Diese Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit der Wirtschaftspolitik von Donald Trump, die er seit Amtsbeginn bis Anfang 2019 geführt hat. Dabei wird zunächst eine Rückblende auf die Finanzkrise und die folgenden zwei Amtszeiten von Barack Obama gezogen, um das Verständnis zu erleichtern und wirtschaftspolitische Entscheidungen von Trump nachzuvollziehen. Dies bildet auch die Grundlage für den Aufstieg des umstrittenen Präsidenten, wodurch Wahlversprechungen herauskristallisiert werden. Anschließend befasst sich dieser Beleg mit der großen Steuerreform mit ihren Änderungen und Auswirkungen, welche sich auch auf die Arbeitslosigkeit in den USA beziehen. Der zweite Hauptteil umfasst speziell die Handelspolitik von Trump, bei welcher die Handelsabkommen und -konflikte näher erläutert werden. Die theoretische Auseinandersetzung der Politik geschieht hauptsächlich auf der Basis von Artikeln und Nachrichtenmeldungen, die im Internet von Journalisten veröffentlicht wurden. Auch wurden einzelne Kommentare von Wirtschaftsexperten für die Bewertung der wirtschaftspolitischen Entscheidungen des Präsidenten berücksichtigt.
Mit dieser Arbeit soll unabhängig ergründet werden, inwiefern Donald Trump Fluch bzw. Segen für die amerikanische und die globale Wirtschaft ist. Auch, ob die Kritik an seinem wirtschaftspolitischen Stil gerechtfertigt ist, oder es sich nur um ein mediales Feuerwerk handelt, die zur Erhöhung der Auflagen bzw. der Klickzahlen dient. Es ist die Präsidentschaftswahl im Herbst 2016. Nach dem ersten dunkelhäutigen und afroamerikanischen Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten kann auch erstmals eine Frau Präsidentin werden. Doch die Gesellschaft geht zwei Schritte vor, aber dreizehn zurück und wählt einen älteren, weißen Mann, der polarisierender nicht hätte sein können. Donald Trump ist der 45. Präsident der USA und das, ohne jemals zuvor ein politisches Amt inne zu haben. Trotzdem vertrauten die Amerikaner ihm mehr als einer Frau, die mit einem Ex-Präsidenten verheiratet ist. Die Bürger erhofften sich vor allem einen Wirtschaftsaufschwung, der den Wohlstand im Land verbessert. Und wer kenne nicht die Wirtschaft besser als ein milliardenschwerer Immobilienunternehmer?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ära Obama - Rückblick
2.1 Ausgangssituation: Finanzkrise 2008
2.2 Ära Obama
3 Trumps Wirtschaftspolitik
3.1 „Make America Great Again“
3.2 Steuerreform
3.2.1 Änderungen & Auswirkungen
3.2.2 Arbeitslosigkeit
3.3 Handelspolitik
3.3.1 Handelsabkommen
3.3.2 Handelskonflikt
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Wirtschaftspolitik von Donald Trump im Zeitraum von seinem Amtsantritt bis Anfang 2019, um zu ergründen, ob sein Handeln als Fluch oder Segen für die US-amerikanische und globale Wirtschaft zu bewerten ist.
- Wirtschaftspolitische Analyse der Ära Donald Trump
- Vergleich und Rückblick auf die Finanzkrise und die Ära Obama
- Evaluation der Steuerreform und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Untersuchung der "America First"-Handelspolitik und resultierender Handelskonflikte
- Bewertung der ökonomischen Folgen von Strafzöllen und Handelsabkommen
Auszug aus dem Buch
3.1 „Make America Great Again“
„Make America Great Again“ war und ist der Slogan des 45. und wohl meist diskutiertesten Präsidenten der USA, Donald Trump. In einer Welt, in der weite Teile immer mehr nach rechts wandern und der ideologische Egoismus seinen Höhepunkt stetig übertrifft, konnte Trump nur Erfolg bei der Präsidentschaftswahl 2016 haben, auch wenn es zunächst als unwahrscheinlich deklariert wurde. Sein Slogan impliziert, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2016 nicht „great“, also groß(-artig) waren.
