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Gesundheit und Management. Konzept zur Implementierung eines betrieblichen Managementsystems in einem Pflegeheim

Title: Gesundheit und Management. Konzept zur Implementierung eines betrieblichen Managementsystems in einem Pflegeheim

Term Paper , 2018 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Hobach (Author)

Health Sciences - Health Logistics
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Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, anhand eines ausgewählten Betriebes, beispielhaft die Etablierung eines Gesundheitsmanagementsystems zu demonstrieren.

Heutzutage erleben wir in der Gesellschaft einen Wandel der Demografie. Von einst einem Großteil junger Menschen, welche vor allem mit körperlicher Belastung gut umgehen konnten, hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft. Dies führt bei Unternehmen - und so auch in dem Pflegeheim in Nordhorn - zu wachsenden Problemen und somit zwangsläufig zu einem Umdenken in der Betriebsleitung bezüglich der Gesundheitsförderung. Es bedarf nicht nur das Anbieten von Leistungen, welche das Unternehmen für die Belegschaft attraktiver macht, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sondern auch höherer Investitionen in ein gesundes Arbeits- und Lebensumfeld. Nur so ist es möglich, die Arbeitskräfte langfristig am Unternehmen zu binden und die Arbeitsproduktivität als auch die Gesundheit zu fördern. Die körperliche Belastung im Beruf der Pflegekräfte ist um ein vielfaches höher als die anderer Erwerbstätigen. Arbeiten im Stehen, das Tragen von schweren Lasten oder das Einnehmen von Zwangshaltungen während der Lagerung von Patienten ist bei dieser Tätigkeit alltäglich und führt häufig zu Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen. Auch die psychische Belastung durch Schichtarbeit oder einen hohen Leistungsdruck ist überdurchschnittlich hoch und kann Schlafstörungen oder Burnout zur Folge haben.

Oben genannte Probleme sind Gründe dafür, dass die Arbeitsunfähigkeitstage im Unternehmen überdurchschnittlich hoch sind und das Pflegepersonal nur durchschnittlich sieben Jahre in diesem Beruf tätig ist. Infolgedessen ist es wichtig, zukünftig mehr für die Gesundheit der Angestellten zu leisten um ihre Gesundheit und somit auch ihre Arbeitsfähigkeit und den daraus resultierenden Erfolg zu fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kurzvorstellung des Unternehmens

1.1 Größe und Bereiche

1.2 Personalstruktur

1.3 Organisation der Arbeit

1.4 Daten zu Krankheit und Gesundheit

2. Problemstellung im Unternehmen

3. Betriebliches Gesundheitsmanagement

3.1 Definition

3.2 Ansatzpunkte

3.2.1 Pathogenese und Salutogenese

3.2.2 Verhaltens- und Verhältnisprävetion

4. Die Schritte des BGM

4.1 Die Festlegung von Zielen

4.2 Schaffung von Strukturen

4.3 Analyse der aktuellen Situation

4.4 Festlegung von Feinzielen

4.5 Maßnahmenplanung und Umsetzung

4.6 Überprüfung und Verbesserung durch Evaluation

5. Abschätzung der finanziellen Ressourcen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines strukturierten Konzepts zur Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in einem spezifischen Pflegeheim, um die gesundheitliche Situation der Mitarbeitenden nachhaltig zu verbessern und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern.

  • Analyse der aktuellen gesundheitlichen Belastungssituation im Pflegebereich
  • Etablierung eines ganzheitlichen BGM-Systems zur Gesundheitsförderung
  • Optimierung von Strukturen und Prozessen zur Stress- und Belastungsprävention
  • Methodische Planung konkreter Gesundheitsmaßnahmen und deren Evaluation

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Pathogenese und Salutogenese

Anders als die klassische Schulmedizin richtet das BGM seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf das Modell der Salutogenese nach Antonovsky. Dieses Modell orientiert sich an der Fragestellung „Warum und wie bleibt jemand trotz verschiedener (...) krankheitserregender Bedingungen Gesund?“ (Antonovsky, 1979, S 12ff) Somit orientiert sich dieses Modell nicht der pathogenen Ursachenanalyse, welche sich darauf kozentriert, aus welchem Grund ein Mensch krank wird und welchen krankheitsauslösenden Faktoren er ausgesetzt ist, sondern daran, dass sich ein Mensch ein Leben lang auf einem Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit bewegt. Bei der Pathogenese steht die Entwicklung einer Krankheit mit allen daran beteiligten Faktoren im Mittelpunkt. Der Gegenentwurf, die Salutogenese, beschäftigt sich hingegen mit Faktoren, welche die Gesundheit fördern. Somit geht es um die Frage, was eine Person trotz verschiedener Belastungen gesund hält.

