Kann Ramon Llull als Vorbild für Toleranz und den Religionsdialog gelten?

"Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" von Ramon Llull


Seminararbeit, 2020

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ramon Lull

3 Das Buch vom Heiden und den drei Weisen

4 Das Lullsche Modell des Dialogs
4.1 Die Bedingungen des Dialogs
4.2 Ziele des Dialogs

5 Lulls Rolle als Missionar

6 Schlussbetrachtungen

7 Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Den Anfang der intellektuellen Auseinandersetzung christlicher Gelehrten mit dem Islam in Europa setzte Petrus Venerabilis. Dieser Diskurs wurde von vielen nach ihm fortgesetzt, wie auch von Ramon Lull1 ein Jahrhundert später.2 Ramon Lull, wohl eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Mittelalters, wird „als Vertreter mittelalterlicher religiöser Toleranz“3 auf der einen Seite gerühmt, aber im selben Atemzug wird davor gewarnt, ihn, den überzeugten Missionar, „nicht überschäumend als Vorkämpfer des Religionsdialoges oder gar des Toleranzgedankens“4 darzustellen. Wie kann es sein, dass nach rund 700 Jahren Lulls Verständnis des Religionsdialogs oder seine Botschaft nicht eindeutig bestimmt werden kann? Inwiefern lässt sein Erbe überhaupt ein allumfassendes Urteil seiner ambivalenten Person und seines umfangreichen Werkes zu? Bietet er nicht selbst in seinen Schriften genug Argumente, um ihn für das Jahrhundert, in dem er lebte, als überaus tolerant und genauso als radikalen und vehementen Vertreter der Mission um jeden Preis darzustellen? Eine voreilige Beurteilung würde dem großen Theologen und Philosophen nicht gerecht werden.5

Im Folgenden wird versucht die Ambivalenz Ramon Lulls im Kontext des interreligiösen Dialogs darzustellen. Ferner wird gefragt inwiefern Lull trotz seiner Ambiguität als Vorbild für Toleranz und den Religionsdialog gelten kann. Als Erstes soll die Person Ramon Lull vorgestellt und die für die Fragestellung relevanten Schlüsselereignisse seines Lebens dargestellt werden. Anschließend soll eine Zusammenfassung des Buchs vom Heiden und den drei Weisen 6 , eine der religionsvergleichenden Schriften Lulls, folgen. Zur Ausarbeitung der Positionen und Ideen des mittelalterlichen Denkers wird das Buch vom Heiden und den drei Weisen eine wesentliche Rolle spielen, da die anfangs zitierte Meinungsverschiedenheit unter anderem aus dem Verständnis und der Interpretation dieser Schrift resultiert. Deshalb wird mit Hilfe von einer zentralen Textpassage aus dem Werk das lullsche Modell des Dialogs eingeleitet und thematisiert. Abschließend wird auf die Stellung Lulls als Missionar eingegangen und die Frage nach den Absichten Lulls gestellt. Eine weitere Einbeziehung und Konzentration auf die Schriften und das Wesen Lulls wird im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich sein.

Bei der Bearbeitung der vorliegenden Analyse wurde vermehrt auf die reichlich vorhandenen Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften zurückgegriffen. Diese konzentrieren sich im Rahmen ihrer jeweiligen Fragestellung auf Einzelaspekte der Lullschen Ideenwelt und Praxis. Die Schwierigkeit bestand zweifelsohne in der Synthese dieser auf Einzelaspekte fokussierten Literatur. Dementgegen bietet Theodor Pindl mit dem ausführlichen Nachwort zur Übersetzung des Buches vom Heiden und den drei Weisen eine Einführung in die Gedankenwelt Ramon Lulls und auch eine Interpretation des Werkes.7 Für Abhilfe sorgten zudem die von Erhard Wolfram Platzeck, dem deutschen Franziskaner und Philosophiehistoriker, abgefasste Einführung in das Leben und Werk Ramon Lulls8 und die Analyse des Religionsvergleichs bei Ramon Lull und Nikolaus von Kues des Theologen Walter Andreas Euler9. Der Umstand, dass beide Monographien über rund 30 Jahre alt sind10 und dennoch einen würdevollen Platz in den Lullstudien haben, zeigt einerseits die Qualität dieser beiden Werke, aber auch die dringende Notwendigkeit einer neuen Studie, die Lulls Person mitsamt seinen Werken und den neuen Ergebnissen aus der Forschung miteinschließt.

