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Neurobiologie in der Personalentwicklung

Neue Perspektiven oder nur „en vogue“?

Titel: Neurobiologie in der Personalentwicklung

Masterarbeit , 2008 , 37 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dipl.-Soziologin Andrea Wagner (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wenn von Gehirn und Geist heute die Rede ist, so ist vor allem die Rede von der Kognition, also von der Aufnahme, Verarbeitung und Ausgabe von Daten“ (Ruhmann, E. & Greiner, F. 1995: S. 5). Davon handelt auch diese Arbeit – allerdings im Kontext der Personalentwicklung. Lernen im Erwachsenenalter findet häufig in Personalentwicklungsprozessen statt. Dass eine erfolgreiche Personalentwicklung die Merkmale erwachsenengerechten Lernens und auch die neuesten Erkenntnisse der Lernforschung, Pädagogik und Psychologie einbeziehen sollte, ist plausibel und fast banal. Das, was sich in dieser Arbeit zeigen wird, scheint dagegen zunächst befremdlich: auch die Erkenntnisse der Gehirnforschung können und sollten integriert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Zum Kontext von Personalentwicklung, Lernen und Gehirnforschung

2. Lernen

2.1. Grundlagen der Lerntheorie

2.2. Emotion und Motivation

2.3. Theorien zur Kreativität

3. Neurobiologie

3.1. Methoden

3.2. Die Anatomie des Gehirns – strukturelle und funktionale Elemente

3.2.1. Neuronen und Synapsen

3.2.2. Neurotransmitter

3.2.3. Gliazellen

3.2.4. Limbisches System

3.3. Kognitive Neurowissenschaft

4. Die Bedeutung der kognitiven Neurowissenschaft für das Lernen und die Personalentwicklung

4.1. Lernen aus neurowissenschaftlicher Sicht

4.2. Neurobiologische Aspekte des Erwachsenenlernens

4.3. Personalentwicklung: Lernen von Fachwissen und Verhaltensweisen

4.4. Einflüsse beim Lernen – die Sicht der Gehirnforschung

4.4.1. Aufmerksamkeit

4.4.2. Schlaf und Traum

4.4.3. Motivation

4.4.4. Emotion

4.5. Kreativität und Stress aus neurobiologischer Perspektive

5. Ausblick und Resumée

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit neurowissenschaftliche Erkenntnisse über Lernprozesse, Emotionen, Motivation und Kreativität neue Perspektiven für die moderne Personalentwicklung eröffnen oder ob es sich lediglich um einen vorübergehenden Hype handelt.

  • Grundlagen der Lerntheorien und kognitive Modelle.
  • Physiologische Grundlagen des menschlichen Gehirns und neuronale Mechanismen.
  • Neurobiologische Aspekte des Erwachsenenlernens und der Neuroplastizität.
  • Einflussfaktoren wie Aufmerksamkeit, Schlaf, Motivation und Stress auf das Lernen.
  • Implikationen für die betriebliche Praxis und die Gestaltung von Seminaren.

Auszug aus dem Buch

3.2.4. Limbisches System

Eine große Rolle beim Entstehen von Gefühlen spielt das limbische System. Das limbische System ist „das Steuerzentrum für emotionale Stimmung und Gedächtnis und liegt im Randgebiet zwischen dem Zwischenhirn und dem Großhirn. (…) Das limbische System wiest neuronale Verbindungen zu vielen anderen Teilen des Gehirns auf. (…) Aufgrund dieser Verbindungen kann sich unsere emotionale Situation auf die Hormonspiegel im ganzen Körper niederschlagen (…). Wegen Ihrer engen Verknüpfung mit der Großhirnrinde sind limbische Strukturen für die ‚emotionale Tönung’ verantwortlich, die unsere Denkprozesse begleitet“ (Otto 1995: S. 34f). Das Gehirn ist also „nicht nur verantwortlich für unsere Gedanken, es steuert nicht nur die gesamte Beweglichkeit unseres Körpers und ist für die Sinneswahrnehmung zuständig (…), sondern es ist auch zuständig für das, was wir fühlen. Gefühle wie Angst, Liebe, Trauer, Freude, Hass oder Aggression entstehen also ebenfalls im Kopf“ (Staguhn 2005: S. 183).