Dabei geht es nicht darum, dass Gesundheit ein absoluter Zustand ist, sondern eher, dass alle Menschen mehr oder weniger gesund oder krank sein können und sie sich auf oben genannten Kontinuum zwischen den Polen „Gesundheit“ und „Krankheit“ bewegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kurzvorstellung des Unternehmens: Dieses Kapitel beschreibt das Pflegeheim in Nordhorn hinsichtlich seiner räumlichen Gegebenheiten, der Personalstruktur, der Arbeitsorganisation sowie der vorliegenden gesundheitlichen Belastungsdaten.

2. Problemstellung im Unternehmen: Hier wird der demografische Wandel als zentrale Herausforderung identifiziert, der in Kombination mit hoher physischer und psychischer Arbeitsbelastung zu gesteigerten Ausfallzeiten und einer geringen Verweildauer des Personals führt.

3. Betriebliches Gesundheitsmanagement: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des BGM, wobei insbesondere das salutogenetische Modell und die Differenzierung zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention als fundamentale Ansätze erläutert werden.

4. Die Schritte des BGM: Dieser Hauptteil widmet sich dem konkreten Implementierungsprozess, von der Zieldefinition über die Schaffung von Gremien und die Ist-Analyse bis hin zur operativen Maßnahmenplanung und deren Evaluation.

5. Abschätzung der finanziellen Ressourcen: Das Kapitel behandelt die notwendige Kostenkalkulation für die implementierten Maßnahmen, inklusive Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten durch Krankenkassen und steuerlicher Freibeträge.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Pflegeheim, Salutogenese, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Arbeitsbelastung, Gesundheitsförderung, Fehlzeitenmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheitszirkel, Arbeitssituationsanalyse, Evaluation, Demografischer Wandel, Ressourcenoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zur Verbesserung der Arbeitssituation in einem spezifischen Pflegeheim.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Analyse der Arbeitsbelastungen, die Anwendung salutogenetischer Modelle, die Implementierung präventiver Maßnahmen sowie die Evaluation und Finanzierung dieser Prozesse ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein nachhaltiges System zu schaffen, das die physische und psychische Belastung der Pflegekräfte reduziert, den Krankenstand senkt und die Mitarbeiterbindung im Betrieb stärkt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen Verfahren wie Fehlzeiten- und Krankenstandanalysen, Mitarbeiterbefragungen sowie Arbeitssituationsanalysen in Form von Workshops zur Anwendung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in sechs Prozessschritte: Zielsetzung, Strukturschaffung, Ist-Analyse, Feinziele, Maßnahmenplanung und Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind BGM, Salutogenese, Verhaltens- und Verhältnisprävention, Pflegeheim, Gesundheitszirkel und Mitarbeiterzufriedenheit.

Wie unterscheidet sich die Verhaltens- von der Verhältnisprävention im Kontext dieses Pflegeheims?

Die Verhaltensprävention stärkt die individuellen Ressourcen der Mitarbeiter (z.B. Ernährungsworkshops), während die Verhältnisprävention das Arbeitsumfeld ergonomisch verbessert (z.B. Arbeitsplatzgestaltung).

Warum ist das Kohärenzgefühl nach Antonovsky für die Umsetzung wichtig?

Es dient als theoretische Basis, um sicherzustellen, dass Maßnahmen für die Mitarbeiter verstehbar, sinnvoll und handhabbar sind, um so einen tatsächlichen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen.

Wie wird die finanzielle Tragfähigkeit des BGM sichergestellt?

Das Konzept beinhaltet eine Kostenkalkulation für externe Trainer und Personal, wobei Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung sowie Fördermittel der Krankenkassen nach § 20a SGB genutzt werden.

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Details

Title
Gesundheit und Management. Konzept zur Implementierung eines betrieblichen Managementsystems in einem Pflegeheim
College
IST-Hochschule für Management University of Applied Sciences
Grade
2,3
Author
Daniela Hobach (Author)
Publication Year
2018
Pages
13
Catalog Number
V906618
ISBN (eBook)
9783346226518
ISBN (Book)
9783346226525
Language
German
Tags
BGM Gesundheitsmanagement Konzept Implementierung Betriebliches Gesundheitsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Hobach (Author), 2018, Gesundheit und Management. Konzept zur Implementierung eines betrieblichen Managementsystems in einem Pflegeheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906618
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