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Die neue Mittelstandsbank - Ziele, Aufbau, Instrumente, Kritik

Title: Die neue Mittelstandsbank - Ziele, Aufbau, Instrumente, Kritik

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Steffen Florschütz (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft und die damit verbundene Förderung dieser Unternehmen ist immer wieder Thema politischer Diskussionen. Es existiert eine Vielzahl von Fördermaßnahmen auf Kommunaler-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene, die dazu beitragen sollen, den Mittelstand zu stärken. In dieser Seminararbeit wird die neu geschaffene Mittelstandsbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vorgestellt, die einen Teil der Fördermaßnahmen auf Bundesebene übernommen hat. In Kapitel 2 wird hierzu zunächst die Geschichte der Förderung der KfW Bankengruppe und der deutschen Ausgleichsbank (DtA) vorgestellt und anschließend auf den Aufbau der neuen KfW Mittelstandsbank eingegangen. Kapitel 3 setzt sich mit den Zielen der KfW Mittelstandsbank auseinander. Dazu wird zunächst die Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft erläutert, die Finanzierungsprobleme des Mittelstandes aufgeführt und im Folgenden der Förderansatz der KfW Mittelstandsbank vorgestellt. Kapitel 4 geht darauf aufbauend näher auf die einzelnen Förderinstrumente ein. Nach einer Betrachtung des Fördervolumens der KfW Mittelstandsbank und dessen Verteilung auf die Förderinstrumente werden die Instrumente Fremdkapital, Beteiligungskapital und mezzanines Kapital vorgestellt. Dabei wird auf das Vergabeverfahren nach dem Hausbankprinzip eingegangen, das Ermittlungsverfahren für Zinssätze erläutert und die wichtigsten Förderprogramme vorgestellt. Anschließend wird die Beratung durch die KfW Mittelstandbank, als ein weiterer wichtiger Baustein für die Förderung des Mittelstandes erläutert. In Kapitel 5 wird die KfW Mittelstandsbank und ihre Tätigkeiten kritisch hinterfragt und die positiven und negativen Aspekte der Förderung herausgearbeitet. Die Seminararbeit schließt mit einer Schlussbetrachtung in Kapitel 6 ab, in der die wesentlichen Punkte noch einmal zusammenfassend aufgegriffen werden. Die KfW wurde 1948 auf Anregung des Bankiers Hermann J. Abs errichtet. Ihre Hauptaufgabe bestand damals darin, die im Rahmen des Marshallplans nach Deutschland fließenden Mittel zum Wiederaufbau möglicht effizient einzusetzen. Im Laufe der Zeit verschoben sich die Ziele der Förderung und es kamen neue Aufgabenfelder hinzu. Das erste Soforthilfeprogramm kam dem Bergbau und der Energieerzeugung zu gute. Nach 1950 lag der Schwerpunkt des Mitteleinsatzes zunächst im Bereich der Grundstoffindustrie und bei der Exportfinanzierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau

2.1 Geschichte der KfW

2.2 Die neue KfW Mittelstandsbank

3 Ziele der KfW Mittelstandsbank

3.1 Bedeutung der mittelständischen Gründungsförderung

3.2 Finanzierungsprobleme des Mittelstandes

3.3 Förderansatz der Mittelstandsbank

4 Förderinstrumente

4.1 Grundlegendes

4.2 Die drei Säulen der Förderung

4.2.1 Fremdkapital

4.2.2 Beteiligungskapital

4.2.3 Mezzanines Kapital

4.3 Beratung

5 Kritik

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Struktur, die strategischen Ziele sowie das Instrumentarium der neu geschaffenen KfW Mittelstandsbank detailliert darzustellen und kritisch zu beleuchten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die Bank durch ihre Förderprogramme effektiv dazu beitragen kann, bestehende Finanzierungsprobleme mittelständischer Unternehmen und Existenzgründer in einem veränderten konjunkturellen Umfeld zu lösen.

  • Historische Entwicklung der KfW und Entstehung der Mittelstandsbank
  • Analyse der Finanzierungsproblematik für den Mittelstand (u.a. Basel II)
  • Vorstellung der drei Fördersäulen: Fremdkapital, Beteiligungskapital und Mezzanine
  • Die Bedeutung von Beratungsangeboten als Erfolgsfaktor
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Fremdkapital

Die Vergabe von Fremdkapital der KfW Mittelstandsbank basiert auf dem so genannten Hausbankprinzip. Dies bedeutet, dass sich der potenzielle Kreditnehmer mit seinem Anliegen nicht direkt an die KfW Mittelstandbank sondern an seine Hausbank wendet. Die Hausbank prüft das Geschäftsvorhaben, führt die Finanzierungsverhandlungen und entscheidet letztendlich, ob das Vorhaben von ihr begleitet wird. Ist dies der Fall, leitet die Hausbank den Kreditantrag an die KfW Mittelstandsbank weiter, die ihrerseits über das Förderdarlehen entscheidet und anschließend die Kreditmittel, welche dann über die Hausbank an den Kreditnehmer weitergeleitet werden, bereitstellt.

