyse des Begriffs der sozialen Gerechtigkeit und dessen Gerechtigkeitsprinzipien
  • Diskussion der Kernelemente von Bildungsgerechtigkeit (Bildung, Gleichheit, Chance)
  • Kritische Auseinandersetzung mit Gerechtigkeitsmodellen von John Locke und John Rawls
  • Vorstellung und Bewertung von Stojanovs Ansatz der Anerkennungsgerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

4.3 Stojanovs Anerkennungsgerechtigkeit als Bildungsgerechtigkeit

Stojanov greift in seinem Text „Bildungsgerechtigkeit als Freiheitseinschränkung?“ nochmals die Ausführungen des Aktionsrat Bildung auf. Ebenso kommentiert er den Text von Stefan Giesinger „Was ist Bildungsgerechtigkeit?“. Er gibt contra gegenüber den Äußerungen des Aktionsrats Bildung, die sich argumentativ in seine Konzeption einfügen. Ebenso reflektiert er die Aussagen von Giesinger und stimmt ihm in einigen Punkten zu, aber relativiert auch einige. Aus dieser Auseinandersetzung heraus schlägt er den Ansatz der Anerkennungsgerechtigkeit vor.

Tatsächlich schlägt Stojanov damit eine neue Richtung ein, denn bisher und bei den meisten Gerechtigkeitskonzeptionen ging es meist um die Umverteilung von Ressourcen.

Seine Konzeption schlägt eine Art der Anerkennung vor, die im Prinzip der „moralischen Gleichheit der Achtung aller Personen“ Ausdruck findet. Der Kern dieser Konzeption ist das Prinzip der egalitären Autonomiestiftung, als Bildungsgerechtigkeit bzw. Chancengleichheit.

„Dieses Prinzip verkörpert eine Transformation des Begriffs der Chancengleichheit, wonach diese nicht primär darin besteht, dass jedes Kind die Quantität an Bildungsressourcen, Lehrmaßnahmen und letztlich Bildungskapital erhalten soll, die ihm unterstellten >>kognitiven Ausgangsvoraussetzungen<< oder >>natürlichen Anlagen<< entspricht, sondern darin, dass jedes Kind eine bestimmte Qualität schulischer Sozialbeziehungen erfährt, die sich dahingehend äußert, dass sein Potenzial anerkannt wird, über die >>Vorgaben<< seiner Herkunft durch Bildung hinauszuwachsen.“

Stojanov wendet sich von der Umverteilung oder gerechten Verteilung von Ressourcen ab und nimmt das Soziale bzw. die Beziehung in den Blick. Die Begabungsfrage und eine gerechte Verteilung von Ressourcen umgeht er damit und unterscheidet sich von allen bisher betrachteten Konzeptionen. Ebenso betont er wie wichtig die soziale Wertschätzung sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik ein, dass Bildungsgerechtigkeit ein vager Begriff ist, der eine nähere Annäherung durch definitorische Klärung und theoretische Analyse erfordert.

2. Definition: Soziale Gerechtigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Vielschichtigkeit sozialer Gerechtigkeit durch die Untersuchung von Prinzipien, Regeln und Konzeptionen, die oft im Konflikt zueinander stehen.

3. Bildungsgerechtigkeit: Hier werden die Begriffe Bildung, Gleichheit, Chance, Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit erörtert, um eine Grundlage für die bildungstheoretische Einordnung zu schaffen.

4. Welche Gerechtigkeitskonzeptionen entsprechen einer Bildungsgerechtigkeit?: Ausgewählte Theorien von Locke, Rawls und Stojanov werden kritisch darauf geprüft, inwieweit sie für eine bildungsgerechte Praxis relevant sind.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass es keine allgemeingültige Lösung für Bildungsgerechtigkeit gibt, sondern nur stetige Annäherungen und die Notwendigkeit, das eigene Handeln kritisch zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Bildungsgerechtigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Gerechtigkeitskonzeptionen, John Locke, John Rawls, Stojanov, Anerkennungsgerechtigkeit, diskriminierungsfreie Bildung, hochwertige Bildung, Bildungsressourcen, soziale Wertschätzung, Inklusion, Egalitärer Liberalismus, Bildungspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit und der Frage, welche theoretischen Konzepte einer gerechten Bildungsverteilung für alle Schüler/innen entsprechen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung grundlegender Begriffe wie soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit sowie der theoretischen Analyse verschiedener Gerechtigkeitsphilosophien im Bildungskontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine Annäherung an das komplexe Thema Bildungsgerechtigkeit zu finden und zu prüfen, inwieweit etablierte Gerechtigkeitstheorien für eine diskriminierungsfreie Bildungsgestaltung taugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Diskursanalyse, bei der zentrale Gerechtigkeitstheorien (Locke, Rawls, Stojanov) in Bezug auf ihre bildungspolitische Anwendbarkeit kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die definitorischen Grundlagen sozialer Gerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit und vergleicht anschließend spezifische Gerechtigkeitskonzeptionen auf ihre Eignung für eine inklusive Schule.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungsgerechtigkeit, Anerkennungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, diskriminierungsfreie Teilhabe und die Transformation von Bildungsressourcen.

Warum wird Stojanovs Ansatz als besonders hervorgehoben?

Stojanovs Ansatz ist deshalb besonders, weil er sich von der klassischen Umverteilung von Ressourcen abwendet und stattdessen die soziale Anerkennung und moralische Wertschätzung in den Mittelpunkt des Bildungsprozesses stellt.

Inwiefern beeinflusst der historische Kontext die Theorien von Locke oder Rawls?

Die Arbeit zeigt auf, dass auch wegweisende Philosophen in ihren Theorien diskriminierende Vorurteile (z.B. bezüglich Sklaverei oder Geschlecht) aufwiesen, was deren heutige Anwendbarkeit für absolute Gerechtigkeit problematisch macht.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Was ist Bildungsgerechtigkeit und welche Gerechtigkeitskonzepte können einer diskriminierungsfreien Teilhabe an qualitativ hochwertiger Bildung aller Schüler entsprechen?
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Autor
Carmen Büchler (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
28
No. de catálogo
V901944
ISBN (Ebook)
9783346198525
ISBN (Libro)
9783346198532
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gerechtigkeitstheorien Bildungsgerechtigkeit Chancengleichheit Chancengerechtigkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carmen Büchler (Autor), 2020, Was ist Bildungsgerechtigkeit und welche Gerechtigkeitskonzepte können einer diskriminierungsfreien Teilhabe an qualitativ hochwertiger Bildung aller Schüler entsprechen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901944
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