In dieser Arbeit wird zunächst die Grundkonstituentenstellung des Englischen und des Deutschen bezüglich fundamentaler Konstituenten, Verb, Subjekt und Objekt, separat beschrieben. Danach werden die Stellungen von Adverbien in der englischen sowie der deutschen Sprache durch ein repräsentatives Beispiel untersucht und verglichen. Abschließend werden eine Zusammenfassung und Bewertungen der bestehenden Kontraste in der Konstituentenstellung zwischen den beiden Sprachen gegeben.
Wer Englisch schon kann, kann vielleicht auch schnell Deutsch lernen und umgekehrt. Das ist nicht überraschend, denn Deutsch und Englisch stammen in der germanischen Sprachgeschichte aus derselben Sprache. Erst vor ca. 1500 Jahren wurden sie zwei unterschiedliche Sprachen. Durch die geschichtliche Entwicklung haben Englisch und Deutsch heutzutage noch viele Ähnlichkeiten, trotzdem entwickelten sich zwischen ihnen aber auch scharfe Kontraste, besonders in der Konstituentenstellung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundkonstituentenstellung des Englischen und des Deutschen
2.1 Grundkonstituentenstellung des Englischen
2.1.1 Sätze mit einstelligen Verben
2.1.2 Sätze mit zweistelligen Verben
2.1.3 Sätze mit dreistelligen Verben
2.1.4 Inversion
2.2 Grundkonstituentenstellung des Deutschen
2.2.1 Hauptsatz und Nebensatz
2.2.2 Verberst- und Verbzweitstruktur
3. Stellung der Adverbien
4. Schluss
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die kontrastiven Unterschiede in der Grundkonstituentenstellung zwischen dem Englischen und dem Deutschen, um ein besseres Verständnis für die syntaktischen Strukturen beider Sprachen zu fördern und methodische Ansätze für den Sprachunterricht zu unterstützen.
- Analyse der Grundkonstituenten Subjekt, Verb und Objekt
- Vergleich der SVO-Struktur im Englischen mit den deutschen Verbzweit- und Klammerstrukturen
- Untersuchung der Inversionsphänomene in beiden Sprachen
- Vergleichende Analyse der Stellungsoptionen von Adverbien
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Sätze mit zweistelligen Verben
Obwohl kann ein Satz schon aus Subjekt und Verb bestehen, setzen sich die meistens Sätze aus drei grundlegenden Konstituenten: Subjekt, Verb und Objekt zusammen. Subjekt ist der Täter der Handlung, aber in der Welt geschieht kaum eine Aktion mit sich selbst, sondern sie benötigt oft noch ein Objekt zur Interaktion. Wenn ein Verb außer dem Subjekt noch ein direktes Objekt verlangt, dann sprechen wir von zweistelligen oder monotransitiven Verben.
(2) (a) John loves Mary. (Deklarativsatz, Hauptsatz)
(b) I know (that) John loves Mary. (Deklarativsatz, Nebensatz)
(c) You eat your food! (Imperativsatz)
(d) You believe his words?! (exklamativer Interrogativsatz)
Bei zweistelligen Sätzen hat die Konstituentenstruktur eine Form von: S + V + O
Durch angeführte Beispiele können wir schon zur Konklusion kommen, dass SVO die Grundkonstituentenstellung der englischen Sprache ist, weil diese Struktur für mehrere grundsätzliche Satztypen geeignet wirkt. Als eine Konsequenz wird das Subjekt im Englischen anhand der Konstituentenstellung immer leicht identifiziert; und zwar, was unmittelbar vor dem Verb steht, ist das Subjekt (vgl. König; Gast 2012: 189). Bei diesem Punkt kann es so verstanden werden, dass entweder das Subjekt diese bestimmte Stelle besetzt oder jede Konstituente, die die Stelle vor dem Verb besetzt, zum Subjekt wird. Folglich könnten alle möglichen Wortarten, die dem Verb direkt vorausgehen, das Subjekt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Konstituentenstellung als zentrales syntaktisches Feld und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Gemeinsamkeiten und Kontraste zwischen Deutsch und Englisch aufzuzeigen.
2. Grundkonstituentenstellung des Englischen und des Deutschen: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die Anordnung von Subjekt, Verb und Objekt sowie Phänomene wie Inversion, Haupt- und Nebensatzbau, Klammerstrukturen und die Verbzweitstellung.
3. Stellung der Adverbien: Hier wird anhand von Beispielsätzen und Permutationsvarianten untersucht, wie flexibel Adverbien im Vergleich zwischen den beiden Sprachen positioniert werden können.
4. Schluss: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen: Die Kontinuierlichkeit des Englischen mit ihrer SVO-Struktur steht der Flexibilität und Diskontinuierlichkeit des Deutschen mit seinen Klammer- und Verbzweitstrukturen gegenüber.
Schlüsselwörter
Konstituentenstellung, Syntax, Sprachvergleich, Deutsch, Englisch, Verbzweitstruktur, Klammerstruktur, SVO, Inversion, Adverbien, Sprachwissenschaft, Valenzgrammatik, Kontraste, Satzbau, Hauptsatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die kontrastive Untersuchung der syntaktischen Grundkonstituentenstellung von Deutsch und Englisch, um Unterschiede und Ähnlichkeiten in ihrem Satzbau aufzuzeigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Abfolge von Subjekt, Verb und Objekt, das Phänomen der Satzklammer, die Inversionsregeln sowie die Platzierung von Adverbien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifischen Kontraste in der Konstituentenstellung darzustellen, um zur vergleichenden Sprachwissenschaft sowie zur Optimierung des Fremdsprachenlernens beizutragen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine kontrastive linguistische Analyse, die auf einer Auswertung bestehender Fachliteratur und der exemplarischen Untersuchung von Beispielsätzen basiert.
Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt zunächst die SVO-Grundstruktur des Englischen und die komplexeren Verbzweit- sowie Klammerstrukturen des Deutschen, gefolgt von einer Analyse der Adverbpositionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Konstituentenstellung, Klammerstruktur, Verbzweitstellung, SVO-Struktur, Sprachvergleich und Valenzgrammatik.
Warum unterscheidet die Arbeit zwischen ein-, zwei- und dreistelligen Verben?
Diese Unterscheidung ist notwendig, um zu zeigen, wie unterschiedliche Verben die Positionierung von Subjekten und Objekten innerhalb der Satzstruktur beeinflussen.
Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Diskontinuierlichkeit des Deutschen?
Die Arbeit schlussfolgert, dass die Klammerstruktur als wesentliches Merkmal des Deutschen die Diskontinuierlichkeit fördert, indem sie Satzbestandteile "umarmt", während das Englische eher auf eine kontinuierliche SVO-Reihenfolge setzt.
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- Thi Nam Phuong Chu (Autor), 2020, Die Konstituentenstellung. Kontraste zwischen Englisch und Deutsch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/902842