2 Ramon Lull

Ramon Lull wurde um das Jahr 1232 im Ciutat de Mallorques dem heutigen Palma de Mallorca geboren.11 Das erst neulich von einer zirka 300 jährigen muslimischen Herrschaft abgelöste und als Teilreich der Krone Aragón integrierte Königreich Mallorca bat Lull schon in frühen Jahren die Gelegenheit in Kontakt mit den zwei anderen abrahamitischen Religionen zu treten. Immerhin waren 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung auf der Insel, einem der damals bedeutenden mittelalterlichen Handelszentren, muslimisch und zudem gab es eine signifikante jüdische Minderheit.12 Lull wuchs als Einzelkind eines womöglich adeligen Hauses auf und genoss schon in frühen Jahren als Page am Hofe des Königs Jakob I. eine gute Erziehung. Danach verbrachte er seine Zeit bis zum Anbeginn seiner Visionen im Jahre 1263 als Hofbeamten im selben Königshaus.13

Diese Visionen veranlassten Lull sein Leben drastisch zu verändern. Fortan widmete sich sein gottgefälliges Leben drei Zielen: Das erste Ziel war die Bekehrung der Ungläubigen14 unter Inkaufnahme des Martyriums. Lull war sich bewusst, dass für die Mission eine fundierte Kenntnis der christlichen Theologie nicht ausreichend ist. Das Erlernen der Sprachen der Nichtchristen war deshalb für ihn von zentraler Bedeutung und somit waren seine intensiven philosophisch-theologischen Studien immer vom Sprachunterricht begleitet.15 Lull verfolgte dieses Ziel nicht nur indem er apologetische Schriften verfasste, sondern versuchte durchaus sein theoretisches Wissen umzusetzen, indem er direkten Kontakt zu Nichtchristen suchte und sie vom Christentum überzeugen wollte.16

An zweiter Stelle stand die Abfassung eines apologetischen Buches, welches das beste Buch der Welt sein sollte. Dieses Buch, die ars iulliana, ist jedoch vielmehr eine generelle Methodik, die auf alle anderen Wissenschaften angewendet werden kann. Durch diese Festlegung einer generellen Methodik strebte Lull an ein generelles Verständnis zwischen den Menschen zu etablieren. Des Weiteren versuchte er dadurch allen denkenden Menschen zu ermöglichen durch Vernunft Gotteserkenntnis zu erlangen und sie so zu einem erleuchteten Christentum zu führen.17 Diese neuen Lehren versuchte Lull als Nichttheologe18 der Kirche unterzuordnen und an apostolischen Stuhl zu verbreiten. So stellte er seine Ideen und Ansichten in Rom, Paris und Montpellier vor und verteidigte sie vor zünftigen Klerikern. Allgemein wurden Lulls Ideen sehr kritisch rezipiert und sogar durch die päpstliche Bulle und der theologischen Fakultät in Paris, der höchsten Lehreinrichtung für Theologie zu der Zeit, teilweise verboten.

Das letzte Ziel war die Gründung von Missionsklöstern, in denen die Sprache der Ungläubigen gelehrt werden soll. Um dieses Ziel zu erfüllen, begab sich Lull auf mühsame Reisen. Auf diesen Reisen versuchte er Könige und Kleriker zur Stiftung von Klöstern, in denen die orientalischen Sprachen gelehrt werden sollen, zu bewegen. Dieses Werben führte zu der Gründung eines Sprachkollegs – nach Annemarie Mayer einer der größten Erfolge Lulls - in Miramar im Königreich Mallorca, wo 13 Franziskaner ausgebildet wurden. Weitere Projekte des Mallorquiners wurden im Konzil von Vienne 1311 abgelehnt und so zog sich Lull enttäuscht von der Politik zurück.19 Während Ramon Lull aktiv um die Stiftung von Missionsklöstern warb, fasste er auch Bittschriften ab, in denen er den Kreuzzug eindeutig unterstützt und mögliche Vorschläge zur Realisierung anbietet.20

Um die Jahre 1315/16 verließ Lull die Weltbühne und ging in die Geschichte nicht nur als Prediger und Theologe ein, sondern auch als Mitbegründer der katalanischen Schrift und weiteren bedeutenden Verdiensten in den Gebieten der Logik, Grammatik, Pädagogik, Philosophie und noch vielen mehr.21 Der Mallorquiner verfasste rund 300 Werke meist in katalanischer Sprache, wie aber auch in Latein und Arabisch. Nebenbei rühmte er sich mit den Namen christianus arabicus, procuratis infidelis oder auch als doctor illuminatus.22

