Die Ikonographie in den bildnerischen Darstellungen des heiligen Ulrich von der Ottonenzeit bis zum Barock


Studienarbeit, 2019

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

GLIEDERUNG

1. EINLEITUNG

2. DER HISTORISCHE ULRICH UND SEINE HEILIGSPRECHUNG

3. DAS ERSTE BILDNIS DES HEILIGEN ULRICH
3.1 BILDBESCHREIBUNG
3.2 IKONOGRAPHIE

4. DER HEILIGE ULRICH IN DER SPÄTGOTISCHEN KUNST
4.1 BILDBESCHREIBUNG
4.2 IKONOGRAPHIE

5. DES HEILIGE ULRICH AUF EINEM DECKENFRESKO DES BAROCK
5.1 BILDBESCHREIBUNG
5.2 IKONOGRAPHIE

6. ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

QUELLENVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

Das Thema dieser Arbeit wird aufgebaut vor dem Hintergrund der Vielzahl der Ulrichsdarstellungen, die sich über das Augsburger Bistumsgebiet hinaus ab dem Mittelalter verbreiteten. Hierbei variierte das Bildnis des Heiligen über mehrere Epochen. Die zu bearbeitende Fragestellung soll daher lauten, ob und inwiefern sich die Ikonographie in den Abbildungen bzw. bildnerischen Darstellungen des Heiligen Ulrich von der Ottonenzeit bis zum Barock verändert hat. Dies gilt es im nachfolgenden Text zu untersuchen. Als Hauptliteratur und ausschlaggebendes Werk dient die von Manfred Weitlauff herausgegebene Festschrift mit dem Titel „Bischof Ulrich von Augsburg 890-973“. Auch der Vortrag von Norbert Lieb bei einer Tagung der Katholischen Akademie Augsburg am 12. Mai 1973 wird genauer in die Untersuchung einbezogen. Die Person des heiligen Ulrichs in der Kunst ist neben seinen geschichtlichen Hintergründen wie zum Beispiel seiner Rolle in der Lechfeldschlacht ein vielfacher Gegenstand der Forschungsliteratur. Zudem wird die erste und ursprüngliche Quelle über das Leben und Wirken Bischof Ulrichs (die Ulrichsvita des Domprobstes Gerhard von Augsburg) an ausgewählter Stelle zitiert. Zuerst soll die geschichtliche Gestalt Ulrichs als Grundlage für die weitere Untersuchung kurz hervorgehoben werden, um darauf aufbauend anhand von drei Bildwerken des Augsburger Oberhirten die Entwicklung seiner Ikonographie zu verdeutlichen. Am Ende sollen in einer Schlussbemerkung noch einige zusammenfassende Worte gefunden werden, um mit dem Ergebnis der Arbeit abzuschließen.

