E-Privacy, Datenschutz und Marketing. Der Einfluss zukünftiger Verordnung auf die Marketingbranche


Seminararbeit, 2020

16 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Listingverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Problem und Zielsetzung der Arbeit

2 Die E-Privacy Verordnung

3 Auswirkungen der E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche
3.1 Auswirkungen des ersten Entwurfes

4 Zukiinftige Entwicklungen
4.1 Fazit und Reflexion
4.2 Ausblick

Anhang

Literatur-und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung l:Exempel der meist besuchten Webseiten (in Anlehnung an https://www.alexa.com/topsites/countries/DE)

Abbildung 3: Cookie Wall von Spiegel.de

Abbildung 4: Untersuchung der ausgewahlten Seiten

Abbildung 5: Granulare Cookie Einstellungen am Beispiel twitch.tv

Abbildung 6: E-Privacy Verordnung konforme Cookieeinblendung am Beispiel cookiebot.com

Listingverzeichnis

Listing 1: Web Scraping fur die meist besuchten Webseiten

1. Einleitung

Diese Arbeit ist im Rahmen der Vorlesung Integrationsseminar entstanden. Der Datenschutz ist in der heutigen Zeit ein wichtigeres Thema denn je zuvor. Dies wird in der heutigen Zeit besonders dadurch deutlich, dass Gesetze erlassen werden um die Daten von Personen zu schiitzen. Hierbei sind die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die zukiinftige E-Privacy Verordnung und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) fur den deutschen Raum zu nennen. Die Brisanz des Datenschutzes ist daran zu erkennen, dass die Strafen wegen VerstoBen gegen die DSGVO laut §Artikel 83 Abs. 5, DSGVO bis zu 4% des Jahresumsatzes von Unternehmen betragen konnen. Ein Beispiel fur eine solche Datenschutzverletzung mit folgenden Sanktionen ist hierbei British Airways, denn diese wurden von der britischen Datenschutzbehorde ICO mit einem BuBgeld in Hohe von 204,6 Millionen € belegt. [ico, 2019]

1.1 Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit gliedert sich in drei Teile und zwar zuerst die E-Privacy Verordnung generell und deren konkrete Relevanz. Darauf folgt der Einfluss des ersten Entwurfs der E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche und wie sich heutige Geschaftsmodelle andern konnten bzw. miissten. Danach wird dies mit den Auswirkungen des letzten Entwurfs verglichen, da der Umfang der Entwiirfe sich stark unterscheidet. Zuletzt folgt eine Auffiihrung von moglichen zukiinftigen Entwicklungen der E-Privacy Verordnung.

1.2 Problem und Zielsetzung der Arbeit

In der heutigen Marketingbranche wird vermehrt auf technologische Ansatze gesetzt um einen Nutzer zu tracken um ihm passendere Werbung zu zeigen. Dafiir werden Cookies benutzt und dies konnte sich durch die E-Privacy Verordnung andern. Denn durch die E-Privacy Verordnung soil es nur moglich sein Daten, die bei der Benutzung von Diensten benotigt werden zu verarbeiten. Des Weiteren sollen Dienste erst durch eine explizite Genehmigung Cookies setzen diirfen.

Deswegen soil in dieser Arbeit der Einfluss der zukiinftigen E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche analysiert werden.

2 Die E-Privacy Verordnung

Die E-Privacy Verordnung ist die zukiinftige dritte Reform fiir die elektronische Kommunikation. Zuvor gab es bereits die ePrivacy-Richtlinie und die Cookie-Richtlinie. In diesen beiden wurden Mindestvorgaben in dem Bezug auf Datenschutz vorgegeben und eine Einwilligung beziehungsweise Aufklarung der Nutzer beim Setzen von Cookies verlangt.

