Die Bedeutung einer nachhaltigen Unternehmensverantwortung unter Berücksichtigung von Corporate-Social-Responsibility in einem DAX-Konzern


Hausarbeit, 2019

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begrifflichkeiten in der Unternehmensverantwortung
2.1 Corporate Responsibility
2.2 Corporate Social Responsibility

3 Die Rolle der Stakeholder

4 Auswirkungen und Bedeutung von CSR bei Merck
4.1 Auswirkungen und Bedeutung auf ökonomischer Ebene
4.2 Auswirkungen und Bedeutung für die Umwelt
4.3 Auswirkungen und Bedeutung für die Gesellschaft

5 Diskussion

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 01: Corporate Responsibility

Abbildung 02: Stakeholder Merck

Abkürzungsverzeichnis

CC Corporate Citizenship

CG Corporate Government

CR Corporate Responsibility

CSR Corporate Social Responsibility

CSR-RUG CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

1 Einleitung

Im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung und den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft nimmt auch die Rolle der unternehmerischen Verantwortung in Bezug auf die ethische Bewertung des wirtschaftlichen Handelns eine immer größere Bedeutung ein (Brühl, 2018, S. 1-2). Die Konsumenten fragen sich zunehmend, wie die Gewinne der Unternehmen erwirtschaftet werden und ob die Waren umweltverträglich, ethisch und sozial verantwortlich hergestellt werden. Dabei gilt es genau zu beobachten wie sämtliche interne und externe Stakeholder für eine nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens hinsichtlich der Sicherung der Grundbedürfnisse und Verteilungsgerechtigkeit für gegenwärtige und zukünftige Generationen beteiligt werden (Jizba, 2014, S. 1, 18-19). Für die pharmazeutische Industrie wird am Beispiel des Dax Konzerns Merck erörtert, wie die gesellschaftliche Verantwortung nach der von der Europäischen Union verabschiedete Richtlinie 2014/95/EU in einem Konzern umgesetzt wird (Deinert, Schrader & Stoll, 2015, S. 8).

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll folgende Forschungsfrage untersucht werden: Welche Bedeutung und Auswirkungen hat die Einführung von Corporate Social Responsibility (CSR) im Hinblick auf die Berichtspflicht für kapitalmarktorientierte Unternehmen in einem DAX-Konzern?

Mit Hilfe der Suchmaschinen Google Scholar und der digitalen Bibliothek von studynet onlineplus wurde nach geeigneter Literatur gesucht. Hierbei wurde vornehmlich nach den Suchbegriffen Corporate Social Responsibility, Werte, Normen, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit und wertorientierte Unternehmensführung recherchiert.

Im ersten Teil dieser Arbeit werden zunächst die Begrifflichkeiten in der Unternehmensverantwortung in Form der Corporate Responsibility (CR) und als einen Teil hiervon CSR näher erläutert. Im zweiten Teil wird die Bedeutung des Stakeholdermanagements bei CSR vorgestellt (Göbel, 2017, S. 129-162). Im Anschluss wird näher beleuchtet, welche Bedeutung und Auswirkungen die Einführung eines CSR bei dem DAX-Konzern Merck hat (Merck, 2018). Dabei werden die jeweiligen verschiedenen Bereiche auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene näher betrachtet (Von Hauff, 2014, S. 32-43). Danach werden im Rahmen einer Diskussion die seit Einführung eines CSR fragwürdigen Angriffspunkte und Entwicklungsoptionen näher beleuchtet, um im Anschluss in einem Fazit die Ergebnisse dieser Arbeit zusammenzufassen.

2 Begrifflichkeiten in der Unternehmensverantwortung

Der Begriff der unternehmerischen Verantwortung wird im allgemeinen Sprachgebrauch mit Corporate Responsibility (CR) beschrieben. Welche Begrifflichkeiten hierbei zu beachten sind, wird in den nächsten beiden Abschnitten erläutert.