2. DER HISTORISCHE ULRICH UND SEINE HEILIGSPRECHUNG

Seit dem 3. Jahrhundert entstanden Viten, die sich mit dem Leben und Wirken von Heiligen beschäftigten. Durch die Etablierung des monastischen Heiligenideals nahm auch die Beliebtheit dieser zu.1 Es ist also nicht verwunderlich, dass auch über den heiligen Bischof Ulrich von Augsburg eine solche Biographie2 oder Lebensbeschreibung verfasst wurde. Diese „Vita Uodalrici“3 stammt aus der Feder des Augsburger Dompropstes Gerhard und wurde wohl zwischen 983 - 993 niedergeschrieben. Dabei handelt es sich nicht nur um eine der besten Geschichtsquellen aus der Zeit des 10. Jahrhunderts,4 sondern auch um die erste Lebensgeschichte Ulrichs.5 Die an die Vita angehängten 30 Mirakelberichte bilden den zweiten Teil der Schrift und sind durchaus wichtig, um die Heiligkeit und das Wunderbare des Bischofs Ulrich zu akzentuieren.6 Über das in Gerhards Ulrichsvita Geschriebene soll im Folgenden nur ein knapper Einblick gegeben werden, um auch die historische Figur des Heiligen Ulrich von Augsburg kurz vorzustellen. Ulrich wurde wohl 890 in Augsburg geboren. Er entstammte dem alemannischen Adelsgeschlecht der Hupaldinger7 und war somit mit mehreren schwäbischen Herzögen verwandt, nicht zuletzt auch mit der ottonischen Herrscherfamilie. Auf Bitten des verwandten Herzogs Burchard I. von Schwaben wurde Ulrich nach dem Tod von Bischof Hiltine von König Heinrich I. zum Bischof von Augsburg ernannt. Während des Liudolfaufstandes 953 - 955 hielt der Augsburger Oberhirte entgegengesetzt zu den meisten schwäbischen und bayerischen Adeligen König Otto I. die Treue. Durch seine Vermittlung konnte auch ein Waffenstillstand der In: Akademie-Protokolle 1. Katholische Akademie Augsburg. Augsburg 1973, S. 1). beiden verfeindeten Parteien herbeigeführt werden. 955 kam es zu erneuten Einfällen der Ungarn8 in Bayern und Schwaben. Dabei verbrannten jene auch die Afrakirche. Ulrichs Verteidigung seiner Bischofsstadt9 war sicher auch ausschlaggebend für den bedeutsamen Sieg Ottos I. über die Ungarn in der sog. Lechfeldschlacht am 10. August 955.10 Ulrich starb am 4. Juli 973 in Augsburg.11 20 Jahre nach seinem Tod wurde Ulrich am 3. Februar 993 im ersten bekannten Heiligsprechungsverfahren kanonisiert.12 In diesem Zusammenhang gilt noch kurz zu klären, was man unter einem Heiligen überhaupt versteht. „Heilige sind Personen, die aufgrund ihrer Verdienste im Glauben verehrt und um Fürbitte (Intercessio) angerufen werden“13, und somit durch ihre Nähe zu Gott ausgezeichnet sind. Die Tugenden eines Heiligen waren neben der Standhaftigkeit im Martyrium auch ein asketisches und jungfräuliches Leben in Armut und Einsamkeit.14 Nicht nur durch Wundertaten offenbarte sich also Heiligkeit, sondern vielmehr durch eine ethische und moralische Lebensführung.15

3. DAS ERSTE BILDNIS DES HEILIGEN ULRICH

Über ein Jahrtausend hat die Kunst die Gestalt des heiligen Ulrich am Leben gehalten, ganz wie es laut Norbert Lieb ihre zwei Hauptfunktionen verlangen: Die Feier und die Erinnerung.16 So soll nun die zu behandelnde Fragestellung sein, ob und inwiefern sich die Ikonographie des heiligen Ulrich in den bildnerischen Darstellungen entwickelt bzw. verändert hat ? Dabei werden drei Vergleichswerke herangezogen, deren Chronologie sich von der Ottonenzeit bis hin zum Barock zieht und anhand derer der Wandel verdeutlicht werden soll. Die Bilder stehen dabei in ihrer Gestaltung weitgehend repräsentativ für ihre Epoche. Jene Auswahl wurde aus rein ikonographischen und inhaltlichen Aspekten getroffen. Die Glasmalerei sowie die Skulpturen des heiligen Ulrich werden dabei außer Acht gelassen.

3.1 BILDBESCHREIBUNG

Die früheste erhaltene Darstellung des heiligen Ulrich findet sich in der hochmittelalterlichen Buchmalerei und bildet den Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung.17 Es handelt sich dabei um eine Miniatur: Ulrich wird dabei auf dem Krönungsbild im Sakramentar Heinrichs II. abgebildet.18 Diese Malerei ist zwischen 1002 und 1014 in Regensburg entstanden.19 (Abb. 1)

Im Zentrum steht eine königliche Figur, die von Christus über ihr gekrönt wird. Gottes Sohn ist auf einem Bogenthron sitzend in einer vergoldeten Mandorla und mit einem Kreuznimbus dargestellt. Seine rechte Hand ist zu einem Segensgestus erhoben. Von links und rechts oben schweben zwei Engel steil ins Bild hinein und überreichen dem soeben Gekrönten eine Lanze und ein Schwert, welche jener ergreift. In der unteren Bildhälfte, jeweils links und rechts vom König platziert, befinden sich zwei Personen im Bischofsornat sowie mit Nimben um den Kopf. Beide blicken nach oben und stützen die Hände des um Kopfeslänge größeren Königs. Typisch für die Buchmalerei des Mittelalters wird auf Perspektive verzichtet. Die Darstellung ist symmetrisch und von Ornamentik und Schriftzügen durchzogen. Die einzelnen Figuren sind sehr schematisch und statisch abgebildet, so fehlt der Ausdruck von Individualität, vor allem auf die Gesichter bezogen. Unterschieden wird lediglich durch Kleidung, Haarpracht20 und Anbringung im Bild.