Die E-Privacy Verordnung bezieht sich wie die Richtlinien zuvor auf den Schutz Personenbezogener Daten bei klassischen elektronischen Kommumkationsmitteln wie zum Beispiel Telefon, E-Mail usw.. [Wybitul, Strobel, 2017] Nachdem die DSGVO im Jahr 2015 beschlossen wurde muss die E-Privacy Richtlinie auch angepasst werden. Dies kommt daher, da die neue E-Privacy Verordnung die DSGVO bei bestimmten Sachverhalten erganzt.

Um die Meinung der Biirger und Unternehmen in den Vorschlag einflieBen zu lassen gab es zuvor zwischen dem 12. April 2016 und dem 5. Juli 2016 eine offentliche Befragung. Dies wurde dafiir benutzt um verschiedene Ansichten beziiglich Markt- und Technologischen Entwicklungen zu bekommen. Bei der Befragung ist herausgekommen, dass 83% der Befragten denken, dass es spezielle Regelungen fiir den elektronischen Kommunikationssektor geben miisste um die Vertraulichkeit der Informationen zu schiitzen. Bei der Frage, ob die E-Privacy Richtlinie alle ihre Aufgaben erfiillt sahen dies 76% der Biirger als nicht bestatigt an und aus der Seiter der Industrie sah man dies gegenteilig. Bei dem Thema Cookies sahen es 77% der Biirger so, dass Dienstleister einem den Zugang zu seinem Dienst nicht versperren diirfte, wenn man der Nutzung von Cookies nicht zustimmt. [DG CONNECT, 2016] Am 10. Januar 2017 wurde ein Entwurf fiir die Verordnung von der Europaischen Kommission veroffentlicht. Dieser wurde veroffentlicht, da eine Bewertung der europaischen Datenschutzrichtlinie fiir die elektronische Kommunikation ergeben hat, dass technische und wirtschaftliche Entwicklungen eine Neuregelung erfordern. [Europaisches Parlament, 2017] Zu diesen technischen Neuerungen gehoren Over-the-Top Kommunikationsdienste und diese wurde zuvor nicht erfasst. In diesem Vorschlag ist das Ziel der E-Privacy Verordnung, dass diese den Schutz von Grundrechten und Grundfreiheiten gewahrleistet. Dieses soil durch Privacy-by-Design / Privacy-by-Default gewahrleistet werden und dies ist im Artikel 23 des Entwurfs geregelt. Dies bedeutet, dass automatisch die hochste Datenschutzstufe in Programmen zum Beispiel Browsern ausgewahlt wird. Die weitere Neuerung ist, dass Cookies nur nach einer expliziten Zustimmung gesetzt werden sollten und dies ist im Artikel 24 des Entwurfs geregelt. Nach dem ersten Gesetzesentwurf wurden verschiedene neue Vorschlage fiir dieses Gesetz veroffentlicht. Am 4.12.2019 hat der EU-Kommissar fiir Binnenmarkt und Dienstleistungen Thierry Breton gesagt, dass es immer noch die Option gibt das Gesetz nicht zu verabschieden. [agence Europe, 2019] Dies beruht darauf, dass man sich bis dahin fiir keinen gemeinsamen Gesetzentwurf entscheiden konnte. Am 06.03.2020 wurde der letzte Vorschlag unterbreitet und in diesem wurden die Artikel beziiglich der. Einwilligung der Datenverarbeitung und von Privacy-by Design gestrichen. [Council of the European Union, 2020],

3 Auswirkungen der E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche

Da es momentan keinen endgiiltigen Gesetzesentwurf der E-Privacy Verordnung gibt wird in dieser Arbeit die Auswirkungen des ersten Entwurfs und des letzten Entwurfes, der momentan Werbefreundlicher gestaltet ist, auf die Marketingbranche beleuchtet. Dies ruht daher, dass im letzten Entwurf mehrere Artikel aus dem Entwurf gestrichen wurden und somit der Einfluss auf die Marketingbranche in beiden Fallen einen anderen hat.

