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Prävention von Rechenschwierigkeiten durch FEZ - Vergleich geförderter und nicht geförderter Grundschulförderklassenkinder

Title: Prävention von Rechenschwierigkeiten durch FEZ  -  Vergleich geförderter und nicht geförderter Grundschulförderklassenkinder

Examination Thesis , 2007 , 88 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Janine Streb (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

„Das frühzeitige Erkennen von Kindern mit Entwicklungsrückständen im mathematischen Vorwissen und deren vorschulische Förderung könnte ein wichtiges Element zur Prävention von Rechenschwierigkeiten sein (Werner, 1999).“ (Weißhaupt et al., 2006, S. 237)
Ausgehend von diesem Zitat möchte ich den Gegenstand dieser Arbeit beschreiben. Sabine Peucker und Dr. Steffi Weißhaupt (beide PH Freiburg) haben ein Förderprogramm zur Entwicklung des Zahlkonzepts entwickelt, welches in Bezug auf Rechenschwierigkeiten präventiv auf Vorschüler wirken soll. Dieses Programm setzt ein halbes Jahr vor Schuleintritt an und vollstreckt sich über neun Sitzungen, in denen die Kinder bei der Entwicklung des Zahlkonzepts unterstützt werden sollen.
Ob dieses Programm seinen Zweck erfüllt, möchte ich in dieser Arbeit genauer betrachten. Diese Betrachtung wird auch durch die Unterstützung der Daten eines in diesem Zusammenhang durchgeführten Projekts geschehen. Peucker & Weißhaupt haben zum Förderprogramm (FEZ) ein Diagnostikum (DEZ) entwickelt, mit welchem wir die Kinder zu zwei Zeitpunkten (ein halbes Jahr sowie zwei Monate vor Schuleintritt) befragt haben.
Zunächst möchte ich aber in einem theoretischen Teil die Grundlagen der Entwicklung des Zahlkonzepts sowie das Problem der Rechenschwierigkeiten und deren Diagnose beschreiben, um dann im empirischen Teil auf die dieser Arbeit zugrunde liegende Untersuchung und deren Ergebnisse genauer einzugehen. Abschließend möchte ich dann noch ein Resümee ziehen und daraus überleitend Konsequenzen für die Schulpraxis bzw. die Gestaltung des mathematischen Anfangsunterrichts ziehen.

Theoretischer Teil mit Grundlagen zum Erwerb des Zahlkonzepts und Empirischer Teil mit Ergebnissen des Förderprogrammes und Konsequenzen für den mathematischen (Anfangs-)Unterricht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Erwerb des Zahlkonzepts