3.2 IKONOGRAPHIE

Das frühe Bildzeugnis des Ulrich hat seinen Grund gewiss auch in der frühen Verehrung des Augsburger Bistumpatrons und seiner Heiligsprechung, die bereits 20 Jahre nach seinem Tod erfolgte. Allerdings kommen noch andere, die Politik des Mittelalters betreffende Gründe hinzu, die im Folgenden genauer beleuchtet werden sollen.21 Gekrönt von Christus wird Heinrich II.22, der im Mittelpunkt steht und von den beiden Heiligen, Ulrich zur Rechten und Emmeram von Regensburg zur Linken, umgeben ist.23 Die beiden Reichsinsignien, die Heinrich von den Engeln von oben herab erhält sind das Reichsschwert und die heilige Lanze.24 Heinrichs heilige Begleiter stützen mit beiden Händen seine Arme, was einer gängigen Tradition des frühen Mittelalters folgt.25 Generell gab es wohl die Bildtradition eines Herrschers, der von zwei Bischöfen geleitet wird und sich in deren Mitte befindet.26 Die Buchmalerei ist in zwei Bildbereiche unterteilt, wobei Heinrich noch im unteren irdischen Raum steht. In der unteren Bildhälfte, jedoch außerhalb dieser irdischen Dimension, sind Ulrich und Emmeram zugegen. 27 Dieses Krönungsbild spiegelt aber keinen Vorgang wider, sondern akzentuiert dessen grundsätzlichen Inhalt. Gerade dadurch, dass Heinrich II. durch Christus selbst gekrönt wird, kristallisiert sich die zentrale Aussage heraus:28 Die göttliche Legitimität Heinrichs II. als Herrscher.29 Dies wird auch in den zwei Bildtituli aufgegriffen. In diesen heißt es, dass Heinrich II. sein Königtum von Gott erhält und im zweiten Titulus wird der Wunsch thematisiert, er möge mit der Unterstützung der oben genannten heiligen Bischöfe lange und glücklich regieren.30 Er konnte sich im übertragenen Sinn also auf deren Beistand verlassen.31 Die persönlichen Beziehungen Heinrichs II. waren also der Grund, warum Emmeram und nicht zuletzt der heilige Ulrich auf dem Krönungsbild erschienen.32 Es ist jedoch sicher, dass Ulrich auf dem Gemälde den vorrangigeren Platz gegenüber Emmeram erhalten hat. Er ist auf der rechten Seite zur heiligen Lanze positioniert worden.33 Der heilige Bischof Ulrich von Augsburg, so lässt sich sagen, erscheint auf dem Krönungsbild im Sakramentar Heinrichs II. folglich in der ursprünglichen Vorstellung des Geistigen und Geistlichen, der das König- und Kaisertum mitträgt. 34 Die Intention des Bildes ist die Vergegenwärtigung der Idee des sakralisierten deutschen König- und Kaisertums.35 In diesem Frühwerk ist Ulrich noch weniger Wundergestalt wie in späteren Darstellungen, sondern mehr von seinem umfassenden irdischen Wirken her zu verstehen.36

[...]


1 Büttner, Frank/Gottdang, Andrea: Einführung in die Ikonographie. Wege zur Deutung von Bildinhalten.

2 Kreuzer, Georg: Art. Ulrich. In: Augsburger Stadtlexikon. Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Recht, Wirtschaft. Hrsg. von Wolfram Baer u.a. Augsburg 1985, S. 383.

