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Die Frauenfigur Lunete und die paradoxe Figurenkonstellation im "Iwein" von Hartmann von Aue

Título: Die Frauenfigur Lunete und die paradoxe Figurenkonstellation im "Iwein" von Hartmann von Aue

Trabajo Escrito , 2015 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Julien Zigan (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Klar und nachvollziehbar werden hier die komplexen Beziehungen in Hartmanns von Aue Iwein aufgeschlüsselt. Eine umfassende Forschungsübersicht erleichtert ein schnelles Einarbeiten in die vielen Facetten der Thematik. Aussagekräftig wird die These des Autors mit verständlichen Argumenten Schritt für Schritt entwickelt. Der Text bietet eine überzeugende Perspektive auf einen Dauerbrenner der germanistischen Forschung und verweist damit gleichzeitig auf andere Perspektiven.

Mit Lunete wird im höfischen Roman Iwein Hartmanns von Aue eine Figur präsentiert, an der sich die germanistische Forschung abarbeitet. Ihre Funktion für den Roman wurde dabei genauso kontrovers diskutiert, wie ihr Charakter unterschiedlichste Bewertungen erfahren hat. Einigkeit herrscht dagegen bezüglich Lunetes herausragender Rolle und Wichtigkeit für den Roman.

Diese Arbeit zeigt auf, dass Lunete eine konsistent höfische Figur ist, durch deren geschickten Einsatz der Erzähler das widersprüchliche Abhängigkeitsverhältnis zwischen Iwein und Laudine in eine Partnerschaft als Landesherrscher auflöst. Zuerst wird die gegenseitige Abhängigkeit Iweins und Laudines ausführlich erläutert. Dann wird die Paradoxie in diesem Verhältnis aufgezeigt, das sich durch Lunetes Handeln in eine glückliche Ehegemeinschaft wandelt. Dabei wird auch Lunetes eigene Verstrickung in die Abhängigkeiten dargestellt.

Dass Lunete den ganzen Roman über eine ungebrochen höfische Figur ist, wird anhand der höfischen Tugenden, die Lunete selbst verkörpert, aufgezeigt und von der Darstellung Lunetes als Bewahrerin der höfischen Tugenden anderer Figuren gestützt.

Am Ende wird die Intention hinter Lunetes Handeln auf der Erzählerebene verortet und damit als Instrument des Erzählers zur Vermittlung zwischen Iwein und Laudine identifiziert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ausgangskonflikt

1.1.Iweins und Laudines gegenseitige Abhängigkeit

1.2. Iweins und Laudines gegenseitige Unerreichbarkeit

1.3.Lunete als Bindeglied

2. Endkonflikt

2.1.Iwein und Laudines gegenseitige Bedrohung

2.2.Zuspitzung der Widersprüchlichkeiten

2.3.Lunete als Konfliktlöserin

3. Lunete als höfische Figur

3.1.Lunete als Trägerin höfischer Werte

3.2.Lunete als Bewahrerin höfischer Werte

4. Lunete als Schachfigur des Erzählers

Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion der scheinbar widersprüchlichen Figur Lunete im höfischen Roman „Iwein“ von Hartmann von Aue. Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass Lunete eine konsistent höfische Figur ist, deren geschicktes Handeln als Instrument des Erzählers dient, um das paradoxe Abhängigkeitsverhältnis zwischen Iwein und Laudine in eine stabile Partnerschaft als Landesherrscher zu überführen.

  • Analyse der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen Iwein und Laudine.
  • Untersuchung der Paradoxie und deren Auflösung durch Lunetes Handeln.
  • Beurteilung von Lunetes Charakter und Funktion im Kontext höfischer Werte.
  • Einordnung von Lunete als bewusste Schachfigur und Werkzeug des Erzählers.
  • Kritische Auseinandersetzung mit kontroversen Forschungspositionen zur Figur.

