Im Sommer 2006 wurde das Bundesland Nordrhein-Westfalen 60 Jahre alt. Ein Anlass, der gefeiert wurde und gleichzeitig auch zum Nachdenken über seine Geschichte und Entwicklung anregte. Es ist nicht viel übrig geblieben von dem „Bindestrichland“, dass einst 1946 im Rahmen der Operation „Marriage“ entstand, vieles hat sich verändert.
Die nordrhein-westfälische Bevölkerung schaffte den Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg, errang für das Land wirtschaftliche Erfolge, machte es zu einem Wissenschaftsstandort und bevölkerte es mit einer vielfältigen Kultur, nicht zuletzt aufgrund der Eingliederung von Zuwanderern aus verschiedensten Nationen.
Die vorliegende Hausarbeit soll sich mit den Menschen die in diesem Land leben beschäftigen, ein detailliertes Bild dieser Bevölkerung zeichnen und einen Ausblick für seine mögliche Zukunft vornehmen.
Zunächst werden im 2. Kapitel grundlegende Hintergründe und Entwicklungen der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens präsentiert, die einen Einblick in den Gegenstand dieser Hausarbeit liefern sollen. Daran schließt sich eine Auseinandersetzung mit der enormen Expansion der Bevölkerung und seinem demographischen Wandel an. Des Weiteren sollen im Verlauf dieses Kapitels die ausländische, in Nordrhein-Westfalen lebende Bevölkerung und schließlich die vielfältigen in diesem Land vertretenen Konfessionen untersucht werden. Im Kapitel 3 wird dann ein besonderes Augenmerk auf die zugewanderte Bevölkerung Nordrhein-Westfalens gelegt, wobei verschiedene Zuwanderungsgruppen vorgestellt werden sollen. Abschließend werden Fördermaßnahmen und Projekte der Landesregierung präsentiert, die den Zuwanderern eine gelingende Integration in die nordrhein-westfälische Gesellschaft ermöglichen sollen. Die Zukunft, die dem Land Nordrhein-Westfalen und seiner Bevölkerung bevorsteht wird im 4. Kapitel anhand von Prognosen für eine zukünftige Bevölkerungsentwicklung unersucht. Dabei geht es vorrangig um vorherrschende Probleme, die sich in der Zukunft nach Prognosen von Experten ausweiten werden. Abschließend sollen die in dieser Hausarbeit erarbeiteten Ergebnisse im Kapitel 5 resümiert werden, wobei Defizite im Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung und vor allem mit den zugewanderten Menschen in Nordrhein-Westfalen diskutiert werden sollen. Zuletzt finden sich Anlagen zur Hausarbeit und das Verzeichnis der verwendeten Literatur.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bevölkerung in NRW
2.1 Geschichte der Bevölkerungsentwicklung, Expansion und demographischer Wandel
2.2 Ausländische Bevölkerung
2.3 Konfessionen
3. Zuwanderungen
3.1. Spätaussiedler
3.2 Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
3.3 Weitere Zuwanderungsgruppen
3.4 Fördermaßnahmen und Integration
3.4.1 Einrichtungen der Integrationsarbeit in NRW
4. Zukunft in NRW – Prognosen
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die demographische Entwicklung und die Zuwanderungsgeschichte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen seit seiner Entstehung. Ziel ist es, ein detailliertes Bild der Bevölkerungsstruktur zu zeichnen, die Herausforderungen der Integration zu analysieren und Prognosen für eine zukünftige Entwicklung auf Basis aktueller Daten und Expertenmeinungen zu formulieren.
