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Das Argument von Steglich-Petersen gegen die Kritik an der Wahrheitsnorm nach Glüer/Wikforss

Título: Das Argument von Steglich-Petersen gegen die Kritik an der Wahrheitsnorm nach Glüer/Wikforss

Ensayo , 2019 , 7 Páginas

Autor:in: Helene Fraas (Autor)

Filosofía - Filosofía del presente
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In einer Zeit, in der sich unterschiedliche und widersprüchliche Wahrheiten täglich Geltung verschaffen zu versuchen, müssen die Wahrheitsansprüche in Bezugnahme auf Rationalität überprüft und vergegenwärtigt werden. Zur Darlegung der Kritik an der Wahrheitsnorm wagen Kathrin Glüer und Asa Wikforss den Weg zur vollständigen Darstellung der Natur des Glaubens. Dabei umspielt der erste, eher metaphorische, Versuch die Betrachtungsweise der Überzeugungen, welche auf Wahrheit abzielen. Demnach müsste der Glaube die Einstellung sein, sich stets nach der Wahrheit zu richten, was die Charakterisierung des Glaubens in Bezug auf die Wahrheitsorientierung eher unspezifisch wirken lässt. Daraus resultierend wirft es andere Einstellungen, die im gewissen Sinne wahrheitsorientiert sind, auf und setzt somit das Glauben mit anderen kognitiven Entscheidungen nahezu gleich. Nach Ansicht der Glaubensnormalisten unterscheidet sich der Glaube von anderen Kognitiventscheidungen durch seinen normativen Charakter, da notwendigerweise nichts, was nicht bestimmten Normen unterliegt, der Darstellung des Glaubens entspricht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Natur des Glaubens und die Wahrheitsnorm

2.1 Argumentationslinien des Glaubensnormalismus

2.2 Kritische Auseinandersetzung mit der Wahrheitsnorm

2.3 Das No Guidance Argument

3. Rationalität und Regelgeleitete Glaubensbildung

3.1 Verhältnis von Regeln und Rationalität

3.2 Die Rolle des Grundes

3.3 Regress of Motivations

4. Instrumentelle Interpretation der Wahrheitsnorm

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Debatte um die Normativität des Glaubens, insbesondere die Kritik von Kathrin Glüer und Asa Wikforss an der Idee, dass Glaubensbildung essenziell durch eine Wahrheitsnorm geleitet wird.

  • Wahrheitsansprüche und deren Rationalität
  • Die Struktur des Glaubensnormalismus
  • Problematiken der Regelführung (Guidance)
  • Rationalität als regelgeleiteter Prozess
  • Instrumentelle vs. normative Wahrheitskonzeptionen

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der Wahrheitsnorm und das No Guidance Argument

Daraus resultierend würde (N1) jedoch implizieren, dass wir alles, was wahr ist, glauben sollten, was angesichts der unerschöpflichen Anzahl an existierenden Wahrheiten nicht möglich ist. Dementsprechend wurde der Vorschlag aufgeworfen, dass (N1) durch das abgeschwächte (N1*) ersetzt werden solle. Dabei bietet (N1*) mit „One ought to believe that p only if p.“ zwar eine geminderte Variante, bietet aber ebenso keine Einschränkungen für die Glaubensbildung. Einen Ansatz zur Lösung dieser Schwierigkeit bot Whiting in seinem Aufsatz „Should I Believe the Truth?“, indem er den Vorschlag hervorbrachte, (N1) nicht in Form von „oughts“, also Gedanken, sondern in Form von „permissions“ im Sinne von Genehmigungen/ Erlaubnissen darzustellen, „so that the truth norm simply tells us that we may believe p if and only if p is true.“ Glüer und Wikforss sehen dahingehend aber die Schwierigkeit, dass die Wahrheitsnormen uns in gewisser Weise hinsichtlich unserer Glaubensbildung steuern können, was sie später als „No Guidance Argument“ zusammenfassten.