Der Zins für das Förderdarlehen wird über das von der KfW eingeführte risikogerechte Zinssystem ermittelt. Bei der Ermittlung des Zinses werden die wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die gestellten Sicherheiten des Kreditnehmers berücksichtigt. Die Ermittlung, die durch die Hausbank durchgeführt wird, erfolgt über eine dreistufige Vorgehensweise. In einem ersten Schritt wird die Ausfallwahrscheinlichkeit über ein Ratingverfahren bestimmt und der Kreditnehmer in eine Bonitätsklasse eingestuft. In einem zweiten Schritt werden die Sicherheiten wie Grundschulden oder Sicherungsübereignungen des Kreditnehmers ermittelt und eine Einstufung in eine Besicherungsklasse vorgenommen. Im dritten und letzen Schritt erfolgt dann, über die Kombination von Bonitäts- und Besicherungsklasse, die Ermittlung der Preisklasse über die der Zinssatz des KfW-Förderdarlehens bestimmt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft ein und erläutert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Aufbau: Dieses Kapitel zeichnet die Geschichte der KfW sowie der DtA nach und beschreibt die Entstehung der KfW Mittelstandsbank als Marke der KfW Bankengruppe.

3 Ziele der KfW Mittelstandsbank: Hier werden die Bedeutung der Gründungsförderung, die spezifischen Finanzierungsprobleme des Mittelstands sowie der strategische Förderansatz der Bank analysiert.

4 Förderinstrumente: Dieses Kapitel erläutert das Instrumentarium der Bank, unterteilt in die drei Säulen Fremdkapital, Beteiligungskapital, Mezzanines Kapital sowie das ergänzende Beratungsangebot.

5 Kritik: Hier werden die Tätigkeiten der KfW Mittelstandsbank kritisch hinterfragt sowie positive Aspekte und Zielkonflikte der Förderung herausgearbeitet.

6 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Seminararbeit zusammen und reflektiert das Gesamtkonzept der Mittelstandsförderung.

Schlüsselwörter

KfW Mittelstandsbank, Mittelstandsförderung, Hausbankprinzip, Existenzgründung, Fremdkapital, Beteiligungskapital, Mezzanines Kapital, Basel II, Gründungsfinanzierung, Unternehmensnachfolge, Förderprogramme, KMU, Kreditwürdigkeit, Risikogerechtes Zinssystem, Finanzierungsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die KfW Mittelstandsbank als staatliche Förderinstanz und untersucht, wie diese den deutschen Mittelstand durch Finanzierungs- und Beratungsangebote unterstützt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Struktur der Bankengruppe, die Finanzierungsschwierigkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die verschiedenen Instrumente zur Kapitalbeschaffung und Beratung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Darstellung der Förderinstrumente und eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit der KfW Mittelstandsbank im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien, Gesetzestexte sowie Berichte der KfW Bankengruppe ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Bankstruktur, die Analyse der Finanzierungsziele, die detaillierte Vorstellung der Förderinstrumente (Fremd-, Beteiligungs- und Mezzaninkapital) sowie deren kritische Würdigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Kernbegriffe umfassen KfW Mittelstandsbank, Mittelstandsförderung, Hausbankprinzip, Finanzierungsinstrumente und KMU-Förderung.

Wie funktioniert das Hausbankprinzip konkret bei der Kreditvergabe?

Der Antragsteller wendet sich an seine Hausbank, die das Vorhaben prüft und begleitet. Die KfW Mittelstandsbank entscheidet anschließend über die Förderung und stellt die Mittel über die Hausbank bereit.

Welche Rolle spielt Basel II für die Kreditvergabe an den Mittelstand?

Durch Basel II sind Banken dazu angehalten, Kredite risikogerechter zu bewerten, was für KMU mit geringer Eigenkapitalquote oft zu schlechteren Ratings und damit zu erschwertem Kreditzugang führt.

Warum spielt die Beratung bei der KfW Mittelstandsbank eine solch wichtige Rolle?

Untersuchungen zeigen, dass eine fundierte Beratung ein entscheidender Erfolgsfaktor für das langfristige Bestehen von Unternehmen ist, weshalb die KfW neben finanziellen Mitteln auch Coaching und Nachfolgeberatung anbietet.

Was ist das zentrale Argument der Kritik in der Arbeit?

Trotz der Konsolidierung der Förderprogramme wird kritisiert, dass das Angebot weiterhin unübersichtlich bleibt und viele Unternehmen strukturelle Entlastungen bei Steuern und Abgaben gegenüber einer Finanzierungsförderung bevorzugen würden.

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Details

Title
Die neue Mittelstandsbank - Ziele, Aufbau, Instrumente, Kritik
College
Bochum University of Applied Sciences
Course
Mittelstandspolitik
Grade
1,0
Author
Steffen Florschütz (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V90444
ISBN (eBook)
9783638046824
Language
German
Tags
Mittelstandsbank Ziele Aufbau Instrumente Kritik Mittelstandspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Florschütz (Author), 2006, Die neue Mittelstandsbank - Ziele, Aufbau, Instrumente, Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90444
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