3 Dies war der Titel der zeitgenössischen, lateinisch überlieferten Ulrichsvita Gerhards (vgl. Zorn, Wolfgang: Augsburg. Geschichte einer europäischen Stadt Von den Anfängen bis zur Gegenwart 4. Aufl. Augsburg 2001, S. 82); Oder auch Vita sancti Uodalrici (vgl. Gerhard von Augsburg: Vita Sancti Uodalrici. Die älteste Lebensbeschreibung des heiligen Ulrich lateinisch-deutsch. Mit der Kanonisationsurkunde von 993. Einleitung, kritische Edition und Übersetzung besorgt von Walter Berschin und Angelika Häse. Heidelberg 1993).

4 Unbekannt sind Gerhards Geburts- und Sterbedaten. Allerdings war er wahrscheinlich bis 972 Kapelan des hl. Ulrich und danach erst Dompropst (vgl. Kreuzer, Georg: Art. Gerhard. In: Augsburger Stadtlexikon. Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Recht, Wirtschaft. Hrsg. von Wolfram Baer u.a. Augsburg 1985, S. 131).

5 Gerhard wird hier auch als treuer Gefährte Ulrichs erwähnt (vgl. Wagner, Richard: Der heilige Ulrich im Landkreis Schwabmünchen. Ein Beitrag zum Jubiläumsjahr 1973. Schwabmünchen 1973, S. 34); Lebensbeschreibungen dieser Zeit versuchten meist, einen vollkommenen Menschen als Vorbild (vgl. Seiler 1993, S. 257) und beispielhaften Zeugen christlichen Lebens für die Gläubigen zu beschreiben (vgl. Seiler 1993, S. 223); Es lässtsich aber meist nicht verhindern, dass ein Autor solcher Viten auch immer persönliche Erinnerungen und politische Intentionen einfließen lässt. Wodurch solche Niederschriften auch immer eine subjektiv Spiegelung des Verfassers sind (vgl. Seiler 1993, S. 224); Ulrichs zeitgenössischer Name lautete Udalrich (vgl. Deuerlein, Ernst: St. Ulrich, Sieger auf dem Lechfeld. Patron des Bistums Augsburg. In: Bayerische Bistumspatrone. Hrsg. von Wilhelm Sandfuchs. Würzburg 1966, S. 55), allerdings werden auch andere Namen wie Odalrich oder Edalricus genannt (es gibt wohl mehr als 20 Varianten des Namens) (vgl. Rummel, Peter: Ulrich von Augsburg. Bischof, Reichsfürst, Heiliger. 2. Aufl. Augsburg 1993, S. 34); Gerhard beschreibtin seiner Vita Ulrich als kantige Persönlichkeit, die auch Schwächen besaß (vgl. Kreuzer, Georg: Augsburg in fränkischer und ottonischer Zeit (ca. 550-1024). Bischof Ulrich von Augsburg. In: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeitbis zur Gegenwart. Hrsg. von Gunther Gottlieb u.a. Stuttgart 1984, S. 118).

6 Diese 30 Wunderberichte erscheinen immer in Bezug auf Ulrichs Grab und sind unter dem Titel „Capitula Libelli de signis Oudalrici Episcopi“ zusammengefasst (vgl. Seiler 1993, S. 224).

7 Ulrich war kein Wanderbischof mehr, sondern gehörte zur Gruppe der Adelsbischöfe, und so später auch zur Gruppe der adligen Heiligen (vgl. Lieb, Norbert: Der heilige Ulrich in der Kunst. Vortrag bei einer Tagung der Katholischen Akademie Augsburg [am 12. Mai 1973].

8 Diese hatten bereits im Frühjahr 926 versucht, Augsburg einzunehmen (vgl. Zorn 2001, S. 83).

9 Die Ungarn bestürmten am 8. August 955 Augsburg (vgl. Zorn 2001, S. 84) und Ulrich übernahm die Verteidigung der Stadtmauer (vgl. Zorn 2001, S. 84-85).

10 Kreuzer Art. Ulrich 1985, S. 383; Ulrich erlitt bei der Lechfeldschlacht selbst persönliche Verluste, ging allerdings danach gleich daran, die Kriegsschäden zu reparieren und auch die Afrakirche wieder aufzubauen (vgl. Zorn 2001, S. 86; Kreuzer 1984, S. 118).

