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Vom Naturzustand zur Begründung des Staates bei Thomas Hobbes

Titre: Vom Naturzustand zur Begründung  des Staates  bei Thomas Hobbes

Mémoire de Maîtrise , 2006 , 70 Pages , Note: 1

Autor:in: MA Celal Yesilcayir (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit besteht in erster Linie darin mit dem Begriff des Naturzustandes von Hobbes sowohl inhaltlich als auch theoretisch auseinanderzusetzen und deutlich zu machen, welche wichtige Funktion auf diesem Zustandstheorem innerhalb der Staatsphilosophie Hobbes zukommt. Der Übergang vom Naturzustand zum Gesellschaftszustand und die Konstruktion des absolutistischen Staates zusammen mit der Ableitung des Souveräns aus der Vertragstheorie bilden weitere Schwerpunkte dieser Untersuchung. Schließlich soll anhand des Verhältnisses von Bürger und Staat, von Pflicht und Recht des Souveräns sowie Gehorsam und Freiheit des Bürgers, Aufbau und Funktion des Hobbesschen Staates analysiert und bewertet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die menschliche Natur und der Naturzustand

I.1 Hobbes’ Bruch mit der klassischen politischen Philosophie

I.1.1 Der Mensch als zoon politikon oder ein asoziales Individuum?

I.1.2 Die Menschen von Natur aus gleich oder ungleich?

I.2 Die menschlichen Leidenschaften als Hauptkonfliktursachen

I.2.1 Konkurrenz (competition)

I.2.2 Misstrauen (diffidence)

I.2.3 Ruhmsucht (glory)

I.3 „Homo homini deus” contra „Homo homini lupus“

II. Der Widerspruch des Naturzustandes

II.1 Englischer Bürgerkrieg als Ausgangspunkt

II.2 Naturzustand als „hypothetisches Konstrukt“

II.3 Das Recht auf alles zugleich ein Recht auf nichts

III. Die theoretische Begründung des Staates bei Thomas Hobbes

III.1 Aus der Furcht wird Vernunft

III.2 Von den natürlichen Gesetzen

III.3 Die Vertragstheorie

III.4 Die Rechte und Pflichten des Souveräns

III.5 Die Freiheitsrechte der Bürger

III.6 Leviathan oder das sterbliche Gott

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich inhaltlich und theoretisch mit dem Begriff des Naturzustandes bei Thomas Hobbes auseinander, um dessen zentrale Funktion innerhalb seiner Staatsphilosophie zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie der Übergang vom Naturzustand zum Gesellschaftszustand sowie die Konstruktion des absolutistischen Staates durch die Vertragstheorie erfolgt und welches Verhältnis zwischen Souverän und Bürger daraus resultiert.

  • Rekonstruktion der Naturzustandskonzeption bei Thomas Hobbes
  • Analyse des anthropologischen Menschenbildes als Fundament der Staatstheorie
  • Untersuchung des Übergangs vom Naturzustand zur staatlichen Ordnung mittels Vertragstheorie
  • Bewertung von Aufbau und Funktion des Hobbesschen Staates im Verhältnis von Souverän und Bürger

Auszug aus dem Buch

I.1.1 Der Mensch als zoon politikon oder ein asoziales Individuum?

Die traditionelle Philosophie und dessen Vertreter, zu denen Hobbes Sokrates, Platon, Aristoteles, Cicero, Seneca, Tacitus und Plutarch zählte, nahmen an, dass der Mensch von Natur aus politisch sei. „Anthropos zoon politikon physei estin“ – der Mensch ist von Natur aus ein politisches Lebewesen. Dieser Grundsatz, von Aristoteles im antiken Griechenland des vierten Jahrhunderts vor Christus entwickelt (deshalb spricht man heute von einem politischen Aristotelismus), hatte in der gesamten antiken und mittelalterlichen Welt seine Geltung. So widmen sich die Anfangssätze in Aristoteles’ Schrift Politik der Erkenntnis, dass der Mensch mit Notwendigkeit den Mitmenschen suche:

[…] Als Erstes ist es notwendig, daß sich jene Wesen verbinden, die ohne einander nicht bestehen können, einerseits das Weibliche und das Männliche der Fortpflanzung wegen […], andererseits das Naturgemäß Regierende und Regierte um der Lebenserhaltung willen. […]

Hierbei ist der Mensch aber „nicht nur in dem Sinne ein animal sociale, dass er nicht außerhalb der Gemeinschaft anderer Menschen leben kann, sondern er ist von Natur her auf das Leben in einer bestimmten Art von Gemeinschaft, der guten Gesellschaft der geordneten Polis als einer von Freien und Gleichen angelegt, in der sich das Leben nach den Tugenden der Seele aktualisieren kann“. Deshalb wirft Aristoteles als nächstes die Frage nach der guten Gesellschaft, der Polis, als der wohlgeordneten Gemeinschaft auf, in der die richtigen Ziele des menschlichen Handelns erreicht werden können:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur der Neuzeit ein und skizziert Thomas Hobbes' revolutionäre Neukonzeption der politischen Philosophie als Antwort auf den englischen Bürgerkrieg.