Betrachtet man die Politik von Vorgänger Obama genauer, so entdeckt man noch Statistiken, mit denen die Demokraten wohl lieber nicht in den Wahlkampf gegangen sind. Obama verdoppelte den Schuldenberg der USA durch die Steuersenkungen und Investitionen auf 20 Billionen Dollar. Dass vieles davon den Staat aus der Krise gezogen hat, muss ein Republikaner nicht erwähnen. Die Arbeitslosenstatistik zeigt einen sinkenden Wert von 5%. Jedoch lässt diese Statistik Langzeitarbeitslose sowie resignierte amerikanische Bürger aus, denn diese war mit 10% doppelt so hoch. Außerdem stieg die Zahl von arbeitsfähigen, aber resignierten Amerikanern kontinuierlich. Die Erwerbsquote sank damit auf den niedrigsten Wert (62,9%) seit 40 Jahren. Hinzu kommt das geringe Wirtschaftswachstum, welches den Republikanern in die Hände spielte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die politische Ausgangslage der Wahl 2016 ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit, Trumps Wirtschaftspolitik unabhängig zu bewerten.
2 Ära Obama - Rückblick: Dieses Kapitel analysiert die Finanzkrise von 2008 und die wirtschaftspolitischen Maßnahmen während der Amtszeit von Barack Obama als Grundlage für Trumps späteren Aufstieg.
3 Trumps Wirtschaftspolitik: Dieser Hauptteil beleuchtet Trumps politische Agenda, seine Steuerreform, die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sowie seine protektionistische Handelspolitik und die damit verbundenen Handelskonflikte.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Trumps Politik zwar kurzfristig das Wachstum und die Arbeitslosenquote beeinflusste, jedoch durch den aggressiven Protektionismus auch erhebliche Risiken für die globale Wirtschaft birgt.
Schlüsselwörter
Donald Trump, Wirtschaftspolitik, Steuerreform, Arbeitslosigkeit, Handelspolitik, Protektionismus, America First, Finanzkrise, Barack Obama, Handelskonflikt, USA, Welthandel, Wachstum, Strafzölle, USMCA
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Belegarbeit primär?
Die Arbeit analysiert die Wirtschaftspolitik von Donald Trump und bewertet deren Auswirkungen auf die amerikanische sowie die globale Wirtschaft im Vergleich zur vorangegangenen Ära Obama.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?
Die Schwerpunkte liegen auf der Steuerpolitik, der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und der grundlegenden Neuorientierung der US-Handelspolitik unter dem Slogan „America First“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll unabhängig ergründet werden, ob Trumps wirtschaftspolitischer Stil als Fluch oder Segen zu betrachten ist und ob die geäußerte Kritik an seinem Handeln gerechtfertigt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Analyse basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit tagesaktuellen Artikeln, Nachrichtenmeldungen und Expertenkommentaren, die im Internet publiziert wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Steuerreform, deren Auswirkungen auf die Einkommensverteilung sowie die spezifischen Handelsabkommen und -konflikte, etwa mit China oder der EU.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Neben dem zentralen Fokus auf Donald Trump sind Begriffe wie Protektionismus, Handelsbilanzdefizit, Arbeitslosenquote und Steuerreform maßgeblich für das Verständnis der Arbeit.
Wie bewertet der Autor Trumps "Make America Great Again"-Slogan im ökonomischen Kontext?
Der Slogan wird als politisches Instrument gesehen, das auf der Unzufriedenheit über das unter Obama wahrgenommene geringe Wachstum und die verdeckte Arbeitslosigkeit basierte.
Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zu den Handelskonflikten?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Trumps Protektionismus der US-Wirtschaft oft mehr schadet als nützt, da er durch Zölle die Preise erhöht und die Nachfrage verringert, auch wenn er ihn als Druckmittel nutzt.
- Citar trabajo
- Alexander Kahle (Autor), 2019, Die Wirtschaftspolitik von Donald Trump. Fluch oder Segen für die US-amerikanische und globale Wirtschaft?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906902