3 Das Buch vom Heiden und den drei Weisen

Das Buch vom Heiden und den drei Weisen wurde durch das Mittelalter hindurch bis heute breit rezipiert. Die erste Fassung wurde von Lull auf Katalanisch niedergeschrieben und später ins Lateinische übersetzt.23 Möglicherweise war das Werk als Lehrbuch für die 13 Franziskaner in der oben erwähnten Sprachschule von Miramar gedacht.24

Das Buch vom Heiden und den drei Weisen fängt mit einer Invocatio an und wird von einführenden Worten Lulls gefolgt. In der Rahmenerzählung wird anschließend vom Heiden erzählt, der sich betrübt vom Gedanken des Todes und der Endlichkeit aller Dinge aufmacht und in die Ferne zieht.25 Erwähnenswert ist hier zudem, dass der Heide nichts von Gott weiß und weder an die Auferstehung noch an ein Leben nach dem Tod glaubt, aber sich durchaus in der Philosophie auskennt.26 Zur selben Zeit brechen vor den Toren der Stadt drei Weisen, als Vertreter der drei monotheistischen Religionen, auf und treffen im Wald an einer frischen Quelle unter fünf Bäumen die Dame der Intelligenz. Diese weist die drei Herren in die Bedeutung und Bedingungen der Bäume und deren Blüten ein. Darauf folgt, dass sich die Weisen darauf einigen fortan auf Grundlage dieser Bedeutungen und Bedingungen Religionsgespräche zu führen und „durch zwingende Vernunftgründe eine Übereinstimmung“27 in einer Religion zu versuchen. In dem Moment als sich die Weisen entscheiden sich gegenseitig Fragen zu stellen, erscheint der trostlose Heide und fängt das Gespräch mit den Weisen an.

Die Weisen überzeugen den Heiden im ersten Kapitel auf Grundlage der Lehren der Dame der Intelligenz, dass es einen Gott und die Auferstehung nach dem Tode gibt. Anschließend stellt jeder Weise seine eigene Religion anhand der Blüten der fünf Bäume vor und versucht den Heiden für die eigene Religion zu gewinnen. Der chronologischen Entstehung der Religionen folgend fängt der Jude im zweiten Kapitel an und erläutert das Judentum in 8 Artikeln. Der Christ versucht seine Religion in 14 Artikeln im dritten Kapitel dem Heiden näher zu bringen und zuletzt stellt der Sarazene, wie er im Werk genannt wird, den muslimischen Glauben in 12 Artikeln vor. Während die Weisen jeweils in ihrer Religion den Heiden unterweisen ist es auch nur ihm erlaubt Zwischenfragen zu stellen.28

Nachdem alle Weisen ihre Religion präsentiert haben, zögert der Heide mit der Bekanntmachung, für welche Religion er sich entschieden hat, und wartet auf zwei weitere Heiden, die in der Ferne erscheinen. Als aber die Weisen den Beschluss fassen den Heiden zu verlassen, bleibt das Ende des Buches offen. Abschließend einigen sich die Weisen vor den Toren der Stadt, wo ihre Reise begann, darauf sich einmal am Tag zu treffen und zu diskutieren, wie sie es von der Dame der Intelligenz gelernt hatten und dies solange zu tun bis sie sich einem einzigen Glauben und einer einzigen Religion bekennen und zur Eintracht gelangen. Die Weisen trennen sich in liebenswerter Weise und es wird gesagt, dass alle drei sich an ihr Wort gehalten haben.29

4 Das Lullsche Modell des Dialogs

4.1 Die Bedingungen des Dialogs

Das Buch vom Heiden und den drei Weisen kann als Ideal Lulls für den Dialog zwischen Religionen aufgefasst werden. So sind auch Bedingungen für einen Religionsdialog im Sinne Lulls hier zu finden.