11 Kreuzer Art. Ulrich 1985, S. 383; Ulrich starb an einem Freitag mit 83 Jahren (vgl. Berschin, Walter: Über den Ruhm des heiligen Ulrich. In: Bischof Ulrich von Augsburg 890-973. Seine Zeit, sein Leben, seine Verehrung; Festschrift aus Anlaß des tausendjährigen Jubiläums seiner Kanonisation im Jahre 992. Hrsg. von Manfred Weitlauff. Weißenhorn 1993, S. 179) und erreichte somit ein für seine Zeit ungewöhnlich hohes Alter (vgl. Berschin 1993, S. 190). Seitdem wird ihm am 4. Juli eines jeden Jahres gedacht (vgl. Berschin 1993, S. 181). Beerdigt wurde er am Montag, den 7. Juli von Bischof Wolfgang von Nördlingen bei St. Afra (vgl. Berschin 1993, S. 192; Zorn 2001, S. 91); Nach seiner Bestattung begann auch die Verehrung Ulrichs an seinem Grab (vgl. Rummel 1993, S. 92), so glaubten die Menschen, dass die Erde vom Grab des Bischofs die Macht hatte, Ratten zu verscheuchen (vgl. Rummel 1993, S. 106).

12 Kreuzer Art. Ulrich 1985, S. 383; Deuerlein 1966, S. 52; Hierbei wurde der liturgische Akt durch ein kirchenrechtliches Verfahren ersetzt (vgl. Büttner/Gottdang 2013, S. 84); Es wird als eines der bedeutendsten Ereignisse der Ottonenzeitgenannt (vgl. Berschin 1993, S. 181).

13 Büttner/Gottdang 2013, S. 83; Heilige waren also Fürsprecher der Gläubigen sowie Vorbild und Trost für jene, aber auch „Vollstrecker »ausgleichender Gerechtigkeit«“ (vgl. Seiler 1993, S. 225).

14 Büttner/Gottdang 2013, S. 83-84.

15 Seiler 1993, S. 257.

16 Lieb 1973, S. 1; Dabei taucht der heilige Ulrich auch in fast allen Gebieten der Kunst auf: In der Malerei, der Plastik, der Grafik und der Goldschmiedekunst (vgl. Müller, Mechthild: Bischof Ulrich von Augsburg in der Kunst des Barocks. In: Bischof Ulrich von Augsburg 890-973. Seine Zeit, sein Leben, seine Verehrung; Festschrift aus Anlaß des tausendjährigen Jubiläums seiner Kanonisation im Jahre 992. Hrsg. von Manfred Weitlauff. Weißenhorn 1993, S. 522).

17 Der heilige Ulrich. Seine Darstellung und Verehrung im Bistum Augsburg vom 14. bis zum 19. Jahrhundert. Hrsg. von Karl Kosel/Hilda Thummerer (Ausstellungskatalog Ulrichssaal am Domkreuzgang Augsburg [vom 15. Juni bis 29. Juli] 1973). Augsburg 1973, S. 7.

18 Kuder, Ulrich: Bischof Ulrich von Augsburg in der mittelalterlichen Buchmalerei. In: Bischof Ulrich von Augsburg 890-973. Seine Zeit, sein Leben, seine Verehrung; Festschrift aus Anlaß des tausendjährigen Jubiläums seiner Kanonisation im Jahre 992. Hrsg. von Manfred Weitlauff. Weißenhorn 1993, S. 413; Das Sakramentar ist eine Frühform des Messbuchs (vgl. Lieb 1973, S. 1) und wurde in diesem Fall im Regensburger Kloster St. Emmeram hergestellt (vgl. Kuder 1993, S. 413); Im frühen 19. Jahrhundert kam dieses Buch dann in die Bayerische Staatsbibliothek nach München (vgl. Lieb 1973, S. 1).

19 Lieb 1973, S. 1; Balk, Thomas: Der heilige Ulrich in der spätmittelalterlichen Kunst. In: Bischof Ulrich von Augsburg 890-973. Seine Zeit, sein Leben, seine Verehrung; Festschrift aus Anlaß des tausendjährigen Jubiläums seiner Kanonisation im Jahre 992. Hrsg. von Manfred Weitlauff. Weißenhorn 1993, S. 483.

