Nach der Einleitung und Erklärung des Begriffs „Industriebrache“, wird auf Gründe für ihre Wiederbelebung, sowie auf die Mobilisierungshemmnisse eingegangen. Im zweiten Teil der Arbeit nach der Einführung in die Industriebrachensituation im Ruhrgebiet, sowie Förderprogramme für deren Mobilisierung, wird es an den Beispielsprojekten der Internationalen Bauausstellung IBA Emscher Park bestimmt, wo es verschiedene Nachnutzungen der Industriebrachen dargestellt werden, sowie die Profits der Umnutzung. Anschließend gibt es ein Fazit
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Industrielle Brachflächen
2.1 Umnutzung: Gründe, Chancen
2.2 Hemmnisse
3. Industriebrachen im Ruhrgebiet
3.1 Umfang und Potentiale
3.2 Förderprogramme
4. Projekte der IBA Emscher Park
4.1 Zeche und Kokerei Zollverein, Essen
4.2 Landschaftspark Duisburg-Nord
4.3 Siedlung Schüngelberg, Gelsenkirchen
4.4 Stadtteilzentrum und Fortbildungsakademie Mont-Cenis Sodingen, Herne
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Wiederbelebung industrieller Brachflächen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die Reaktivierung solcher Flächen zur städtebaulichen Aufwertung und zur Einhaltung ökologischer Ziele, wie der Verringerung des Flächenverbrauchs, beitragen kann.
- Strukturwandel und Entstehung von Industriebrachen
- Herausforderungen und Hemmnisse bei der Revitalisierung
- Förderinstrumente zur Wiedernutzbarmachung
- Praxisbeispiele der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park
Auszug aus dem Buch
4.1 Zeche und Kokerei Zollverein, Essen
Nach der Einstellung aller industrieller Nutzungen wurde der Zollverein als bauliches Zeichen des Niedergangs gesehen und aus Sicht der Trägerschaften wäre es sinnvoll den abzureißen (Buschmann 2006: 103).
Jedoch wurde der Zollverein mit der Initiative von Landesentwicklungsgesellschaftes (LEG) gerettet und unter Denkmalschutz gestellt. (RVR 2014: 141). Nach Aufnahme des Projektes in die IBA Emscher Park im 1989 wurden die Konzepte für Sanierung und Umnutzung der bestehenden Gebäude entwickelt. Der 100 Hektar große Industriekomplex Zeche Zollverein wurde revitalisiert und zu einem öffentlichen Ort entwickelt, der von rund 1,5 Millionen Touristen jährlich besucht wird. Heute befindet sich da das Zentrum für Kultur, Design und Industriegeschichte, sowie 2 Museen (Buschmann 2006: 103). Rund 96 % der Flächen wurden vermietet und der jährliche Gewinn davon beträgt 94.000 Euro (RVR 2014: 141).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wirtschaftlichen Strukturwandel in Deutschland und die damit verbundene Problematik brachgefallener Industriegebiete sowie deren Potenzial für die Stadtentwicklung.
2. Industrielle Brachflächen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Industriebrache und diskutiert die Chancen der Umnutzung sowie die bestehenden Hemmnisse in der Praxis.
3. Industriebrachen im Ruhrgebiet: Hier wird die spezifische Situation des Ruhrgebiets analysiert, wobei auf den Umfang der Brachflächen und die unterstützenden Förderprogramme eingegangen wird.
4. Projekte der IBA Emscher Park: Das Kapitel stellt verschiedene Nachnutzungskonzepte ehemaliger Industrieareale anhand der Projekte Zeche Zollverein, Landschaftspark Duisburg-Nord, Siedlung Schüngelberg und Mont-Cenis dar.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erfolge der Wiederbelebung von Industriebrachen zusammen und unterstreicht deren Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur regionalen Identitätsbildung.
Schlüsselwörter
Industriebrachen, Strukturwandel, Stadtentwicklung, IBA Emscher Park, Ruhrgebiet, Flächenrecycling, Altlastensanierung, Nachhaltigkeit, Umnutzung, Industriekultur, Flächenverbrauch, Förderprogramme, Stadtplanung, Revitalisierung, Standortentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Notwendigkeit und die Möglichkeiten der Wiederbelebung von Industriebrachflächen im Kontext einer nachhaltigen Stadtentwicklung am Beispiel des Ruhrgebiets.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen der Umgang mit industriellen Altlasten, die Rolle des Flächenrecyclings, die Überwindung von Investitionshemmnissen und die Transformation industrieller Räume in Kultur- und Lebensräume.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass die Umnutzung von Brachflächen einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leistet, indem sie den Flächenverbrauch auf der "grünen Wiese" reduziert.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Konzepte, regionale Marktberichte und Best-Practice-Beispiele der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Industriebrachen, eine Bestandsaufnahme der Situation im Ruhrgebiet inklusive Förderinstrumente sowie eine detaillierte Projektvorstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?
Industriebrachen, Flächenrecycling, IBA Emscher Park, Ruhrgebiet, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung.
Warum wird im Ruhrgebiet besonders stark über Industriebrachen diskutiert?
Aufgrund des massiven Niedergangs von Bergbau und Stahlindustrie entstand im Ruhrgebiet eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Industriebrachen, die den Strukturwandel der Region prägen.
Welche Rolle spielt die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park?
Die IBA fungierte als Innovationsmotor, der durch beispielhafte Nachnutzungskonzepte zeigte, wie ehemalige Industriegelände neue Funktionen für Wirtschaft, Kultur und Freizeit erfüllen können.
Welches spezifische Beispiel zeigt die energetische Aufwertung einer Brachfläche?
Das Projekt Stadtteilzentrum und Fortbildungsakademie Mont-Cenis in Herne ist ein Beispiel, da dort ein Standort geschaffen wurde, der durch innovative Technik mehr Energie produziert, als die Akademie verbraucht.
Welchen Einfluss haben gesetzliche Rahmenbedingungen auf die Brachenentwicklung?
Gesetzliche Vorgaben, wie § 1a Abs. 2 des Baugesetzbuches (EAG Bau), fordern einen schonenden Umgang mit Grund und Boden, was die Reaktivierung von Brachflächen gegenüber der Neuausweisung von Flächen gesetzlich priorisiert.
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- Veronika Kukota (Author), 2019, Notwendigkeit der Wiederbelebung von Industriebrachen für die nachhaltige Stadtentwicklung. IBA Emscher Park im Ruhrgebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906591