Die vorliegende Ausarbeitung soll einen Überblick über die Maßnahmen der Bundesregierung zur darlegen und auf ihre Eignung und Wirksamkeit zur Bewältigung der COVID-19-Krise hin untersuchen. Hierbei wird das Hauptaugenmerk auf den wirtschaftlichen Aspekt gelegt.
Anfang Dezember 2019 kam es in Wuhan, China, zu einer menschlichen Infektion mit einem bis dato unbekannten Virus. Seither ist die durch das Virus verursachte Lungenkrankheit Corona Virus disease 2019 (COVID-19) zu einer weltweiten Krise pandemischen Ausmaßes geworden, die tiefe Einschnitte in Gesellschaft und Wirtschaft nach sich zieht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Maßnahmen zur Bewältigung der Krise
2.1. Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit
2.2. COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz
2.3. Finanzielle Förderungen
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesetzlichen Maßnahmen der deutschen Bundesregierung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und bewertet deren Eignung und Wirksamkeit.
- Gesellschaftliche Maßnahmen zur Pandemieeindämmung
- Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld
- Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
- Staatliche finanzielle Förderprogramme
- Kritische Analyse der wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
2.1. Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit
Durch das bis zum 31. Dezember 2021 befristete KugVerbG wird die Bundesregierung dazu ermächtigt, eine Verordnung ohne Zustimmung des Bundesrates zu erlassen, die die Rahmenbedingungen des Kurzarbeitergeldes verbessern. Die hierauf ruhende KugV besagt in §1, dass für die Berechtigung auf Kurzarbeit umzustellen die Anzahl der Mitarbeiter, die von einem Verdienstausfall von mindestens 10% betroffen sind, von einem Drittel der Belegschaft auf 10% der Belegschaft abgesenkt wird - nach §4 KugV bereits rückwirkend geltend zum 01. März 2020. Zusätzlich besagt §1 Abs. 2 KugV, dass hierbei auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet werden kann.
Weiter regelt §2 Abs. 1 KugV, dass der Staat den betroffenen Unternehmen die zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer in Kurzarbeit erstattet. Außerdem eröffnet §3 KugV die Möglichkeit für Leiharbeiter ebenfalls Kurzarbeitergeld zu beziehen.
Kurzarbeit schafft eine Entlastung von Unternehmen im Rahmen der finanziellen Belastungen durch eine Senkung der Personalkosten und verhindert so eine zusätzliche Liquiditätskrise. Auf der anderen Seite sind während der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld betriebsbedingte Kündigungen, auf Grundlage der gleichen Gründe wie der Antrag von Kurzarbeitergeld, ausgeschlossen. Somit stellt Kurzarbeit auch eine Arbeitsplatzsicherheit für die betroffenen Arbeitnehmer dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die globale COVID-19-Pandemie ein und erläutert die Beweggründe für die Untersuchung der deutschen Gegenmaßnahmen.
2. Maßnahmen zur Bewältigung der Krise: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen wirtschaftspolitischen Instrumente, darunter Kurzarbeit, Insolvenzaussetzung und staatliche Finanzhilfen.
2.1. Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anpassungen zur Erleichterung des Zugangs zum Kurzarbeitergeld und dessen entlastende Wirkung für Unternehmen.
2.2. COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz: Dieses Kapitel behandelt die temporäre Aussetzung der Insolvenzantragspflicht zur Vermeidung unnötiger Insolvenzen aufgrund der krisenbedingten Liquiditätsengpässe.
2.3. Finanzielle Förderungen: Dieses Kapitel beschreibt die staatlichen Liquiditätshilfen, wie Stabilisierungsfonds und KfW-Bürgschaften sowie Soforthilfen für kleine Unternehmen und Selbstständige.
3. Fazit: Dieses Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit der Maßnahmen sowie bestehende Lücken in der staatlichen Unterstützung.
Schlüsselwörter
COVID-19, SARS-CoV-2, Kurzarbeit, KugV, Insolvenzaussetzung, COVInsAG, Wirtschaftsstabilitätsfonds, KfW, Soforthilfe, Pandemie, Deutschland, Liquiditätssicherung, Gesetzgebung, Wirtschaftskrise, Arbeitsplatzsicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die gesetzlichen Maßnahmen, die in Deutschland im Frühjahr 2020 ergriffen wurden, um die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie abzufedern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Kurzarbeiterregelung, der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie verschiedenen finanziellen Förderprogrammen für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über die Maßnahmen zu geben und deren Eignung sowie Wirksamkeit zur Krisenbewältigung kritisch zu hinterfragen.
Welche methodische Vorgehensweise wählt der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller gesetzlicher Verordnungen und offizieller Regierungsbeschlüsse aus dem Zeitraum der Pandemieentstehung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Kurzarbeit, das Insolvenzaussetzungsgesetz sowie die finanziellen Unterstützungsleistungen wie KfW-Kredite und staatliche Soforthilfen.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kurzarbeit, COVInsAG, Liquiditätssicherung, Pandemie und wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Kurzarbeitergeld in der Krise?
Es dient als zentrales Instrument zur Entlastung von Personalkosten, um Arbeitsplätze zu erhalten und nach der Krise eine schnelle Wiederaufnahme des Betriebs zu ermöglichen.
Warum wurde das Insolvenzaussetzungsgesetz implementiert?
Es soll verhindern, dass Unternehmen, die vor der Pandemie gesund waren, allein durch die verordneten Schließungen in eine insolvenzrechtliche Schieflage geraten.
- Citation du texte
- Jakob Stähle (Auteur), 2020, Deutschland im Griff von COVID-19? Kritische Würdigung der wirtschaftlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906579