Um den Einfluss aufzuzeigen wurden die 50 meist besuchten Webseiten aus Deutschland programmgesteuert ermittelt. An den meistbesuchten Seiten soil aufgezeigt werden, ob diese momentan die zukiinftigen Richtlinien einhalten und falls nicht was sich hierbei noch andern muss. Als Datengrundlage wurde der Dienst alexa.com benutzt. In der folgenden Abbildung sind Ausschnitte der meist besuchten Seiten aufgefiihrt und diese werden im weiteren Verlauf fiir Anschauungen benutzt. Die weiteren Webseiten und der Code um diese abzurufen befinden sich im Anhang.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung l:Exempel der meist besuchten Webseiten (in Anlehnung an https://www . alexa. com/topsites/countries/DE)

3.1 Auswirkungen des ersten Entwurfes

Die erste Auswirkung fiir die Marketingbranche des ersten Entwurfes sind Cookiewalls. Dies bedeutet, dass man eine Seite nur benutzen darf, wenn man zugestimmt hat, dass Cookies benutzt werden diirfen und es hierbei keine Auswahlmoglichkeit beziiglich des Umfangs von Cookies gibt. Dies ist laut dem ersten Entwurf der E-Privacy Verordnung verboten. [Europaische Kommission, 2017] In der folgenden Abbildung befindet sich ein Beispiel fiir eine Cookiewall.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Cookiewall von Spiegel.de

Hierbei ist es erst moglich die Seite des Spiegels zu benutzen nachdem man zugestimmt hat, dass man Cookies akzeptiert und es ist nicht moglich dies abzulehnen. Eine weitere Auswirkung ist, dass eine explizite Zustimmung fiir die Benutzung von Cookies eingeholt werden muss- Dies bedeutet, dass eine Meldung, dass Cookies benutzt werden nicht ausreichend ist. In der folgenden Abbildung sind die Benutzung von Cookiebannern und Cookiewalls der oben aufgefiihrten Webseiten aufgefiihrt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Untersuchung der ausgewahlten Seiten

Hierbei fallt auf, dass fast jeder dieser Dienste ein Cookiebanner benutzt und diese haben alle einen anderen Umfang. In dieser Tabelle stellt Google eine Ausnahme, da diese nicht ein Cookiebanner im herkommlichen Sinne benutzen. Denn es ist ohne die Zustimmung von Cookies moglich Google zu benutzen und keine Einschrankungen zu erfahren. Bei den anderen Diensten mit einen Cookiebanner stimmt man automatisch durch ein Klicken, dass man zustimmt oder durch die Nutzung des Dienstes der Nutzung von Cookies zu.

Im Gesetzesentwurf wird zwischen funktionalen und nicht funktionalen Cookies unterschieden und hierbei soil man laut diesen granular auswahlen konnen welche und in welchen Umfang Cookies benutzt werden. Zu dem heutigen Stand wiirde sich nur Twitch bei den oben aufgefiihrten Webseiten an den Gesetzesentwurf halten, da eine Meldung mit der Nutzung und der Umfang von Cookies erscheinen miisste. Dies wird bei Twitch ermoglicht in dem eine Meldung der Nutzung von Cookies erscheint und man dort Einstellungen beziiglich der Nutzung treffen kann. In der folgenden Abbildung ist diese Granularitat von Twitch aufgefiihrt.

[...]

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Details

Titel
E-Privacy, Datenschutz und Marketing. Der Einfluss zukünftiger Verordnung auf die Marketingbranche
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V902552
ISBN (eBook)
9783346225856
ISBN (Buch)
9783346225863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
e-privacy, datenschutz, marketing, einfluss, verordnung, marketingbranche, IT Recht
Arbeit zitieren
Fabian Werner (Autor), 2020, E-Privacy, Datenschutz und Marketing. Der Einfluss zukünftiger Verordnung auf die Marketingbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/902552

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