Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik

Der Erfolg von Korruptionsbekämpfungsmechanismen in NRW und Bayern

Titel: Der Erfolg von Korruptionsbekämpfungsmechanismen in NRW und Bayern

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Moritz Bülau (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Korruption betrifft alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Historisch vor allem als Delikt in der öffentlichen Verwaltung verstanden, kann es heute auch Funktionsträger im privaten Sektor betreffen. Durch Korruption entstehen materielle und immaterielle Schäden, die das Vertrauen in die Integrität der öffentlichen Verwaltung oder in eine schutzwürdige Unternehmenspraxis in Deutschland untergraben kann. Das Landeskriminalamt NRW veröffentlicht jährlich einen Bericht zur Korruptionslage in Nordrhein-Westfalen.

Dabei ist zu beachten, dass nur die aufgedeckten Korruptionsdelikte erfasst werden. Die vermutete Dunkelziffer könnte wesentlich höher sein. Allein im Jahr 2017 wurde ein Anstieg der Korruptionsverfahren um 54,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Dieser starke Anstieg steht in Verbindung mit einem bundesweiten Umfangsverfahren zur Schulfotografie, eine Einschränkung, die jedoch nicht die Bedeutung von Korruption im allgemeinen mindern soll (LKA NRW 2017). Auf Grundlage derartiger kriminalwissenschaftlicher und -praktischer Erkenntnisse versuchen der Bund, die Länder und Kommunen der Korruptionsentwicklung mit Hilfe von Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung entgegenzuwirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fallvergleichende Kausalanalyse und die ökonomische Institutionentheorie

2.1 Einordnung der fallvergleichenden Kausalanalyse

2.2 Anwendung der fallvergleichenden Kausalanalyse

2.3 Einordnung der zugrunden liegenden Institutionentheorie

3 Definitorische Einordnung des Begriffs Korruption in der öffentlichen Verwaltung

3.1 Definition „Korruption“

3.2 Korruptionsdelikte und einhergehende Straftatbestände

4 Anwendung der fallvergleichenden Kausalanalyse auf die Länder Nordrhein-Westfalen und Bayern

4.1 Fallauswahl und Hypothesen

4.2 Charakterisierung der unabhängigen Variablen (Nordrhein-Westfalen)

4.3 Charakterisierung der unabhängigen Variablen (Bayern)

4.4 Auswirkungen auf die abhängige Variable (NRW)

4.5 Auswirkung auf die abhängige Variable (Bayern)

5 Fazit

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer fallvergleichenden Kausalanalyse, um die Wirksamkeit unterschiedlicher Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern zu untersuchen und gegenüberzustellen.

  • Fallvergleichende Kausalanalyse als methodischer Rahmen
  • Ökonomische Institutionentheorie als theoretische Basis
  • Unterschiedliche regulatorische Ansätze zur Korruptionsprävention
  • Analyse der Aufklärungsraten und statistischer Erfassungsunterschiede
  • Evaluierung von Gesetzen und Richtlinien in den beiden Bundesländern

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition „Korruption“

Eine universelle Definition von Korruption ist aus mehreren Gründen nicht möglich. Der Zugang wird erschwert durch den Umstand, dass es abweichende Definitionen, etwa juristische, und differierende Einstellungen, etwa moralische, zur Korruption gibt. Der Zugang zur empirischen Seite ist dadurch erschwert, dass Korruption kein Opfer hervorbringt, das von der Tat in eigener (natürlicher) Person betroffen ist („opferloses Delikt“), und Korruption aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Strafanzeige gebracht wird (Borkenstein 2015, S. 17).