- Historische Bevölkerungsentwicklung und demographischer Wandel
- Struktur der ausländischen Bevölkerung in NRW
- Zuwanderungsgruppen und ihre integrationspolitische Einordnung
- Institutionelle Fördermaßnahmen der Landesregierung
- Zukunftsprognosen zur Bevölkerungsstruktur bis 2040
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Einrichtungen der Integrationsarbeit in NRW
• Der Integrationsbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen: Das Aufgabengebiet des Integrationsbeauftragten beinhaltet im Vergleich zu den Ausländerbeauftragten des Bundes und der Länder sowie Aussiedlerbeauftragten nicht nur ausländische Zugewanderte, sondern auch Menschen, die als Spätaussiedler nach Nordrhein-Westfalen kommen. Er soll der Landesregierung bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer landespolitischen Konzepte im Bezug auf Ausländer und Spätaussiedler beratend und unterstützend zur Seite stehen.
Darüber hinaus hat er den Auftrag die Akzeptanz von Zugewanderten und von Integrationskonzepten innerhalb der aufnehmenden Gesellschaft zu fördern und an einer gesteigerten Aufnahmebereitschaft des Landes mitzuwirken, z. B. über den Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, vor allem mit Migrationsverbänden.
• Die Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge: Die Landesstelle Unna-Massen ist als unmittelbares Instrument des Sozialministeriums ein unverzichtbares Bindeglied zwischen dem aufnehmenden Staat und den letztlich unterbringenden Kommunen. Sie arbeitet eng mit unterschiedlichen Dienststellen zusammen, um eine effiziente Aufnahme, Verteilung und Integration der Zuwanderer zu gewährleisten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Anlass der Arbeit anlässlich des 60-jährigen Bestehens Nordrhein-Westfalens und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Bevölkerung in NRW: Dieses Kapitel behandelt die historische Entstehung des Landes, die Bevölkerungszahlen sowie die Aspekte des demographischen Wandels, der ausländischen Bevölkerung und der konfessionellen Vielfalt.
3. Zuwanderungen: Der Abschnitt beleuchtet verschiedene Zuwanderergruppen wie Spätaussiedler und Arbeitsmigranten und diskutiert die staatlichen Fördermaßnahmen und Institutionen zur Integration.
4. Zukunft in NRW – Prognosen: Hier werden auf Basis aktueller Daten Entwicklungslinien der Bevölkerungsstruktur aufgezeigt, insbesondere in Bezug auf Geburtenraten, Lebenserwartung und den demographischen Rückgang.
5. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert kritisch die Wirksamkeit bisheriger integrationspolitischer Maßnahmen vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Nordrhein-Westfalen, Bevölkerungsentwicklung, Demographischer Wandel, Zuwanderung, Integration, Spätaussiedler, Arbeitsmigration, Landesregierung, Integrationsarbeit, Prognosen, Geburtenrate, Lebenserwartung, Migrationshintergrund, Identität, Sozialwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der 60-jährigen Geschichte und dem demographischen Wandel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen unter besonderer Berücksichtigung der Zuwanderung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die Bevölkerungsgeschichte, die Integration von Zuwanderungsgruppen, institutionelle Maßnahmen und künftige demographische Entwicklungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Bild der Bevölkerung NRWs zu zeichnen, Integrationsprozesse zu bewerten und einen Ausblick auf die demographische Zukunft zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin verwendet eine deskriptive Analyse sowie eine Auswertung von Expertenprognosen und statistischem Datenmaterial des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Bevölkerungsstruktur, die verschiedenen Zuwanderungsgruppen und die komplexen Institutionen, die deren Integration steuern.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Integration, Bevölkerungsentwicklung, Demographischer Wandel, Zuwanderung und Migration.
Welche Rolle spielt das Landeszentrum für Zuwanderung NRW?
Das Landeszentrum dient als Vernetzungsinstanz zwischen Forschung, Politik und Praxis zur Unterstützung landesinterner Integrationsarbeit.
Warum wird der demographische Wandel als problematisch angesehen?
Aufgrund sinkender Geburtenraten und einer steigenden Lebenserwartung droht eine Überalterung der Gesellschaft, was langfristig die Bevölkerungsbilanz belastet.
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- Kathrin Pflipsen (Author), 2006, 60 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Geschichte einer Bevölkerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90692