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Charlie Chaplins "Shoulder Arms" (1918) und "The Great Dictator" (1940)

Ein politischer Tramp im Kampf gegen Deutschland?

Title: Charlie Chaplins "Shoulder Arms" (1918) und "The Great Dictator" (1940)

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 27 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Magister Artium Florian Jetzlsperger (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

Charlie Chaplin war einer der größten (pantomimischen) Schauspieler und Komiker, die die Welt je gesehen hatte. Bekannt wurde er durch seine grotesken Komödien, in denen er den „Tramp“ verkörperte: eine Figur irgendwo zwischen Landstreicher und Adeligem. Doch dieser Mensch, der zu seiner Zeit die ganze Welt zum Lachen veranlasste, benutzte seine Begabung, aus normalem Verhalten in besonderen Situationen Komödiantisches zu entwickeln, von Zeit zu Zeit auch dazu, seinem eigenen Gefühl und seinen Anliegen Ausdruck zu verleihen. So geschehen während des I. und II. Weltkrieges, als er 1918 „Shoulder Arms“ drehte und 1939/40 „The Great Dictator“ auf Leinwand bannte. Diese beiden Filme entstanden aus einer Idee Chaplins heraus. In beiden Filmen brachte er seine pazifistische Haltung und seinen Abscheu gegen den Krieg zum Ausdruck. Doch inwiefern kann man diese beiden Film miteinander vergleichen?
Ziel meiner Arbeit wird es sein, darzulegen, dass beide Filme Chaplins Versuch darstellten, den Menschen seine (friedlichen) Ansichten anzubieten. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede bezüglich der genauen Motivation Chaplins, sich an das jeweilige Projekt heranzumachen. Zunächst werde ich einen kurzen biographischen Überblick über das Leben des Filmemachers geben. In Punkt 3. und 5. Werden schließlich die Umstände dargestellt, die zu der Entscheidung führten, einen Film über das Leben an der Front, bzw. einen Film über einen Diktator zu machen. Neben Entstehung, Produktion und Entwicklung der Filme „Shoulder Arms“ und „The Great Dictator“, werde ich ebenso auf die Rezeption der beide Filme beim Publikum, wie auch auf die Aufnahme durch die Kritiker eingehen (Punkte 3.3 und 5.3). Chaplins Filme waren schon immer Mittelpunkt von kontroversen Meinungen, aber gerade diese beiden Filme ließen die Meinungen noch weiter auseinander driften, als es bei den anderen üblich war. Die essentielle Frage bei der Betrachtung der beiden Filme ist dann schließlich, ob „Gewehr über“ und „Der Große Diktator“ davon zeugen, dass Chaplin zu Zeiten des Krieges politisch Stellung bezog und sich gegen Deutschland wendete und mit diesen Filmen versuchte, die Kriegsbemühungen der Alliierten zu unterstützen. Um ein klares Bild von Chaplins politischem Denken und seiner Position während des Krieges zu bekommen, ist es außerdem wichtig aufzuzeigen, welche Anstrengungen Chaplin des weiteren unternahm, um den Krieg zu einem schnellen Ende zu führen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BIOGRAPHISCHE ANGABEN ZU CHARLIE CHAPLIN

3. „SHOULDER ARMS“

3.1 CHAPLIN UND DIE WAR BONDS

3.1.1 Kritik an Chaplins „Patriotismus“

3.1.2 Unterstützung des Krieges an der „Home Front“

3.2 ENTSTEHUNG DES FILMS

3.3. REZEPTION/KRITIK

4. CHAPLIN IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT

4.1 CHAPLINS BESUCH IN DEUTSCHLAND, 1931

4.2 BEURTEILUNG CHAPLINS IN AMERIKA, EUROPA UND DEUTSCHLAND

5. „DER GROßE DIKTATOR“

5.1 ENTSTEHUNG DES FILMS

5.1.1 Chaplin und Hitler

5.1.2 Entscheidung für den Film

5.1.3 Kritik und Produktion

5.2 REALITÄT, FIKTION UND VISION IN „DER GROßE DIKTATOR“

5.3 REZEPTION/KRITIK

5.4 CHAPLINS WEITERER KAMPF GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS

6. SYNTHESE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Rolle Charlie Chaplins während des Ersten und Zweiten Weltkriegs, indem sie die Filme „Shoulder Arms“ und „The Great Dictator“ analysiert, um zu klären, ob Chaplin diese Werke gezielt als politische Instrumente gegen Deutschland einsetzte.

  • Biographische Einordnung von Charlie Chaplins Werdegang und politischem Selbstverständnis.
  • Analyse der Entstehung, Produktion und Rezeption von „Shoulder Arms“ (1918) vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs.
  • Untersuchung von „The Great Dictator“ (1940) als antifaschistisches Werk und explizite Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.
  • Vergleichende Synthese der beiden Filme hinsichtlich Chaplins pazifistischer Haltung und politischer Stellungnahme.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Unterstützung des Krieges an der „Home Front“