„Während der Weise diese und viele andere Worte sprach, waren die drei auch schon an dem Ort angelangt, wo sie sich anfangs begegnet waren, an den Toren der Stadt. Hier nahmen sie herzlich und freundschaftlich voneinander Abschied. Jeder bat die anderen um Verzeihung für den Fall, daß er irgendein beleidigendes Wort gegen ihre Religion gesagt haben sollte. Und sie verziehen einander. Als sie nun gerade auseinandergehen wollten, sagte einer der drei Weisen: „Denkt ihr nicht, daß wir uns die Erfahrungen des Waldes zunutze machen sollten? Wie wäre es, wenn wir uns einmal am Tag treffen und nach der Methode der fünf Bäume und der zehn durch ihre Blüten dargestellten Bedingungen diskutieren in der Art, wie sie uns die Dame der Intelligenz gelehrt hat? Und wenn sich unsere Diskussion so lange fortsetzte, bis wir alle drei uns zu einem einzigen Glauben und einer Religion bekennen und bis wir einen Weg finden, wie wir einander am besten ehren und dienen können, so daß wir zur Eintracht gelangen? Denn Krieg, Wirrsal, Mißgunst, Unrecht und Schande hindern die Menschen daran, sich auf einen Glauben zu einigen.“ Die beiden anderen Weisen hielten für gut, was der Weise gesagt hatte; sie vereinbarten Zeit und Ort für die Streitgespräche und legten Verhaltensregeln für einen respektvollen Umgang miteinander in der Diskussion fest. Sobald sie zu einem Einverständnis hinsichtlich ihres Glaubens gekommen seien, würden sie durch die Welt ziehen, um den Namen Gottes, unseres Herrn, zu preisen. Jeder der drei Weisen kehrte nach Hause zurück und hielt sich an das, was er versprochen hatte.“30

Durch den oben zitierten Abschnitt wird nochmal deutlich, dass sich die Weisen einhellig zu den Prinzipien der Dame der Intelligenz bekennen und auch zusätzlich eigene Verhaltensregeln aufstellen. Zu den Prinzipien gehört es fortan Dialog nur mit notwendigen Vernunftgründen, den rationes necessariae, zu führen.31 Dies entspringt der Erfahrung Lulls, dass Absolutheitsansprüche in Religionsgesprächen stets vorhanden sind, dadurch Gespräche sehr schnell verstummen und letztendlich die Parteien sich unversöhnlich gegenüberstehen.32 Deshalb ist nach Lulls Meinung eine gemeinsame vernunftbasierte Grundlage anhand der Argumente formuliert werden notwendig.33 Diese Forderung einer rationalen Grundlage der Diskussion erwächst außerdem aus dem Verständnis Lulls über den Glauben. Lull behauptet, dass alle Inhalte einer Religion rational sein müssen. Denn wenn dies nicht der Fall ist und man an gewisse Inhalte glauben müsse und sie nicht rational beweisbar sind, ist nach seiner Meinung Gott für den Unglauben der Person schuldig.34 Nach der Logik Lulls kann Gott aber nicht für den Unglauben schuldig sein und deshalb müssen folglich alle Dogmen und Glaubensinhalte rational sein.35

[...]


1 Im Folgenden wird die in der deutschen Literatur gängige Schreibweise Ramon Lull verwendet.

2 Vgl. Euler, Walter Andreas: Unitas et pax. Religionsvergleich bei Raimundus Lullus und Nikolaus von Kues (= Religionswissenschaftliche Studien 15), 2. Aufl. Würzburg 1995, S. 14.

3 FRIEDLEIN, Roger: Der Dialog bei Ramon Lull. Literarische Gestaltung als apologetische Strategie (= Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie 318), Tübingen 2015, S. 88.

4 HAMANN, Florian: Der Koran als Autorität oder die Argumentation aus falschen Prämissen bei Nikolas von Kues, Heymericus de Campo und Raymundus Lullus, in Philosophie Interdisziplinär 28 (2009), S. 113-136, hier: S. 134.

5 Vgl. Euler, 1995, S. 34.

6 Fortlaufend wird der deutsche Titel des Werkes benutzt werden, da die deutsche Übersetzung von Theodor Pindl Ramon Lull: Das Buch vom Heiden und den drei Weisen, ed. v. Theodor Pindl (= RECLAMS UNIVERSAL-BIBLIOTHEK Nr. 9693), Ditzingen 2007. größtenteils zu Rate gezogen wurde.

7 Vgl. Theodor Pindl Ramon Lull: Das Buch vom Heiden und den die Weisen, ed. v. Theodor Pindl (= RECLAMS UNIVERSAL-BIBLIOTHEK Nr. 9693), Ditzingen 2007.

8 Vgl. PLATZECK, Erhard Wolfram: Raimund Lull. Sein Leben - Seine Werke. Die Grundlagen seines Denkens, Düsseldorf 1962.

9 Vgl. Euler, Walter Andreas: Unitas et pax. Religionsvergleich bei Raimundus Lullus und Nikolaus von Kues (= Religionswissenschaftliche Studien 15), 2. Aufl. Würzburg 1995.

