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Meinungsbildung im Netz. Effekte des personalisierten Internets

Titre: Meinungsbildung im Netz. Effekte des personalisierten Internets

Thèse de Bachelor , 2019 , 54 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Büttner (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit beleuchtet die Meinungsbildung im Internet und ihre Auswirkungen. Dabei werden folgende Fragen untersucht: Wie wirkt sich das Internet auf die persönlichen Sichtweisen der Recherchierenden aus? Verändert sich deren Weltsicht durch die Internetrecherche?

Immer mehr Menschen informieren sich heutzutage über das Netz, lesen ihre Zeitungsartikel immer öfter online über ihr Smartphone oder tauschen sich auf Social-Media-Plattformen miteinander über ihre Interessen, Ängste, Hoffnungen und Meinungen miteinander aus. Der Meinungsbildungsprozess der Recherchierenden hat sich durch die Digitalisierung stark geändert. Begriffe wie Echokammern und Filterblasen, sowie deren Konsequenzen werden relevant und in den letzten Jahren stark in den Fokus gerückt.

Zu diesem Themengebiet wurden bereits viele Werke, wie beispielsweise das bereits genannte von Steinbrecher und Rager, veröffentlicht. Diese und frühere Forschungen konzentrieren sich jedoch hauptsächlich auf die neue Rolle des Journalismus oder die gesellschaftlichen Auswirkungen durch das Internet, wie der Gefahr für die Demokratie und ähnlichem.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konsequenzen des Einflusses von Meinungsbildungsprozessen im Internet auf die Selbst- und Weltsicht und Problemlösungsansätze

2.1 Echokammern und Filterblasen: Effekte des personalisierten Internets

2.1.1 Sunsteins Republic.com: von Echokammern, gesellschaftlicher Fragmentierung und geteilten Erlebnissen

2.1.2 Parisers Filter Bubble: Rückgang der Serendipität und die neue Rolle der Gatekeeper

2.2 Die wichtigsten Internetphänomene kurz erklärt:

2.2.1 Algorithmen: Voraussetzung für menschliches Verstehen, Entwicklung von Persönlichkeitsprofilen und gefestigte Vorurteile

2.2.2 Fake News: Ursachen für den digitalen Erfolg

2.2.3 Social Bots: von unauffälliger Unterstützung im Hintergrund bis hin zu aktiven Kommunikationspartnern

2.3 Konsequenzen der Meinungsbildungsprozesse

2.3.1 Auf die Selbstsicht: Identität und verändertes Denken.

2.3.2 Auf die Weltsicht: Extremisierung und Manipulationsmöglichkeiten

2.4 Lösungsansätze

2.4.1 Mikroebne: Was Einzelpersonen machen können.

2.4.2 Mesoebene: Was Pädagogen und Organisationen tun können

2.4.3 Makroebene: Was der Staat tun kann

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich digitale Meinungsbildungsprozesse im Internet – insbesondere durch Mechanismen der Personalisierung wie Echokammern und Filterblasen – auf die individuelle Selbst- und Weltsicht der Nutzer auswirken, und entwickelt darauf aufbauend Lösungsansätze auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen.

  • Personalisierung und Algorithmen als Treiber digitaler Informationsstrukturen
  • Konsequenzen für Identitätsbildung, Kreativität und kognitive Lernprozesse
  • Gefahren durch Polarisierung, Manipulation und die Verbreitung von Fake News
  • Die Rolle von Social Bots in der digitalen öffentlichen Meinungsbildung
  • Strategien zur Förderung von Medienkompetenz und staatliche sowie pädagogische Handlungsoptionen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Sunsteins Republic.com: von Echokammern, gesellschaftlicher Fragmentierung und geteilten Erlebnissen

Bereits im Jahr 2001 schrieb Sunstein über das gefilterte Internet und machte dabei zum Teil auch korrekte Zukunftsvorhersagen. So beschreibt er zum Beispiel schon in der Einleitung ein sehr akkurates Zukunftsszenario:

„The markets for news, entertainment, and information has finally been perfected. Consumers are able to see exactly what they want. When the power to filter is unlimited, people can decide, in advance and with perfect accuracy, what they will and will not encounter. They can design something very much like a communications universe of their own choosing.” (Sunstein 2001, S. 5)

Schon in diesem kurzen Zitat kann man gut erkennen, wie nah Sunsteins Aussagen an die gegenwärtigen Entwicklungen im Internet herankommen. Im Jahr der Veröffentlichung seines Werkes (2001) hatte Google noch nicht seine personalisierten Algorithmen eingeführt, die heute wie selbstverständlich genutzt werden und auch Facebook war noch nicht gegründet (2004). In seinem Text werden drei Kernaussagen beschrieben, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll:

"First, a communications system granting individuals an unlimited power to filter threatens to create excessive fragmentation. […] Second, a system of unlimited filtering could produce too little in the way of shared information and experience. […] Third, a system of unlimited filtering might well compromise freedom, understood from the democratic point of view.” (ebd., S. 198 f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie die Digitalisierung und Personalisierung das Internet und damit die Meinungsbildung verändern, und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Auswirkungen auf Selbst- und Weltsicht.