Die Amerikaner finanzierten ihre Kriegsindustrie, die von dem extra dafür gebildeten War Industries Board (WIB) gelenkt wurde, zwar zu einem Drittel aus Steuern, der Rest aber kam von Kriegsanleihen, die der amerikanischen Bevölkerung verkauft wurden. Um diese War Bonds oder Liberty Bonds, wie sie auch genannt wurden, in der Bevölkerung populär zu machen, wurden Kundgebungen mit bekannten Persönlichkeiten organisiert, die deren Popularität einsetzten, um den Kaufwillen in der Bevölkerung sicher zu stellen. 1918 hatten bereits zwei solcher Kundgebungen stattgefunden und nun war man auch an Charlie Chaplin und seine Kollegen Mary Pickford und Douglas Fairbanks von United Artist (siehe Anhang III.) herangetreten an einer dritten Liberty Bond Drive teilzunehmen. Chaplin sah dies als gute Möglichkeit, den Amerikanern doch seinen „Patriotismus“ zu beweisen. Zunächst sollten sie alle drei in Washington vor der Menge reden und die Zuhörer von der Notwendigkeit der Zeichnung amerikanischer Kriegsanleihen überzeugen. Chaplin gab zu, dass er vor seinem Auftritt sehr aufgeregt war, da er noch nie eine derart wichtige Rede gehalten hatte. Auf der Bühne aber konnte er die begeisterte Menge bald in seinen Bann ziehen:

The Germans are at your door! We’ve got to stop them! And we will stop them if you buy Liberty Bonds! Remember each bond you buy will save a soldier’s life – a mother’s son – will bring this war to an early victory!4

Chaplin hielt eine so mitreißende Rede, dass er dabei von der Bühne fiel und in die Arme eines Freundes, dem damaligen Assistant Secretary of the Navy, Franklin Delano Roosevelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik und Formulierung der Forschungsfrage, ob Chaplins Filme eine gezielte politische Stellungnahme gegen Deutschland darstellten.

2. BIOGRAPHISCHE ANGABEN ZU CHARLIE CHAPLIN: Überblick über den Lebensweg Chaplins von seiner Herkunft in London bis hin zu seinem Aufstieg zum Weltstar in Hollywood.

3. „SHOULDER ARMS“: Untersuchung der Entstehung und Rezeption des Films „Shoulder Arms“ und Chaplins persönlicher Beitrag zur Kriegsanleihen-Kampagne.

4. CHAPLIN IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT: Analyse von Chaplins Deutschlandbesuch 1931 und seiner öffentlichen Wahrnehmung als (unklarer) politischer Akteur in den 1920er und 1930er Jahren.

5. „DER GROßE DIKTATOR“: Tiefgreifende Betrachtung der Filmproduktion, der Darstellung des Faschismus und der politischen Botschaft des Films.

6. SYNTHESE: Zusammenführender Vergleich der beiden Filme und Bewertung von Chaplins Rolle als politischer Filmemacher.

Schlüsselwörter

Charlie Chaplin, Shoulder Arms, Der Große Diktator, Erster Weltkrieg, Nationalsozialismus, Faschismus, Pazifismus, Filmgeschichte, Propaganda, Kriegsanleihen, Liberty Bonds, Politische Satire, Antifaschismus, Weltkino, Biographik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Charlie Chaplin seine Filme „Shoulder Arms“ und „Der Große Diktator“ als politisches Mittel gegen Deutschland und den Nationalsozialismus einsetzte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die filmische Auseinandersetzung mit den beiden Weltkriegen, Chaplins pazifistische Grundhaltung sowie sein persönliches Engagement gegen den Faschismus.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, den Wandel von Chaplins politischem Bewusstsein zwischen 1918 und 1940 aufzuzeigen und die Beweggründe hinter seinen Filmen differenziert darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine filmhistorische Analyse, die auf Biographien, zeitgenössischen Presseberichten und Chaplins eigener Autobiographie basiert.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung und Rezeption beider Filme, die politische Rolle Chaplins in der Zwischenkriegszeit sowie die Einbettung realer Zeitgeschichte in die Fiktion des „Großen Diktators“.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Antifaschismus, politische Satire, Hollywood-Filmgeschichte und den Einfluss von Persönlichkeiten auf das Zeitgeschehen.

Warum spielt die Schlussrede im „Großen Diktator“ eine so wichtige Rolle für das Verständnis des Films?

Die Schlussrede markiert den Moment, in dem Chaplin die Filmperson ablegt und als er selbst für Menschenrechte und Frieden eintritt, was das Werk von einer reinen Satire zu einem politischen Appell erhebt.

Wie unterscheidet sich die politische Motivation zwischen „Shoulder Arms“ und „Der Große Diktator“?

Während „Shoulder Arms“ eher ein satirisches Zeitportrait und Plädoyer für den Frieden war, zielte „Der Große Diktator“ bewusst darauf ab, den Faschismus und die NS-Ideologie anzugreifen und die USA zum Eingreifen zu bewegen.

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Details

Title
Charlie Chaplins "Shoulder Arms" (1918) und "The Great Dictator" (1940)
Subtitle
Ein politischer Tramp im Kampf gegen Deutschland?
College
LMU Munich
Grade
2,7
Author
Magister Artium Florian Jetzlsperger (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V90696
ISBN (eBook)
9783638050081
ISBN (Book)
9783638943925
Language
German
Tags
Charlie Chaplins Shoulder Arms Great Dictator
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Florian Jetzlsperger (Author), 2004, Charlie Chaplins "Shoulder Arms" (1918) und "The Great Dictator" (1940), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90696
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