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Die Kommune, ihre Wohnungsbestände und ihre Probleme durch den demografischen Wandel

Title: Die Kommune, ihre Wohnungsbestände und ihre Probleme durch den demografischen Wandel

Term Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Franziska Reinold (Author)

Politics - Methods, Research
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1. Einleitung
[...]
Eine neue und ungewollte Herausforderung, die sich für die Kommunen ergibt, leitet sich aus der negativen demografischen Entwicklung in Deutschland ab. „Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft, aber die Infrastruktur lässt sich nur sehr schwer anpassen.“ Dieses beschriebene Szenario zeigt ansatzweise, wie sich die Kommunen in den nächsten Jahren verändern werden und wandeln müssen, wenn ihre Bevölkerungszahlen sinken und sich ein Großteil der Einwohner gleichzeitig im Rentenalter befindet. Der Geburtenrückgang, der sich nach 1962 weiter fortsetzt , hat sich so verstärkt, dass die Bevölkerungszahlen weiter einen negativen Verlauf nehmen. Diese Tendenz führt innerhalb der Kommunen zu einer sich verschlechternden finanziellen Lage mit einer zunehmenden höheren sozialen Belastung. Die steuerlichen Einnahmen gehen zurück, so dass der Bund und die Länder die zunehmenden Kosten nicht komplett übernehmen können und somit in Teilen den Kommunen anrechnen werden.
Die kommunalen Probleme werden in dieser Arbeit im Kontext mit dem Wegfall des sozialen Wohnraums, der Privatisierungswelle und des sozialen Stadtkonzeptes erläutert werden. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf der demografischen Entwicklung, um mögliche Veränderungen der sich verändernden Situation festzustellen. Die Kommune selbst, die dazugehörige aktuelle Wohnsituation und die Veränderungen, die der Geburtenrückgang und die Zunahme der älteren Menschen mit sich bringen, sind die Hauptaspekte, mit denen sich diese Analyse beschäftigen wird. Die Konsequenzen, die daraus resultieren können, werden für das zukünftige kommunale Handeln abschließend herausgearbeitet

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der soziale Wohnungsbau

2.1. Die Privatisierung der kommunalen Wohnungsbestände

3. Die Kommune und ihre Probleme

3.1. Die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland

3.2. Die regionale Abwanderung

3.3. Die alternde Gesellschaft

4. Die Auswirkungen und Veränderungen des demografischen Wandels

4.1. Die neuen und alten Strukturen

5. Konsequenzen für die Kommunen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen deutsche Kommunen aufgrund des demografischen Wandels und der schrumpfenden Wohnungsbestände konfrontiert sind. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sich Bevölkerungsrückgang und eine alternde Gesellschaft auf die kommunale Infrastruktur und Haushaltsführung auswirken, sowie die Identifizierung nachhaltiger Strategien für die zukünftige Stadtentwicklung.

  • Wegfall und Privatisierung des sozialen Wohnungsbaus
  • Negative demografische Entwicklung und Bevölkerungsrückgang
  • Regionale Abwanderungstendenzen und wirtschaftliche Folgen
  • Anpassung kommunaler Infrastrukturen an eine alternde Gesellschaft
  • Konzepte für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.3. Die alternde Gesellschaft

Die geburtenstarken Jahrgänge der 50er Jahre, werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, so dass es zu einem enormen Anstieg der Rentner und Pensionäre kommen wird. Selbst die heutigen älteren Generationen nehmen an Lebenszeit weiter zu. Diese Entwicklung ist an Sicht als positiv zu bewerten, jedoch müssen auf diese Veränderungen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation geschaffen werden, um daraus kein negatives gesellschaftliches Problem zu schaffen. Die nachkommenden Generationen werden viel kleiner ausfallen. Somit wird sich ein Geburtendefizit parallel mit einem Sterbeüberschuss ergeben, der den Kommunen enorme finanzielle Belastungen bringen wird.

Die Tendenz zu einer größeren Altengruppe kann für die kommunale Entwicklung zu einem hemmenden Faktor werden, wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, die einen Alterstrend begünstigen und unterstützen können. Ältere Menschen benötigen einen kleineren Wohnraum, jedoch in barrierefreier Form mit einer Option zur Pflege. Eine medizinische Betreuung wird öfter in Anspruch genommen als bei jüngeren Menschen, sowie Hilfe bei der Alltagbewältigung. Dies sind Komponenten, die die Kommunen für ihre älteren Bevölkerungsschichten anbieten müssten, wenn sie nicht alle Hilfsbedürftigen in Altenheimen unterbringen möchten. Hinzu kommt eine angepasste altengerechte Infrastruktur, angefangen bei Gehwegen bis hin zu öffentlichen Plätzen.

In der Praxis lässt sich bislang selten ein kommunales Handeln feststellen, dass die älteren Gemeindebewohner in den Mittelpunkt stellt. Aufgrund der häufig finanziell hoch belasteten Gemeinden lassen sich Investitionen, die spezifisch auf eine Gruppe zugeschnitten sind, innerhalb der Kommune selten bewerkstelligen. Die möglichen Dienstleistungen beinhalten einen großen Kostenbeitrag, der einen geringen augenscheinlichen Nutzen für die Kommune selber aufweist. Die älteren Menschen bringen nicht die benötigten Kinder zur Welt, ihre Steuern und Abgaben sind gering und zur Attraktivität tragen viele alte Menschen in einer Gemeinde auch nicht bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Bedeutungsverlust des sozialen Wohnungsbaus seit 1988 und verknüpft die daraus resultierenden finanziellen Herausforderungen für Kommunen mit dem negativen demografischen Wandel.

2. Der soziale Wohnungsbau: Das Kapitel beschreibt den historischen Wandel der sozialen Wohnraumförderung und beleuchtet die ökonomischen Beweggründe hinter der Privatisierung kommunaler Bestände.

2.1. Die Privatisierung der kommunalen Wohnungsbestände: Hier wird analysiert, warum Kommunen ihre Wohnbestände an private Investoren verkaufen und welche kurzfristigen sowie langfristigen finanziellen Auswirkungen dies für die Stadtentwicklung hat.

3. Die Kommune und ihre Probleme: Das Kapitel diskutiert den Wandel kommunalen Handelns von einer aktiven Wachstumsgestaltung hin zur reaktiven Krisenbewältigung angesichts schwindender Ressourcen und demografischer Belastungen.

3.1. Die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland: Es wird die stetige Abnahme der Geburtenraten seit 1962 und deren Auswirkungen auf die soziale Infrastruktur sowie die Attraktivität von Kommunen dargestellt.

3.2. Die regionale Abwanderung: Dieser Abschnitt thematisiert den Wegzug aus wirtschaftsschwachen Regionen und die daraus entstehende Standortkonkurrenz zwischen den Kommunen.

3.3. Die alternde Gesellschaft: Es wird erörtert, wie Kommunen auf die Zunahme der älteren Bevölkerung reagieren müssen, insbesondere im Hinblick auf barrierefreien Wohnraum und soziale Dienstleistungen.

4. Die Auswirkungen und Veränderungen des demografischen Wandels: Dieses Kapitel zeigt auf, wie der Bevölkerungsrückgang die kommunale Infrastruktur, wie Kanalisation und Wasserversorgung, technisch und finanziell unter Druck setzt.

4.1. Die neuen und alten Strukturen: Hier werden Strategien zur Innenentwicklung und Bestandssanierung gegenüber der Erschließung neuer Baugebiete abgewogen, um kommunale Haushalte zu entlasten.

5. Konsequenzen für die Kommunen: Das Kapitel präsentiert das Konzept der „sozialen Stadt“ als Lösungsansatz, um soziale Polarisierung zu mildern und nachhaltige Entwicklung durch Quartiersmanagement und Bürgerbeteiligung zu fördern.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, kommunale Finanzen, sozialer Wohnungsbau, Privatisierung, Bevölkerungsrückgang, Infrastruktur, Stadtentwicklung, regionale Abwanderung, alternde Gesellschaft, Leerstand, Wohnungsbestand, soziale Stadt, Standortkonkurrenz, Quartiersmanagement, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen deutscher Kommunen, die durch den Rückgang des sozialen Wohnungsbaus, den demografischen Wandel und die regionale Abwanderung unter ökonomischem Druck stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Wohnungsbestände, demografischen Trends wie Überalterung und Geburtenrückgang sowie den finanziellen Folgen für die kommunale Selbstverwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf kommunales Handeln zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Strategien – wie etwa das Konzept der „sozialen Stadt“ – zur Stabilisierung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikfeldorientierte Analyse, die statistische Bevölkerungsdaten mit stadtentwicklungspolitischen Berichten und Konzepten verknüpft.

Welche zentralen Probleme werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entwertung von Wohnbeständen, den Sanierungsstau der Infrastruktur, die finanzielle Belastung durch soziale Unterstützung und den Konkurrenzkampf der Kommunen um Einwohner.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind: Demografischer Wandel, Privatisierung von Wohnraum, kommunale Infrastruktur, Bevölkerungsrückgang und soziale Stadt.

Warum ist der Verkauf kommunaler Wohnungsbestände oft nur eine kurzfristige Lösung?

Der Verkauf bringt zwar einmalige Einnahmen zur Schuldentilgung, führt jedoch langfristig zum Verlust kommunaler Steuerungsmöglichkeiten und verschärft soziale Probleme, da bezahlbarer Wohnraum für Bedürftige fehlt.

Wie kann die alternde Gesellschaft für Kommunen zur Chance werden?

Indem Kommunen frühzeitig Konzepte wie altersgerechtes Wohnen, generationenübergreifende Betreuung und ambulante Dienste fördern, können sie neue Versorgungsstrukturen schaffen, die sowohl die Lebensqualität steigern als auch neue Einnahmequellen durch Dienstleistungen eröffnen.

Welche Rolle spielt die „soziale Stadt“ bei der Bewältigung der Probleme?

Das Konzept dient als Handlungsoption, um durch gezielte Förderung und Quartiersmanagement soziale Brennpunkte zu entschärfen, EU-Fördermittel zu erschließen und die Attraktivität der Quartiere nachhaltig zu sichern.

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Details

Title
Die Kommune, ihre Wohnungsbestände und ihre Probleme durch den demografischen Wandel
College
University of Potsdam
Course
Stadtentwicklungspolitik
Grade
2,0
Author
Franziska Reinold (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V90571
ISBN (eBook)
9783638046961
ISBN (Book)
9783638942362
Language
German
Tags
Kommune Wohnungsbestände Probleme Wandel Stadtentwicklungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Reinold (Author), 2007, Die Kommune, ihre Wohnungsbestände und ihre Probleme durch den demografischen Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90571
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