2.1 Corporate Responsibility

Die Bezeichnung von CR vereint zunächst drei Konzepte. Hierbei handelt es sich als erstes um den Bereich Corporate Government (CG). In diesem Konzept wird die Unternehmensleitung beschrieben. Insbesondere der Bereich Compliance steht für die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften, Standards und internen Regelungen im Unternehmen (Knoppe & Schmidpeter, 2015, S. 5). Für deutsche börsennotierte Unternehmen ist der deutsche Corporate Governance Kodex verpflichtend (Jizba, 2014, S. 35). Hierbei handelt es sich um ein Regelwerk, das vor allem Empfehlungen und Anregungen für börsennotierte Unternehmen zur guten Unternehmensführung enthält. Wenn die Unternehmen den Regeln des Kodex nicht folgen, drohen allerdings keine Konsequenzen. Nach § 161 AktG müssen die börsennotierten Aktiengesellschaften lediglich jährlich veröffentlichen, ob sie den Regeln gefolgt sind und haben etwaige Abweichungen inhaltlich zu begründen (Gogoll & Wenke, 2017, S. 185).

Ein zweiter Bereich von CR bezieht sich auf Corporate Citizenship (CC). Unter diesem Bereich der unternehmerischen Verantwortung wird bürgerliches Engagement verstanden. Hierbei wird unterschieden zwischen Unternehmensspenden, Unternehmensstiftungen, Förderung des Mitarbeiterengagement und Sozial- oder Soziosponsoring. In der Praxis hat sich für ein Unternehmen ein Corporate Citizen Mix als erfolgversprechend bewährt. Danach wird ein Mix aus Geld-, Produkt und Sachspenden vergeben sowie steuerlich und rechtlich begünstigte Unternehmensstiftungen gefördert. Zudem wird im Corporate Volunteering auf die Beteiligung von Aktionstagen und Social Days in Form von Zeitspenden durch den Einsatz von Beschäftigten im kurzfristigen Bereich und z.B. durch das Verleihen von Personal an soziale Organisationen im längerfristigen Bereich gesetzt. Abgerundet werden kann der Mix mit dem Bereitstellen von Geld oder Sachmitteln zur Förderung der sozialen Arbeit. Als Gegenleistung für diese Form des Social Sponsoring wird Werbung oder die Benennung als Förderer angeboten (Jizba, 2014, S. 34-35).

Die nachfolgende Abbildung stellt den Aufbau von CR mit den jeweiligen Bereichen zusammenfassend dar:

Abbildung 1: Corporate Responsibility

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Corporate Responsibility eines Unternehmens (Quelle: Der Prozessmanager, 2019)

Die Bereiche des CG und CC wurden der Vollständigkeit halber im Rahmen von CR aufgeführt. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit wird sich vielmehr auf den Bereich des CSR konzentriert. Dieser Begriff als dritter Teilbereich von CR wird im nächsten Abschnitt näher erörtert.

2.2 Corporate Social Responsibility

Das CSR beschreibt die unternehmerischen Aktivitäten im Kerngeschäft mit dem Hintergrund, verantwortungsvoll Geld zu erwirtschaften. In der Praxis werden verschiedene Begriffe im Zusammenhang mit CSR diskutiert. Vom reinen Wortlaut her wird CSR oft mit sozialer Verantwortung von Unternehmen übersetzt. In der Regel werden allerdings soziale und ökologische Angelegenheiten angesprochen, so dass mit CSR die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens gemeint ist (Gogoll & Wenke, S. 187).

In diesem Zusammenhang ist die CSR-Pyramide von Caroll zu erwähnen, welche zur Abstufung von CSR vier Ebenen der Verantwortung eines Unternehmens unterscheidet. Es handelt sich dabei von unten nach oben um die geschäftliche, rechtliche, ethische und philantropische Verantwortungsebene (Bruton, 2017, S. 11). Die geschäftliche oder auch ökonomische Ebene zielt dabei darauf ab, die Gewinne zu maximieren und sein Bestehen langfristig zu sichern. Eine Ebene höher beschreibt die gesetzlichen Verpflichtungen hinsichtlich der Produkte und seiner Prozesse. Im Deutschen wird dieser Bereich auch als Compliance bezeichnet (Bruton, 2017, S. 13). Die dritte Ebene beschäftigt sich mit der Unternehmensverantwortung, im Rahmen ihrer Tätigkeiten nicht gegen die moralischen und ethischen Erwartungen der Gesellschaft zu verstoßen. Die oberste Ebene der Pyramide hingegen beschreibt die Verantwortung eines Unternehmens sich freiwillig zu engagieren, indem es gemeinnützige Zwecke in Kultur, Bildung und Wohlfahrt unterstützt (Bruton, 2017, S. 11-15).

Erstmals hat die EU-Kommission im Jahr 2001 im Grünbuch das CSR als freiwilliges Konzept definiert. Danach sollten Unternehmen soziale Belange und Umweltbelange auf freiwilliger Basis in Ihre Unternehmenstätigkeit und den Beziehungen zu ihren Stakeholdern integrieren (Gogoll & Wenke, S. 187). Damit sollten die bisherigen Strategien der Unternehmensverantwortung aus rein wirtschaftlicher Sicht mit dem Ziel der ausschließlichen Steigerung des Shareholder Value um die ökologischen und sozialen Bereiche ergänzt werden. Dabei wird auf das Konzept des Triple-Bottom-Line-Ansatzes im Sinne des 3-Säulen-Modells der Nachhaltigkeit mit den Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales abgestellt (Schneider & Schmidpeter, 2015, S. 23-24).

Im Jahre 2011 hat die EU-Kommission die Definition von CSR weiterentwickelt. Es wird nun darauf verwiesen ein aktives CSR-Management zu entwickeln und im Unternehmen einzuführen. Explizit wird auf die Verantwortung der Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft im sozialen, ökologischen und ethischen Sinn hingewiesen. CSR dient zur nachhaltigen Entwicklung und wettbewerbsfähigen sozialen Marktwirtschaft (Schneider & Schmidpeter, 2015, S. 25). Dabei wird darauf verwiesen, wie umweltverträglich, ethisch und sozial verantwortlich sowie ökonomisch erfolgreich die Gewinne erwirtschaftet werden. Während Definitionen wie Stakeholder-Ansatz oder Anbindung von CSR an das Kerngeschäft und Berichterstattung aus 2001 übernommen wurden, fehlt es nun an dem Triple-Bottom-Line-Ansatz. Vielmehr wurde dieser um die Bereiche Menschenrechte und Ethik erweitert (Schneider & Schmidpeter, 2015, S. 26). Wie sich der Stakeholder-Ansatz im Rahmen von CSR darstellt wird nun im nächsten Abschnitt näher betrachtet.

3 Die Rolle der Stakeholder

Unter dem Begriff der Stakeholder sind im ethischen Sinn alle Beteiligte zu verstehen, die gegenüber dem Unternehmen legitime Ansprüche haben. Wörtlich übersetzt ins Deutsche bedeutet „Stake“: Anteil, Einsatz oder Anspruch und „holder“: Halter oder Inhaber. Es wird dabei zwischen internen Stakeholdern, wie den Mitarbeitenden, dem Management und Personen mit Eigentum sowie den externen Stakeholdern wie Lieferfirmen, Gesellschaft, Staat, Kreditgebenden und Kundschaft unterschieden (Göbel, 2017, 130-131). In weiterer Literatur werden auch die Begriffe, Vertragsparteien, Betriebsrat oder Gewerkschaften, Gemeinden, Nachbarschaft, oder Behörden genannt (Hentze & Thies, 2012, 129-131). Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den Personen mit Eigentum um solche mit Aktienbesitz oder Anteilen handelt, die als Shareholder bezeichnet werden. Die Shareholder sind somit Teile der Stakeholder. Dies ist insbesondere erwähnenswert, da bis in die 1980´er Jahre das Konzept des Shareholder-Value für die Unternehmensführung im Vordergrund stand. Bei diesem Ansatz war ausschließlich bei allen Unternehmensaktivitäten das primäre Ziel, den Wert des Unternehmens im Hinblick auf die Geschäftsergebnisse anzuheben und die Personen mit Aktienbesitz zufriedenzustellen. Die Unternehmensverantwortung bezog sich ausschließlich auf die Kapitalgebenden (Gogoll & Wenke, S. 186-187). Es hat sich jedoch im Laufe der Zeit gezeigt, dass bei ausschließlicher Konzentration auf eine Interessengruppe die anderen vernachlässigt werden. Wie schon zuvor erwähnt, wurde durch die EU-Kommission in 2001 und 2011 auf den Stakeholder-Ansatz abgestellt. Im Vordergrund steht bei CSR nun der Austausch zwischen den Unternehmen und ihren Stakeholdern. Dazu wurde in Deutschland auch der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) gegründet, um sich regelmäßig über aktuelle Praktiken und neue Herausforderungen auszutauschen und zu beraten (Göbel, 2017, S. 302).