1.1 Ist mathematisches Wissen angeboren oder erlernt?

1.1.1 Säuglingsversuche

1.2 Prinzipien vorher oder nachher?

1.3 Konzeptuelles und prozedurales Wissen

1.4 Protoquantitative Schemata und mentaler Zahlenstrahl

1.5 Mengenbewusstheit

1.6 Simultanerfassung - Subitizing

1.7 Zahlvorstellung

1.8 Jean Piaget und der Begriff der Invarianz

1.9 Zahlaspekte

1.9.1 Kardinalität

1.9.2 Ordinalität

1.10 Problematik von zählenden Strategien

1.10.1 Zählkompetenzen

1.10.2 Zählprinzipien

1.10.3 Zählstrategien

1.10.4 Überblick über die Zählstrategien

1.11 Teile-Ganzes-Konzept

2 Rechenschwierigkeiten

2.1 Definition

2.1.1 Die Diskrepanz-Definition

2.2 Erscheinungsbild

2.3 Ursachen

3 Diagnostische Ansätze

3.1 Anforderungen an ein Diagnostikum

3.2 Tests

3.2.1 Osnabrücker Zahlentest

3.2.2 DEMAT 1+

3.3 DEZ

4 Abstract (Was ist FEZ?)

4.1 Vergleich mit einem anderen Förderkonzept

4.1.1 Dortmunder Zahlbegriffstraining

4.1.2 Vergleich mit FEZ

5 Empirische Untersuchung (zweiter Teil)

5.1 Fragestellungen

5.2 Methodenbeschreibung

5.2.1 Stichprobenbeschreibung

5.2.2 Material

5.2.3 Durchführung

5.3 Ergebnisse:

5.3.1 Unterscheiden sich die geförderten von den nicht geförderten Grundschulförderklassenkindern?

5.3.2 Wie groß ist der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen?

5.3.3 n welchen Bereichen des Zahlkonzepts profitieren die Kinder besonders von der Förderung?

5.4 Lernfortschritt

5.4.1 Gesamtpunktzahl

6 Betrachtung einzelner Kinder

6.1 Vergleich Leon und Paul

6.2 Vergleich Pia und Lisa

7 Interpretation der Ergebnisse

7.1 Besonderheiten

8 Resümee und Ausblick

8.1 Konsequenzen für die Schulpraxis

8.2 Kritik/Verbesserungsvorschläge

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des vorschulischen Förderprogramms FEZ (Förderprogramm zur Entwicklung des Zahlkonzepts) im Hinblick auf die Prävention von Rechenschwierigkeiten bei Kindern. Es wird analysiert, ob geförderte Grundschulförderklassenkinder mathematische Basiskompetenzen besser entwickeln als nicht geförderte Kinder, wobei der Fokus auf dem mathematischen Vorwissen vor Schuleintritt liegt.

  • Grundlagen der Entwicklung des Zahlkonzepts im Vorschulalter
  • Ursachen, Erscheinungsbilder und Diagnostik von Rechenschwierigkeiten
  • Struktur und methodischer Ansatz des FEZ-Förderprogramms
  • Empirische Wirksamkeitsstudie durch Vergleich mit einer Kontrollgruppe mittels DEZ (Diagnostikum)
  • Ableitung von Konsequenzen für die pädagogische Schulpraxis

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Säuglingsversuche

Um herauszufinden ob numerisches Wissen schon bei Säuglingen gefunden werden kann, habituierten (=gewöhnten) Starkey und Cooper 1980 je 18 Kinder (insgesamt waren es 72) zwischen 16 und 30 Wochen auf Bilder mit verschiedenen Anzahlen von Punkten.

Eine Gruppe wurde auf zwei Punkte habituiert und in einer sogenannten Posthabituierung wurde dieser Gruppe ein Bild mit drei Punkten gezeigt. Die Beobachter hielten fest, ob die Kinder nun länger auf das Bild schauten als zuvor, sie wollten also feststellen, ob die Babies den Unterschied zwischen den Anzahlen der Punkte auf den Bildern feststellten.

Die drei anderen Gruppen wurden einmal auf drei Punkte habituiert und in der Posthabituierung wurde beobachtet, ob sie den Unterschied zu zwei Punkten erkennen. Die nächste Gruppe wurde auf vier Punkte habituiert und es gab anschließend einen Wechsel auf sechs Punkte. Die letzte Gruppe wurde schließlich auf sechs Punkte habituiert und sah in der Posthabituierung ein Bild mit vier Punkten.

Das Ergebnis dieses Experiments war, dass die Kinder beim Wechsel von zwei auf drei, sowie beim Wechsel von drei auf zwei Punkte durch eine längere Blickzeit reagierten, beim Wechsel von vier auf sechs Punkte und umgekehrt schienen die Kinder nicht wirklich zu reagieren.

Die Schlussfolgerung der Autoren aus diesem Experiment sah so aus, dass sie annahmen, dass Babies zwischen Anzahlen von zwei bzw. drei Punkten unterscheiden können, jedoch noch keinen Unterschied bei größeren Anzahlen wie vier und sechs feststellen können. (vgl. Krajewski, 2003)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erwerb des Zahlkonzepts: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen der frühen mathematischen Entwicklung dar, inklusive der Diskussion über angeborene Fähigkeiten und der Bedeutung von Zählstrategien.