10 Die Einführung von Platzeck ist mittlerweile schon 60 Jahre alt.

11 Für eine Diskussion der umstrittenen Jahreszahlen und Stationen im Leben Ramon Lulls vgl. Platzeck, 1962, S. 10–41.

12 Vgl. Pindl, 2007, S. 262.

13 Vgl. Euler, 1995, S. 36.

14 Unter Ungläubigen sind bei Lull Juden und Muslime gemeint. Vgl. Mayer, Annemarie: Ramon Lull. Engagement für eine echte Begegnung mit den Muslimen, in: Adrian Holderegger/ Mariano Delgado/ Anton Rotzetter (Hrsg.): Franziskanische Impulse für die interreligiöse Begegnung, Stuttgart 2014, S. 143-156, hier: S. 144.

15 Vgl. Platzeck, 1962, S. 15.

16 Vgl. Ebd. S. 49f.

17 Vgl. Lohr, Charles: Ramon Lull and thirteenth-century religious dialogue, in: Horacio Santiago-Otero (Hrsg.): Diálogo filosófico-religioso entre cristianismo, judaísmo e islamismo durante la edad media en la Península Ibérica. Actes du colloque international de San Lorenzo de ElEscorial, 23 - 26 juin, Turnhout 1994, S. 117–130, hier: S. 117.

18 Lull legt kein Studium der Theologie ab und bleibt somit teilweise auch seinem späten Lebenswandel verschuldet Laie. Dieser Umstand hindert ihn keineswegs eigene theologische Ansichten zu entwickeln, jedoch an der Kommentierung der Bibel. Vgl. Platzeck, 1962, S. 48.

19 Vgl. Mayer, 2014, S. 144.

20 Vgl. Pindl, 2007, S. 269.

21 Vgl. Stöhr, 2003, S. 119f.

22 Vgl. Pindl, 2007, S. 262.

23 Vgl. ebd. S. 257f.

24 Vgl. ebd. S. 268.

25 Markus Enders setzt hier an und behauptet, dass für Lull die „Erfahrung des eigenen Mangels an nicht vorübergehender, mithin anwesender Gegenwart […] der anthropologische Entstehungsgrund zumindest von monotheistischer Religiosität“ sein. ENDERS, Markus: Das Gespräch zwischen den Religionen bei Raimundus Lullus, in: Miscellanea Mediaevalia 33 (2006), S. 194–214, hier: S. 198.

26 Vgl. Pindl, 2007, S. 6f.

27 Ebd. S. 17.

28 Vgl. ebd. S. 290.

29 Vgl. ebd. S. 244–249.

30 Ebd. S. 248f.

31 Vgl. ebd., S. 17.

32 Das schnelle Verstummen der Gesprächspartner kann verschiedene Gründe haben. Einerseits sind heilige Texte schon im innerchristlichen Diskurs unterschiedlich interpretierbar und dienen deshalb erst recht nicht als Basis für interreligiösen Diskurs. Auf der anderen Seite behauptet Lull, dass Nichtchristen die Autorität der Christen leugnen aber sicherlich für vernünftige Argumente offen sind. Vgl. Mayer, 2014, S. 153ff.

33 Vgl. Euler, 1995, S. 85.

34 Hierbei ist Lull noch ein klares Kind des 12. Jahrhunderts, wo jeder Glaubensinhalt rational zu bestätigen versucht wurde. Zu Lebzeiten von Lull ist jedoch die Ansicht, dass es Teile der Religion gibt, an die man ausschließlich glauben kann weit verbreitet. Dies kann womöglich eines der Gründe sein warum Lull an der Kurie so erfolglos war und seine Bücher später verboten wurden. Für weitere Informationen vgl. Lohr, 1994, S. 125f.

35 Vgl. Mayer, 2014, S. 154f.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Kann Ramon Llull als Vorbild für Toleranz und den Religionsdialog gelten?
Untertitel
"Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" von Ramon Llull
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
13
Katalognummer
V902916
ISBN (eBook)
9783346193391
ISBN (Buch)
9783346193407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
buch, heiden, kann, llull, ramon, religionsdialog, toleranz, vorbild, weisen
Arbeit zitieren
Melih Kemerli (Autor), 2020, Kann Ramon Llull als Vorbild für Toleranz und den Religionsdialog gelten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/902916

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Kann Ramon Llull als Vorbild für Toleranz und den Religionsdialog gelten?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden