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Empirische Evidenz der einheitlichen Konzernbesteuerung

Title: Empirische Evidenz der einheitlichen Konzernbesteuerung

Seminar Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Volkswirt Markus F. Enzner (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Seminararbeit beschäftigt sich mit einem möglichen Übergang vom System separater Gewinnbesteuerung, zum system der einheitlichen Gewinnbesteuerung mit Formelzerlegung.
Um diese Fragestellung in der Empirie zu untersuchen, steht im Mittelpunkt der Arbeit der Beitrag: „Income Shifting, Investment and Tax Competition: Theory and Evidence from Provincial Taxation in Canada“ von den Autoren Mintz und Smart (2004):
Sie liefern eine empirische Analyse, in der sie den Effekt einer marginalen Änderung des Körperschaftssteuersatzes auf die Gewinnsteuerbasis, sowohl im System der separaten Gewinnbesteuerung, als auch im System der einheitlichen Konzernbesteuerung, schätzen.
Sie bedienen sich dabei einer Eigenheit der Unternehmensbesteuerung in Kanada, wobei Steuern auf Provinzebene erhoben werden.
Dabei werden die Steuern, rechtlich selbständiger Unternehmensteile von Unternehmen, die in mehreren Provinzen tätig sind, nach dem System separater Gewinnbesteuerung erhoben.
Für rechtlich unselbständige Unternehmensteile, gilt das System einheitlicher Konzernbesteuerung mit Formelaufteilung.
Das zentrale Ergebnis von Mintz und Smart ist, dass die Elastizität der Steuerbasis aus Steuersatzdifferenzen bei Firmen, die nach dem System der separaten Gewinnbesteuerung besteuert werden und somit die Möglichkeit zur Gewinnverschiebung besitzen, 4,9 ist, im Gegensatz zu 2,3 bei vergleichbaren Firmen die diese Möglichkeit nicht besitzen. Dies bedeutet, dass bei einem Anstieg des Steuersatzes um einen Prozentpunkt, die Steuerbemessungsgrundlage der Unternehmen, welche die Möglichkeit zur Gewinnverschiebung besitzen doppelt so stark zurückgeht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. steuerliche Diskriminierung

1.2. Systemwechsel zum formula apportionment

2. Motivation des Themas und Zusammenfassung des Modells

2.1 Erkenntnisse und Entwicklungen im Steuersatzwettbewerb

2.2 Zusammenfassung des Modells

3. Besonderheiten des kanadischen Steuersystems

3.1. Unternehmenssteuern auf Provinzebene

3.2. Selbstbestimmung bei der Höhe der Unternehmenssteuern

3.3. Integration der persönlichen und Unternehmens-Einkommenssteuern

3.4. „Tax collection agreement“ und Formelaufteilung

3.5 Gründe für Steuerwettbewerb

4. Die Wirkung von Gewinnverschiebungspraktiken auf die Elastizität der Gewinnsteuerbasis

4.1. Erläuterung der Datenherkunft und der Vorgehenswiese bei der Schätzung

4.2 Schätzung der Elastizitäten

5. Diskussion und Einordnung in die Gesamtliteratur

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die empirische Evidenz der einheitlichen Konzernbesteuerung mit Formelaufteilung im Vergleich zur separaten Gewinnbesteuerung, wobei das kanadische Steuersystem als Fallbeispiel dient, um die Auswirkungen von Gewinnverschiebungspraktiken auf die Elastizität der Gewinnsteuerbasis zu analysieren.

  • Vergleich der Besteuerungssysteme "separate accounting" und "formula apportionment".
  • Analyse der Gewinnverschiebungspraktiken multinationaler Unternehmen.
  • Untersuchung der Elastizität der Gewinnsteuerbasis gegenüber Steuersatzänderungen.
  • Diskussion des Steuerwettbewerbs zwischen Provinzen bzw. Staaten.
  • Evaluierung der Auswirkungen eines möglichen Systemwechsels auf die Gesamtwohlfahrt.

Auszug aus dem Buch

Die Wirkung von Gewinnverschiebungspraktiken auf die Elastizität der Gewinnsteuerbasis

Der Fokus der Arbeit von Mintz und Smart (2004) liegt darauf die theoretische Annahme, dass das besteuerbare Einkommen von Unternehmen mobiler wird unter separater Konzernbesteuerung, als unter einem System der einheitlichen Konzernbesteuerung. Dies hängt wieder von der Möglichkeit zur Gewinnverschiebung ab die diese Unternehmen besitzen. Daher stellen die Autoren die Hypothese auf, dass die Höhe der Steuersätze, die die Regierungen ansetzen weniger von den zusätzlichen Investitionen abhängen, die sich realisieren ließen, als von den marginal verwirklichten Steuereinnahmen.