I. Die menschliche Natur und der Naturzustand: Dieses Kapitel analysiert das Hobbessche Menschenbild, bricht mit dem aristotelischen Ideal des zoon politikon und identifiziert Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht als Triebfedern für Konflikte.

II. Der Widerspruch des Naturzustandes: Hier wird der Naturzustand als theoretisches, hypothetisches Konstrukt entlarvt, das den Bürgerkrieg als drohende, ständige Gefahr in Abwesenheit staatlicher Macht reflektiert.

III. Die theoretische Begründung des Staates bei Thomas Hobbes: Das Kapitel erläutert den Übergang vom Naturzustand zum Staat mittels der Vertragstheorie, den Mechanismus der Unterwerfung und die absolute Machtstellung des Souveräns als Garanten für Frieden und Sicherheit.

IV. Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung rekapituliert die Hobbessche Argumentation, dass die menschliche Natur und die Furcht vor dem gewaltsamen Tod die künstliche Gründung des Staates zur Überwindung des destruktiven Naturzustandes zwingend erforderlich machen.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Naturzustand, Leviathan, Vertragstheorie, Souveränität, Selbsterhaltung, Krieg aller gegen alle, Staatsphilosophie, Menschheitsbild, politische Philosophie, Gesellschaftsvertrag, Vernunft, Bürgerkrieg, absolutistischer Staat, Macht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Staatsphilosophie von Thomas Hobbes, insbesondere mit der Herleitung des Staates aus einem hypothetischen Naturzustand heraus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die menschliche Natur, der Naturzustand als Kriegszustand, die Funktion der Vernunft und die Begründung des Staates durch die Vertragstheorie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Naturzustandsbegriff von Hobbes theoretisch zu durchdringen und zu zeigen, welche essenzielle Funktion dieses Theorem für die Notwendigkeit und Konstruktion eines absolutistischen Staates einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine tiefgehende Analyse und Rekonstruktion von Hobbes' Hauptwerken (insbesondere Leviathan und De Cive) durch und setzt diese in den Kontext der zeitgenössischen Forschung und der historischen Ereignisse des 17. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die anthropologischen Grundlagen (Leidenschaften, Gleichheit), die Widerlegung klassischer staatsphilosophischer Ansätze und die schrittweise Ableitung des Souveräns und der staatlichen Ordnung aus dem Gesellschafts- und Herrschaftsvertrag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Leviathan, Naturzustand, Vertragstheorie, Souveränität, Selbsterhaltung und Krieg aller gegen alle.

Wie interpretiert der Autor das berühmte Zitat „Homo homini lupus“?

Der Autor weist darauf hin, dass Hobbes das negative Menschenbild des "Wolfes" mit dem Begriff "Homo homini deus" (der Mensch ist dem Menschen ein Gott) kontrastiert, wobei ersterer das Verhältnis zwischen Staaten und letzterer das Verhalten von Bürgern innerhalb einer Rechtsordnung beschreibt.

Warum lehnt Hobbes die Gewaltenteilung strikt ab?

Nach Hobbes zerstört die Teilung souveräner Gewalt deren Einheit, was zu Instabilität führt; ein effektiver Schutz vor dem Rückfall in den Naturzustand erfordert stattdessen eine ungeteilte und starke absolute Staatsgewalt.

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Résumé des informations

Titre
Vom Naturzustand zur Begründung des Staates bei Thomas Hobbes
Université
University of Kassel
Note
1
Auteur
MA Celal Yesilcayir (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
70
N° de catalogue
V90477
ISBN (ebook)
9783638047661
ISBN (Livre)
9783638944175
Langue
allemand
mots-clé
Naturzustand Begründung Staates Thomas Hobbes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
MA Celal Yesilcayir (Auteur), 2006, Vom Naturzustand zur Begründung des Staates bei Thomas Hobbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90477
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