Im Stakeholder-Ansatz werden nun Aspekte der Unternehmensethik unter Berücksichtigung der ökonomischen und moralischen Ziele der Stakeholder angewandt. Jede Gruppe der Stakeholder besitzt jedoch ihre eigenen Ansprüche, die zunächst von der Unternehmensseite identifiziert werden müssen. Nach diesem Vorgang steht das Management vor dem Problem, die Komplexität der Interessen der Stakeholder zu priorisieren. In der Regel handelt es sich um die Bereiche des Umwelt- und Klimaschutzes und Belange der Beschäftigten in Form der Arbeitssicherheit, Gesundheitsförderung oder der Personalentwicklung. Hierzu zählen auch die Themen des betrieblichen Eingliederungsmanagements, die Verbesserung von Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Hentze & Thies, 2012, S. 194).

Des Weiteren werden die Sozialbelange in Form von gesellschaftlichem Engagement, Sicherheitsthemen oder der Produktqualität beleuchtet. Ein wichtiger Aspekt stellt auch die Achtung der Menschenrechte und die Lieferantenbeziehungen dar. Gerade die Lieferfirmen sind selbst Unternehmen, die unternehmerische Verantwortung direkt anwenden können (Suchanek, 2015, S. 321). In diesem Zusammenhang sind auch von ausschlaggebender Bedeutung die Arbeits- und Sozialstandards. Ein nicht zu unterschätzender Bereich stellt auch die Bekämpfung von Korruption und Bestechung dar. Es besteht somit eine Verantwortung gegenüber den Stakeholdern entsprechend zu handeln. Dazu zählen aus Sicht der Führungskräfte z.B. die Verantwortung, die Kundschaft hinsichtlich der Qualität des Angebotes ihrer Leistungen nicht zu belügen. Ebenso sollten die Lieferfirmen auf Grund ihrer Abhängigkeit nicht erpresst werden, zu günstigen Preisen zu liefern. Weiterhin wäre es unverantwortlich die Bürger nicht über Umweltschäden zu informieren oder kriminelle Aktivitäten zu verschleiern (Göbel, 2017, S. 196).

Unter diesem Aspekt wird im nächsten Abschnitt die Berichtspflicht für kapitalmarktorientierte Unternehmen im DAX-Konzern Merck näher betrachtet. Eine Übersicht der Stakeholder von Merck kann folgender Abbildung entnommen werden:

Abbildung 2: Stakeholder Merck

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Stakeholder des Dax-Unternehmens Merck, (Quelle: Merck, 2017)

4 Auswirkungen und Bedeutung von CSR bei Merck

Mit der Richtlinie 2014/95/EU wurde erstmals eine CSR-Berichtspflicht für große Unternehmen eingeführt. Dabei handelt es sich, wie bei dem Konzern Merck, insbesondere um börsennotierte Unternehmen, die von öffentlichem Interesse sind und mehr als 500 Beschäftigte haben (Deinert et al, 2015, S. 22-32). Ab 01.01.2017 wurde diese EU-Richtlinie mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) in nationales Recht eingefügt. Das CSR-RUG legt die Art der offenzulegenden Informationen sowie den Kreis der betroffenen Unternehmen in Deutschland fest.