Auszug aus dem Buch

1.2. Iweins und Laudines gegenseitige Unerreichbarkeit

Iweins Leben ist durch den unsichtbar machenden Ring eigentlich schon gerettet, als er in Minne zu Laudine fällt. Dabei spielt ihr nach außen getragenes Leid eine erhebliche Rolle: Swâ ir der lîp blôzer schein, da ersach sî der her Îwein: dâ was ir hâr und ir lîch sô gar dem wunsche gelîch daz im ir minne verkêrten die sinne, daz er sîn selbes gar vergaz und daz vil kûme versaz sô sî sich roufte unde sluoc. (Vv. 1331-39)

Was die Minne hervorruft, ist der Anblick ihres entblößten Körpers, an den Stellen an denen Sie ihre Kleidung aus Trauer zerrissen hat. Die starke Trauer, die der Tod ihres Gatten in ihr auslöst, demonstriert außerdem ihre triuwe zu ihm. Über den Tod hinaus fühlt sie sich ihm zu Treue verpflichtet, sodass sie Besitz und Leben aufzugeben wünscht, um weiterhin mit ihm vereint sein zu können (Vv. 1462-65). Hieran lässt sich ihr stæter moute ablesen, der für einen Artusritter eine nützliche Eigenschaft an Frauen darstellt, wie sich später an Gaweins Rat an Iwein heraustellt (Vv. 2890-93). Mit der Trauer, die mit dem Hass auf den Mörder Askalons einhergeht, und der an den Tag gelegten triuwe, die Laudine anderen Männern gegenüber verschließt, stellen also die Entstehungsgründe für Iweins Minne zu Laudine, und damit der Abhängigkeit von ihr, gleichzeitig die Gründe dar, die eine Vereinigung mit ihr unmöglich machen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung führt in die Thematik der Figur Lunete im Roman „Iwein“ ein und skizziert die kontroversen Forschungsmeinungen sowie das Ziel der vorliegenden Untersuchung.

1. Ausgangskonflikt: Das Kapitel analysiert die initiale Gefangenschaft Iweins und die daraus resultierende gegenseitige Abhängigkeit des Helden und der Burgherrin Laudine.

2. Endkonflikt: Hier wird das Wiederaufleben der Abhängigkeiten am Ende des Romans sowie die Rolle Lunetes bei der finalen Konfliktlösung durch das Begießen der Quelle thematisiert.

3. Lunete als höfische Figur: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass Lunetes Handeln trotz anfänglicher Zweifel stets innerhalb der höfischen Normen und Werte erfolgt.

4. Lunete als Schachfigur des Erzählers: Die Analyse verortet Lunete als bewusstes Instrument des Erzählers, das die Handlung final motiviert und steuert.

Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt Lunetes zentrale Funktion für den Fortschritt der Romanhandlung.

Schlüsselwörter

Iwein, Hartmann von Aue, Lunete, höfischer Roman, Abhängigkeitsverhältnis, Minne, Vermittlung, Erzählerebene, höfische Werte, Artusritter, Laudine, Konfliktlösung, mittelalterliche Literatur, Intrige, triuwe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Zofe Lunete in Hartmanns von Aue „Iwein“ und untersucht deren Funktion für die Entwicklung der Romanhandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Figuren, das Konzept höfischer Werte und die Funktion Lunetes als Vermittlerin.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Lunete eine konsistent höfische Figur ist, die als Instrument des Erzählers dient, um Iwein und Laudine zu versöhnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse des Textes vorgenommen, die durch den Einbezug der Forschungsliteratur gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Ausgangskonflikt, der Endkonflikt, Lunetes höfisches Verhalten sowie ihre Rolle als erzählerisches Werkzeug eingehend analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Minne, höfische Werte, Abhängigkeit, Vermittlung und die spezifische Analyse von Lunete charakterisiert.

Warum ist Lunete für Iwein und Laudine gleichzeitig Bedrohung und Rettung?

Lunete ist eine Rettung, da sie die einzige ist, die den Kontakt herstellen und Lösungen für die unüberwindbaren Hindernisse der Protagonisten bieten kann; sie ist eine Bedrohung, da ihr Handeln auch gefährliche Konsequenzen für die Beteiligten mit sich bringt.

Inwiefern beeinflusst Lunete das Bild Laudines als „treue Landesherrscherin“?

Lunete ermöglicht es Laudine, durch die Vermittlung der Heirat Iweins als notwendige politische Entscheidung zu legitimieren, ohne dass Laudine ihre prinzipielle Treue zu ihrem verstorbenen Gatten aufgeben muss.

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Detalles

Título
Die Frauenfigur Lunete und die paradoxe Figurenkonstellation im "Iwein" von Hartmann von Aue
Universidad
University of Bayreuth
Calificación
1,0
Autor
Julien Zigan (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
24
No. de catálogo
V906263
ISBN (Ebook)
9783346191809
ISBN (Libro)
9783346191816
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hartmann von Aue Iwein Lunete Frauenfiguren Laudine
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julien Zigan (Autor), 2015, Die Frauenfigur Lunete und die paradoxe Figurenkonstellation im "Iwein" von Hartmann von Aue, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906263
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