Um die Aussagekraft der Hypothese zu analysieren schätzen die Autoren anhand eines von der kanadischen Regierung zur Verfügung gestellten Datensatzes, der die Steuerdaten der Provinzen enthält, wie sich die Elastizitäten der Steuerbasis im jeweiligen System verhält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit erläutert aktuelle politische Initiativen der EU und OECD zur Vermeidung diskriminierender Besteuerung und diskutiert den Systemwechsel zur einheitlichen Konzernbesteuerung.

2. Motivation des Themas und Zusammenfassung des Modells: Es wird die theoretische Grundlage dargelegt, nach der Gewinnverschiebung den Steuerwettbewerb verschärfen kann, und das Modell von Mintz und Smart (2004) zur Analyse vorgestellt.

3. Besonderheiten des kanadischen Steuersystems: Dieses Kapitel beschreibt die institutionellen Rahmenbedingungen Kanadas, die eine empirische Untersuchung der beiden Steuersysteme in einem Land ermöglichen.

4. Die Wirkung von Gewinnverschiebungspraktiken auf die Elastizität der Gewinnsteuerbasis: Der Kernteil der Arbeit präsentiert die empirische Schätzung der Elastizitäten für unterschiedliche Unternehmensgruppen auf Basis kanadischer Steuerdaten.

5. Diskussion und Einordnung in die Gesamtliteratur: Die Ergebnisse werden in den Kontext der internationalen Forschung gestellt, wobei offen bleibt, ob der Systemwechsel Wohlfahrtsgewinne garantiert.

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Systemwechsel den Steuerwettbewerb zwar mindern kann, aber aufgrund administrativer Probleme und Verzerrungen kein allgemeingültiger Wohlfahrtsgewinn feststellbar ist.

Schlüsselwörter

Konzernbesteuerung, Gewinnverschiebung, Formula Apportionment, Separate Accounting, Steuerwettbewerb, Elastizität, Unternehmenssteuern, Kanada, Steuerarbitrage, Unternehmensgewinne, Steuerbasis, Wohlfahrt, Steuersatz, Multinationale Unternehmen, Finanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht empirisch, wie sich der Übergang von einem System der separaten Gewinnbesteuerung ("separate accounting") zu einer einheitlichen Konzernbesteuerung ("formula apportionment") auf das Verhalten multinationaler Unternehmen auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Gewinnverschiebungsstrategien, Steuerwettbewerb zwischen verschiedenen Jurisdiktionen (am Beispiel kanadischer Provinzen) sowie die Elastizität der Gewinnsteuerbasis gegenüber Steuersatzänderungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob Unternehmen unter einem System der einheitlichen Konzernbesteuerung weniger stark auf Steuersatzunterschiede reagieren als unter dem System der separaten Gewinnbesteuerung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ökonometrische Analyse auf Basis von Daten der "Canada Revenue Agency" (Corpac data set) sowie des "Corporate Sample File" durchgeführt, um die Elastizitäten des besteuerbaren Einkommens zu schätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Modell von Mintz und Smart motiviert, die kanadischen Besonderheiten als Fallstudie dargestellt und anschließend die empirische Schätzung der Gewinnsteuerbasiselastizitäten durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Konzernbesteuerung, Gewinnverschiebung, Formula Apportionment, Steuerwettbewerb, Elastizität und Steuerarbitrage.

Warum wird das kanadische Steuersystem als Fallbeispiel gewählt?

Kanada ist für die Untersuchung besonders geeignet, da dort sowohl rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften (separate accounting) als auch unselbstständige Betriebsstätten (formula apportionment) existieren, was einen direkten Vergleich ermöglicht.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der "Shifters"?

Die Analyse zeigt, dass Unternehmen mit Gewinnverschiebungsmöglichkeiten ("shifters") deutlich empfindlicher auf Steuersatzänderungen reagieren als Unternehmen, die keine Gewinne verschieben können ("non-shifters").

Führt der Übergang zum Formula Apportionment zwingend zu mehr Wohlfahrt?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz der Eliminierung von Gewinnverschiebungen aufgrund anderer Verzerrungen und administrativer Probleme kein eindeutig positiver Wohlfahrtseffekt belegt werden kann.

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Details

Title
Empirische Evidenz der einheitlichen Konzernbesteuerung
College
LMU Munich
Course
Besteuerung multinationaler Unternehmen
Grade
1,3
Author
Diplom Volkswirt Markus F. Enzner (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V90325
ISBN (eBook)
9783638044974
ISBN (Book)
9783638941181
Language
German
Tags
Empirische Evidenz Konzernbesteuerung Besteuerung Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Volkswirt Markus F. Enzner (Author), 2006, Empirische Evidenz der einheitlichen Konzernbesteuerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90325
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