Zudem gibt es in Deutschland keine gesetzliche oder kriminologisch exakte Definition des Begriffs Korruption. Dies rührt beispielsweise daher, dass der strafrechtliche Ausgangspunkt in den Delikten der Bestechung und Bestechlichkeit bzw. Vorteilsnahme und -gewährung (§§ 331 bis 337 Strafgesetzbuch) bei den Amtsdelikten liegt, während vergleichbares Verhalten im Unternehmenszusammenhang erst nach und nach aus dem Untreuetatbestand (§ 266 StGB) in Korruptionsdelikte des privatwirtschaftlichen Handlungsumfelds transferiert wurde. Vom Idealtypus des Richters, dann des Beamten ausgehend, die ihre Handlungsmacht im staatlichen Raum nicht missbrauchen dürfen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten auch weitere Verantwortungsträger strafrechtlich definiert, die über eine vergleichbare autonome Handlungsmacht wie der Richter/Beamte verfügen, deren Missbrauch aus mehr oder minder im öffentlichen Interesse liegenden Gründen zu pönalisieren war, beispielsweise im Bereich der Integrität medizinischer Dienstleistungen oder des Sportwettenwesens. Formuliert wurde dies unter anderem im „Gesetz zur Bekämpfung der Korruption“ vom 13. August 1997. Den Begriff der Korruption selbst kennt das Strafgesetzbuch jedoch nicht (Borkenstein 2015, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Korruptionsthemas in Deutschland, grenzt die Untersuchung auf die Bundesländer NRW und Bayern ein und definiert das Ziel einer fallvergleichenden Kausalanalyse.

2 Fallvergleichende Kausalanalyse und die ökonomische Institutionentheorie: Dieses Kapitel legt die methodischen Grundlagen der Kausalanalyse und die theoretische Fundierung durch die ökonomische Institutionentheorie dar.

3 Definitorische Einordnung des Begriffs Korruption in der öffentlichen Verwaltung: Hier erfolgt eine Annäherung an den Korruptionsbegriff sowie eine Auflistung der relevanten Straftatbestände im deutschen Recht.

4 Anwendung der fallvergleichenden Kausalanalyse auf die Länder Nordrhein-Westfalen und Bayern: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die Variablen und führt die eigentliche Analyse der Maßnahmen und ihrer Wirkungen in den beiden Bundesländern durch.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Hypothesenprüfung zusammen und bewertet die unterschiedlichen regulatorischen Ansätze von NRW und Bayern.

6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert notwendige Verbesserungen, wie die Ausweitung der Konzepte auf Kommunen und eine stärkere Kooperation zwischen Rechnungshöfen und Ermittlungsbehörden.

Schlüsselwörter

Korruption, Korruptionsbekämpfung, Kausalanalyse, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Institutionentheorie, Korruptionsprävention, Strafgesetzbuch, öffentliche Verwaltung, Transparenz, Ermittlungsverfahren, Gesetzgebung, Compliance, Präventionsgesetz, Fallstudie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie effektiv unterschiedliche Korruptionsbekämpfungsmechanismen in der öffentlichen Verwaltung der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Rolle der Landesregierungen bei der Korruptionsprävention und die statistische Auswertung der Aufklärung von Korruptionsdelikten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, mittels einer fallvergleichenden Kausalanalyse herauszufinden, ob die spezifischen Maßnahmen und Konzepte der Länder einen messbaren Einfluss auf die Aufklärungsraten von Korruptionsdelikten haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine fallvergleichende Kausalanalyse angewandt, die auf Variablen-basierten Vergleichen zwischen Fällen basiert und durch die ökonomische Institutionentheorie gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einordnung, die definitorische Klärung von Korruptionsdelikten sowie die konkrete Anwendung des Kausalmodells auf die Fälle NRW und Bayern, inklusive der Charakterisierung der Variablen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Korruptionsbekämpfung, Kausalanalyse, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Institutionentheorie und Prävention.

Warum gibt es keine universelle Definition für Korruption?

Eine allgemeingültige Definition scheitert an abweichenden juristischen, moralischen und empirischen Perspektiven sowie der Tatsache, dass das deutsche Strafrecht keinen einheitlichen Straftatbestand „Korruption“ kennt.

Welchen Unterschied gibt es bei der Datenverfügbarkeit in Bayern gegenüber NRW?

Im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen werden Daten zu Korruptionsdelikten in Bayern nicht öffentlich gemacht, was eine vergleichende Analyse der Wirksamkeit erschwert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Erfolg von Korruptionsbekämpfungsmechanismen in NRW und Bayern
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Der öffentliche Dienst der Bundesländer und das Beamtenrecht - Funktion, Ausgestaltung und Wirkung in der Praxis
Note
1.7
Autor
Moritz Bülau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V902993
ISBN (eBook)
9783346205407
ISBN (Buch)
9783346205414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bayern erfolg korruptionsbekämpfungsmechanismen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Bülau (Autor:in), 2020, Der Erfolg von Korruptionsbekämpfungsmechanismen in NRW und Bayern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/902993
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum