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Elterliche Trennung und Scheidung in der Grundschule

Titel: Elterliche Trennung und Scheidung in der Grundschule

Hausarbeit , 2018 , 48 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich war gerade 14 Jahre alt geworden, als meine Mutter mich eines Morgens völlig übermüdet und verheult weckte. Ich fragte was los sei, doch sie wollte mir nichts erzählen, sie hätte einfach schlecht geschlafen und Migräne. Den ganzen Vormittag
in der Schule konnte ich mich nicht konzentrieren, denn ich wusste was passiert war, ohne dass es mir jemand gesagt hatte. Die letzten Monate hatte ich ständig davon geträumt und nun war es soweit. Mittags schickte meine Mutter mich nach erneutem Nachfragen zu meinen Vater, der im Garten stand und rauchte: „Evi, hör zu, das wird alles nicht leicht, aber du und deine Geschwister haben damit nichts zu tun! Ich werde heute Nachmittag ausziehen, ich habe mich in eine andere Frau verliebt und trenne mich von Mama.“ Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 162.397 Ehen vor Gericht geschieden.

Gleichzeitig mussten 81.936 Kinder unter 18 Jahren die Trennung beziehungsweise Scheidung ihrer Eltern unfreiwillig miterleben. Fallen die Worte Trennung und Scheidung, so werden die ersten Gedanken einem Paar gewidmet, das seine Beziehung beendet hat. Wie verändert sich ihr Leben jetzt? Was für Konsequenzen hat diese Entscheidung für ihr weiteres Leben? In vielen Fällen sind es aber nicht nur die Erwachsenen, die diesen Prozess durchleben müssen. Hatte ein Paar Kinder
zusammen, dann müssen diese ungefragt auch mit den Konsequenzen leben. Dazu gehört der ganze Prozess der Trennung, der sich teilweise über Jahre ziehen kann. Die Kinder werden in dieser Zeit vielen Umstellungen in ihrem Alltag ausgesetzt.
„Grundschullehrerinnen bekommen am meisten davon mit, was zu Hause los ist. Kleine Kinder erzählen noch in der Schule, dass die Mama ausgezogen ist oder welche DVDs sie am Wochenende bei Papa angesehen haben (vgl. Ott & Pape, 2005).“

Wie positionieren sich Lehrkräfte hinsichtlich der Anforderungen, die von Trennung und Scheidung betroffene Kinder in die Grundschule bringen? Anhand dieser Leitfrage ist ein Interviewleitfaden erarbeitet worden, der zur Führung von zwei Interviews mit Grundschullehrerinnen verwendet wurde. Die Themenwahl erfolgte aufgrund der immer weiter steigenden Scheidungszahlen in Deutschland. Damit geht einher, dass immer mehr Kinder von einer elterlichen Trennung betroffen sind und somit auch immer mehr Grundschullehrkräfte Kinder getrennter Eltern in ihren Klassen haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORIE

2.1 ELTERLICHE TRENNUNG UND SCHEIDUNG

2.1.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG

2.1.2 KINDLICHE REAKTIONEN

2.1.3 REAKTIONEN IM GRUNDSCHULALTER

2.1.4 GESCHLECHTERSPEZIFISCHE REAKTIONEN

2.2 DIE SCHULE BEI ELTERLICHER TRENNUNG UND SCHEIDUNG

2.2.1 AUFGABE DER SCHULE

2.2.2 MÖGLICHKEITEN DER LEHRKRAFT

3. METHODE

3.1 STICHPROBE

3.2 MESSINSTRUMENT

3.3 DURCHFÜHRUNG

3.4 AUSWERTUNG

4. ERGEBNISSE

4.1 ERFAHRUNGEN MIT KINDERN AUS TRENNUNGSFAMILIEN

4.2 ERFAHRUNGEN MIT ELTERLICHER TRENNUNG WÄHREND DER GRUNDSCHULZEIT

4.3 ELTERNARBEIT MIT GETRENNTEN ELTERN

4.4 HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN DER SCHULE

5. FAZIT

6. REFLEXION

7. LITERATURVERZEICHNIS

8. ANHANG

8.1 DER LEITFADEN

8.2 AUSWERTUNG DER INTERVIEWS

8.3 INTERVIEW 1

8.4 INTERVIEW 2

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Grundschullehrkräfte die Anforderungen bewältigen, die sich aus der elterlichen Trennung und Scheidung ihrer Schülerinnen und Schüler ergeben. Im Fokus steht dabei die Rolle der Lehrkraft als Unterstützungsperson sowie die Gestaltung der Kommunikation mit den betroffenen Familien.

  • Psychologische und verhaltensbezogene Auswirkungen der Trennung auf Grundschulkinder
  • Die Rolle der Schule als Schutzfaktor und Lernort in Krisenzeiten
  • Methodische Durchführung qualitativer Experteninterviews mit Lehrkräften
  • Handlungsmöglichkeiten für den Unterricht und die Elternarbeit

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Kindliche Reaktionen

Wie die Wahrnehmung, die Bewältigung und die Reaktion der Trennung der Eltern durch das Kind ist, steht in engem Zusammenhang zum Alter und dem damit verbundenen Entwicklungsstand. Die Beziehungen zu den Eltern und auch zu den Geschwistern werden in verschiedenen Altersphasen unterschiedlich wahrgenommen. Insbesondere jüngere Kinder gelten als besonders gefährdet, wenn es um die langfristigen Auswirkungen einer Trennung geht (vgl. Greitemeyer, 1998, S. 177). Mit der Trennung der Eltern beginnt für die Kinder eine Zeit der Veränderungen. Umzug, Schulwechsel, Besuche bei einem Elternteil, finanzielle Schwierigkeiten oder neue Bezugspersonen durch einen Partnerwechsel der Eltern fordern eine neue Organisation des familiären Systems. In diesem meist langfristigen Prozess kommt es nicht selten vor, dass Kinder und Jugendliche Belastungsreaktionen zeigen (vgl. Schwarz & Silbereisen, 2002, S. 23 f.). Aufgabe der Eltern ist es, möglichst viele Gespräche mit den Kindern über diese Veränderungen zu führen. Besonders wichtig dabei ist die Zusicherung der Liebe gegenüber den Kindern und das Versichern, dass die Kinder keine Schuld an der Trennung ihrer Eltern tragen. Das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und das gleichzeitige nehmen von entstandenen Ängsten ist für Kinder nach einer Trennung von großer Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der elterlichen Trennung ein und leitet aus den steigenden Scheidungszahlen die zentrale Fragestellung der Arbeit ab.

2. THEORIE: Dieser Abschnitt beleuchtet die psychologischen Grundlagen der kindlichen Trennungsreaktionen sowie die pädagogischen Möglichkeiten der Schule und Lehrkräfte.

3. METHODE: Es wird das Forschungsdesign beschrieben, welches auf explorativen Leitfadeninterviews mit zwei Grundschullehrkräften basiert.

4. ERGEBNISSE: Die Ergebnisse der Interviews werden dargestellt und zeigen die vielfältigen Erfahrungen der Lehrkräfte im Umgang mit Trennungskindern und deren Eltern auf.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und reflektiert diese kritisch unter Einbeziehung der vorhandenen Literatur.

6. REFLEXION: Die Reflexion dokumentiert den persönlichen Lernprozess und die Herausforderungen während der Erstellung der Arbeit.

7. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen auf, die zur theoretischen und empirischen Fundierung der Arbeit herangezogen wurden.

8. ANHANG: Der Anhang enthält den Interviewleitfaden sowie eine detaillierte tabellarische Auswertung der geführten Interviews.

Schlüsselwörter

Elterliche Trennung, Scheidung, Grundschule, Lehrkräfte, Kindliche Reaktionen, Elternarbeit, Familienformen, Unterstützung, pädagogische Handlungsfelder, Trennungsfamilien, Bildungsauftrag, Stressbewältigung, Kommunikation, Schule als Bezugspunkt, qualitative Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Grundschulkindern, deren Eltern sich trennen oder scheiden lassen, und der Rolle der Schule in diesem Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychischen Auswirkungen auf Kinder, der Umgang der Lehrkräfte mit betroffenen Schülern und die Gestaltung der Elternarbeit bei getrennt lebenden Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie Lehrkräfte die Anforderungen durch trennungsbedingte Belastungen der Kinder wahrnehmen und welche Strategien sie zur Unterstützung entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine qualitative Forschungsweise gewählt, bei der zwei explorative Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften durchgeführt und nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Thematik und eine empirische Analyse der interviewten Erfahrungen bezüglich Schulklima, Elternkommunikation und unterrichtlicher Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Elterliche Trennung, Kindliche Reaktionen, Elternarbeit, pädagogische Handlungsfelder und Schutzfaktoren der Schule.

Warum ist die Kommunikation mit getrennten Eltern eine Herausforderung?

Die Lehrkräfte berichten, dass häufig Konflikte zwischen den Elternteilen bestehen, die eine koordinierte Erziehung und den Informationsaustausch mit der Schule erschweren können.

Welche Rolle spielt die Schule als Bezugsperson?

Die Schule wird als wichtiger Stabilitätsfaktor beschrieben, der den Kindern Sicherheit bietet, sofern die Lehrkraft sich ihrer Rolle als Unterstützungsperson bewusst ist.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Elterliche Trennung und Scheidung in der Grundschule
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
48
Katalognummer
V906180
ISBN (eBook)
9783346207654
ISBN (Buch)
9783346207661
Sprache
Deutsch
Schlagworte
elterliche grundschule scheidung trennung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Elterliche Trennung und Scheidung in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906180
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Leseprobe aus  48  Seiten
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