2. Konsequenzen des Einflusses von Meinungsbildungsprozessen im Internet auf die Selbst- und Weltsicht und Problemlösungsansätze: Dieses Hauptkapitel analysiert theoretisch fundiert Internetphänomene wie Echokammern, Filterblasen, Algorithmen, Fake News und Social Bots sowie deren spezifische Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung und Weltanschauung der Nutzer.

3. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die diskutierten Lösungsansätze auf Mikro-, Meso- und Makroebene und betont die Notwendigkeit eines aufgeklärten Umgangs mit digitalen Medien.

Schlüsselwörter

Meinungsbildung, Internet, Echokammern, Filterblasen, Algorithmen, Personalisierung, Selbstsicht, Weltsicht, Fake News, Social Bots, Medienkompetenz, Digitale Medien, Polarisierung, Manipulation, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit analysiert die Auswirkungen digitaler Meinungsbildungsprozesse auf die Selbst- und Weltsicht von Internetnutzern und zeigt auf, wie personalisierte Inhalte, Algorithmen und Internetphänomene wie Filterblasen diese Prozesse beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung und Wirkung von Echokammern und Filterblasen, die Funktionsweise von Algorithmen, die Rolle von Fake News und Social Bots bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung sowie Strategien zur Förderung digitaler Medienkompetenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die Problemstellung aufzuzeigen, wie das Internet die persönliche Sichtweise der Nutzer sowie deren Weltsicht durch digitale Meinungsbildungsprozesse verändert, und systematisch Lösungsansätze für diese Herausforderungen zusammenzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung bestehender Literatur und wissenschaftlicher Diskurse zu den Themenbereichen Meinungsbildung, Mediennutzung und digitale Technologien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Grundlagen (Sunstein, Pariser, Algorithmen) und Internetphänomene, analysiert dann detailliert die Konsequenzen für die Selbst- und Weltsicht (Identität, Kreativität, Extremisierung, Manipulation) und diskutiert abschließend Lösungsansätze auf der Mikro-, Meso- und Makroebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie digitale Meinungsbildung, Filterblasen, Echokammern, Algorithmen, Medienkompetenz, Fake News, Social Bots und gesellschaftliche Polarisierung charakterisieren.

Wie beeinflussen Algorithmen laut der Arbeit die Identitätsbildung?

Algorithmen können durch personalisierte Suchergebnisse und Vorschläge ein verzerrtes Bild der Realität erzeugen, das sich an das vermeintliche Identitätsprofil des Nutzers anpasst, wodurch Wahlmöglichkeiten eingeschränkt und langfristig die Identitätsentwicklung sowie die Kreativität beeinträchtigt werden können.

Warum sind Social Bots aus Sicht der Autorin problematisch?

Social Bots sind problematisch, weil sie durch ihre bloße Anzahl und gesteuerte Aktivitäten eine falsche Mehrheitsmeinung simulieren, Themen künstlich in den Fokus rücken und Nutzer täuschen können, was die scheinbare Transparenz der sozialen Medien untergräbt.

Welche Rolle spielt die "Serendipität" in dieser Untersuchung?

Die Autorin hebt hervor, dass die Personalisierung im Internet den Rückgang der Serendipität – also zufälliger, unerwarteter Entdeckungen – fördert, was wiederum die Möglichkeiten für Lernprozesse, Kreativität und die Konfrontation mit konträren Meinungen einschränkt.

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Résumé des informations

Titre
Meinungsbildung im Netz. Effekte des personalisierten Internets
Université
University of Würzburg
Note
1,0
Auteur
Lisa Büttner (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
54
N° de catalogue
V906219
ISBN (ebook)
9783346243263
ISBN (Livre)
9783346243270
Langue
allemand
mots-clé
Meinungsbildung Internet Filter Bubble Echokammer Social Bots Fake News
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Büttner (Auteur), 2019, Meinungsbildung im Netz. Effekte des personalisierten Internets, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906219
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Extrait de  54  pages
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