Der Konzern Merck unterscheidet drei Unternehmensbereiche, Health Care, Life Science und Performance Materials. Der Bereich Health Care wird dominiert durch die Forschung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Biopharma-Geschäft. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Behandlung von Krebserkrankungen, Multipler Sklerose, Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Im Bereich Life Science werden Chemikalien für Forschungslabore, Biotech- und Biopharmahersteller sowie Industrie angeboten. Der dritte Bereich, der Performance Materials hingegen, beinhaltet das Spezialchemikaliengeschäft und ist spezialisiert auf Displays, Computer-Chips und Oberflächen (Merck, 2018, S. 5-6). Der CSR-Bericht als solches wird als nichtfinanzielle Erklärung im Nachhaltigkeitsbericht kenntlich gemacht. Welche Auswirkungen sich hieraus für Merck auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene ergeben, wird anhand der weiteren Abschnitte untersucht.

4.1 Auswirkungen und Bedeutung auf ökonomischer Ebene

Für Unternehmen sind ausschlaggebende Faktoren auf ökonomischer Ebene die Kundenzufriedenheit, die Produktqualität und die lokale Wirtschaftsförderung. Als Ansatz für eine nachhaltige Produktqualität setzt Merck auf die Sicherheit chemischer Produkte. Dazu gehört, entlang der Wertschöpfungskette der chemischen Produkte bereits bei Import, Herstellung, Vermarktung, Verwendung, Recycling und Entsorgung die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Dies erfolgt durch Registrierung der chemischen Produkte und der Gefahrstoffeinstufung. Die Kommunikation über die Gefahren wird über Sicherheitsdatenblätter und Etiketten verbreitet. Im Bereich der Nanotechnologie helfen neue Produkte, Energie und Ressourcen effizienter zu nutzen (Merck, 2018, S. 77-78). Derartige Maßnahmen auf ökonomischer Ebene führen dazu, die Kosten zu reduzieren, was dem Unternehmenserfolg zu Gute kommt (Von Hauff, 2014, S. 55). Für die Kundenzufriedenheit sorgt bei der Arzneimittelversorgung eine aktuelle Kennzeichnung von Produktinformationen. Dazu zählt bei Merck auch die Erklärung in den Beipackzetteln zu möglichen Inhaltsstoffen, die umweltschädigend sein können und demzufolge korrekt entsorgt werden sollten. Des Weiteren ist im Bereich der Arzneimittelpreise dahingehend gesorgt, dass zusätzliche Standards entwickelt wurden, um Arzneimittel zu reduzierten Preisen anzubieten. Zudem werden in einigen Ländern, wie Brasilien, Mexiko, Philippinen, Polen und Südafrika Niedrigpreis-Zweitmarken angeboten (Merck, 2018, S. 72-73). Für die Produktqualität werden die Produkte gegen Fälschungen abgesichert und präventiv gegen illegalen Vertrieb von Produkten vorgegangen (Merck, 2018, S. 83). Die lokale Wirtschaftsförderung als Beitrag zur Kundenzufriedenheit wird bei Merck, allerdings lediglich dann berücksichtigt, wenn lokale Gesetze vorgeben, entsprechend Lieferfirmen aus der Region zu beauftragen. Eher werden hier wirtschaftliche Erwägungen bei Anerkennung von Importzöllen oder Lizenzen beachtet (Merck, 2018, S. 32).

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung einer nachhaltigen Unternehmensverantwortung unter Berücksichtigung von Corporate-Social-Responsibility in einem DAX-Konzern
Hochschule
Hochschule Fresenius Idstein  (Fresenius)
Veranstaltung
Wertorientierte Unternehmensführung
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V903220
ISBN (eBook)
9783346196460
ISBN (Buch)
9783346196477
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wertorientierte Unternehmensführung, Dax, CSR, Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Merck, Stakeholder
Arbeit zitieren
Markus Kasper (Autor), 2019, Die Bedeutung einer nachhaltigen Unternehmensverantwortung unter Berücksichtigung von Corporate-Social-Responsibility in einem DAX-Konzern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903220

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