2 Rechenschwierigkeiten: Hier werden Definitionen, Erscheinungsbilder und Ursachen von Rechenstörungen sowie die Relevanz der vorschulischen Diagnose beleuchtet.

3 Diagnostische Ansätze: Das Kapitel erläutert Anforderungen an mathematische Diagnostik und stellt gängige Testverfahren wie den Osnabrücker Zahlentest sowie das DEZ-Diagnostikum vor.

4 Abstract (Was ist FEZ?): Das Förderprogramm FEZ wird als präventives Instrument vorgestellt, das auf konkreten Handlungen im spielerischen Kontext basiert.

5 Empirische Untersuchung (zweiter Teil): Es werden Aufbau und Ergebnisse der Studie präsentiert, die den Lernfortschritt der geförderten Kinder mit einer Kontrollgruppe vergleicht.

6 Betrachtung einzelner Kinder: Anhand von vier Fallbeispielen wird der individuelle Entwicklungsverlauf der Kinder detailliert analysiert.

7 Interpretation der Ergebnisse: Die Befunde der Untersuchung werden diskutiert, wobei insbesondere die starken Effekte in Bereichen wie Repräsentation und Teile-Ganzes-Konzept hervorgehoben werden.

8 Resümee und Ausblick: Diese abschließende Sektion fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus konkrete Thesen für die Schulpraxis ab.

Schlüsselwörter

Rechenschwierigkeiten, Zahlkonzept, FEZ, DEZ, Frühförderung, mathematisches Vorwissen, Zählstrategien, Mengenbewusstheit, Dyskalkulie, Mengenvergleich, Vorschulerziehung, mathematischer Anfangsunterricht, Diagnostik, Teile-Ganzes-Konzept, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention von Rechenschwierigkeiten bei Kindern vor Schuleintritt durch das gezielte Förderprogramm FEZ.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Neben der theoretischen Herleitung des Zahlkonzepts stehen Diagnostik, die Bedeutung vorschulischer Förderung und die Analyse von Lernfortschritten im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit des FEZ-Förderprogramms zu überprüfen, indem die Entwicklung mathematischer Kompetenzen von geförderten Kindern mit einer Kontrollgruppe verglichen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine empirische Längsschnittstudie durchgeführt, bei der Kinder zu zwei Zeitpunkten mithilfe des Diagnostikums DEZ befragt und die Daten statistisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Zahlbegriffsentwicklung, die Darstellung der Störungsbilder sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zahlkonzept, Rechenschwierigkeiten, Prävention, FEZ, DEZ, mathematisches Vorwissen und Frühdiagnostik.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen dem FEZ-Programm und dem Dortmunder Zahlbegriffstraining?

FEZ setzt bereits in der Vorschule an und ist präventiv ausgelegt, während das Dortmunder Training erst nach der ersten Klasse als Interventionsmaßnahme konzipiert ist.

Warum wird im Rahmen der Diagnostik nicht nur zwischen richtigen und falschen Antworten unterschieden?

Weil die dahinterliegenden Denkprozesse für die Förderung entscheidend sind; unterschiedliche Vorgehensweisen können zu gleichen Ergebnissen führen.

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Details

Title
Prävention von Rechenschwierigkeiten durch FEZ - Vergleich geförderter und nicht geförderter Grundschulförderklassenkinder
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Grade
2,5
Author
Janine Streb (Author)
Publication Year
2007
Pages
88
Catalog Number
V90676
ISBN (eBook)
9783638035620
Language
German
Tags
Prävention Rechenschwierigkeiten Vergleich Grundschulförderklassenkinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Streb (Author), 2007, Prävention von Rechenschwierigkeiten durch FEZ - Vergleich geförderter und nicht geförderter Grundschulförderklassenkinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90676
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