Biologisch gesehen besteht das limbische System aus der mandelförmigen Amygdala (auch als Mandelkern bezeichnet) und dem Hippokampus. Der Hippokampus nimmt wichtige Gedächtnisfunktionen wahr, die die Gefühle betreffen. Die Amygdala ist das „Tor“ zum limbischen System: in ihr laufen „die mit Angst verbundenen Sinneseindrücke von Auge, Ohr und Nase zusammen und werden innerhalb von 12 Millisekunden an andere Hirnareale weitergeleitet, die die Ausschüttung von Stress- oder anderen Hormonen veranlassen. Dagegen ist die Hirnrinde mit ihren vernünftigen Erklärungen nur etwa halb so schnell (25 Millisekunden). Das emotionale Unbewusstsein funktioniert schneller als das bewusste logische Denken“ (ebd.: S. 186).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Zum Kontext von Personalentwicklung, Lernen und Gehirnforschung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Stellenwert der Gehirnforschung und diskutiert deren Relevanz für die Personalentwicklung in einer sich dynamisch verändernden Arbeitswelt.

2. Lernen: Dieses Kapitel erläutert klassische lerntheoretische Ansätze, den Behaviorismus sowie konstruktivistische Perspektiven und deren Bedeutung für das Lernen im Erwachsenenalter.

3. Neurobiologie: Hier werden physiologische Grundlagen des Gehirns, die Funktionsweise von Neuronen und Synapsen sowie bildgebende Methoden der modernen Hirnforschung vorgestellt.

4. Die Bedeutung der kognitiven Neurowissenschaft für das Lernen und die Personalentwicklung: Das Kernkapitel verknüpft neurowissenschaftliche Erkenntnisse über Aufmerksamkeit, Schlaf, Motivation und Stress direkt mit den Anforderungen betrieblicher Lernprozesse.

5. Ausblick und Resumée: Das abschließende Kapitel reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Neurowissenschaften in die Bildungspraxis und betont die Notwendigkeit des interdisziplinären Austauschs.

Schlüsselwörter

Personalentwicklung, Neurobiologie, Gehirnforschung, Erwachsenenlernen, Kognitive Neurowissenschaft, Lernprozesse, Motivation, Emotion, Kreativität, Neuroplastizität, Synaptogenese, Limbisches System, Stress, Aufmerksamkeit, Gedächtnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Erkenntnisse der Neurobiologie dazu beitragen können, Lern- und Personalentwicklungsprozesse in Unternehmen besser zu verstehen und effektiver zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind lerntheoretische Grundlagen, der Aufbau und die Funktion des menschlichen Gehirns, Faktoren wie Motivation, Emotion und Stress sowie deren Einfluss auf den betrieblichen Lernerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Neurowissenschaft tatsächlich neue, fundierte Perspektiven für die Personalentwicklung bietet oder ob der aktuelle Fokus auf "Gehirnforschung" eher ein modischer Trend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Synthese von Erkenntnissen aus den Disziplinen Pädagogik, Psychologie und den kognitiven Neurowissenschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beschreibt einerseits die biologische Anatomie des Gehirns und andererseits die praktischen Auswirkungen von Faktoren wie Aufmerksamkeit, Schlaf und Stress auf das Lernen von Fachwissen und Verhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Personalentwicklung, Neuroplastizität, Kognitive Neurowissenschaft, Lernmotivation, emotionales Lernen und betriebliche Weiterbildung.

Warum ist die Amygdala für Lernprozesse in Seminaren problematisch?

Die Amygdala ist bei Stress oder Angst aktiv und blockiert kognitive Prozesse, die für kreatives Denken und komplexe Problemlösungen notwendig sind, was sie für ein stressfreies Lernumfeld hinderlich macht.

Welche Rolle spielen "Glückshormone" bei der Motivation im Arbeitsalltag?

Das Dopaminsystem belohnt unerwartete positive Ergebnisse und fördert so die Speicherung neuer Inhalte; daher ist wertschätzendes Feedback wichtiger als rein monetäre Anreize.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neurobiologie in der Personalentwicklung
Untertitel
Neue Perspektiven oder nur „en vogue“?
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau  (Zentrum für Fernstudien und universitäre Weiterbildung)
Note
2,3
Autor
Dipl.-Soziologin Andrea Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
37
Katalognummer
V90443
ISBN (eBook)
9783638045346
ISBN (Buch)
9783638941990
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neurobiologie Personalentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Soziologin Andrea Wagner (Autor:in), 2008, Neurobiologie in der Personalentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90443
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  37  Seiten
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