Das Argument geht davon aus, dass (N1) insofern bedingt ist, dem Subjekt vorzuschreiben unter bestimmten Bedingungen etwas zu tun. Um einer solchen bedingten Verschreibung zu folgen oder sich von ihr leiten zu lassen, muss das Subjekt einen gewissen Glauben an die Erfüllung der Bedingungen entwickeln. In diesem Falle bedeutet es, dass man sich einen Glauben daran bilden muss, ob p der Wahrheit entspricht. Dies würde der Tatsache (N1) als führende Glaubensbildung zu denken entgegensprechen, da man, um sich von (N1) leiten zu lassen, bereits einen Glauben daran bilden muss, ob p. Die eigentliche Problematik besteht darin, dass (N1) nie einen Grund bereitstellt etwas anderes zu glauben, sodass von solch einer Wahrheitsnorm, unabhängig ihrer Formulierung, nicht viel Orientierung geboten werden kann. „And the upshot of the no-guidance argument is precisely that the essential connection between belief and truth cannot be construed as one involving norms capable of guiding belief formation.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Wahrheitsorientierung von Überzeugungen ein und stellt die theoretischen Positionen von Glüer und Wikforss dar.

2. Die Natur des Glaubens und die Wahrheitsnorm: In diesem Kapitel werden die normativen Argumentationslinien des Glaubensnormalismus beleuchtet und die Kritik am direkten Zusammenhang zwischen Glaube und Wahrheit erörtert.

3. Rationalität und Regelgeleitete Glaubensbildung: Das Kapitel analysiert, inwieweit Rationalität als notwendige Ressource für die Glaubensbildung fungiert und welche Rolle dabei die Regelführung spielt.

4. Instrumentelle Interpretation der Wahrheitsnorm: Abschließend wird die Gegenposition von Steglich-Petersen behandelt, der die Wahrheitsnorm als instrumentelles Prinzip interpretiert.

Schlüsselwörter

Glaubensnormalismus, Wahrheitsnorm, Rationalität, Überzeugung, No Guidance Argument, Regelführung, Epistemologie, Normativität, Glaubensbildung, Whiting, Glüer, Wikforss, Steglich-Petersen, Argumentation, Wahrheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der erkenntnistheoretischen Frage, ob der Glaube an Aussagen durch eine spezifische Wahrheitsnorm reguliert wird oder ob Rationalität anders begründet werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Natur des Glaubens, dem normativen Charakter der Rationalität sowie der Debatte um die Anleitungsfunktion (Guidance) von Wahrheitsnormen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Kritik von Glüer und Wikforss an der essentialistischen Auffassung der Wahrheitsnorm nachzuvollziehen und das Problem der Regelführung in der Philosophie zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytisch-philosophische Untersuchung, die auf der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Fachliteratur und der Rekonstruktion logischer Argumentationsmodelle basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Argumente gegen die Wahrheitsnorm, das Dilemma der Regelführung (Guidance) und alternative Erklärungsmodelle für rationale Glaubensbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Glaubensnormalismus, Wahrheitsnorm, Rationalität, Regelführung und die Unterscheidung zwischen normativen und instrumentellen Prinzipien stehen im Mittelpunkt.

Was besagt das sogenannte "No Guidance Argument" konkret?

Es besagt, dass eine Norm der Form „Glaube p nur wenn p wahr ist“ dem Subjekt keine praktische Hilfe bei der Glaubensbildung bietet, da man bereits wissen müsste, ob p wahr ist, um die Norm überhaupt anwenden zu können.

Wie unterscheidet sich die instrumentelle Interpretation der Wahrheitsnorm?

Im Gegensatz zur normativen Sichtweise, die den Glauben verpflichtet, sieht die instrumentelle Sichtweise die Wahrheitsnorm als bloßes Ziel oder Absicht, was die epistemische Transparenzproblematik umgeht.

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Detalles

Título
Das Argument von Steglich-Petersen gegen die Kritik an der Wahrheitsnorm nach Glüer/Wikforss
Autor
Helene Fraas (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
7
No. de catálogo
V904777
ISBN (Ebook)
9783346224118
Idioma
Alemán
Etiqueta
argument steglich-petersen kritik wahrheitsnorm glüer/wikforss
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Helene Fraas (Autor), 2019, Das Argument von Steglich-Petersen gegen die Kritik an der Wahrheitsnorm nach Glüer/Wikforss, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/904777
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