20 So ist der heilige Ulrich lediglich durch das weiße bzw. graue Haar von Emmeram zu unterscheiden als der Ältere der beiden, der erst in hohen Lebensjahren starb (vgl. Kuder 1993, S. 424).

21 Kuder 1993, S. 414-415.

22 Lieb 1973, S. 1; Das Motiv des königskrönenden Christus kommtaus dem Byzantinischen (vgl. Kuder 1993, S. 417).

23 Kuder 1993, S. 415; Der König, der von zwei heiligen Bischöfen flankiert wird, kommt aus der abendländischen Tradition (vgl. Kuder 1993, S. 417).

24 Kuder 1993, S. 415; Lieb 1973, S. 1-2.

25 Kuder 1993, S. 417-418; Dies ist die auf das alte Testament zurückzuführende Diakonengeste der sustentatio (vgl. Lieb 1973, S. 2).

26 Kuder 1993, S. 420.

27 Kuder 1993, S. 415; Ulrich und Emmeram waren zum Zeitpunkt des Bildes bereits tot und gehören so einer anderen räumlichen und zeitlichen Sphäre an als Heinrich II. (vgl. Kuder 1993, S. 415).

28 Kuder 1993, S. 420; Es handelt sich hier keinesfalls um ein Historienbild eines irdischen Ereignisses (vgl. Lieb 1973, S. 1).

29 Das Gottesgnadentum König Heinrichs II. (vgl. Kuder 1993, S. 416-417).

30 Kuder 1993, S. 416-417.

31 Kuder 1993, S. 420; Heinrichs Erzieher war der heilige Wolfgang von Regensburg, ein jüngerer Freund Ulrichs, der ihm die Verehrung Ulrichs ans Herzgelegthaben dürfte (vgl. Kuder 1993, S. 420); Das Hauskloster seiner Familie war St. Emmeram, in dessen Kirche der heilige Emmeram auch begraben lag (vgl. Kuder 1993, S. 421).

32 Kuder 1993, S. 421.

33 Kuder 1993, S. 424; Aufgrund ihrer Relevanz bei der Königsweihe Heinrichs II. (vgl. Kuder 1993, S. 422) hat die heilige Lanze gegenüber dem Reichsschwertden besseren Platz rechts erhalten (vgl. Kuder 1993, S. 423); Ulrich hat wohl durch seine Verdienste in der Lechfeldschlacht den Ehrenplatz erhalten (vgl. Lieb 1973, S. 2).

34 Balk 1993, S. 517-518; Er wird als äußerst königstreu erwähnt (vgl. Seiler 1993, S. 242) und empfand wohl große Zuneigung zu Otto I. (vgl. Berschin 1993, S. 191), allerdings war er mit diesem, wie es scheint, auch verwandt (vgl. Zorn 2001, S. 83; Kreuzer, Georg: Die »Vita sancti Oudalrici episcopi Augustani« des Augsburger Dompropstes Gerhard. Eine literarkritische Untersuchung. In: Bischof Ulrich von Augsburg 890-973. Seine Zeit, sein Leben, seine Verehrung; Festschrift aus Anlaß des tausendjährigen Jubiläums seiner Kanonisation im Jahre 992. Hrsg. von Manfred Weitlauff. Weißenhorn 1993, S. 173).

35 Lieb 1973, S. 2; Die Verbindung des heiligen Ulrich mit dem König, wie es seit Otto I. der Fall ist, wird von Heinrich II. am Leben gehalten (vgl. Lieb 1973, S. 9).

36 Balk 1993, S. 518.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Ikonographie in den bildnerischen Darstellungen des heiligen Ulrich von der Ottonenzeit bis zum Barock
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V906227
ISBN (eBook)
9783346203304
ISBN (Buch)
9783346203311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ikonographie, Kunst, Heiliger Ulrich, Augsburg, Bildnis, Deckenfresko, Barock, Gotik, Heiligsprechung, Bildbeschreibung
Arbeit zitieren
Elias Goik (Autor), 2019, Die Ikonographie in den bildnerischen Darstellungen des heiligen Ulrich von der Ottonenzeit bis zum Barock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906227

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